Lebensentscheidungen – oder die Quarter-Life-Crisis

Sessel und Parkverbotsschild am Straßenrand

Immer war alles geradlinig und irgendwie vorbestimmt. Abitur nach 13 Jahren Schule, nur durchschnittlich abgeschnitten, aber was soll’s, heute kräht kein Hahn mehr danach. Zwei Monate im Ausland gelebt und gearbeitet: check. Bachelorstudium in Regelstudienzeit – inklusive Auslandssemester: check. Masterstudium ebenfalls in Regelstudienzeit: check. In den Sommern dazwischen Praktika und Reisen.

Und jetzt? Ja, jetzt steht da ein großes Fragezeichen. Also in der Theorie ist alles klar: Job suchen, umziehen, im „echten“ Leben ankommen. Rechnungen bezahlen, einen Bausparvertrag abschließen und Steuererklärungen machen und eben all den Kram, den man dann so macht als sogenannter erwachsener Mensch.

Aber in der Praxis? In der Geisteswissenschaft im Allgemeinen und der Theaterwissenschaft im Speziellen ist es nicht ganz so einfach. Wenn man das Studium eben ohne einen – wie es sich schimpft – „berufsqualifizierenden“ Abschluss beendet, sondern fünf Jahre lang eigentlich nur Wissen angehäuft hat, dann gestaltet sich das mit der Jobsuche eher schwierig. Da darf man sich zunächst nicht festlegen und auch nicht besonders wählerisch sein. Die Bereitschaft irgendwo anders hinzuziehen, weit weg von der Heimat, wird ja sowieso vorausgesetzt.

Und obwohl du das alles weißt, stehst du jetzt da. Mit deinem geradlinigen Lebenslauf. Mit dieser Vergangenheit, in der immer alles auf Anhieb geklappt hat, wo es eigentlich nie wirklich große Hindernisse gab. Glückskind. Jetzt stehst du da, weil es eben auf einmal nicht mehr auf Anhieb klappt. Und da beginnst du dich zu fragen: Warst du die ganzen Jahre auf dem Holzweg? Wolltest du das eigentlich wirklich so oder war das irgendwie nur das, was erwartet wurde? Und was passiert jetzt? Wo willst du hin – sowohl ganz konkret, örtlich, als auch generell im Leben? Was erwartest du überhaupt vom Leben? Das solltest du dir echt mal überlegen, denn es liegt noch verdammt viel davon vor dir!

Und wenn das Gedankenkarussell anfängt, sich immer schneller und schneller zu drehen, dann kannst du dich mal ein paar Stunden oder auch mal einen Tag lang mitdrehen. Und vielleicht ein bisschen verzweifeln. Aber dann steigst du wieder aus.

Denn tief drinnen weißt du, dass früher oder später schon alles an seinen Platz fallen wird. Du weißt, dass dein Weg der richtige ist und dass es eigentlich gar kein konkretes Ziel gibt. Jetzt liegen da halt mal ein paar Steine. Dann dauert es eben ein bisschen länger, weil du darübersteigen musst. Aber du wirst nicht davor stehen bleiben. Denn du weißt außerdem, dass es genug Menschen gibt, die dir dabei helfen werden, die vom Rand aus zusehen und von denen dir niemand einen Vorwurf machen wird, wenn du vielleicht mal zwei oder drei Anläufe brauchst.

In the end, everything will work out.


Als ich das Julithema der Blogparade #bloggerkunterbunt von Barbara gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich mitmachen möchte. Lebensentscheidungen passt einfach gerade so perfekt und ich habe seit Monaten so viele Gedanken dazu, die ich irgendwie loswerden wollte. Da kam diese Blogparade wie gerufen.

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1000 Fragen an mich selbst #22

1000 Fragen an mich selbst
Hast du eine umfassende Ausbildung?

Das ist tatsächlich eine interessante Frage. Eigentlich wollte ich gleich ja sagen, aber eigentlich habe ich auch oft das Gefühl, dass ich eben doch eine ziemlich spezifische Ausbildung habe.

