Sehr gute Hausarbeiten schreiben: Einleitung & Schluss [Studententipps]

Nachdem jetzt geklärt ist, wie ihr euer Thema findet und wie ihr eine Gliederung für den Hauptteil eurer Arbeit erstellt, geht es heute um zwei nicht zu vernachlässigende Teile der Hausarbeit: Die Einleitung und den Schluss.

Obwohl die Einleitung am Anfang der Arbeit steht, macht es Sinn, sie am Ende erst zu schreiben. Warum ist das so? Weil ihr darin, bis auf ein paar Änderungen etwas Ähnliches schreibt, wie in eurem Schlussteil, also dem Fazit.

Schlussteil schreiben, Fazit ziehen

Das letzte Kapitel eurer Arbeit heißt im Normalfall einfach nur Fazit. Vielleicht fällt euch ja etwas Spannenderes ein, in der Regel reicht das aber aus, weil das ja der Inhalt des Schlussteils ist. Um dieses Fazit zu ziehen, solltet ihr aber kurz die vorangegangenen Kapitel zusammenfassen. Erläutert noch einmal, was ihr in welchem Kapitel untersucht und zu welchem Ergebnis ihr gekommen seid. Bei längeren Arbeiten hat das für den Leser den Vorteil, dass alle Argumente wieder präsenter sind und eure Schlussfolgerung dadurch nachvollziehbarer wird. Und auch für euch ist das eine Hilfe beim Schreiben, da ihr euch selbst nochmal bewusst macht, was ihr gezeigt habt im Laufe der Arbeit und daraus euer Fazit zusammenbasteln könnt.

Nach dieser Zusammenfassung beantwortet ihr abschließend eure Forschungsfrage, welche ihr in der Einleitung gestellt habt.

Die Einleitung – als allerletztes

Und damit kommen wir zu Einleitung. Eins der ersten Dinge, das ich im Seminar über wissenschaftliches Arbeiten gelernt habe, war, dass die Einleitung immer als allerletztes geschrieben wird. Auf das Warum gehe ich gleich noch näher ein. Aber was steht überhaupt in der Einleitung?

Am Anfang eurer Arbeit sollt ihr euer Thema vorstellen und eure Forschungsfrage stellen. Wie ihr in das Thema einleitet, ist ganz euch überlassen. Vielleicht gibt es eine aktuelle Debatte, auf die ihr euch beziehen könnt, oder ein berühmtes Zitat, das den Einstieg erleichtert. Ihr könnt aber auch einfach die bisherige Forschung zum Thema aufgreifen. Es gibt unzählige Möglichkeiten.

Wenn ihr dann ins Thema eingeführt und eure Leitfrage formuliert habt, erklärt ihr euer weiteres Vorgehen. Ihr zählt also auf, welche Schritte ihr in der Arbeit gehen werdet, um die gestellte Frage zu beantworten. Und das ist der Grund, weshalb die Einleitung erst am Ende geschrieben werden sollte. Klar, habt ihr vorher eure Gliederung erstellt und könntet anhand von ihr die Einleitung schreiben. Allerdings ist es meistens so, dass während des Schreibprozesses manchmal Dinge wichtiger werden, als zunächst gedacht. Oder das andere Dinge unwichtiger erscheinen und vielleicht ganz gestrichen werden. Unterkapitel werden eingefügt oder umgestellt – kurz: eure Gliederung wird sich während des Schreibens ändern. Wenn ihr dann eure Einleitung schon angefertigt habt, könnt ihr die jetzt auch wieder ändern. Doppelte Arbeit macht niemand gern, also spart euch das.


Ich hoffe, diese kleinen Tipps helfen euch dabei, eine bessere Hausarbeit zu schreiben. Wenn ihr noch mehr Tipps zum Thema Studium haben wollt, schaut einfach hier vorbei.

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In 5 Schritten zum perfekten Thema für deine Hausarbeit [Studententipps]

Hausarbeit Thema

Ich weiß noch, dass ich bei meiner allerersten Hausarbeit, die ich im Studium schreiben musste, heillos überfordert war. Mir war einfach überhaupt nicht klar, was da von mir verlangt wird und wie ich am besten an die Sache rangehe. Der schwierigste Schritt ist dabei meist der allererste – nämlich die Themenfindung.

Im Gegensatz zur Schule, wo einem der Lehrer gesagt hat „Schreibe eine Erörterung darüber, ob Schuluniformen sinnvoll sind!“ (ein Dauerbrenner-Thema, obwohl es so viel interessantere Fragen gäbe), muss man sich an der Uni dann sein Thema auf einmal selbst wählen. Und das ist tatsächlich gar nicht so leicht, denn ob dein Thema gut gewählt ist, kann schon über den Erfolg deiner Arbeit entscheiden. Es sollte nicht schon tausend Mal durchgekaut worden sein, es darf nicht zu weit gefasst sein, sonst kratzt du nur an der Oberfläche, es darf nicht zu offensichtlich sein und, und, und …

Hausarbeit Thema

Ich habe mir mal überlegt, wie ich in der Regel an dieses Problem herangehe und habe daraus einen Fahrplan mit 5 Schritten erstellt, der euch sicher zu eurem Hausarbeitsthema bringt.

