Pomodoro-Technik: Produktiver und konzentrierter arbeiten

Tomaten

Ich bin eine dieser Kandidatinnen, die sich von jeder Kleinigkeit ablenken lassen, wenn sie eine einzige Aufgabe erledigen sollen. Bis ich es mal geschafft habe, in einen guten Workflow zu kommen, ist meine Aufmerksamkeit vorher bereits immer wieder von 17.000 Dingen beschlagnahmt worden. Instagram, Facebook, Snacks holen, den Kühlschrank neu organisieren, den Schreibtisch aufräumen, dabei alte Fotos entdecken und durchschauen … Prokrastination kann ich. Und auch während des Arbeitens schweifen meine Gedanken einfach immer wieder ab.
Aber ich weiß jetzt, wie ich das in den Griff bekomme:

Nämlich mit der sogenannten Pomodoro-Technik.

Eigentlich ist das ein alter Hut und jeder, der sich schon mal mit solchen Produktivitäts-Strategien auseinander gesetzt hat, kennt diese Technik schon.

Aber, weil es für mich einfach so mindblowing war, als ich die Pomodoro-Technik zum ersten Mal angewandt habe, möchte ich diese Erfahrung gerne noch einmal hier mit euch teilen.

Pomodoro-Technik: Konzentration in Intervallen

Das Prinzip ist ganz einfach: Man überlegt sich eine einzige Aufgabe, die erledigt werden muss. Dann stellt man sich einen Timer von 25 Minuten, in dieser Zeit wird gearbeitet. Sind die 25 Minuten um, stehen 5 Minuten Pause an. Dann geht es weiter. Nach vier solcher Intervalle sind 2 Stunden um, dann gibt es eine längere Pause von 30 Minuten.

Als ich das erste Mal davon gelesen habe, war ich skeptisch:
Sind 25 Minuten nicht viel zu kurz? Wie soll ich da in einen Workflow kommen, wenn ich ständig aus meiner Arbeit rausgerissen werde? Und muss ich dann nicht immer wieder von vorne ansetzen und meine Gedanken sortieren?

Da ich aber trotzdem neugierig war, habe ich es ausprobiert. Und – es hat mein Leben verändert.

Mit der Pomodoro-Technik so konzentriert wie noch nie

In den 25 Minuten liegt mein Handy nicht in Reichweite und ist komplett stummgeschaltet, auf dem Laptop sind nur die Seiten geöffnet, die ich zur Erledigung der Aufgabe benötige. Der Timer beginnt mit 25 Minuten und ich arbeite tatsächlich 25 Minuten komplett konzentriert, ohne mich mit Kleinigkeiten abzulenken.

Der Grund, dass das für mich so gut funktioniert, liegt denke ich daran, dass ich weiß, dass ich nach 25 Minuten aufhöre. Die Arbeit hat eben kein unbestimmtes Ende irgendwann.

In der Pausenzeit stehe ich gerne mal auf, strecke mich ein bisschen, hole mir etwas neues zu trinken. Und dann geht’s weiter. Und auch wenn ich in den 5 Minuten dann doch durch Instagram scrolle – was, wie wir alle wissen, ein riesiger Zeitfresser sein kann –, dann lege ich das Handy zur Seite, sobald der Timer sich wieder meldet. Es funktioniert tatsächlich so, dass ich einfach “einen Schalter umlegen” kann.

Wofür nutze ich Pomodoro?

Für mich funktioniert die Technik vor allem für das Schreiben von langen Texten und für Recherchen. Dafür ist auch die Länge der Intervalle von 25 und 5 Minuten ideal.
Aber das Tolle ist ja, dass jeder die Intervalllänge für seine persönlichen Bedürfnisse anpassen kann. Länger oder kürzer, je nachdem, was für euch besser funktioniert.


Kennt ihr die Pomodoro-Technik? Wendet ihr sie bereits an? Oder habt ihr andere Techniken für euch entdeckt?

Weitere Tipps für mehr Produktivität, findet ihr übrigens im letzten Beitrag.

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6 Dinge, die an keinem Arbeitsplatz fehlen dürfen

Beitragsbild: 6 Dinge, die auf keinem Schreibtisch fehlen dürfen

Da zuletzt hauptsächlich Gedankenwirrwarr auf diesem Blog passiert ist, soll es heute mal wieder etwas Nützliches geben. Heute geht es wieder um Organisation – für Studenten, Schüler oder Blogger, eigentlich für jeden, der am Schreibtisch arbeitet und Texte schreibt.

Es geht um 6 Dinge, die sich an jedem Arbeitsplatz befinden sollten, damit die Arbeit produktiv läuft.