Also ich habe Abitur gemacht, habe einen Bachelor- und demnächst (fingers crossed) sogar einen Master-Abschluss. Das ist schon „umfassend“. Aber eben ist meine Studienrichtung – vor allem jetzt im Master – auch sehr speziell und oft habe ich das Gefühl, dass mir an Allgemeinwissen so manches fehlt. Ich bin zwar sehr interessiert an vielen Themen, lese auch viel und versuche mich immer irgendwie „nebenbei“ weiterzubilden. Aber wie so oft, fehlt da ja auch immer wieder die Zeit für.

 

Für wen hast du eine Schwäche?

Das bleibt mein kleines Geheimnis.

 

Was ist dein größtes Hemmnis?

Ich selbst. Selbstzweifel, dass ich das, was ich mir vornehme, sowieso nicht hinbekomme, oder nicht so gut hinbekomme wie andere. Oder der Gedanke, dass etwas einfach viel zu viel Aufwand ist, der sich am Ende nicht lohnt. Dabei sollte mir inzwischen klar sein, dass sich jeder Aufwand lohnt, wenn man etwas wirklich erreichen will.

 

Was machst du heute?

Heute ist Karfreitag, also Feiertag in Deutschland (hier in Luxemburg nicht). Das heißt, ich packe nachher meine Tasche und fahre nach Hause, um Ostern bei meiner Familie zu sein. In diesem Fall bei meiner Oma, da meine Eltern in Urlaub sind. Ich freu mich schon.

 

Worüber hättest du länger nachdenken sollen?

Über nichts. Aus dem einfachen Grund, dass ich eher zu viel über Dinge nachdenke, als zu wenig.

 

Bist du lieber im Recht oder hast du lieber Glück?

Sind das zwei Dinge, die man vergleichen kann? Ich glaube, ehrlich gesagt nicht. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann hätte ich lieber Glück.

 

Was hältst du von den Partnern deiner Freundinnen?

Wenn sie mit ihnen glücklich sind, soll es mir recht sein. Da mische ich mich nicht ein.

 

Welche Eigenschaft deines Vaters hättest du auch gern?

Die Gelassenheit, Dinge manchmal einfach hinzunehmen. Es ist nicht so, dass er sich nie aufregt. Aber wo ich oder meine Mutter uns noch stundenlang reinsteigern können, akzeptiert er den Fakt einfach irgendwann so, wie er eben ist, lebt damit und macht das Beste daraus.

Welche Idee musst du irgendwann noch aufgreifen?

Da gibt es eine Idee, die etwas mit dem Bloggen und meinem Studium zu tun hat. Allerdings möchte ich hier nicht zu viel spoilern, weil ich hoffe, das Ganze noch diesen Sommer umsetzen zu können.

 

Wie würdest du dein Leben mit drei Stichwörtern beschreiben?

Behütet. Strukturiert. Katastrophenfrei.

 

Was ist das Beste am Erwachsensein?

Dass man sich Süßigkeiten kaufen kann wann und wie viel man möchte.

 

Bist du ein Kämpfertyp?

Wenn es sich lohnt, auf jeden Fall.

 

Wie viel Fantasie hast du?

Nicht so viel, wie ich mir manchmal wünschen würde. Aber schon eine gute Portion.

 

Können sich Menschen ändern?

Ja.

 

Versuchst du, ein Problem zuerst selbst zu lösen?

So gut wie immer. Generell möchte ich schon immer alles alleine machen und lasse mir eigentlich ungern helfen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit solchen „lebenspraktischen“ Dingen, wie z.B. Versicherungen, Steuern etc. oft immer noch erstmal zu meinen Eltern gehe.

 

Was hättest du gern zehn Jahre früher gewusst?

Dass meine Meinung zählt.

 

Was wird dein nächstes Projekt?

Verschiedenes. Erstmal, meine Masterarbeit abschließen. Dann hoffentlich einen Job finden und dann … siehe oben.

 

Machst du häufig mehrere Dinge gleichzeitig?

Ja, ständig. Obwohl ich weiß, dass das in der Regel absolut unproduktiv ist, aber ich kann es nicht abstellen.

 

Was liegt dir immer noch im Magen?

Aktuell liegt mir mein Studienabschluss im Magen. Allerdings nicht „immer noch“. Da gibt es glücklicherweise nichts, was mir jetzt schon länger keine Ruhe lässt.

 

Magst du es, wenn man sich um dich kümmert?

Ja, eine gesunde Portion Aufmerksamkeit bekomme ich auf jeden Fall gerne. Aber bitte nicht zu viel, denn dann geht es mir auch schnell auf die Nerven.

