Umweltbewusstsein & Nachhaltigkeit – Update

Hummel auf Lavendel

Vor nicht ganz einem Jahr, habe ich einen Beitrag über Umweltbewusstsein und wie wir alle etwas nachhaltiger leben können geschrieben. Nach jetzt rund 10 Monaten hielt ich es für eine gute Idee, mal zu checken, was sich seither weiter verändert/verbessert hat und wo es noch Stellschrauben gibt, an denen ich drehen kann.

Ich hatte mir in diesem Artikel vier Kategorien angeschaut und an die werde ich mich jetzt auch wieder halten. Dann könnt ihr, wenn ihr mögt, mal vergleichen.

Disclaimer: Im diesem Artikel werden Produkte und deren Hersteller verlinkt. Ich erhalte kein Geld hierfür, die Unternehmen haben mich nicht darum gebeten. Alle Empfehlungen basieren auf meiner persönlichen Meinung.

Müllvermeidung …

… beim Einkaufen

  • Neben dem damals schon erwähnten Thermobecher für Kaffee, ist inzwischen auch ein zweiter für Tee bei mir eingezogen. Denn Tee aus dem gleichen Becher zu trinken, wie Kaffee schmeckt nicht wirklich. Mit beiden bin ich sehr froh, vor allem den Bambusbecher von BambooCup finde ich einfach wunderschön.
  • Was Obst und Gemüse angeht, bin ich ebenfalls dabei geblieben, nicht die abgepackte Variante zu kaufen, sondern immer lose Stückware. Inzwischen habe ich mir außerdem solche wiederverwendbaren Obst- und Gemüsebeutel zugelegt, falls es doch mal mehr wird. Die sind außerdem auch super für Brot oder andere Backwaren.
  • Jutebeutel besitze ich inzwischen en masse. In jedem Rucksack und jeder Tasche ist einer drin, sodass ich nie in die Verlegenheit komme, doch eine Tüte kaufen zu müssen.
Wiederverwendbare, nachhaltige To-Go-Becher
Jutebeutel mit Sprüchen
Am liebsten mag ich meine Jutebeutel mit coolen Sprüchen drauf. Viel stylischer als so eine olle Plastiktüte.
  • Vor einem Jahr habe ich noch gesagt, dass ToGo-Gerichte ein großes Problem bei mir sind. Das habe ich tatsächlich sehr gut in den Griff bekommen. Wenn ich weiß, dass ich länger unterwegs bin, nehme ich mir etwas von zu Hause mit oder wenn mich dann doch mal der Hunger überfällt, dann gehe ich meistens zum Bäcker und hole ein Brötchen, das dann in eine Papiertüte kommt (oder in einen meiner kleinen Beutel, wenn ich die dabei habe). Alternativ kaufe ich auch manchmal einen losen Apfel oder eine lose Banane im Supermarkt, wenn der Hunger nicht allzu groß ist.
  • Neben etwas zu Essen braucht man unterwegs natürlich auch etwas zu Trinken. Schon ewig habe ich immer eine Wasserflasche dabei, die ich dann bei Bedarf irgendwo wieder auffüllen kann. Ich besitze eine kleine mit 0,3l von Naturalou und eine große mit 1l von Soulbottles. Die große finde ich ebenfalls einfach total hübsch, leider hat sie den Nachteil, dass sie nicht unter jeden Wasserhahn passt …
1-Liter-Glasflasche von Soulbottles

… im Bad

Gerade im Bad ist es tatsächlich total einfach, Verpackungen wegzulassen und so habe ich auch hier einiges umgestellt in den letzten Monaten