Einige dieser Dinge, kann man theoretisch auch gut über eine App auf dem Computer ersetzen. Für mich persönlich ist das aber zu chaotisch, weil man dann immer zig Fenster auf einmal geöffnet hat, die man immer hin und her schieben, öffnen und schließen muss. Ich finde es sehr viel übersichtlicher, neben meinem Laptop noch ein paar andere Dinge, um mich herum zu haben. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Aber nicht mehr lange drum rum geredet – los geht’s.

Stift und Papier

Neben meinem Laptop, auf dem ich alles schreibe, was ihr hier so zu lesen bekommt, liegt auf meinem Arbeitsplatz immer ein Notizbuch und ein Stift. Weil ich dazu tendiere, im Hinterkopf immer noch andere Ideen zu wälzen oder während des Schreibens triggert ein bestimmtes Wort irgendetwas in mir und ich habe eine zündende Idee. Damit ich dann nicht sofort die aktuelle Arbeit liegen lassen, um mich dem Neuen zu widmen, mache ich mir schnell eine Notiz. So kann ich ganz entspannt weiterarbeiten, ohne Angst haben zu müssen, die tolle Idee zu vergessen.

Notizbuch

Kalender/Planner/To Do-Liste

Neben diesem Notizbuch gibt es außerdem noch einen Kalender in Papierform auf meinem Schreibtisch. Ich plane alle meine Termine handschriftlich in meinem Filofax und das schon seit … eigentlich seit ich Termine habe, die ich planen müsste. Das ist natürlich Geschmackssache, manche bevorzugen ja einen digitalen Kalender. Hier finde ich allerdings auch meine To Do-Listen und wenn ich die neben mir liegen habe, reicht ein schneller Blick zur Seite, um zu wissen, wo ich gerade stehe und was ich noch so vor mir habe. Einfach als kleine Orientierung für meinen Tagesablauf und falls mir etwas wichtiges einfällt, was auf jeden Fall an diesem Tag noch erledigt werden muss, kommt das hier drauf.

Kalender, Notizbuch und PostIts

Timer/Uhr

Jeder, der sich schonmal mit Produktivitäts-Strategien auseinandergesetzt hat, hat mit Sicherheit auch schon von der Pomodoro-Technik gehört. Kurz zusammengefasst: Man arbeitet in Intervallen von 25 Minuten mit jeweils 5 Minuten Pause dazwischen. Wenn vier Intervalle vorbei sind, gibt es eine längere Pause von 30 Minuten. Man kann die Länge der Intervalle natürlich variieren, aber 25 Minuten ist die Empfehlung und die nutze ich auch. Ich hab es vorher selbst nicht geglaubt, aber mit dieser Technik, arbeite ich so viel konzentrierter und damit auch schneller. Gerade beim Schreiben von langen Texten und Recherchearbeiten wende ich sie deswegen seitdem immer an.

Long story short: Auf eurem Schreibtisch sollte sich eine Uhr, ein Timer oder etwas Ähnliches befinden, mit dem ihr die Zeit stoppen könnt. Auch hier gibt es im Übrigen kleine feine Apps, die das übernehmen.

App Flow
Ich habe auf meinem Laptop die App Flow runtergeladen. Erfüllt seinen Zweck einwandfrei.

Für Laptopnutzer: eine Maus

Ich weiß heute nicht mehr, wie ich das bewerkstelligt habe, aber die ersten drei Jahre meines Studiums hatte ich keine Maus für meinen Laptop. Ich habe ausschließlich das Trackpad benutzt und eigentlich war das ziemlich blöd.

Oft habe ich die Maus auch heute einfach aus Bequemlichkeit nicht in Benutzung, weil die Entfernung von der Tastatur zum Trackpad natürlich kürzer ist, als zur Maus. Bloß nicht zu viel bewegen. Aber je nachdem, woran man arbeitet, und oft sogar beim einfachen Schreiben von Texten, ist eine Maus so viel besser zu handhaben und erleichtert die Arbeit, wie ich finde, enorm.

Maus und externe Festplatte

Eine externe Festplatte

Stundenlang gearbeitet, geschrieben, Bilder bearbeitet, Videos geschnitten oder was auch immer – eine schusselige Bewegung und der Tee ist über der Tastatur verschüttet und euer Computer verabschiedet sich. (Man munkelt, dies sei eine wahre Geschichte.) Klar gibt es Experten, die Daten noch von der Festplatte retten können, aber es ist doch ein riskantes Spiel und kostet eine Menge Nerven, wenn man um seine ganze Arbeit bangen muss.
Deswegen: eine externe Festplatte kostet nicht viel Geld und regelmäßige Backups können wahre Lebensretter sein.