 

Welchen Wunsch wirst du dir nie erfüllen?

Ich hoffe, dass ich mir alle meine Wünsche erfüllen kann und werde.

1000 Fragen an mich selbst

 

Was war die interessanteste Einladung, die du jemals bekommen hast?

Da fällt mir nichts ein.

 

Wie würden dich deine Freunde beschreiben?

Sehr gut organisiert.

 

Wer hat dir in deinem Leben am heftigsten wehgetan?

Natürlich wurde ich schon verletzt, ich hatte schon Herzschmerz und dachte, ich werde nie wieder glücklich. Aber ich bin es doch immer wieder geworden und von daher möchte ich wirklich niemandem den Vorwurf machen, dass er oder sie mich am heftigsten von allen verletzt hat. Denn letztendlich bin ich über alles hinweggekommen.

 

Was war ein Wendepunkt in deinem Leben?

Der Moment, in dem ich verstanden habe, dass ich mich nicht verbiegen muss, um gemocht zu werden und das meine Meinung ihre Daseinsberechtigung hat.

 

Glaubst du, dass Menschen die Zukunft vorhersagen können?

Nein.

 

Was kannst du fast mit geschlossenen Augen tun?

Tippen. Sowohl auf der Tastatur als auch am Handy.

 

Auf welchem Platz in der Klasse hast du am liebsten gesessen?

Irgendwo in der Mitte. Ich wollte schon immer was mitbekommen, also nicht in der letzten Reihe. Vorne saßen aber auch nur die absoluten Streber und da wollte – und konnte – ich auch nicht dazugehören. (Übrigens gehen Leute, die mich heute kennen lernen, immer davon aus, dass ich zu Schulzeiten eine riesen Streberin gewesen wäre. Das stimmt nicht!)

 

Vermeidest du bestimmte Musik, weil du davon traurig wirst?

Wenn ich sowieso gerade in einer traurigen Stimmung bin, dann ja. Ich bin mir bewusst darüber, was bestimmte Musik mit meiner Stimmung anstellen kann und wähle daher meistens auch ziemlich gezielt aus, was ich hören möchte.

 

Bist du ein Mensch der Worte oder ein Mensch der Tat?

Ich kann gut mit Worten. Vor allem mit dem geschriebenen Wort fühle ich mich sehr wohl. Wenn es aber darum geht, konkret etwas zu erreichen – sei das im professionellen oder im privaten Bereich – dann tue ich Dinge, um ein Ziel zu erreichen. Also wahrscheinlich eher ein Mensch der Tat.

 

Welcher deiner fünf Sinne ist am besten entwickelt?

Vermutlich hören oder tasten. Sehen ist es auf jeden Fall nicht.

 

Wann hast du Mühe, dir selbst in die Augen zu schauen?

Eigentlich nie. Ich zweifle zwar oft an mir selbst, aber ich mache mir das nie selbst zum Vorwurf.

 

Wer kann dich am besten trösten?

Immer noch meine Mama.

 

Was war deine größte Dummheit?

Da gab es ein paar in der Hochphase meiner Pubertät … Eine davon war zum Beispiel, trotz Hausarrest aus dem Fenster zu steigen, um feiern zu gehen.

 

Über welches Unrecht kannst du dich sehr aufregen?

Über jedes. Mir würde jetzt spontan kein Unrecht einfallen, dass mich mehr aufregen würde als ein anderes. Also ich rede hier jetzt natürlich von grundsätzlichen Dingen, nicht sowas wie „Meine Nachbarin hat schon drei Mal bei der Tombola gewonnen und ich noch nie.“

 

Was war das schönste Kompliment, das du jemals bekommen hast?

Dass ich ein wundervoller Mensch bin.

 

Was entscheidet, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?

Ob ich mit der Person lachen kann.

 

Was geht zu langsam?

Aktuell definitiv die Bekämpfung des Klimawandels.

 


 

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1000 Fragen an mich selbst #20 | Fragen 601-620

1000 Fragen an mich selbst Selbstfindung
601. Worauf achtest du bei jemandem, dem du zum ersten Mal begegnest?

Auf seine oder ihre Ausstrahlung.

