Wie zu Hause das Christkind kam [Storytime]

Christkind

Ich liebe ja Weihnachtsfilme. Zur Adventszeit gehören die einfach dazu. Allerdings gibt es bei den meisten (vor allem amerikanischen) Filmen eine Sache, die mich jedes Mal ein wenig stört. Und das ist die Hauptperson. In so gut wie allen Weihnachtsfilmen dreht sich die Geschichte um den Weihnachtsmann oder – ganz amerikanisch – Santa Claus.

Christkind

Natürlich ist die Geschichte von dem dicken Mann in dem roten Mantel, der durch den Schornstein in unsere Häuser krabbelt, um Geschenke dazulassen, faszinierend.

Aber ich persönlich finde die Geschichte vom Christkind viel schöner. Das liegt natürlich in erste Linie an meiner Prägung, denn bei uns zu Hause kam immer nur das Christkind. Bis ich alt genug war, um mich mit Freundinnen über Weihnachten auszutauschen, kannte ich den bärtigen Opa überhaupt nicht. (Was meiner späteren Begeisterung für Weihnachtsmann und Co. KG allerdings keinerlei Abbruch getan hat.)

Jedenfalls war ich ziemlich verwirrt, als ich feststellen musste, dass nicht bei allen Familien das Christkind die Geschenke bringt. Noch verwirrter war ich allerdings, als eine Freundin steif und fest behauptete, ihre Eltern würden die ganzen Geschenke besorgen, weil weder das Christkind noch der Weihnachtsmann real seien.

Im Vergleich zu anderen Kindern habe ich aber auch tatsächlich sehr lange an dieses engelhafte Wesen geglaubt. Und das lag vor allem daran, dass meine Eltern sich wirklich Mühe gegeben haben, diese Illusion zu schaffen und auch aufrecht zu erhalten.

Christkind

Wie das Christkind kam

Nach dem gemeinsamen Abendessen an Heiligabend ist einer von ihnen mit mir nach oben gegangen, damit wir aus dem Fenster heraus den Himmel beobachten konnten. Ich sollte dann nach einem besonders hellen Stern Ausschau halten. Das war nämlich das Christkind, das jetzt unterwegs war, um die Geschenke zu bringen. Natürlich suchte ich immer ganz angestrengt, nach dem hellsten Stern am Himmel – was den unten im Wohnzimmer gebliebenen Erwachsenen genug Zeit gab, die Bescherung unter dem geschmückten Baum hübsch anzurichten. Irgendwann ertönte dann ein leises Glöckchen, das Zeichen für mich, dass das Christkind sein Werk vollbracht hatte und sich jetzt wieder auf den Weg machte.

Schnell also wieder nach unten! Vielleicht konnte ich ja noch einen Blick erhaschen … aber leider nein. Das Christkind war immer vielzu schnell wieder weg. Aber da liegen all die schönen Geschenke unter dem leuchtenden Baum, da ist die Enttäuschung ziemlich schnell vergessen.

 

Christkind
Irgendwo habe ich glaube ich immer einen Stern gefunden, selbst bei dichter Wolkendecke. Man sieht halt was man sehen will.

Ich erinnere mich heute sehr glücklich, aber auch ein bisschen wehmütig an die Zeit zurück, als das Christkind für mich noch real war.

Wie war das bei euch? Wer hat zu euch die Geschenke gebracht und wie lang habt ihr daran geglaubt?

 


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