Wasser

Auch wenn ich schlechte Erfahrungen mit offenen Getränken am Arbeitsplatz gemacht habe – Fakt ist auch, dass ich, wenn ich stundenlang am Schreibtisch sitze, vergesse, genug zu trinken und am Abend gehörige Kopfschmerzen habe. Wenn ich mir jedoch eine große Flasche Wasser vor die Nase stelle, denke ich daran. Das ist nicht nur besser für die Gesundheit, sondern auch für die Konzentration. Wer besonders schusselig ist, sollte auf verschließbare Flaschen und Becher setzen. Und in Punkt 5 investieren.

Wasserflasche am Arbeitsplatz
Am liebsten habe ich meine Flasche von Soulbottles auf dem Schreibtisch stehen. Da passt viel rein und hübsch ist sie auch noch.

Diese sechs Dinge, befinden sich eigentlich immer an meinem Arbeitsplatz, selbst wenn ich z.B. im Zug sitze und schreibe, habe ich die meisten von Ihnen bei mir. Da nichts davon super viel Platz wegnimmt, kann man seinen Arbeitsplatz also auch sehr gut mobil halten.

Was darf denn auf eurem Schreibtisch nicht fehlen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

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Meine Freizeit-Morgenroutine und warum sie so wichtig ist

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Jeder von uns braucht bestimmte Routinen und Abläufe. Der eine mehr, der andere weniger, aber wir alle brauchen sie.

Ich bin ein Mensch, der etwas mehr Routinen benötigt. Während meines Studiums und vor allem in Stressphasen, hatte ich immer einen sehr geregelten Ablauf, den ich auch einmal in einem Blogbeitrag beschrieben habe.

Jetzt ist mein Studium vorbei, ich habe aktuell sowas wie „Ferien“ und nichts, was unbedingt erledigt werden muss. Etwa eine Woche lang habe ich einfach in den Tag hineingelebt, bin irgendwann aufgestanden, hatte keinen richtigen Plan, was ich machen will … und was ist passiert? Nach ein paar Tagen war ich der unleidlichste Mensch der Welt. Ich war unausgeglichen und reizbar und einfach keine gute Gesellschaft.

Eine Morgenroutine macht aus mir einen besseren Menschen

Deswegen habe ich beschlossen: Auch wenn ich gerade keine konkreten Aufgaben habe, benötige ich dennoch eine grobe Routine, an der ich mich festhalten kann. Für mich heißt das vor allem Morgenroutine, denn wenn ich morgens und am Vormittag ein bisschen produktiv bin, bin ich den Rest des Tages besser drauf.

Meine Morgenroutine für die Freizeit

Da ich ja nichts vorhabe, bin ich ein paar Tage morgens ewig im Bett liegen geblieben. Großer Fehler. Ich stelle mir jetzt keinen Wecker oder so, aber in der Regel bin ich irgendwann zwischen 8 und 9 Uhr wach. Und wenn ich wach werde, stehe ich auf. Ja, echt wahr.

Auf dem Weg zur Toilette wird schon mal der Wasserkocher angemacht.

Dann gibt es eine Tasse grünen Tee. Den trinke ich gemütlich auf der Couch während ich einen Podcast höre oder manchmal auch einfach nur aus dem Fenster schaue.

Podcast und Tee
Jeden Morgen gibt es bei mir den Nachrichten-Podcast der Zeit

An den Tagen, wo ich nicht vorhabe, später noch ins Fitnessstudio zu gehen, mache ich jetzt 20 bis 30 Minuten Yoga. Am liebsten mit den Videos von Mady Morrison oder Fightmaster Yoga.

Yoga mit Mady Morrison

Dann geht’s unter die Dusche und ich mache mich fertig für den Tag. Ich habe außerdem festgestellt, dass ich mich besser fühle, wenn ich nicht den ganzen Tag im Gammel-Look rumlaufe. Das heißt ich ziehe mir wenigstens eine Jeans an, mache mir die Haare und je nach Tagesstimmung schminke ich mich auch ein bisschen.

Nächster Punkt: Frühstück. Das nehme ich dann meistens schon mit an den Laptop, wo ich einfach ein bisschen abarbeite, was so anfällt. Ich habe zwar geschrieben, dass ich keine wirklichen Aufgaben habe im Moment. Aber wenn man so hibbelig ist, wie ich, macht man sich eben Aufgaben. Das heißt ich arbeite am Vormittag dann ein paar Stunden am Blog, schreibe Bewerbungen oder erledige sonstige Dinge.

