Sehr gute Hausarbeiten schreiben: Einleitung & Schluss [Studententipps]

Nachdem jetzt geklärt ist, wie ihr euer Thema findet und wie ihr eine Gliederung für den Hauptteil eurer Arbeit erstellt, geht es heute um zwei nicht zu vernachlässigende Teile der Hausarbeit: Die Einleitung und den Schluss.

Obwohl die Einleitung am Anfang der Arbeit steht, macht es Sinn, sie am Ende erst zu schreiben. Warum ist das so? Weil ihr darin, bis auf ein paar Änderungen etwas Ähnliches schreibt, wie in eurem Schlussteil, also dem Fazit.

Schlussteil schreiben, Fazit ziehen

Das letzte Kapitel eurer Arbeit heißt im Normalfall einfach nur Fazit. Vielleicht fällt euch ja etwas Spannenderes ein, in der Regel reicht das aber aus, weil das ja der Inhalt des Schlussteils ist. Um dieses Fazit zu ziehen, solltet ihr aber kurz die vorangegangenen Kapitel zusammenfassen. Erläutert noch einmal, was ihr in welchem Kapitel untersucht und zu welchem Ergebnis ihr gekommen seid. Bei längeren Arbeiten hat das für den Leser den Vorteil, dass alle Argumente wieder präsenter sind und eure Schlussfolgerung dadurch nachvollziehbarer wird. Und auch für euch ist das eine Hilfe beim Schreiben, da ihr euch selbst nochmal bewusst macht, was ihr gezeigt habt im Laufe der Arbeit und daraus euer Fazit zusammenbasteln könnt.

Nach dieser Zusammenfassung beantwortet ihr abschließend eure Forschungsfrage, welche ihr in der Einleitung gestellt habt.

Die Einleitung – als allerletztes

Und damit kommen wir zu Einleitung. Eins der ersten Dinge, das ich im Seminar über wissenschaftliches Arbeiten gelernt habe, war, dass die Einleitung immer als allerletztes geschrieben wird. Auf das Warum gehe ich gleich noch näher ein. Aber was steht überhaupt in der Einleitung?

Am Anfang eurer Arbeit sollt ihr euer Thema vorstellen und eure Forschungsfrage stellen. Wie ihr in das Thema einleitet, ist ganz euch überlassen. Vielleicht gibt es eine aktuelle Debatte, auf die ihr euch beziehen könnt, oder ein berühmtes Zitat, das den Einstieg erleichtert. Ihr könnt aber auch einfach die bisherige Forschung zum Thema aufgreifen. Es gibt unzählige Möglichkeiten.

Wenn ihr dann ins Thema eingeführt und eure Leitfrage formuliert habt, erklärt ihr euer weiteres Vorgehen. Ihr zählt also auf, welche Schritte ihr in der Arbeit gehen werdet, um die gestellte Frage zu beantworten. Und das ist der Grund, weshalb die Einleitung erst am Ende geschrieben werden sollte. Klar, habt ihr vorher eure Gliederung erstellt und könntet anhand von ihr die Einleitung schreiben. Allerdings ist es meistens so, dass während des Schreibprozesses manchmal Dinge wichtiger werden, als zunächst gedacht. Oder das andere Dinge unwichtiger erscheinen und vielleicht ganz gestrichen werden. Unterkapitel werden eingefügt oder umgestellt – kurz: eure Gliederung wird sich während des Schreibens ändern. Wenn ihr dann eure Einleitung schon angefertigt habt, könnt ihr die jetzt auch wieder ändern. Doppelte Arbeit macht niemand gern, also spart euch das.


Ich hoffe, diese kleinen Tipps helfen euch dabei, eine bessere Hausarbeit zu schreiben. Wenn ihr noch mehr Tipps zum Thema Studium haben wollt, schaut einfach hier vorbei.

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24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe

24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe#

Am Wochenende bin ich wieder ein Jahr älter geworden und zu diesem Anlass dachte ich mir, ich stelle mal zusammen, was ich in den letzten 24 Jahren so gelernt habe. Über die Welt und das Leben, aber auch über mich selbst. Vielleicht sind Dinge dabei, die ihr auch gelernt habt, vielleicht aber ja auch paar neue Erkenntnisse.

  1. Ich bin kein Dämchen.

Auch wenn ich in meiner Jugend irgendwie manchmal gerne eins gewesen wäre, so mit regelmäßig Pumps und Röcke tragen und immer top gestyled sein. Die Wahrheit ist, ich bin ein Sneaker-und-Messibun-Mädchen und liebe es.

  1. Man muss nicht immer allen gefallen.

Früher war es echt schrecklich für mich, dass ich nicht zu den Beliebtesten gehört habe. Weil ich einfach schon immer eine etwas andere Art hatte, als andere. Heute weiß ich, dass ich eben ich selbst bin und wer mich so nicht mag, der hat halt Pech gehabt. Man muss und kann es nicht jedem Recht machen und sich selbst treu zu bleiben, ist bei weitem wichtiger, als Beliebtheit.

  1. Ein Resting-Bitch-Face hat durchaus seine Vorteile.

Während ich Leute kenne, die sich regelmäßig darüber beschweren, ständig angesprochen und in Gespräche verwickelt zu werden, obwohl sie weder Zeit noch Lust dazu haben, passiert mir selbst das nie. Ein vermeintlich böser Blick und alle lassen mich in Ruhe.

  1. Die deutsche Sprache ist nicht immer einfach.

Bevor ich mein Germanistik-Studium angefangen habe, hatte ich durchaus ein paar Probleme mit unserer Sprache. Und auch jetzt sind sie bestimmt noch nicht komplett überwunden. So gehörten Ausdrücke wie „Saugstauber“ , „einmandfrei“ oder „Servierte“ relativ lange zu meinem Wortschatz.

  1. Aus der eigenen Komfortzone herauszukommen, ist so wichtig.

Das ist eine Sache, die ich erst in den letzten Jahren, so richtig sogar erst in den letzten paar Monaten gelernt habe. Wer immer nur das macht, was er gerne macht, wächst nie über sich hinaus. Manchmal ist das beängstigend, manchmal hat man schlichtweg keine Lust zu etwas. Meistens aber ist die Erfahrung, die man daraus zieht, enorm positiv.

  1. Zuhause ist kein Ort, sondern Menschen.

In den letzten Jahren wohne ich irgendwie überall und nirgendwo so richtig. In meiner WG an der Uni, zu Hause bei meinen Eltern, bei meinem Freund. Ab und zu ganz woanders. Natürlich sehne ich mich danach, dass das irgendwann mal ein Ende hat und ich einen einzigen Wohnsitz mein Zuhause nennen darf. Aber ich habe gelernt, dass eben dieses Zuhause gar kein bestimmter Ort sein muss, sondern die Menschen an den verschiedenen Orten, die dafür sorgen, dass ich mich dort wohlfühle.

  1. Zeitmanagement ist alles.

Ich sehe immer wieder Leute um mich herum in Chaos und Stress versinken, weil sie ihre Aufgaben einfach nicht ordentlich strukturieren. So gibt es z.B. Kommilitonen, die drei Hausarbeiten bis kurz vor die Deadline aufschieben (denn „es ist ja noch Zeit“). Dass diese Deadlines aber alle in der gleichen Woche liegen, bringt sie dann aus dem Konzept und führt zu Nachtschichten ohne Ende. Bitte tut das nicht.

  1. Ich bin eine Spießerin.

Das fängt bei meinem Fimmel für Planung und Organisation an und hört noch lange nicht mit meiner Brotback-Liebe auf. Ich verbringe Freitagabende lieber zu Hause mit einer guten Serie oder einem Buch, statt auf Parties. Ich gehe gern auf Märkte und habe irgendwie eine merkwürdige Vorliebe für Lebensmittelgeschäfte. Immer wenn ich in irgendeinem Geschäft hübsches Geschirr sehe, muss ich mich zusammenreißen, es nicht zu kaufen. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, habe ich jetzt auch noch mit dem Stricken angefangen.

  1. Es ist nicht immer alles planbar.

So sehr mich selbst das schmerzt, aber manche Dinge kann man einfach nicht planen. Und manchmal sind Überraschungen ja auch was Feines.