  • Meine Haare wasche ich nur noch mit festem Shampoo und festem Conditioner. Meine sind beide von Lush, aber die gibt es inzwischen von unzähligen Firmen und auch in der Drogerie. Schon vorher habe ich meine Haare „trainiert“, sie nur noch einmal pro Woche zu waschen, statt alle drei Tage. Das spart einiges an Shampoo und glaubt mir, eure Haare werden euch danken.
  • Kokosöl: die absolute Allzweckwaffe in allen Lebensbereichen. Bei mir hat es derzeit zwei Einsatzgebiete. Das eine sind meine Haare – ein kleines bisschen Kokosöl nach dem Waschen in die Spitzen geben und sie fühlen sich gleich viel geschmeidiger an. Das zweite ist mein Gesicht. Ich habe mich schon vorher mit einem Abschminköl abgeschminkt, jetzt mache ich das nur noch mit Kokosöl. Und das beste: Danach muss ich mich nichteinmal mehr eincremen, weil das Öl für eine super geschmeidige Haut sorgt.
Nachhaltiges festes Shampoo und fester Conditioner
  • Einige Dinge, wie z.B. Duschgel und Rasierklingen musste ich noch aufbrauchen, aber die nächsten Anschaffungen sind jetzt auch geplant: eine feste Körperseife und ein Rasierhobel (die sehen im Übrigen auch viel cooler aus als die Plastikdinger).
  • Für Damenhygiene gibt es ja inzwischen so viele andere Möglichkeiten neben Tampons und Binden, ich habe mich schon vor zwei Jahren etwa für einen Cup entscheiden. Null Probleme, minimale Kosten und kein Müll.
Kokosöl
Der absolute Alleskönner Kokosöl – aus meinem Badezimmer gar nicht mehr wegzudenken

Lebensmittel/tierische Produkte

  • „Ich gebe zu, ich esse gerne Fleisch und möchte einfach nicht komplett darauf verzichten.“ … schrieb sie. Seit Anfang diesen Jahres esse ich kein Fleisch und keinen Fisch mehr, nichts wofür Tiere sterben mussten.
  • Und auch meinen Konsum an Milchprodukten habe ich stark reduziert. Ich bin noch weit weg von vegan, obwohl ich hin und wieder mal einen veganen Tag pro Woche versuche einzulegen. Was ich eigentlich überhaupt nicht mehr kaufe, ist Kuhmilch und Joghurt. Stattdessen habe ich mich durch das riesige Angebot an Pflanzendrinks durchprobiert (meine Favoriten sind Hafer, Kokos und Reis) und auch an Soja- oder Lupinenjoghurt finde ich inzwischen größeren Gefallen als an „normalem“. Auch vegane Käsealternativen finden sich jetzt hin und wieder in meinem Kühlschrank und einige davon sind gar nicht schlecht.

Verkehr

  • Ich besitze immer noch ein Auto, gefühlt fahre ich aber weniger. Allerdings habe ich keine Zahlen, die das belegen würden. Was ich aber belegen kann, ist, dass ich durch vorausschauenderes und gemütlicheres Fahren meinen Spritverbrauch senken konnte.
  • Lange Strecken, die ich in den letzten Monaten oft zurücklegen musste, um zu Vorstellungsgesprächen zu fahren, lege ich grundsätzlich mit dem Zug zurück. So lange alleine Auto zu fahren ist sowieso langweilig und in der Bahn kann ich schlafen, arbeiten, lesen … und spare dabei noch Geld.
  • Ein Stadtfahrrad habe ich mir immer noch nicht zugelegt. Es steht weiterhin auf meiner Liste.
Bahncard 50
Für unter 26-Jährige ist die Bahncard 50 überhaupt nicht teuer und wenn man regelmäßig längere Strecken fährt, zahlt sie sich sowas von aus.

Klamottenkonsum

  • Ich habe mir dieses Jahr noch nicht viele neue Kleidungsstücke gekauft, eins davon war Secondhand, mehrere andere von Fair Fashion Marken. Grundsätzlich brauche ich aber auch wirklich nichts Neues, denn ich habe letztens erst meinen Kleiderschrank ausgemistet und dabei fast zwei Wäschekörbe voll Klamotten rausgeschmissen. Die will ich jetzt möglichst auch secondhand weiterverkaufen, sodass sie nicht einfach bei den Altkleidern landen.
  • DIY ist auch auf meinem Radar. So habe ich mir z.B. letztes Jahr selbst das Stricken beigebracht, denn so ein selbst gestrickter Pullover hat doch auch etwas Tolles. Außerdem probiere ich immer wieder upcycling Ideen aus, die ich auf Pinterest oder sonst wo sehe, mit denen man aus langweiligen alten T-Shirts noch etwas rausholen kann.