Frühstücksbowl am Laptop

An den Tagen ohne Yoga gehe ich dann gerne so gegen 12 Uhr ins Fitnessstudio. Und damit hatte ich dann schon einen halbwegs freien, aber dennoch produktiven Morgen hinter mir.


Mir hilft diese Routine sehr, mich nicht total im Nichtstun zu verlieren und auch für meine Mitmenschen noch ertragbar zu sein. Wenn ich vormittags wenigstens ein bisschen was gemacht habe, kann ich mich nachmittags „guten Gewissens“ tatsächlichen Freizeitaktivitäten widmen. Oder eben einfach auf der Couch versacken, das darf auch mal passieren.


Wie ist das bei euch? Braucht ihr auch in eurer Freizeit eine Routine oder könnt ihr einfach so in den Tag hinein leben? Wenn ihr eine Routine habt, wie sieht die aus? Lasst uns darüber mal in den Kommentaren diskutieren, ich bin total gespannt.

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5 ultimative Tipps für Hausarbeiten [Studententipps]

Du hast das perfekte Thema für deine Hausarbeit, eine sinnvolle Gliederung erstellt und weißt auch, was bei den einzelnen Teilen zu beachten ist. Bevor du mit dem Schreiben anfängst, gibt es jetzt noch 5 simple, aber geniale Tipps, wie deine Hausarbeit noch besser wird.

1. Weniger ist mehr.

Klar, einen gewissen Umfang muss deine Arbeit haben, damit sie den Richtlinien entspricht. Aber: besprich lieber einen Aspekt noch detaillierter, anstatt zig Unterthemen anzusprechen, jedoch keins davon richtig auszubauen. Beschränke dich auf die wichtigsten Punkte und bearbeite diese intensiv.

2. Formatvorlagen are the key.

Stundenlanges Formatieren ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch nervenaufreibend. Normalerweise gibt deine Uni vor, in welcher Schriftart und -größe eine Hausarbeit verfasst werden soll, wie groß der Seitenrand und der Zeilenabstand zu sein hat usw. Damit du das nicht alles bei jeder Arbeit aufs Neue nachlesen und anwenden musst, lege dir einfach eine Formatvorlage in deinem Schreibprogramm an. So kannst du einfach jedes Mal die Vorlage auswählen und dort deine Arbeit schreiben. Ganz unkompliziert.

3. Zitiersoftware – denn sonst wirst du wahnsinnig.

Bei kürzeren Seminararbeiten ist es oft noch kein so großes Problem, wenn es aber an Bachelor- oder Masterarbeiten geht, sammelt sich oft eine Menge an Literatur an. Und nichts ist schlimmer, als am Ende zu merken, dass man den Überblick verloren hat und nicht mehr weiß, wo man seine Zitate her hat. Um das zu vermeiden, lade dir am besten eine Zitiersoftware herunter. (Ich persönlich empfehle Citavi, da das aber leider nur für Windows-Rechner funktioniert, ist Mendeley eine gute Alternative.*) Hier kannst du alle deine Quellen inklusive aller relevanter Angaben einspeichern und kannst sie von dort ganz easy in dein Dokument einfügen. So ist alles übersichtlich und einheitlich.

4. Papier statt Bildschirm.

Wenn es ans Korrekturlesen geht, ist eins besonders wichtig. Drucke deine Arbeit einmal aus und korrigiere sie handschriftlich. Beim Lesen auf Papier fallen Fehler viel schneller auf, als auf dem Bildschirm.

5. Vier Augen sehen mehr als zwei.

Außerdem: bitte jemanden, deine Arbeit zu lesen und auf Fehler zu überprüfen. Vor allem, was Rechtschreibung und Grammatik angeht, überliest man seine eigenen Fehler schnell, weil man sie schon 1000 Mal gelesen hat. Jemand anders hat einen frischen Blick auf die Arbeit und wird auch kleine Fehler eher entdecken. Wenn du jemanden findest, der auch noch vom Thema deiner Arbeit Ahnung hat – umso besser, dann kannst du auch noch inhaltliche Anmerkungen bekommen, die hilfreich sein können.


*Dies ist keine Werbung, ich erhalte kein Geld für die Erwähnung/Verlinkung. Es handelt sich lediglich um eine persönliche Empfehlung.

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Warum ich jeden Tag zur selben Zeit aufstehe – Tipp für mehr Produktivität

Studenten machen immer nur Party und stehen eigentlich nie vor 12 Uhr mittags auf. Das ist das Gerücht, das sich hartnäckig hält – für mich gilt das nicht. Und für die meisten meiner Mitbewohnerinnen eigentlich auch nicht.