  1. Wir lernen doch für die Schule.

Jeder erinnert sich doch sicherlich daran, dass die Lehrer zu Schulzeit immer mit erhobenem Zeigefinger gemahnt haben: „Ihr lernt nicht für mich oder für die Schule, ihr lernt für’s Leben!“ Und wie oft hat man sich gefragt, wozu man den ganzen Kram je wieder brauchen wird? Und wer hätte es gedacht? Einen Großteil der Dinge habe ich tatsächlich bisher nie wieder gebraucht. Aber wen überrascht das auch? Wenn ich Germanistik studiere ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass ich jemals wieder eine Kurvendiskussion machen muss. Umgekehrt ist es ja auch genauso, dass der Mathematiker sich nicht mehr mit Versmaßen herumschlagen braucht.

24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe
  1. Offline sein, ist gar nicht so schlecht.

Ich bin auch so ein Mensch, der sein Smartphone immer und überall dabeihat und ständig checken muss, ob es auf Instagram vielleicht etwas Neues gibt. Ab und an sollte man sich aber bewusst aus dieser ganzen Onlinewelt rausnehmen und das reale Leben mehr wahrnehmen.

  1. Sei selbstbewusst.

Gerade uns Frauen fällt es ja immer wieder schwer, Erfolge wirklich uns selbst zuzuschreiben statt irgendwelchen äußeren Umständen, wie „ich hatte halt Glück“. Auch ich musste und muss immer noch lernen, dass ich selbst verantwortlich bin und einfach zu wissen, was ich kann. Und wenn du weißt, was du kannst, dann solltest du das auch vor anderen genauso kommunizieren. Das ist super schwierig am Anfang und ich bin auch absolut kein Profi darin. Aber Selbstbewusstsein bringt einen einfach so viel weiter.

  1. Manchmal muss man Dinge, einfach machen.

Nicht immer grübeln und alles zerdenken (eine meiner Lieblingsbeschäftigungen). Wenn du etwas wirklich willst, dann mach es.

  1. Kochen und Backen haben manchmal eine meditative Wirkung auf mich.

Manchmal drücke ich mich damit nur vor anderen Aufgaben, das gebe ich zu. Aber manchmal hilft es auch enorm Stress abzubauen, wenn ich mich einfach in die Küche stelle und was backe.

  1. Yoga ist gar nicht so langweilig wie man denkt und sau anstrengend.

Ich dachte auch lange, dass Yoga hauptsächlich mit Meditation zu tun hat und atmen und alles ist total esoterisch. Falsch gedacht, klar gibt es das auch, aber manche Yoga-Klassen sind echt unglaublich anstrengend und man kommt richtig dabei ins Schwitzen. (Tina in the Middle hat davon ein paar zusammengeschrieben.)

  1. Ich bin tatsächlich sportlich. Ich musste nur erst herausfinden, was mir liegt.

Ich habe mich gefühlte Ewigkeiten dazu gezwungen, laufen zu gehen und wurde weder wirklich besser wirklich, noch hatte ich Spaß daran. Im Schulsport haben wir immer nur irgendwelche Ballspiele gemacht oder Leichtathletik und in beidem war ich eine Niete. Damit war für mich klar, dass ich ein absolut unsportlicher Mensch bin. Und heute? Gehe ich vier Mal die Woche ins Fitnessstudio, werde immer stärker und habe Spaß daran.

  1. Die beste Art, Geld auszugeben, ist, zu reisen.

Niemand gibt gerne Geld aus. Aber es ist wohl mit nichts besser angelegt, als mit einer Reise, um seinen Horizont zu erweitern, neue Länder, Kulturen und Menschen kennen zu lernen.

24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe
24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe
  1. Man kann nie genug Bücher gelesen haben.

Bücher sind für mich eine Art, zu reisen, wenn mein Budget oder meine Zeit für eine reale Reise nicht ausreichen. Sie erweitern den Wortschatz und den Horizont und die Reiseziele sind noch vielfältiger als mit dem Flugzeug.

  1. Ich bin ein schrecklich ungeduldiger Mensch.

Ich hasse es einfach zu warten. Ich habe dabei das Gefühl, dass ich Lebenszeit verschwende, die ich sonst sinnvoll nutzen könnte.

  1. Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit.

Ein Absoluter Pro-Tipp, den ich bei meinen ersten mündlichen Prüfungen im Studium gelernt habe, der aber im ganzen Leben Gold wert ist. Man muss nicht immer im Detail über alles Bescheid wissen und sich absolut sicher sein. Wichtig ist, dass man sicher auftritt.

24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe
… eine von vielen Taktiken, die mich durch mein Studium gebracht haben.

  1. Die Anderen sind auch nur Menschen.

Und in genau solchen Situationen, in denen man 20. anwendet, sollte man sich auch das immer klar machen. Jeder ist ein Mensch, jeder macht Fehler, niemand ist allwissend. Das nimmt eine Menge Druck raus.

  1. Team Carbs!

Ich liebe Kohlehydrate. Kartoffeln, Brot, Nudeln … ? Ich bin dabei. Ich hab’s versucht und dabei gelernt: Auf Kohlehydrate zu verzichten macht weder glücklich, noch führt es zwangsläufig dazu, dass man schlank wird.

  1. Nein sagen, tut niemandem weh.

Ich bin auch so ein Mensch, der bei neuen Aufgaben, reflexartig Ja sagt. Und dann merke ich erst im Nachhinein, wie viel Arbeit das ist und, dass ich eigentlich nicht genug Zeit habe, um dem in meinem Perfektionismus gerecht zu werden. Öfter mal Nein sagen, ist daher überhaupt nicht schlimm und auch ich muss das noch öfter tun.

  1. Mach das, was dir Freude macht.

Das habe ich von meinen Eltern so mitgegeben bekommen und da bin ich unglaublich dankbar für. Wähle nicht irgendein Studium oder eine Ausbildung, weil du weißt, dass du damit später genug Geld verdienst und einen sicheren Job hast. Natürlich brauchen wir alle Geld zum Leben, aber was bringt dir noch so viel Geld, wenn du dich jeden Tag zur Arbeit quälen musst, weil dir dein Job keine Freude bereitet?

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Notwendiges Übel? Schulklassen im Theater

Schule Theater

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht meinen Rant letzte Woche in den Stories mitbekommen. Dort habe ich mich aufgeregt über eine große Schülergruppe in einer Theatervorstellung, die einfach nicht leise sein konnte, wo ständig jemand sein Handy rausgeholt hat und von der auch immer wieder Leute aufgestanden und rausgegangen sind. Das alles hat – wie man sich vorstellen kann – extrem gestört und jedem anderen Zuschauer enorme Konzentration abverlangt, wenn er dem Geschehen auf der Bühne noch folgen wollte. Dazu kam, dass die Lehrer, die diese Schülergruppe begleitet haben, scheinbar komplett machtlos waren oder ihnen die Situation einfach egal war.

 

Nach diesem Vorfall habe ich mich noch mit anderen Leuten darüber unterhalten, weil es für mich einfach komplett unverständlich war, wie man sich so verhalten kann. Sowohl als Schüler als auch als Lehrer in dieser Situation. Außerdem habe ich mich danach immer wieder gefragt, was ich selbst hätte tun können. Hätte ich mich beschweren sollen, in der Hoffnung, dass man auf eine Fremde eher hört als auf sein/e Lehrer/in? Hätte ich dem Schließpersonal einen Hinweis geben sollen, damit die die Störenfriede rausschicken? Oder war es ganz richtig von mir, einfach die Klappe zu halten und mein Schicksal zu erdulden?

 

Theater Schule

Ich gehe oft ins Theater, weil es mir Spaß macht und weil es einfach ein Teil meines Studiums ist. Und immer wieder ertappe ich mich dabei, innerlich laut zu stöhnen, wenn ich beim Einlass schon sehe, dass eine Schulklasse da ist. Dabei entspricht das gar nicht meinen eigenen Forderungen.

Ich bin vehement dafür, dass Lehrer mit ihren Klassen ins Theater gehen und über Stücke sprechen. Gleichzeitig will ich aber keine Klassen in den Vorstellungen sehen, die ich besuche.

Dieser Zwiespalt ist tatsächlich etwas, das mich jetzt seit letzter Woche sehr beschäftigt und worüber ich mir immer wieder Gedanken gemacht habe.

 

Ich bleibe bei dem Standpunkt, dass Theater wichtig ist und ein Teil der Schulbildung sein sollte. Ich ärgere mich heute noch über meine eigenen Deutschlehrer, die es gerade ein einziges Mal geschafft haben, einen Theaterbesuch zu organisieren und der hat dann auch noch bloß auf freiwilliger Basis stattgefunden. Und da stellt sich doch schon die Frage: Wieso wollen Lehrer nicht mit ihren Schülern ins Theater gehen? Weil es zu viel Aufwand ist? Weil sie dann abends „arbeiten“ müssten? Oder, weil sie Angst haben vor genau solchen Situationen, wie ich sie erlebt habe letzte Woche? Oder, weil sie selbst schon gar kein Interesse am Theater haben?