 

602. In welcher Hinsicht könntest du etwas aktiver sein?

Wenn es darum geht, auf Menschen zuzugehen. Ich komme ungern aus meiner Reserve und warte eigentlich immer bis jemand auf mich zukommt. Wenn man den Leuten im Gedächtnis bleiben will, ist das aber in der Regel eine schlechte Taktik. Also arbeite ich daran.

 

603. Spielst du in deinem Leben die Hauptrolle?

Ja. Manche würden vielleicht behaupten, dass das egoistisch ist, aber das finde ich eigentlich nicht. Klar, will ich auch die Menschen, die mir wichtig sind glücklich machen. Aber das kann ich nur, wenn ich selbst auch glücklich bin und das heißt wiederum, dass meine eigenen Interessen (in den meisten Fällen) Priorität haben.

 

604. Welcher Lehrer hat einen positiven Einfluss auf dich gehabt?

In der Schule? Kein einziger. Da gab es welche, die waren cooler als andere und solche, die mir mehr beigebracht haben als anderen … aber einen nachhaltig positiven Einfluss kann ich für keinen verbuchen …

 

605. Was würdest du am meisten vermissen, wenn du taub wärst?

Musik.

 

606. Über welche Nachricht warst du in letzter Zeit erstaunt?

Privat oder generell? Privat ist da eigentlich nichts. Was Nachrichten-„Nachrichten“ angeht: bin ich in letzter Zeit eigentlich ständig erstaunt – im Sinne von kopfschüttelnd.

 

607. Wärst du gern wieder Kind?

Manchmal schon. Als Kind will man ja so schnell wie möglich erwachsen werden und irgendwann merkt man dann: So toll ist das gar nicht. Auf einmal muss man lauter Erwachsenenkram machen, wie bügeln und die Steuererklärung … Aber ich bin auch gerne „erwachsen“ (auch wenn ich früher Leute mit Mitte 20 für die erwachsensten Menschen überhaupt gehalten habe, bezweifle ich inzwischen, ob das wirklich so ist :D) und selbstständig. Und solange man sich ab und zu eine kindliche Sicht auf die Welt behält, ist das auch gut.

608. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass es dir langweilig wird?

Lesen. Gib mir ein gutes Buch und ich bin ewig beschäftigt. Möglicherweise schlafe ich zwischendurch ein, weil meine Augen ermüden. Aber dann langweile ich mich ja auch nicht.

 

609. Wann warst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Da fällt mir nichts ein. Natürlich hatte ich schon öfter Glück, wenn es z.B. um Jobs oder Praktika ging. Allerdings sind die mir dennoch nie einfach in den Schoß gefallen, ich habe auch immer vorher etwas dafür getan.

 

610. Denkst du oft darüber nach, wie Dinge hergestellt werden?

In letzter Zeit immer öfter.

1000 Fragen an mich selbst Selbstfindung
611. Welchen kleinen Erfolg konntest du zuletzt verbuchen?

Weniger Fleisch zu essen und inzwischen auch gar nicht mehr so große Lust danach zu haben.

 

612. Wirst du am meisten jünger oder älter geschätzt?

Weder noch. Meistens werde ich ziemlich richtig geschätzt.

 

613. Wann hast du zuletzt Sand zwischen den Zehen gespürt?

Letzten Sommer in Dänemark.

614. Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt?

Ich glaube nicht, dass sie sich überhaupt etwas bestimmtes für mich vorgestellt haben. Sie haben mir immer mit auf den Weg gegeben, dass ich das machen soll, was mir Spaß macht, egal, was das dann sein würde.

 

615. Welches Gerät von früher fehlt dir?

Da fällt mir nichts ein. Also vermutlich keins.

 

616. In welcher Hinsicht denkst oder handelst du immer noch wie ein Kind?

Wenn es um Disney- und um Weihnachtsfilme geht.

 

617. Heilt die Zeit alle Wunden?

Ja und nein. Zeit heilt viele Wunden, aber die persönliche Einstellung hilft dabei enorm.

 

618. Bist du romantisch?

Eigentlich nicht wirklich. Ich mag romantische Gesten, ja. Aber grundsätzlich bin ich, glaube ich, zu sehr ein Kopfmensch, um so wirklich romantisch zu sein.