Aber so ganz war das auch nicht immer so.

Durch die Schule war ich 12,5 quälende Jahre gezwungen gewesen, jeden Morgen um 6.30 Uhr mein gemütliches, warmes Bett zu verlassen und oft noch im Dunkeln aus dem Haus zu gehen. Als ich dann zu studieren anfing, dachte ich rebellisch und selbstbestimmt wie ich nun war „Wieso um Himmels Willen soll ich denn so früh aufstehen, wenn ich doch erst um 11, manchmal erst am Nachmittag in der Uni sein muss?“ Also war mein Tagesablauf und damit auch mein Schlafrhythmus fortan ziemlich unregelmäßig. Einen Tag stand ich um 9 Uhr auf, am nächsten um 11, an einem einzigen Tag in der Woche musste ich tatsächlich um 6 Uhr aufstehen, weil ich eine Pflichtveranstaltung um 8 hatte. (Das war die erste und letzte dieser Art in meiner Studentenlaufbahn.)

Gelernt, vor- und nachbereitet habe ich dann in der Regel am Abend. Und irgendwie hat das nicht immer so gut funktioniert, wie ich mir das gewünscht hätte. Warum bloß?

Es hat tatsächlich noch zwei Jahre gedauert, bis ich das herausgefunden habe – zum Glück aber rechtzeitig als dann die Bachelorarbeit anstand. Des Rätsels Lösung wird die meisten hier wahrscheinlich nicht überraschen, als mir das selbst aufgefallen ist, war es aber schon eine kleine Erleuchtung

Ich bin ein Morgenmensch!

Mein Biorhythmus ist einfach nicht dafür gemacht, abends, geschweige denn nachts, zu arbeiten. Am produktivsten bin ich so zwischen 8 und 12 Uhr am Vormittag.

In den Anfangszügen meiner Bachelorarbeit machte ich mir also Gedanken darüber, wie ich strukturierter arbeiten könnte. Eine regelmäßige Aufstehzeit zu haben, schien da irgendwie der erste logische Schritt. 8 Uhr morgens mag jetzt für manche nicht wirklich früh sein, zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings oft noch das Gefühl mitten in der Nacht aufzustehen.

Aber ich hab mich daran gewöhnt und siehe da: ich habe nach dem Frühstück und manchmal einer kurzen Runde Yoga etwa 3-4 Stunden konzentriert gearbeitet. Dann gab es Mittagessen und weil ich wusste, dass ich danach sowieso immer in ein Loch falle, habe ich mich nachmittags dann mit weniger anspruchsvollen Dingen beschäftigt.

Und was soll ich sagen? Über das Ergebnis meiner Bachelorarbeit kann ich mich absolut nicht beschweren. Im Gegenteil.

Zu Anfang des Masters hab ich die totale Regelmäßigkeit wieder etwas schleifen lassen. Allerdings war mein Körper schon so sehr daran gewöhnt, dass ich auch ohne Wecker selten länger als 7.30 Uhr oder 8 Uhr geschlafen habe.

Jetzt wo ich an der Masterarbeit schreibe klingelt mein Wecker jeden Morgen um 7 Uhr. Eine Stunde früher als noch vor zwei Jahren, weil ich inzwischen Fan einer gemütlichen Morgenroutine bin. Tee trinken und Podcasts hören, Yoga machen, gemütlich frühstücken … Alles Dinge, die mir dabei helfen, wach zu werden und gut in den Tag zu starten. Spätestens um 8.30 sitze ich dann aber immer am Schreibtisch (oder wahlweise in der Bibliothek) und arbeite durch bis zur Mittagspause.

Zu merken, dass ich ein Morgenmensch bin und mein Rhythmus einfach so funktioniert, hat mir so viel gebracht. Nicht nur für meine Produktivität, sondern auch für meine Ausgeglichenheit. So ein regelmäßiger Schlaf ist schon was Cooles. Euer Körper dankt es euch.

Finde deinen Rhythmus

Natürlich macht es nicht für jeden Sinn früh morgens aufzustehen. Manche sind eben wirklich abends oder nachts konzentrierter. Dann versucht, eure Arbeitszeiten – als Student/in ist das eben ziemlich gut möglich – so zu legen, dass sie in eure produktivsten Phasen fallen und arbeitet nicht gegen euren Biorhythmus. Auch wenn es vielleicht zunächst eine Umstellung ist, wenn ihr die richtigen Zeiträume gefunden habt, werdet ihr ziemlich schnell einen Unterschied feststellen.


Was ist mit euch? Morgenmensch oder Nachteule? Vielleicht sogar beides..?
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