 

Ganz egal, woran es liegt, das ist etwas, das geändert werden sollte. Und deswegen bin ich auch dankbar für jeden einzelnen Lehrer, der seine Schüler dann doch ins Theater schleppt.

Aber dann bedarf es eben auch Vorbereitungen. Allen voran, die Schüler dafür zu sensibilisieren, wie man sich in einer Vorstellung verhält. Ich sehe ein, dass das nicht alleine Aufgabe der Lehrer sein kann. Wer von seinen Eltern schon nicht beigebracht bekommen hat, dass man in solchen Veranstaltungen ruhig zu sein hat oder, dass man andere respektiert und nicht stört, der lernt es – leider – wahrscheinlich auch in der Schule nicht.

Dann sollten die Lehrer aber auch hart durchgreifen und Störenfriede einfach vor die Tür setzen. Genauso, wie sie es im Klassenzimmer ja auch machen. Zu meiner Schulzeit hat man das zumindest noch so gemacht. Einfach alles durchgehen zu lassen, (und damit den Zorn des restlichen Publikums auf sich zu ziehen) kann ja wohl nicht der Weg sein.

 

Nicht unwichtig ist natürlich auch die Auswahl des Stücks. Die Inszenierung, die ich jetzt gesehen habe, behandelte verschiedene Erzählungen Kafkas, seine Briefe und noch sonstige andere Texte. Wer schon mal auch nur einen Kafka-Text gelesen hat, weiß, dass das alles andere als klar verständlich ist. Man stelle sich also eine Textmontage vor, ohne klare Handlung und ohne eindeutige Figuren. Dass 16-/17-jährige Schüler damit komplett überfordert sind, wundert mich ehrlich gesagt nicht.

 

Drama Schule Theater

Ich bin zwar keine Pädagogin, aber allen Lehrern möchte ich dennoch gern Folgendes ans Herz legen:

Geht mit euren Schülern ins Theater. So oft, wie es nur möglich ist.

Achtet auf die Auswahl der Stücke.

Es gibt genug Dramen, die auf dem Lehrplan als Pflichtlektüre stehen – wenn sich die Chance ergibt, dass eins davon in der Nähe inszeniert wird, nutzt sie. Denn nichts macht eine öde Lektüre spannender, als sie zum Leben erweckt auf einer Bühne zu sehen. Ich spreche wirklich aus Erfahrung: die langweiligsten Texte sind in einer guten Inszenierung mit guten Schauspielern nicht wieder zu erkennen. Und wenn die Schüler den Text vorher gelesen haben, können sie die Handlung auch leichter mitverfolgen und schweifen nicht so schnell ab.

Macht ihnen klar, dass sie nicht allein in diesem Theater sind und sich dementsprechend zu verhalten haben.

Weist diejenigen zurecht, die sich nicht so verhalten und wenn es nichts mehr hilft, schmeißt sie raus. Der Rest des Publikums wird euch sicherlich dankbar sein.

 


Kennt ihr solche Erfahrungen? Und wie geht ihr damit um?

Sind vielleicht (angehende) Pädagogen unter den Lesern? Wie steht ihr zu dem Thema? Das fände ich sehr interessant, zu erfahren!

 

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Organisiert ins neue Semester starten [Studententipps]

Organisation im Studium

Das neue Semester hat begonnen und viele Studenten stehen jetzt wohl wieder vor einem Haufen Seminaren, die besucht, vor- und nachbearbeitet werden wollen. Vielen haben nebenbei noch einen Job, der nötig ist, um Geld zu verdienen und Freizeit will man ja auch noch irgendwann haben. Statt sich jetzt aber einfach Hals über Kopf ins Getümmel zu stürzen und das Beste, zu hoffen, muss eine gute Planung her. Organisation ist das A und O, wenn ihr im Studium nicht mangels Schlaf mit Daueraugenringen herumlaufen wollt.

Auf Wiebkes Blog bin ich auf eine Blogparade zu dem Thema gestoßen und schließe mich mit diesem Artikel ihrer wunderbaren Idee an. Immerhin kann ich nach jetzt vier Jahren an der Uni ein paar gute Tipps geben, wie ihr euch am besten organisiert und nicht ins Chaos verfallt.

 

Sinnvolle Organisation durch Prioritäten

 

So verlockend es auch sein kann, auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und möglichst viele Veranstaltungen auf einmal zu belegen. Das mag eine Zeitlang gut gehen, aber spätestens in der Prüfungsphase wird es sich rächen. Es sei denn natürlich ihr habt ein fotografisches Gedächtnis oder seit Superbrain, aber davon gehe ich hier jetzt einfach mal nicht aus.

Also verschafft euch zuerst einmal einen Überblick. Welche Kurse müsst ihr auf jeden Fall belegen, weil sie zum Beispiel in diesem Semester verpflichtend sind? Das ist Priorität Nummer eins. Priorität Nummer zwei wäre dann genügend Zeit zur Vor- und Nachbereitung der einzelnen Seminare und Vorlesungen einzuplanen. Erfahrungsgemäß ist der Workload nicht das gesamte Semester über gleichbleibend viel, aber im Schnitt würde ich für jede Veranstaltung mindestens jeweils eine Stunde zur Vor- und eine zur Nachbereitung einrechnen. Wer dann noch Zeit und Lust hat, kann natürlich noch mehr Kurse über das Soll hinaus belegen, aber das sollte meiner Meinung nach immer gut überlegt sein.

Für die Meisten ist die dritte Priorität vermutlich die Arbeit. Da viele abends oder am Wochenende jobben, solltet ihr in diesem Fall bei eurer Planung einfach immer daran denken, dass ihr das Wochenende nicht oder nur teilweise zum Lernen verwenden könnt. Solltet ihr einen Job haben, bei dem ihr euch eure Zeit frei einteilen könnt, umso besser!

Organisation im Studium

Organisierte Auszeit

 

Für mich kommt als vierte Priorität, die auch organisiert werden will, der Sport dazu. Ja, ich plane, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit ich ins Fitnessstudio gehe. Denn wir wissen es alle: Wenn es stressig wird, ist es meistens der Sport, der als erstes hintenüberfällt. Außerdem bieten diese zwei Stunden für mich eine Auszeit, wo ich nicht so viel mit dem Kopf arbeiten muss und danach kann ich wieder frisch an die Arbeit gehen.

Grundsätzlich sollte also für jeden eine Priorität sein, etwas zu tun, wobei er abschalten kann. Sei das nun Sport oder Stricken. Plant euch ganz bewusst Freiräume in der Woche, in denen ihr nicht an die Uni, nicht an die Arbeit denken müsst.

Organisation im Studium
Ein ordentlicher Arbeitsplatz, kann manchmal wunder wirken.

Wir organisiere ich meine Zeit?

 

Es gibt ja verschiedenste Möglichkeiten, diesen schönen Plan jetzt festzuhalten. Ich für meinen Teil bin ein total haptischer Typ und brauche meinen Filofax, in den ich alles von Hand eintrage. Andere planen lieber digital am Handy oder Tablet. Da habe ich auch schon ein paar Apps ausprobiert, aber bei den meisten sind die wirklich guten Funktionen immer kostenpflichtig, deswegen kann ich euch da keine App guten Gewissens empfehlen. Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch eine gute Empfehlung?

Letztendlich muss jeder für sich herausfinden, was am besten funktioniert. Aber egal in welcher Form, ob digital oder auf Papier, wenn ihr eure Prioritäten klar setzt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen und ihr seid gut gerüstet für ein erfolgreiches Semester.

 


Welche Tipps habt ihr sonst noch, um euch zu organisieren? Gibt es Dinge, die ich hier vergessen habe? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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Meine Lieblings-Podcasts

Podcasts

Mit diesem Beitrag möchte ich gerne eine neue Reihe starten mit dem Titel #meineliebsten. In dieser Reihe stelle ich euch meine Lieblingsdinge aus verschiedenen Kategorien vor. Den Anfang machen heute Podcasts.

 

Außerdem würde ich mich riesig darüber freuen, wenn andere Blogger sich an dieser Reihe beteiligen und sie mit #meineliebsten teilen und wir uns gegenseitig verlinken.

 


Disclaimer: Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung. Ich gebe hier ausschließlich meine eigene Meinung und Empfehlung wieder.