Da hat sich seit dem letzten Beitrag glaube ich schon einiges ein Stückchen weiterbewegt. Natürlich immer noch weit weg von perfekt und 100% nachhaltig, aber kleine Minischritte sind das, worauf es ankommt. Und wenn diese kleinen Minischritte viele Menschen gehen, dann ist schon viel erreicht, denke ich.


Welche Tipps habt ihr noch, um mehr Nachhaltigkeit in euren Alltag zu bringen? Welche nützlichen Tools habt ihr vielleicht noch entdeckt? Ich freue mich, über Austausch in den Kommentaren!

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7 Kommentare zu „Umweltbewusstsein & Nachhaltigkeit – Update“

  1. Das hört sich richtig gut an! Toll, dass du solche Fortschritte gemacht hast. Ich habe eigentlich immer noch eine Dose oder ein Glas in der Tasche und ein Bestecketui, wenn ich nicht mein Meal Prep mitnehme. Das Glas kann für essen oder für Getränke verwendet werden 👌🏼 Und manchmal noch ein Wachstuch, perfekt für Brötchen o.ä.
    Viel Erfolg bei dem weiteren Umsetzen deiner Pläne! Vielleicht findest du auf meinem Blog noch weitere Ideen 😊

    1. Das ist auch ein guter Tipp. So ein kleines Besteckset muss ich mir auch noch zulegen.

      Mit Sicherheit, ich habe schon ein bisschen bei dir gestöbert und sehr interessante Artiekl gefunden 🙂

  2. Ich bin auch hauptsächlich mit dem Bus oder dem Fahrrad unterwegs, außer für den Wocheneinkauf, weil man da manchmal wirklich viel zu schleppen hat! Obst- und Gemüsebeutel hab ich mal auf meinem Blog vorgestellt und nutze sie immer noch regelmäßig. Auch für Backwaren, wie du selbst geschrieben hast! Und einen Jutebeutel versuche ich auch immer mit im Rucksack zu haben! Auf die festen Shampoos hast du mich neugierig gemacht, die möchte ich auch mal ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Jana

  3. Ah sehr schön! In vielen Punkten erkenne ich mich tatsächlich wieder 🙂
    Ich habe auch gefühlte 100 Jutebeutel, hab auf dem Flohmarkt letztens welche anstelle von Plastiktüten rausgegeben. Beim Obst versuche ich auch drauf zu achten, dass ich keine Plastiktüten mitnehme und auch eher die Papp- statt Plastikschälchen kaufe. Von Milchprodukten komm ich nicht so gut weg, dafür esse ich nicht so viel Fleisch. Und auch Sojakakao von Alpro Soja kommt gerne auf den Tisch!

    Kannst du den festen Conditioner von Lush empfehlen? Ich brauche unbedingt Spülung, sonst kriege ich meine Haare kaum gekämmt. Aber hatte auch überlegt auf die feste Variante umzusteigen.

    Und noch eine Frage: hoffe, die ist nicht zu persönlich: wie hast du den Cup für dich ausgesucht? Einfach ausprobiert oder hast du dich beraten lassen? Hab mich noch immer nicht daran „getraut“.

    Die MyBC 50 kann ich auch empfehlen, bin jetzt vor ner Woche aber 27 geworden, deshalb läuft die günstige Variante im Januar aus. Ein Auto besitze ich aber nicht. Ich fahre einfach selbst nicht gerne.

    So, sorry für den Roman :’D
    <3
    Michelle

    1. So cool! Kleine Schritte sind der richtige Weg 🙂

      Den Conditioner kann ich auf jeden Fall empfehlen. Ich hatte auch die SOrge, dass meine Haare absolut unkämmbar sind, aber ich komme mit dem super zurecht. Das Auftragen auf die nassen Haare dauert etwas länger als mit flüssigem Conditioner, aber ansonsten funktioniert er genau gleich und die Haare lassen sich super kämmen danach.

      Ich hab mich was die Cup angeht ehrlich gesagt nur online ein wenig schlau gemacht, welche Größen so empfohlen werden und bin dann einfach in die Drogerie gegangen. Zu dem Zeitpunkt gab es bei dm sowieso nur eine oder zwei Marken, glaube ich, (weiß nicht, ob es inzwischen mehr Auswahl gibt) und für eine davon habe ich mich dann entschieden.

      Liebe Grüße 🙂

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