 

619. Was würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?

Du bist vielleicht ein bisschen anders als die Anderen, du findest andere Dinge gut und kannst über die meisten Witze deiner Mitschüler nicht lachen. Aber das ist vollkommen ok. Denn ob du in der Schule cool bist, interessiert später wirklich niemanden mehr und dann findest du auch Menschen, die auf deiner Wellenlänge sind.

 

620. Was machst du mit Souvenirs, die du bekommen hast?

Ich hebe erstmal alles auf. Und wenn Dinge bis zur nächsten Ausmist-Aktion nur in einer Ecke stehen und zustauben, kommen sie weg.


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Organisiert ins neue Semester starten [Studententipps]

Organisation im Studium

Das neue Semester hat begonnen und viele Studenten stehen jetzt wohl wieder vor einem Haufen Seminaren, die besucht, vor- und nachbearbeitet werden wollen. Vielen haben nebenbei noch einen Job, der nötig ist, um Geld zu verdienen und Freizeit will man ja auch noch irgendwann haben. Statt sich jetzt aber einfach Hals über Kopf ins Getümmel zu stürzen und das Beste, zu hoffen, muss eine gute Planung her. Organisation ist das A und O, wenn ihr im Studium nicht mangels Schlaf mit Daueraugenringen herumlaufen wollt.

Auf Wiebkes Blog bin ich auf eine Blogparade zu dem Thema gestoßen und schließe mich mit diesem Artikel ihrer wunderbaren Idee an. Immerhin kann ich nach jetzt vier Jahren an der Uni ein paar gute Tipps geben, wie ihr euch am besten organisiert und nicht ins Chaos verfallt.

 

Sinnvolle Organisation durch Prioritäten

 

So verlockend es auch sein kann, auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und möglichst viele Veranstaltungen auf einmal zu belegen. Das mag eine Zeitlang gut gehen, aber spätestens in der Prüfungsphase wird es sich rächen. Es sei denn natürlich ihr habt ein fotografisches Gedächtnis oder seit Superbrain, aber davon gehe ich hier jetzt einfach mal nicht aus.

Also verschafft euch zuerst einmal einen Überblick. Welche Kurse müsst ihr auf jeden Fall belegen, weil sie zum Beispiel in diesem Semester verpflichtend sind? Das ist Priorität Nummer eins. Priorität Nummer zwei wäre dann genügend Zeit zur Vor- und Nachbereitung der einzelnen Seminare und Vorlesungen einzuplanen. Erfahrungsgemäß ist der Workload nicht das gesamte Semester über gleichbleibend viel, aber im Schnitt würde ich für jede Veranstaltung mindestens jeweils eine Stunde zur Vor- und eine zur Nachbereitung einrechnen. Wer dann noch Zeit und Lust hat, kann natürlich noch mehr Kurse über das Soll hinaus belegen, aber das sollte meiner Meinung nach immer gut überlegt sein.

Für die Meisten ist die dritte Priorität vermutlich die Arbeit. Da viele abends oder am Wochenende jobben, solltet ihr in diesem Fall bei eurer Planung einfach immer daran denken, dass ihr das Wochenende nicht oder nur teilweise zum Lernen verwenden könnt. Solltet ihr einen Job haben, bei dem ihr euch eure Zeit frei einteilen könnt, umso besser!

Organisation im Studium

Organisierte Auszeit

 

Für mich kommt als vierte Priorität, die auch organisiert werden will, der Sport dazu. Ja, ich plane, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit ich ins Fitnessstudio gehe. Denn wir wissen es alle: Wenn es stressig wird, ist es meistens der Sport, der als erstes hintenüberfällt. Außerdem bieten diese zwei Stunden für mich eine Auszeit, wo ich nicht so viel mit dem Kopf arbeiten muss und danach kann ich wieder frisch an die Arbeit gehen.

Grundsätzlich sollte also für jeden eine Priorität sein, etwas zu tun, wobei er abschalten kann. Sei das nun Sport oder Stricken. Plant euch ganz bewusst Freiräume in der Woche, in denen ihr nicht an die Uni, nicht an die Arbeit denken müsst.

Organisation im Studium
Ein ordentlicher Arbeitsplatz, kann manchmal wunder wirken.

Wir organisiere ich meine Zeit?