 

So wirklich für mich entdeckt habe ich Podcasts eigentlich erst vor etwa einem Jahr oder etwas länger. Seitdem bin ich aber infiziert. Ich höre sie beim Autofahren, beim Aufräumen, wenn ich mich morgens fertig mache, auf dem Weg zur Arbeit oder in die Uni. Sie sind Unterhaltung, Inspiration, manchmal auch nur Hintergrundgeräusch und ich liebe viele verschiedene Arten von Podcasts. Lustige, ernste, interessante, traurige …  Für jede Gefühlslage gibt es etwas. Also hier kommt meine Liste (nicht nach Präferenz geordnet):

 

 

A mindfull mess

Auf den Podcast von dariadaria wurde ich über ihren Instagram-Account aufmerksam. Hier spricht sie viele Themen an, die sie auch auf Instagram behandelt, also Dinge wie Nachhaltigkeit und Fair Fashion, aber nicht nur. Es gibt Interviews mit interessanten Persönlichkeiten, manchmal liest sie einfach nur aus einem Roman vor oder sie spricht über aktuelle Themen und Meinungen. Letztere Episoden sind oft sehr spontan aufgenommen und nicht geskriptet, was aber ihren Charme durchaus ausmacht.

Liebste Podcasts: A Mindfull Mess

Meme Girls

Dieser Podcast fällt definitiv in die Kategorie „Seichte Unterhaltung“ und das meine ich absolut nicht abwertend. Ich verfolge schon lange den Youtube-Kanal von Lenaturnsgreen, die hier Lifestyle-, Beauty- und Comedyvideos hochlädt. Ich mag ihre Art sehr und finde ihre Videos schon immer unglaublich lustig. Den Podcast nimmt sie zusammen mit ihrer langjährigen Freundin und Mitbewohnerin Lea auf und eigentlich gibt es kein Konzept, sondern die beiden Unterhalten sich einfach drauflos. Das ist ausnahmslos immer sehr amüsant und ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich mich in die Unterhaltung mit einschalte und auch meinen Senf dazugebe, bis mir auffällt, dass die beiden mich ja nicht hören können und dass dieses Gespräch auch schon vor mehreren Tagen aufgenommen wurde.

Liebste Podcasts: meme girls

Was jetzt von Zeit online

Montags bis freitags gibt es täglich morgens eine neue Folge dieses Podcasts, der in 10-15 Minuten die aktuellsten Nachrichten zusammenfasst. Auf zwei bis drei Themen gehen die Redakteure dabei etwas tiefer ein und führen auch immer kurze Interviews mit „Experten“ (meistens Ressortleiter oder Redakteure in diesem speziellen Feld bei der Zeit). Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht jeden Morgen die neueste Folge zu hören, während ich mich anziehe, schminke, die Haare mache. So habe ich einen Überblick über die wichtigstens Nachrichten und kann gut informiert in den Tag starten.

Liebste Podcasts: Was jetzt Zeit online

Zeit Verbrechen

Ein absolutes Muss für alle, die auf True Crime-Geschichten stehen. Die Chefredakteurin des neuen Magazins Zeit Verbrechen führt hier ein Gespräch mit dem Ressortleiter Wissen der Zeit über vergangene Kriminalfälle. Dabei haben sie meistens ein übergeordnetes Thema, wie etwa, warum Zeugen lügen und besprechen anhand dessen beispielhafte Fälle. Dabei werden immer wieder Abgründe der Menschlichkeit eröffnet, aber auch Fragen aufgeworfen, gegenüber dem Justizsystem, der Polizei oder auch an der Rechtsmedizin. Dieser Podcast ist wirklich unglaublich spannend und interessant und ich finde es immer traurig, dass es nur alle zwei Wochen eine neue Folge gibt.

Lieblings Podcasts: Zeit Verbrechen

unter eins – der FEMALE FUTURE FORCE Podcast

„unter eins“ ist ein Begriff aus dem Journalismus und er bezeichnet eine Interviewsituation. Wenn unter eins interviewt wird, dann wird das komplette Gespräch ohne Schnitte genauso wiedergegeben, wie es stattgefunden hat. Dementsprechend sind manche Folgen hier etwas länger als andere, aber das macht meiner Meinung nach überhaupt nichts, da ausschließlich enorm interessante Personen befragt werden. Redaktionsleiterin des Online-Magazins Edition F Silvia Follmann führt hier Gespräche mit den verschiedensten Persönlichkeiten. Dabei geht es hauptsächlich um deren Werdegang, wie sie wurden, wer sie heute sind und worin ihr Erfolg begründet liegt. Bisher sind erst vier Folgen online, aber jede einzelne fand ich ausgesprochen interessant und vor allem inspirierend.

Lieblings Podcasts: unter eins

 

So, das war’s auch schon mit meiner Liste. Ich hoffe, ihr konntet vielleicht ein paar neue Ideen finden oder überhaupt erstmal ein paar Podcasts kennen lernen, falls das Medium noch ganz neu für euch ist.

Was sind eure liebsten Podcasts? Lasst mir auch noch ein bisschen Inspiration da in den Kommentaren!

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Germanistik studieren – was ihr wissen solltet

Über mein aktuelles Masterstudium habe ich ja vor einiger Zeit schon einmal geschrieben. Da dachte ich, es wäre doch sicher interessant, auch etwas über mein Bachelorstudium zu erfahren. Das habe ich in Germanistik abgeschlossen und weil das ja doch ein Fach ist, mit dem mehr Leute etwas anfangen können und mit dem vielleicht auch einige Abiturienten liebäugeln, erzähle ich heute mal ein bisschen darüber.

 

Welche Berufsmöglichkeiten habe ich mit einem Studium in Germanistik?

Wenn ich gesagt habe „Ich studiere Germanistik“ kam in 80% der Fälle zur Antwort: „Ach, du wirst Lehrerin!“ Nein. Nein, nein und nochmal nein. Es gibt kaum was, was ich weniger werden möchte. Außerdem hätte ich dann Lehramt studiert und mindestens noch ein anderes Fach und nicht einfach NUR Germanistik. Aber was kann man mit so einem Abschluss dann anfangen?

Naja, wie bei allen Geisteswissenschaften ist man nicht sofort auf einen bestimmten Beruf oder eine bestimmte Berufsgruppe festgelegt. Stattdessen benötigt man manchmal ein bisschen Fantasie und Kreativität, um einen Job zu finden. Da das Bachelorstudium sehr breit aufgestellt ist und viele Teilaspekte anspricht, ist eben auch die Berufsauswahl später sehr weit gefächert. Zu den genauen Inhalten komme ich aber später noch.

Grundsätzlich könnt ihr überall Arbeit finden, wo ihr mit dem geschriebenen Wort zu tun habt. In Redaktionen und Verlagen, in der Werbung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, in Medienunternehmen oder im Bibliothekswesen. Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen, aber ich denke es wird schon deutlich, wie flexibel man mit diesem Studium ist.

Ich z.B. wusste nach dem Abi noch nicht genau wo ich hin will. Verlagswesen und Theater standen zur Debatte und mit der Wahl eines Germanistikstudiums hatte ich später die Chance auf beides und konnte mich in den drei Jahren in eine Richtung festlegen. Es ist Theater geworden, weil mir das Verlagswesen dann doch zu wirtschaftlich war.

Reclamhefte für Germanistik
Es werden sich einige Reclamhefte bei euch ansammeln. Das hier ist nur eine Auswahl!

Welche Voraussetzungen benötigt man, um Germanistik zu studieren?

Mit Voraussetzungen meine ich jetzt nicht die Erfüllung eines NC oder ähnlichem. Die sind sowieso an jeder Uni unterschiedlich, da muss sich jeder selbst erkundigen, was seine Wunsch-Uni verlangt.

Ich möchte hier eher über Fähigkeiten und Vorlieben sprechen, die man haben sollte, wenn man sich für ein Germanistikstudium entscheidet.

Unabdingbar ist es z.B., gerne zu lesen. Wer sich damit quält, viel und lange Texte zu lesen, ist hier falsch, denn damit verbringt man einfach die meiste Zeit. Seien es literarische Texte – was ja meistens doch noch Spaß macht – oder Fachartikel – die sind oft ziemlich hart – ohne Lesen, kommt man in diesem Fach absolut nicht weit.

