Warum ich jeden Tag zur selben Zeit aufstehe – Tipp für mehr Produktivität

Studenten machen immer nur Party und stehen eigentlich nie vor 12 Uhr mittags auf. Das ist das Gerücht, das sich hartnäckig hält – für mich gilt das nicht. Und für die meisten meiner Mitbewohnerinnen eigentlich auch nicht.

Aber so ganz war das auch nicht immer so.

Durch die Schule war ich 12,5 quälende Jahre gezwungen gewesen, jeden Morgen um 6.30 Uhr mein gemütliches, warmes Bett zu verlassen und oft noch im Dunkeln aus dem Haus zu gehen. Als ich dann zu studieren anfing, dachte ich rebellisch und selbstbestimmt wie ich nun war „Wieso um Himmels Willen soll ich denn so früh aufstehen, wenn ich doch erst um 11, manchmal erst am Nachmittag in der Uni sein muss?“ Also war mein Tagesablauf und damit auch mein Schlafrhythmus fortan ziemlich unregelmäßig. Einen Tag stand ich um 9 Uhr auf, am nächsten um 11, an einem einzigen Tag in der Woche musste ich tatsächlich um 6 Uhr aufstehen, weil ich eine Pflichtveranstaltung um 8 hatte. (Das war die erste und letzte dieser Art in meiner Studentenlaufbahn.)

Gelernt, vor- und nachbereitet habe ich dann in der Regel am Abend. Und irgendwie hat das nicht immer so gut funktioniert, wie ich mir das gewünscht hätte. Warum bloß?

Es hat tatsächlich noch zwei Jahre gedauert, bis ich das herausgefunden habe – zum Glück aber rechtzeitig als dann die Bachelorarbeit anstand. Des Rätsels Lösung wird die meisten hier wahrscheinlich nicht überraschen, als mir das selbst aufgefallen ist, war es aber schon eine kleine Erleuchtung

Ich bin ein Morgenmensch!

Mein Biorhythmus ist einfach nicht dafür gemacht, abends, geschweige denn nachts, zu arbeiten. Am produktivsten bin ich so zwischen 8 und 12 Uhr am Vormittag.

In den Anfangszügen meiner Bachelorarbeit machte ich mir also Gedanken darüber, wie ich strukturierter arbeiten könnte. Eine regelmäßige Aufstehzeit zu haben, schien da irgendwie der erste logische Schritt. 8 Uhr morgens mag jetzt für manche nicht wirklich früh sein, zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings oft noch das Gefühl mitten in der Nacht aufzustehen.

Aber ich hab mich daran gewöhnt und siehe da: ich habe nach dem Frühstück und manchmal einer kurzen Runde Yoga etwa 3-4 Stunden konzentriert gearbeitet. Dann gab es Mittagessen und weil ich wusste, dass ich danach sowieso immer in ein Loch falle, habe ich mich nachmittags dann mit weniger anspruchsvollen Dingen beschäftigt.

Und was soll ich sagen? Über das Ergebnis meiner Bachelorarbeit kann ich mich absolut nicht beschweren. Im Gegenteil.

Zu Anfang des Masters hab ich die totale Regelmäßigkeit wieder etwas schleifen lassen. Allerdings war mein Körper schon so sehr daran gewöhnt, dass ich auch ohne Wecker selten länger als 7.30 Uhr oder 8 Uhr geschlafen habe.

Jetzt wo ich an der Masterarbeit schreibe klingelt mein Wecker jeden Morgen um 7 Uhr. Eine Stunde früher als noch vor zwei Jahren, weil ich inzwischen Fan einer gemütlichen Morgenroutine bin. Tee trinken und Podcasts hören, Yoga machen, gemütlich frühstücken … Alles Dinge, die mir dabei helfen, wach zu werden und gut in den Tag zu starten. Spätestens um 8.30 sitze ich dann aber immer am Schreibtisch (oder wahlweise in der Bibliothek) und arbeite durch bis zur Mittagspause.

Zu merken, dass ich ein Morgenmensch bin und mein Rhythmus einfach so funktioniert, hat mir so viel gebracht. Nicht nur für meine Produktivität, sondern auch für meine Ausgeglichenheit. So ein regelmäßiger Schlaf ist schon was Cooles. Euer Körper dankt es euch.

Finde deinen Rhythmus

Natürlich macht es nicht für jeden Sinn früh morgens aufzustehen. Manche sind eben wirklich abends oder nachts konzentrierter. Dann versucht, eure Arbeitszeiten – als Student/in ist das eben ziemlich gut möglich – so zu legen, dass sie in eure produktivsten Phasen fallen und arbeitet nicht gegen euren Biorhythmus. Auch wenn es vielleicht zunächst eine Umstellung ist, wenn ihr die richtigen Zeiträume gefunden habt, werdet ihr ziemlich schnell einen Unterschied feststellen.


Was ist mit euch? Morgenmensch oder Nachteule? Vielleicht sogar beides..?
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