 

Es gibt ja verschiedenste Möglichkeiten, diesen schönen Plan jetzt festzuhalten. Ich für meinen Teil bin ein total haptischer Typ und brauche meinen Filofax, in den ich alles von Hand eintrage. Andere planen lieber digital am Handy oder Tablet. Da habe ich auch schon ein paar Apps ausprobiert, aber bei den meisten sind die wirklich guten Funktionen immer kostenpflichtig, deswegen kann ich euch da keine App guten Gewissens empfehlen. Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch eine gute Empfehlung?

Letztendlich muss jeder für sich herausfinden, was am besten funktioniert. Aber egal in welcher Form, ob digital oder auf Papier, wenn ihr eure Prioritäten klar setzt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen und ihr seid gut gerüstet für ein erfolgreiches Semester.

 


Welche Tipps habt ihr sonst noch, um euch zu organisieren? Gibt es Dinge, die ich hier vergessen habe? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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1000 Fragen an mich selbst #6 | Fragen 201-220

1000 Fragen

Heute gibt es nur 20 Fragen, weil einige eine ausführlichere Antwort benötigt haben, als es bisher der Fall war. Ich wünsche euch viel Spaß damit!


  1. Wie gut kennst du deine Nachbarn?

Nicht besonders gut.

 

  1. Hast du oft Glück?

Tatsächlich ja.

 

  1. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?

Die Frage impliziert, dass ich mehr als eine Freundin habe. Da ich mit der Bezeichnung „FreundIn“ aber sehr vorsichtig bin, ist das nicht der Fall.

 

  1. Was machst du anders als deine Eltern?

Ich glaube, das ist eine Frage, die sich besser beantworten lässt, wenn man selbst Kinder hat. So fällt mir da nicht wirklich was Spezifisches ein.

 

  1. Was gibt dir neue Energie?

Qualitytime zu zweit oder alleine.

 

  1. Warst du in der Pubertät glücklich?

Nicht so wirklich. Ich wusste nicht richtig wo ich hin wollte und hab mich leicht von anderen beeinflussen lassen. Meine Pubertät war zwar zum Glück relativ kurz, aber dafür auch ganz schön anstrengend. (Für meine Eltern wahrscheinlich noch mehr als für mich.)

 

  1. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?

Was am nächsten an so etwas wie Durchmachen rankommt, war wohl unsere Fahrt nach Dänemark. Da haben wir zwei Stunden geschlafen/gedöst und sind sonst die Nacht durchgefahren. Wirklich eine komplette Nacht durchgemacht, habe ich glaube ich in der 12. Klasse, als wir gefeiert haben, dass die Abiturienten weg sind und wir jetzt offiziell die ältesten an der Schule sind.

Was soll ich sagen? Ich mag meinen Schlaf eben … 😀

 

  1. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?

Mit der Zukunft und Dingen, die wahrscheinlich nie passieren werden.

 

  1. Blickst du dich oft um?

Buchstäblich oder metaphorisch? Buchstäblich – ich leide nicht unter Verfolgungswahn, also nein. Metaphorisch – naja da ist jetzt ja auch wieder die Frage: nach links und recht umblicken oder zurückschauen? Nach links und rechts in mein Umfeld werfe ich schon immer wieder mal einen Blick, auch gerne über den Tellerrand hinaus. Zurück schaue ich eigentlich eher selten.

 

  1. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?

Wär blöd, dass jetzt ins Internet zu schreiben, oder?

 

  1. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?

Wirklich streiten tun wir eigentlich sehr selten. Wir haben immer mal wieder Meinungsverschiedenheiten, die auch regelmäßig aufkommen. Zum Beispiel darüber ob man aufstehen und etwas tun oder bis mittags im Bett liegen bleiben sollte.

 

  1. Worauf freust du dich jeden Tag?

Irgendwie gibt es da nicht die eine Sache. Ich freue mich auf unterschiedliche Dinge. An manchen Tagen freue ich mich auch auf gar nichts, außer, wieder ins Bett zu gehen abends, weil sie einfach doof sind.

 

  1. Welche Freundschaft von früher fehlt dir?

Die, in der wir gelacht, gelästert und dummes Zeug geredet haben. Die, in der alle Männer Ärsche waren und niemals eine von uns die Schuld daran getragen hätte. Die, in der wir eigentlich immer gute Laune hatten. Bis es irgendwann nicht mehr so war.