Eine andere Fähigkeit, die extrem wichtig ist, ist abstraktes Denken. Im Gegensatz zu Naturwissenschaften gibt es bei Geisteswissenschaften keine eindeutigen Antworten und kein klares Ja oder Nein. Stattdessen müssen Bezüge und Assoziationen hergestellt werden, man sollte immer mal wieder ein bisschen um die Ecke denken. Im Übrigen hat das literarische Arbeiten so überhaupt nichts damit zu tun, was man in der Schule im Deutschunterricht macht. Wer denkt, er kann einfach drauflos interpretieren, wie man das in der Schule so schön gelernt hat, liegt leider falsch. Schöne Grüße an dieser Stelle an meine Lehrerin im Deutsch LK, die mir immer schlechte Noten gegeben hat, meine Profs heute sehen das anders.

Ein gewisses Grundinteresse an der deutschen Geschichte sollte auch vorhanden sein. Das ist zwar nicht zwingend notwendig, aber um literaturhistorische Zusammenhänge zu lernen und zu verstehen, macht es schon einiges leichter. Ansonsten kann das teilweise ziemlich zäh werden.

Wörterbuch
Das Wörterbuch wird irgendwann euer bester Freund

Welche Inhalte hat das Germanistikstudium?

Wie oben bereits erwähnt deckt das Fach ein relativ breites Spektrum an Teilgebieten ab.

Sprachwissenschaft ist z.B. ein sehr theoretischer Aspekt und ich glaube auch der einzige, in dem man tatsächlich eindeutige Aussagen treffen kann.

Dann wird Literaturgeschichte behandelt. Die wird unterteilt in Mediävistik, also die Literatur des Mittelalters, und neuere deutsche Literatur. In der Mediävistik geht es außerdem noch etwas genauer um die Epoche selbst und nicht nur hauptsächlich um die Literatur. Zum Beispiel wird hier auch das Mittelhochdeutsche quasi als Fremdsprache gelehrt, denn das ist schon was ganz anderes als das Deutsch, dass wir heute sprechen.

Der dritte große Bestandteil ist die Literaturwissenschaft, wo es wirklich um Texte und Autoren geht. Diesen Teil fand ich immer am spannendsten.

Zusätzlich gibt es dann eigentlich immer noch Wahlmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen wie Medienwissenschaften, Genderlinguistik, Kulturwissenschaft, Theaterwissenschaft etc. …

 

Aufgrund dieses breiten Angebots, halte ich persönlich es eigentlich auch fast für notwendig, nach dem Bachelor noch ein Masterstudium dran zu hängen. Ich sage immer: „Nach dem Bachelor in Germanistik kann man halt alles so ein bisschen, aber nichts richtig.“ Weil eben überall eigentlich nur an der Oberfläche gekratzt wird und eine Spezialisierung in eine Richtung sich dann doch lohnt.

Bachelorarbeit Germanistik
Das war meine Abschlussarbeit. Hier sieht man schon schön, in welche Richtung ich nach dem Bachelor gehen wollte.

Bachelor Germanistik
Für diesen Moment haben sich die drei Jahre auf jeden Fall gelohnt.

 

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1000 Fragen an mich selbst #1 | Fragen 1-40

1000 Fragen an mich selbst war ursprünglich eine Beilage im FLOW-Magazin. Das kleine Heftchen stellt – wie der Name schon sagt – 1000 Fragen, die dabei helfen sollen, sich selbst besser kennen zu lernen. Pink-e-Pank hat dazu aufgerufen, dass sich noch mehr Menschen dieser „Challenge“ (ist nicht wirklich das richtige Wort hierfür, aber ich nenne das mal so) anschließen und ein bisschen mehr zu sich selbst finden. Weil ich die Idee, genauso wie so viele andere Blogger, extrem spannend finde, habe ich beschlossen, mich anzuschließen.

1000 Fragen sind natürlich extrem viel, deswegen wird es regelmäßig kleine Häppchen geben. Wahrscheinlich immer so 20-40 Fragen pro Blogpost, je nachdem wie ausführlich die Antworten ausfallen. Und natürlich kann es auch sein, dass ich einzelne Fragen ganz unbeantwortet lasse, weil sie einfach zu persönlich sind.

Wer will, kann sich ja immer noch anschließen und die Fragen auch mal für sich beantworten. Wenn nicht, ist es auch ok. In jedem Fall lernt ihr noch ein bisschen mehr über mich.

Aber nicht so viel geredet, jetzt geht’s los mit den ersten 40 Fragen.


 

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Anfang Mai habe ich Vorhänge für Olaf genäht. Das waren meine ersten Versuche an der Nähmaschine und es war gar nicht so katastrophal.

 

  1. Mit wem verstehst du dich am besten?

Mit meinem Freund.

 

  1. Worauf verwendest du viel Zeit?

Aktuell auf Studium/Praktikum und den Blog. Ich komme ziemlich selten von meinem Laptop weg im Moment.

 

  1. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Gar nicht mal über bestimmte Witze. Situationskomik kriegt mich dafür fast immer. Gerne auch Sarkasmus und schwarzer Humor. Ich lache viel über Dinge, über die nicht alle Leute lachen können.

 

  1. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Kommt drauf an, wer diese anderen sind. Bei Menschen, die mir nahestehen macht es mir eher nichts aus. Vor Fremden oder im professionellen Kontext finde ich es schon unangenehm.

 

  1. Woraus besteht dein Frühstück?

Unterschiedlich. Aber meistens Porridge und jetzt im Sommer auch gerne Quark mit Früchten oder so.

 

  1. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meinem Freund.

 

  1. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

In dem, dass ich am liebsten immer alles selbst machen und wenig abgeben möchte, weil das Ergebnis eben nur dann genau so ist, wie ich es gerne hätte.

 

  1. Was machst du morgens als Erstes?

Auf die Toilette gehen.

 

  1. Kannst du gut vorlesen?

Ich glaube schon. Und ich mache es auch gerne, aber die Gelegenheit ergibt sich so gut wie nie.

 

  1. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Auf jeden Fall länger, als die meisten meiner Freunde. Wie alt ich genau war, weiß ich allerding nicht mehr.

 

  1. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann mal kaufen?

Aktuell spare ich auf eine gute Kompaktkamera. Aber so einen „Lebenstraum“? Hab ich glaube ich nicht.

 

  1. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Mehr Selbstliebe. Aber ich arbeite daran.

 

  1. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Ich beziehe Fernsehen jetzt mal auf Internet und Streamingdienste, denn als richtiger Millennial schaue ich natürlich kein Fernsehen. Aber meine Lieblingsserien sind jetzt auch nichts Besonderes. Der übliche Mädchenkram wie Gilmore Girls, Gossip Girl oder Grey’s Anatomy und auf der anderen Seite Sachen wie Sherlock, Dr. Who, Breaking Bad oder Game of Thrones … Was soll ich sagen? Ich bin ein Kind meiner Zeit und kann es nicht verleugnen.

 

  1. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Das ist schon ewig her und ich weiß weder, wann das war, noch wo.

 

  1. Wie alt möchtest du gerne werden?

So alt, dass ich all das erleben kann, was ich gerne erleben möchte.

 

  1. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

Eigentlich an jeden. Zu Hause ist zwar schön, aber sobald einen der Alltag nach dem Urlaub wiederhat, will man doch immer wieder zurück, oder?

 

  1. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Wortwörtlich als würde jemand mit der Hand in meinen Brustkorb fahren und mit aller Gewalt ein Stück von meinem Herzen herausreißen. Super cheesy, aber diese Beschreibung trifft einfach genau auf das Gefühl zu.

 

  1. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Früher schon. Aber in Ermangelung einer alternativen Idee, habe ich mich mit meinem Namen angefreundet und mag ihn heute gerne.

 

  1. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Bei verschiedenen Gelegenheiten. Z.B. als ich angefangen habe zu studieren und dachte, alle im Raum sind viel klüger als ich, obwohl die bloß mit Fremdworten um sich geschmissen haben, um ihre eigene Unsicherheit zu verbergen.

 

 

  1. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Nicht mehr. Früher war ich sehr unsicher, wie ich auf andere wirke und wollte immer, dass sie nur das Beste von mir denken. Heute ist es mir ziemlich egal und ich versuche nicht mehr jedem zu gefallen. Die einzigen Ausnahmen sind natürlich die Menschen, die mir am Herzen liegen. Da ist es mir schon wichtig, was die von mir denken.

 

  1. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Den Morgen.

 

  1. Kannst du gut kochen?

Nichts besonders Ausgefallenes. Aber was ich koche, ist eigentlich fast immer gut. Und Ausnahmen bestätigen ja nur die Regel 😉

 

  1. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

Meinem Typ? Keine Ahnung. Aber ich mag den Frühling am meisten.