1. Seminarthemen sichten

In der Regel schreibt man Hausarbeiten innerhalb eines Seminars, daher sollten sie inhaltlich auch mit diesem übereinstimmen. Schaue dir also zunächst an, welche Themen der Seminarplan behandelt. Gibt es ein Thema, dass dich besonders anspricht? Hast du zu einem Thema vielleicht schon Vorkenntnisse, die du nutzen kannst? Nimm hier gerne auf deine persönlichen Vorlieben Rücksicht, denn du musst dich über einen längeren Zeitraum mit diesem Thema auseinandersetzen. Das fällt einem leichter, wenn man ein wenig Spaß an der Sache hat.

Gehe auch nochmal deine Mitschriften des Seminars durch, vielleicht gab es zu irgendeinem Thema ungeklärte Fragen oder Streitpunkte. Hier kannst du ansetzen.

Wenn dich so überhaupt nichts anspricht, überlege ruhig auch mal, ob du vielleicht ein eigenes Thema finden kannst, das natürlich immer noch ins Seminar passt. Wenn das Seminar zum Beispiel die Darstellung der Frau in der deutschen Literatur behandelt und auf der Lektüreliste steht unter anderem „Emilia Galotti“ von Lessing, dann frage bei deinem Dozenten nach, ob du zum Beispiel auch den Text „Miß Sara Sampson“ des gleichen Autors behandeln könntest.

2. Übergeordnetes Thema festlegen

Schritt 1 benötigt eventuell etwas Zeit, aber danach kannst du relativ leicht ein übergeordnetes Thema für deine Hausarbeit festlegen. Das muss im Folgenden nun noch konkretisiert werden.

Hausarbeit Thema

3. Thema eingrenzen

Aus persönlicher Erfahrung sagt der Dozent im Gespräch meistens, dass du dein Thema weiter eingrenzen musst. Oft wird ein Thema zu weit gewählt, was dazu führt, dass du bei der Bearbeitung nur an der Oberfläche kratzt. Auf normalerweise 15 Seiten kann man meistens doch gar nicht so viel sagen, wie man gern möchte. Außerdem reicht die Zeit dann auch überhaupt nicht, um das Thema so tiefgehend zu behandeln. Wie aber grenzt man das Thema am besten ein?

Spätestens jetzt musst du mit einer Recherche beginnen. Zunächst kannst du gerne einfach mal Google befragen, vielleicht gibt es aktuelle Trends oder Probleme, die für dein Thema interessant sein könnten. Aber auch eine wissenschaftliche Recherche in der Bibliothek bzw. über die entsprechende Datenbank ist Pflicht! Finde heraus, was bereits zu deinem Thema gesagt wurde. Gibt es verschiedene Forschungsrichtungen, verschiedene Meinungen, die Kontroversen austragen? Wenn du wissenschaftliche Aufsätze liest, achte vor allem auf das Resümee am Ende. Hier wird oft auf mögliche nachfolgende Forschung verwiesen, Fragen, die noch untersucht werden müssten.

Was mir in diesem Schritt immer sehr hilft, ist, eine Mindmap zu erstellen, in der ich alles festhalte, was mir gerade so einfällt. Alles was relevant sein könnte, kommt da drauf und wenn ich mir dieses Wirrwarr an Gedanken ein paar Tage später wieder anschaue, kommt nicht selten ein Geistesblitz daher.

4. Fragestellung erschließen

Du hast dein Thema eingegrenzt? Super. Wenn du jetzt allerdings sofort losschreiben willst, halte dich noch einmal zurück. Was viele Studenten gerade am Anfang ihrer Universitätskarriere falsch machen – und was viele Punkte in der Bewertung kostet – ist, dass sie keine wissenschaftliche Fragestellung haben. Ein Thema behandeln zu wollen, reicht nicht. Am Anfang deiner Hausarbeit muss eine Frage stehen, die du im besten Fall am Ende der Arbeit beantworten kannst. Also leite aus deinem Thema eine sinnvolle Fragestellung ab. Wenn du das Thema gut konkretisiert hast, sollte das eigentlich nicht so schwierig sein. Aber dein Dozent kann dir bei diesem Schritt auch sicherlich behilflich sein, wenn du schon ordentliche Vorarbeit geleistet hast.

5. Absprache mit dem Dozenten

Und damit sind wir auch schon beim letzten Schritt. Bevor du endlich mit dem Schreiben deiner Hausarbeit beginnen kannst, solltest du das Thema und die Fragestellung mit deinem Dozenten absprechen. Da gibt es eventuell noch Verbesserungsvorschläge oder Hinweise, die du bei der Bearbeitung beachten solltest. Wenn du dann das definitive Ok hast, kannst du dich in die Arbeit stürzen.


Das war mein 5-Schritte-Fahrplan zum perfekten Hausarbeitsthema. Fandet ihr ihn hilfreich? Oder habt ihr eine ganz andere Herangehensweise?

Wenn ihr noch mehr Studententipps sucht, dann schaut doch auch mal hier oder hier.

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