Aber das ist ok. Denn diese Freundschaft(en) hatte(n) ihre Zeit und die war leider irgendwann vorbei. Aber die Erinnerungen bleiben und bringen mich auch jetzt gerade wieder zum lächeln.

 

  1. Wie gehst du mit Stress um?

Ich erzähle jedem, wie viel Stress ich gerade habe und stresse mich selbst noch mehr, indem ich mir immer wieder vorhalte, wie stressig es gerade ist.

 

  1. Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?

Wer tut das nicht? Wenn ich in ein Vorstellungsgespräch gehe, will ich mich von meiner besten Seite zeigen, da erzähle ich nicht, dass ich letztens den ganzen Tag im Bett gelegen und Netflix geschaut habe. Wir alle spielen unterschiedliche Rollen in unterschiedlichen Kontexten. Und ich denke, ein Stück weit ist das gut so, sonst würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.

 

  1. In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?

Wir haben die gleichen Augen.

Außerdem beschweren sich andere immer wieder, dass wir nie wirklich Begeisterung zeigen können, wenn wir beschenkt werden. Zehnmal zu wiederholen “Ich freu mich, ich schwör’s!” macht die Sache irgendwie meistens nicht besser.

 

  1. Kann man Glück erzwingen?

Nein.

 

  1. Welcher Streittyp bist du?

Klischee-Frau. Leider. Auf die Frage „Was ist los?“ antworte ich fünf Mal mit „Nix“, nur um danach irgendeinen passiv-aggressiv Kommentar loszuwerden. Wenn der Streit dann ausgebrochen ist, kann ich durchaus auch laut werden und das Schlimmste ist eigentlich, dass ich fast immer anfangen muss zu weinen, wenn ich wütend bin. Das heißt, ich heule und schreie, obwohl ich eigentlich nur schreien möchte und das ist ganz furchtbar.

 

  1. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?

Ja. Ich bin definitiv ein Morgenmensch.

 

  1. Wie klingt dein Lachen?

Ich habe mein eigenes Lachen irgendwie gar nicht im Ohr. Da müsste ich jemanden fragen …


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#3 | Fragen 81-120: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-3-fragen-81-120/

#4 | Fragen 121-160: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-4-fragen-121-160/

#5 | Fragen 161-200: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-5-fragen-161-200/

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Germanistik studieren – was ihr wissen solltet

Über mein aktuelles Masterstudium habe ich ja vor einiger Zeit schon einmal geschrieben. Da dachte ich, es wäre doch sicher interessant, auch etwas über mein Bachelorstudium zu erfahren. Das habe ich in Germanistik abgeschlossen und weil das ja doch ein Fach ist, mit dem mehr Leute etwas anfangen können und mit dem vielleicht auch einige Abiturienten liebäugeln, erzähle ich heute mal ein bisschen darüber.

 

Welche Berufsmöglichkeiten habe ich mit einem Studium in Germanistik?

Wenn ich gesagt habe „Ich studiere Germanistik“ kam in 80% der Fälle zur Antwort: „Ach, du wirst Lehrerin!“ Nein. Nein, nein und nochmal nein. Es gibt kaum was, was ich weniger werden möchte. Außerdem hätte ich dann Lehramt studiert und mindestens noch ein anderes Fach und nicht einfach NUR Germanistik. Aber was kann man mit so einem Abschluss dann anfangen?

Naja, wie bei allen Geisteswissenschaften ist man nicht sofort auf einen bestimmten Beruf oder eine bestimmte Berufsgruppe festgelegt. Stattdessen benötigt man manchmal ein bisschen Fantasie und Kreativität, um einen Job zu finden. Da das Bachelorstudium sehr breit aufgestellt ist und viele Teilaspekte anspricht, ist eben auch die Berufsauswahl später sehr weit gefächert. Zu den genauen Inhalten komme ich aber später noch.

Grundsätzlich könnt ihr überall Arbeit finden, wo ihr mit dem geschriebenen Wort zu tun habt. In Redaktionen und Verlagen, in der Werbung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, in Medienunternehmen oder im Bibliothekswesen. Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen, aber ich denke es wird schon deutlich, wie flexibel man mit diesem Studium ist.

Ich z.B. wusste nach dem Abi noch nicht genau wo ich hin will. Verlagswesen und Theater standen zur Debatte und mit der Wahl eines Germanistikstudiums hatte ich später die Chance auf beides und konnte mich in den drei Jahren in eine Richtung festlegen. Es ist Theater geworden, weil mir das Verlagswesen dann doch zu wirtschaftlich war.