 

  1. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Zu lange ist das her. Nämlich so lange, dass ich jetzt in meinen Kalender schauen müsste, um zu wissen wann das war. Praktikum, Prüfungen, soziale Verpflichtungen … in letzter Zeit kam ich nicht wirklich zum Nichtstun.

 

  1. Warst du ein glückliches Kind?

Großes, fettes JA!

 

  1. Kaufst du oft Blumen?

Leider gar nicht. Aber ich hab’s mir vorgenommen wenn ich nach dem Sommer wieder in meiner Wohnung bin, um ein bisschen mehr Atmosphäre zu schaffen.

 

  1. Welchen Traum hast du?

Ein selbstbestimmtes Leben zu leben, auf das ich später gerne zurückschaue.

 

  1. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

Länger als einen Monat in drei, länger als ein Jahr in zwei. Und das auch nur, wenn ich mein Elternhaus als „Wohnung“ mitzähle. Ist das erlaubt?

 

  1. Welches Laster hast du?

Vielleicht, nie wirklich nichts tun zu können (siehe oben). Wenn ich mal eine Stunde frei habe, habe ich immer das Gefühl, irgendwas wichtiges zu vergessen und, dass ich noch irgendwas Produktives tun muss. Selbst wenn ich den ganzen Tag schon produktiv war.

 

  1. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Singt ihr Lebenden und ihr Toten, singt von Jasmyn Ward. Eine stille aber gleichzeitig unglaublich ergreifende Geschichte einer Familie in den Südstaaten Amerikas, in der jeder Einzelne einfach nur versucht, sein Leben zu leben in einem Milieu, das geprägt ist von Rassismus, Armut und Drogen. Große Empfehlung!

 

  1. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Weil ich weiß, dass sie mir steht. Und weil sie ziemlich unkompliziert ist.

 

  1. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Ja.

 

  1. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Über Geld spricht man nicht.

 

  1. In welchen Laden gehst du gern?

Hier kommt der Spießer in mir raus: Ich liebe Lebensmittelläden. Wenn ich in Großstädten bin, wo es z.B. Bioläden oder sowas gibt, die man bei uns auf dem Land nicht hat, könnte ich mich da stundenlang aufhalten.

 

  1. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Wenn alkoholisch, dann Wein, wenn nicht, dann Wasser oder Cola Zero.

 

  1. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Nicht immer sofort.

 

  1. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Tatsächlich habe ich schon öfter mit dem Gedanken gespielt, dass eine selbstständige Tätigkeit als Dramaturgin, mir liegen könnte. Dennoch will ich nach dem Studium erstmal angestellt arbeiten, um Erfahrung zu sammeln.

 

  1. Willst du immer gewinnen?

Nein.

 

  1. Gehst du in die Kirche?

Zu Weihnachten.


Hier kommt ihr zu den anderen Teilen der Reihe:

#2 | Fragen 41-80: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-2-fragen-41-80/

#3 | Fragen 81-120: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-3-fragen-81-120/

#4 | Fragen 121-160: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-4-fragen-121-160/

#5 | Fragen 161-200: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-5-fragen-161-200/

#6 | Fragen 201-220: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-6-fragen-201-220/

#7 | Fragen 221-240: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-7-fragen-221-240/

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Prüfungsphase stressfrei überstehen [Studententipps]

Jeder Student kennt das: zwei Mal im Jahr weiß man einfach nicht mehr, wo einem der Kopf steht, vernachlässigt alle sozialen Kontakte, ernährt sich hauptsächlich von Nudeln und Schokolade und das Tageslicht hat man eh schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, weil man gefühlt wochenlang in einer stickigen Bibliothek sitzt. Auch ich befinde mich gerade selbst wieder in einer etwas überfüllten Prüfungsphase (überfüllt vor allem auch deswegen, weil ich es scheinbar für eine tolle Idee gehalten habe, genau in der Zeit mein Pflichtpraktikum anzufangen. Facepalm!) und habe auch heute, nach mittlerweile vier Jahren Universität, immer noch manchmal Momente in denen ich denke „Das schaffe ich niemals alles!“ Also klar, schaffen tut man es meistens schon irgendwie, aber ich kleiner Perfektionist, will ja auch meinen eigenen Ansprüchen genügen und eben nicht einfach nur bestehen nach dem Motto „Vier gewinnt“, sondern eben auch am Ende ein gutes bis sehr gutes Ergebnis abgeben. Ohne dabei zwei Monate lang auf dem Zahnfleisch gehen zu müssen.

Daher dachte ich, wäre es doch mal eine gute Idee, ein paar Tipps und Strategien mit euch zu teilen, die ich in den letzten vier Jahren entwickelt habe, um meine Prüfungsphase etwas stressfreier zu überstehen.

 

Schritt für Schritt

Am Anfang sieht man immer erstmal einen riesigen Haufen Arbeit vor sich liegen, der auf den ersten Blick unüberwindbar erscheint. Daher ist das erste was ich immer mache, den großen Haufen in viele kleine zu unterteilen. Dazu schaue ich mir zuerst die einzelnen Fächer an: Welchen Leistungsnachweis muss ich in welchem Fach erbringen und wie groß ist der Workload für jedes einzelne Fach und jede Prüfung? Dann nehme ich mir einen Kalender zur Hand trage alle fixen Termine ein: Klausuren, mündliche Prüfungen, Hausarbeitsabgaben … (Ich nutze in meinem Filofax zwei Seiten pro Woche, so habe ich den besten Überblick. Andere haben lieber eine Seite pro Tag oder eine ganz andere Einteilung, da muss jeder für sich rausfinden, womit er am besten arbeiten kann.)

Wenn diese Termine eingetragen sind, mache ich mir einen Lernplan, d.h. ich schaue mir jetzt für jedes Fach, das geprüft wird, den Stoff an, schätze ab wie viel das ist und wie lange ich brauche, um alles zu lernen und trage mir dementsprechend in meinen Kalender den Tag ein, an dem ich spätestens anfangen muss. Wenn ich ganz penibel bin setze ich mir auch noch Zeitrahmen zum Zusammenfassen des Stoffs und dann zum Wiederholen. Das kommt aber auch sehr individuell auf das Fach an, manche Dinge kann man auch einfach nicht zusammenfassen. Das ist das Vorgehen bei Klausuren und mündlichen Prüfungen, wobei ich für mündliche Prüfungen immer ein gutes Stück weniger Zeit einplane, weil die erstens nicht so lange dauern, d.h. es kann nicht so viel abgefragt werden, und man zweitens bei dieser Prüfungsform sehr gut die Möglichkeit hat, das Gespräch selbst in eine Richtung zu lenken.

Gerade bei Fächern, in denen extrem viel Stoff abgefragt wird und wo es dann am Ende doch auf das von uns allen geliebte Auswendiglernen hinausläuft, ist ein Tipp denke ich noch ganz wichtig: Nicht in Details verlieren. Natürlich will man am liebsten alles verinnerlichen, aber manchmal ist es in Anbetracht der Zeit dann doch einfach zu viel. Deswegen arbeitet euch vom Großen ins Kleine vor, lernt zuerst die groben Zusammenhänge und hangelt euch dann langsam immer eine Ebene weiter nach unten. Ansonsten lauft ihr Gefahr zwar ein Thema perfekt zu beherrschen, von den anderen fünf aber keine Ahnung zu haben.

Bei Hausarbeiten gehe ich vom Prinzip her eigentlich genauso vor wie bei Klausuren, nur dass es hier natürlich ein paar mehr Schritte sind, für die ich mir Zeiträume einplane. Themenfindung, Recherche, Texte lesen und zusammenfassen, Gliederung erstellen, schreiben. Wichtig bei Hausarbeiten ist vor allem, sich einen Puffer am Ende freizulassen. Ich versuche meistens so eine Woche vor der Deadline fertig zu sein, damit ich die Arbeit mal ein paar Tage liegen lassen kann, bevor ich sie nochmal Korrektur lese, sonst sieht man echt den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Und spart euch niemals diesen letzten Schritt! Es ist manchmal echt gruselig, was ich für Fehler beim Schreiben mache und ich kriege Schweißausbrüche, wenn ich mir vorstelle, ich hätte sowas an meinen Dozenten geschickt. Vielleicht habt ihr ja auch liebe Freunde oder Verwandte, die mal über eure Arbeiten drüber lesen, die haben meistens nochmal einen ganz anderen Blick darauf. (Riesiges Danke an der Stelle an meine Mama, die sich viel Zeit dafür genommen hat, meine komplette Bachelorarbeit zu lesen und meine manchmal komischen Satzstrukturen zu entwirren!)