Reclamhefte für Germanistik
Es werden sich einige Reclamhefte bei euch ansammeln. Das hier ist nur eine Auswahl!

Welche Voraussetzungen benötigt man, um Germanistik zu studieren?

Mit Voraussetzungen meine ich jetzt nicht die Erfüllung eines NC oder ähnlichem. Die sind sowieso an jeder Uni unterschiedlich, da muss sich jeder selbst erkundigen, was seine Wunsch-Uni verlangt.

Ich möchte hier eher über Fähigkeiten und Vorlieben sprechen, die man haben sollte, wenn man sich für ein Germanistikstudium entscheidet.

Unabdingbar ist es z.B., gerne zu lesen. Wer sich damit quält, viel und lange Texte zu lesen, ist hier falsch, denn damit verbringt man einfach die meiste Zeit. Seien es literarische Texte – was ja meistens doch noch Spaß macht – oder Fachartikel – die sind oft ziemlich hart – ohne Lesen, kommt man in diesem Fach absolut nicht weit.

Eine andere Fähigkeit, die extrem wichtig ist, ist abstraktes Denken. Im Gegensatz zu Naturwissenschaften gibt es bei Geisteswissenschaften keine eindeutigen Antworten und kein klares Ja oder Nein. Stattdessen müssen Bezüge und Assoziationen hergestellt werden, man sollte immer mal wieder ein bisschen um die Ecke denken. Im Übrigen hat das literarische Arbeiten so überhaupt nichts damit zu tun, was man in der Schule im Deutschunterricht macht. Wer denkt, er kann einfach drauflos interpretieren, wie man das in der Schule so schön gelernt hat, liegt leider falsch. Schöne Grüße an dieser Stelle an meine Lehrerin im Deutsch LK, die mir immer schlechte Noten gegeben hat, meine Profs heute sehen das anders.

Ein gewisses Grundinteresse an der deutschen Geschichte sollte auch vorhanden sein. Das ist zwar nicht zwingend notwendig, aber um literaturhistorische Zusammenhänge zu lernen und zu verstehen, macht es schon einiges leichter. Ansonsten kann das teilweise ziemlich zäh werden.

Wörterbuch
Das Wörterbuch wird irgendwann euer bester Freund

Welche Inhalte hat das Germanistikstudium?

Wie oben bereits erwähnt deckt das Fach ein relativ breites Spektrum an Teilgebieten ab.

Sprachwissenschaft ist z.B. ein sehr theoretischer Aspekt und ich glaube auch der einzige, in dem man tatsächlich eindeutige Aussagen treffen kann.

Dann wird Literaturgeschichte behandelt. Die wird unterteilt in Mediävistik, also die Literatur des Mittelalters, und neuere deutsche Literatur. In der Mediävistik geht es außerdem noch etwas genauer um die Epoche selbst und nicht nur hauptsächlich um die Literatur. Zum Beispiel wird hier auch das Mittelhochdeutsche quasi als Fremdsprache gelehrt, denn das ist schon was ganz anderes als das Deutsch, dass wir heute sprechen.

Der dritte große Bestandteil ist die Literaturwissenschaft, wo es wirklich um Texte und Autoren geht. Diesen Teil fand ich immer am spannendsten.

Zusätzlich gibt es dann eigentlich immer noch Wahlmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen wie Medienwissenschaften, Genderlinguistik, Kulturwissenschaft, Theaterwissenschaft etc. …

 

Aufgrund dieses breiten Angebots, halte ich persönlich es eigentlich auch fast für notwendig, nach dem Bachelor noch ein Masterstudium dran zu hängen. Ich sage immer: „Nach dem Bachelor in Germanistik kann man halt alles so ein bisschen, aber nichts richtig.“ Weil eben überall eigentlich nur an der Oberfläche gekratzt wird und eine Spezialisierung in eine Richtung sich dann doch lohnt.

Bachelorarbeit Germanistik
Das war meine Abschlussarbeit. Hier sieht man schon schön, in welche Richtung ich nach dem Bachelor gehen wollte.

Bachelor Germanistik
Für diesen Moment haben sich die drei Jahre auf jeden Fall gelohnt.

 

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