 

Durchatmen und anfangen

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich mich bereits bevor ich mit dem Lernen angefangen habe, unglaublich darüber stresse, wie viel ich zu tun habe und, dass das ja niemals zu schaffen ist. Klar, mit der Einstellung stimmt das wohl. Aber wie bei allem ist auch hier das Anfangen der schwierigste Schritt. Mit genug Planung und den oben beschriebenen Vorbereitungen, habt ihr aber eigentlich überhaupt keinen Grund mehr euch zu stressen und könnt eure Energie stattdessen sinnvoll da nutzen, wo ihr sie braucht. Ist der Anfang erstmal gemacht und ist man in der Arbeit drin, läuft es in der Regel besser als erwartet.

 

Wissen, wann es genug ist

Macht immer mal wieder kleine Pausen während des Lernens. 16 Stunden am Tag vor der Klausur durchzulernen bringt die wenigstens Leute tatsächlich weiter. Irgendwann ist die Konzentration einfach hinüber und man fabriziert nur noch Stuss. Also: Pausen sind wichtig, um mal den Kopf zu entlüften. Macht einen Spaziergang, geht zum Sport, schaut euch eine Folge eurer Lieblingsserie auf Netflix an (keine ganze Staffel!!). Danach seid ihr wieder aufnahmefähig und könnt wieder frisch an die Arbeit gehen.
Ich persönlich lerne auch höchst selten noch für eine Prüfung am Abend vorher, weil ich inzwischen weiß, was ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht verstanden habe, werde ich auch dann nicht mehr verstehen. Ich weiß, dass das lange nicht auf alle zutrifft, aber bei mir ist das so. Und wenn ihr feststellt, dass ihr auch am Abend vorher oder sogar ein paar Stunden vorher nichts mehr in euren Kopf reinkriegt, dann lasst es bleiben und stresst euch nicht mehr damit. Ihr seid bestimmt genug vorbereitet.

Zweite Chancen gibt es immer

Das klingt jetzt vielleicht demotivierend, aber manchmal schafft man sein Pensum trotz bester Vorbereitung und eisernem Willen einfach nicht. Aber das ist vollkommen okay, wir sind keine Maschinen. Manchmal kommen äußere Einflüsse dazu, wegen denen man nicht so gut lernen kann oder die einem Zeit rauben, manchmal hat man in der Prüfung ein Blackout, manchmal ist der Korrektor einfach fies. Zweitprüfungen zu absolvieren, ist absolut keine Schande. Ich glaube jeder Student muss das im Laufe seiner Universitätskarriere mindestens einmal einsehen. Also, wenn ihr hinfallt, aufstehen, Krone richten und weiter geht’s.

 


Ich hoffe diese Tipps helfen euch ein bisschen, etwas entspannter in die nächste Prüfungsphase zu gehen und euch weniger zu stressen. Das ist alles kein Hexenwerk und mit ein bisschen Planung kriegt ihr auch das vollgepackteste Semester rum.
Welche anderen Strategien habt ihr vielleicht noch, außer den von mir beschriebenen? Lasst es mich und die anderen in den Kommentaren wissen!

 

 

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Meine Meinung über Schubladendenken

Stadt oder Land?

Berge oder Meer?

Hochkultur oder Popkultur?

Bücherwurm oder Sportskanone?

Hiphop oder Rock?

Veganer oder Fleischfresser?

Grün-links-versifft oder Alice Weidel?

 

Menschen versuchen immer, andere Menschen zu kategorisieren und in Schubladen zu stecken. Warum tun sie das? Um Eindeutigkeit zu erzeugen. Nichts finden wir gruseliger, als wenn wir von einer Eigenschaft einer Person nicht auch auf seine anderen Eigenschaften, seine Interessen und Hobbies schließen können.

Du hörst leidenschaftlich gern Gangsterrap? Gut, dann gehst du bestimmt nicht auf die Uni, verbringst aber viel Zeit damit, dich im Fitnessstudio aufzupumpen und die meisten deiner Freunde haben Migrationshintergrund.

Du ernährst dich vegan? Dann machst du bestimmt auch Yoga, kaufst nur fair ein, fährst kein Auto, sondern Fahrrad und wählst grün. Achja und natürlich hast du das Bedürfnis alle anderen zu missionieren, weil dein Lebensstil der einzig richtige ist.

Du studierst Informatik? Dann bist du männlich, vermutlich mit Brille und Akne und hast Angst, wenn dich eine Frau anspricht. Dafür bist du der absolute Crack in allen möglichen Videospielen.

 

Ich übertreibe hier natürlich, aber ich denke, ihr wisst worauf ich hinauswill. So oft liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte zwischen all diesen Möglichkeiten, auch wenn manche Eigenschaften nicht immer offensichtlich „zueinander passen“. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, weil ich mich in verschiedenen Freundeskreisen bewege, die alle ein anderes Bild von mir haben, weil ich mit ihnen unterschiedliche Dinge teile. Weil ich weiß, dass sie mit manchen meiner anderen Interessen nichts anfangen können.

Fitnesslifestyle oder Bücher? Für mich funktioniert die Kombination am besten.

Beispiel: Bücherwurm oder Sportskanone. Ich liebe mein Studium, ich liebe Bücher und alles, was damit zu tun hat. Zwar würde ich mich nicht als ultimative Sportskanone beschreiben, aber ja, ich brauche tatsächlich mein regelmäßiges Training. Regelmäßig heißt bei mir aktuell mindestens vier Mal pro Woche. Training heißt, ich bewege teilweise Gewichte, die schwerer sind als ich selbst, weil ich stärker werden möchte. Bewege ich mich in meiner „Fitnessclique“ ist das vollkommen normal, genauso wie es für die vollkommen normal ist, dass ich ein paar Monate Diät mache, was bei Leuten, die nicht so in der Materie drin sind, oft eher mit Unverständnis aufgenommen wird. Da erkenne ich dann oft eine gewisse – ich nenn’s mal – Irritation, weil sie mich aus einem anderen Kontext kennen und die Pole „Geisteswissenschaft“ und „Krafttraining“ scheinbar nicht zusammenpassen. Anders herum gilt natürlich meistens dasselbe.

Aber warum denn nicht? Warum soll ich denn nur meinen Kopf trainieren, aber nicht meinen Körper? Oder eben umgekehrt? Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper. Deswegen habe ich mir eine Sportart ausgesucht, die mir Spaß macht, die mich motiviert, besser zu werden und bei der ich den Kopf mal für zwei Stunden ausschalten kann, um mich danach wieder frisch an meine Bücher zu setzen.

Süßigkeiten oder ‘clean eating’? Ich liebe sowohl Donuts als auch Obst – obwohl es bezeichnend ist, dass kein Foto von mit existiert, auf dem ich einen Apfel esse.

 

Anderes Beispiel: Veganer/Vegetarier oder Fleischfresser. Ich weiß, das ist ein heißes Eisen, das ich hier gerade anfasse, aber auch hier bewege ich mich meistens irgendwo in der Mitte. Ich habe ein moralisches Problem mit Massentierhaltung, ja. Deswegen kaufe ich selten Billigfleisch und esse sogar oft Alternativen wie Tofu oder Soja. Wenn ich meinem fleischliebenden Freund jetzt erzähle, dass ich zum Mittag Tofu hatte, schaut der mich erstmal entgeistert an und fragt: „Bist du jetzt Vegetarier?“ Entschuldigung, aber hab ich da ein Gesetz verpasst, das besagt, dass Tofu Vegetariern vorbehalten ist? Nein, die Wahrheit ist, es schmeckt mir tatsächlich einfach ziemlich gut und es ist eine gute Alternative, wenn ich mir kein Biofleisch leisten kann. Alle Vegetarier schreien jetzt auf: Dann verzichte doch ganz auf Fleisch!! … Nein. Weil ich es gerne esse. Ganz einfach. Ab und an ein guter Burger oder ein Steak – natürlich am besten, wenn ich die Herkunft nachvollziehen kann – muss einfach drin sein. Außerdem bin ich der Meinung, dass schon viel getan wäre, wenn mehr Mensch ihren Konsum einfach runterschrauben würden und bewusster darauf achten würden, was sie kaufen.

 

Popkultur oder Hochkultur? Ich bilde mich gern durch kulturelle Angebote weiter. Aber ich muss eben auch unbedingt wissen, wie es bei Grey’s Anatomy weiter geht.

Was ich mit diesen zwei Beispielen einfach verdeutlichen will, ist, dass die Welt nicht schwarz und weiß ist und genauso wenig sind es die Menschen. Die wenigsten lassen sich klar in eine Schublade stecken und wir alle haben Eigenschaften oder Interessen, die auf den ersten Blick irgendwie nicht zusammenpassen. Teenie-Highschool-Filme versuchen zwar immer wieder, uns das zu suggerieren, aber es entspricht leider nicht der Wahrheit. Das Problem ist, dass viele sich vor ihren Freunden schämen, zuzugeben, was sie noch interessiert. Oder sie reden es klein. Auch das kenne ich aus eigener Erfahrung. Um noch einmal auf das Sportthema zurückzukommen (es bietet einfach zu viele Beispiele) – es ist mir anfangs unglaublich schwergefallen, vor anderen Personen, die nicht diesen „Fitnesslifestyle“ leben, dazu zu stehen, dass ich auf Diät bin und jetzt leider kein Bier mittrinken werde, sondern Wasser. Oder wenn ich in der Mittagspause meine Tupperdose raushole, statt mir ein belegtes Brötchen zu kaufen (tut nebenbei auch was für die Figur des Geldbeutels). Aber warum denn? Was soll denn passieren?

Wenn man erklärt, warum man dieses oder jenes tut – ohne sich zu rechtfertigen! – dann weicht die Skepsis beim Gegenüber meistens schnell Akzeptanz oder sogar Interesse. So habe ich es immer wieder erlebt, wenn ich jemandem von meinem Studium erzähle, der noch nie irgendwelche Berührungspunkte mit Theater hatte (über die üblichsten Fragen gibt es übrigens auch schon einen Post.) Wenn ich ein bisschen erzähle, was ich so mache, kommen oft schnell weitere Fragen, die echtes Interesse bekunden.

Städtetrip oder Wanderurlaub in den Bergen? Ich möchte die ganze Welt sehen!

Und so gilt das für alle Hobbies oder Interessen, die ihr habt. Lasst euch nicht in Schubladen stecken, nur weil das für andere vielleicht einfacher ist. Menschen sind nun mal komplex. Und die Welt hat so viel zu bieten, dass es viel zu schade wäre, sein ganzes Leben in einer einsamen Schublade zu verbringen. Es gibt so viel, auszuprobieren, Neues zu entdecken und zu lernen. Man kann sich sehr wohl an mehr als nur einem Ort zu Hause fühlen. Sowohl wörtlich als auch metaphorisch. Also, lebt weniger in Schubladen. Versucht doch stattdessen, ein bisschen mehr in die Regale zu schauen und dort aus jeder Etage etwas herauszunehmen.

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Sieben Gründe, warum Campingurlaub der beste Urlaub ist

Wer die zehn Fakten über mich gelesen hat, weiß, dass ich schon seit Jahren hauptsächlich Campingurlaub mache und es liebe. Nachdem es mir mit meinen Eltern als Kind schon so viel Spaß gemacht hat, habe ich seit fast vier Jahren das Glück einen tollen Freund zu haben, der Camping genauso liebt wie ich. Viele können nicht nachvollziehen, was daran so toll sein soll und deswegen kommen hier jetzt sieben gute Gründe, warum Campingurlaub der beste Urlaub ist:

 

  1. Money, Money, Money

Campen ist um einiges billiger als ein Hotelurlaub. Erst dieses Jahr an Ostern wollten wir uns mal was „gönnen“ und waren für fünf Tage in einer Hotelanlage auf Gran Canaria. All-Inclusive. Verhältnismäßig kamen wir zwar dank sehr früher Buchung ziemlich günstig weg bei der Sache, während wir dann aber so von sonnenverbrannten Engländern umgeben am Pool lagen, wurde uns auf einmal klar, dass wir für das gleiche Geld fast sechs Mal so lange mit dem Zelt auf einem hübschen Campingplatz hätten stehen können. Klar, im Prinzip wussten wir das vorher schon. Da uns in dem Moment aber auch nochmal schmerzlich bewusst wurde, dass wir einfach nicht für AI-Reisen gemacht sind, hat es sich schon ein bisschen wie „zum Fenster rausgeworfen“ angefühlt.

Campen ist definitiv etwas für den kleinen Geldbeutel. Als Student kann ich das nur immer wieder begrüßen, aber auch wenn ich einmal arbeite und Geld verdiene, will ich ja nicht alles, was über’s Jahr so übrig bleibt dann für einen Urlaub ausgeben.

 

  1. Selbstversorger

 

Fakt ist, dass in Großküchen – seien es Restaurants oder Hotels – der Geschmack des Essens wichtiger ist als seine Nährwerte. Das bedeutet, dass ich mich ziemlich im Kalorienüberschuss ernähren kann, sogar wenn ich am Buffet nur auf Gemüse und Fleisch zurückgreife. Einfach, weil alles viel fettiger ist, als wir es zu Hause machen würden. Ich bin beim besten Willen niemand, der sich nur „clean“ ernährt. Ich liebe Schokolade, Burger und Pasta. Und gerade im Urlaub sollte man da auch nicht so streng sein. Aber grundsätzlich versuche ich, mich ausgewogen zu ernähren und wenn ich mehrere Tage am Stück nur Mist esse, fühle ich mich irgendwann auch wie Mist. Abgesehen davon, dass zwei oder vielleicht sogar drei Wochen Hotelessen irgendwann auf die Hüften gehen. Und da geht es bei mir wortwörtlich als erstes hin. Nicht nur, weil das Angebot ungesünder ist, sondern auch weil es so groß ist. Wer hat denn bitte die Selbstdisziplin, sich am Buffet nur einmal nachzunehmen? Also ich nicht.

Als Camper versorgst du dich selbst, kaufst ein und kochst, auf was du Lust hast und weißt am Ende des Tages auch genau, was du gegessen hast. Mir persönlich hilft das sehr, einen Urlaub besser genießen zu können, weil ich zum einen grundsätzlich weniger esse und zum anderen eher Dinge, von denen ich weiß, dass ich mich danach gut fühle und nicht elend und überfressen.

 

  1. Frühstück im Schlafanzug

Was mich mit Abstand am meisten an Hotels nervt ist, dass ich mich bereits vor dem Frühstück anziehen und mir die Haare kämmen muss. Kein Problem beim Camping: Dein Stellplatz ist dein Wohnzimmer und da kannst du rumlaufen, wie du willst. Was gibt es schöneres als aufzustehen, sich an die frische Luft zu setzen und ganz gemütlich ein frisches Croissant zu verspeisen. Da kann ich mir tatsächlich wenig vorstellen.

 

  1. In der Natur

Und da schließt auch gleich der nächste Punkt an. Als Camper bist du fast immer direkt mitten in der Natur. Viele Campingplätze liegen direkt am Wasser mit einem eigenen Strand oder in hübschen Waldstücken. Je nachdem in welchem Land man unterwegs ist, kann man auch einfach mitten im Nirgendwo wildcampen (meistens ist das allerdings nur mit dem Zelt erlaubt und nicht mit dem Wohnmobil). Mit Vogelgezwitscher und den ersten Sonnenstrahlen aufwachen, vor dem Schlafengehen unter‘m Sternenhimmel sitzen und kleine oder größere Tiere beobachten können. Naturliebhabern bleibt eigentlich kaum eine andere Möglichkeit, als zu campen.

 

  1. Vielseitig

Ich selbst habe schon verschiedene Arten von Camping gemacht. Mit meinen Eltern war ich im Wohnwagen unterwegs und ich weiß noch, wie fasziniert ich als Kind davon war, dass wir mit unserem Auto einfach eine Wohnung hinter uns herziehen konnten. Mit meinem Freund habe ich dann den ersten Zelt-Urlaub am Gardasee in Italien verbracht und zwei Mal waren wir jetzt mit einem Hymer-Reisemobil unterwegs (quasi ein kleines Wohnmobil, das man aber mit dem normalen Pkw-Führerschein fahren darf. Große Wohnmobile erfordern meistens einen anderen Führerschein.) Jede Art zu Campen hat ihre Vorzüge, wie ich finde. Und es ist auch für jeden etwas dabei: Vom Zwei-Personen-Zelt und kleinem Gaskocher bis zum luxuriösen Wohnmobil mit Nasszelle. Wer das entsprechende Kleingeld besitzt muss auch hier auf nichts verzichten. Zelt, Wohnwagen, Reisemobil? Campingküche, Grill, Gaskocher? Liegestühle, große Sitzgarnitur, Klappstühle? Die Varianten sind grenzenlos und so kann hier jeder glücklich werden.

 

  1. Flexibilität

Hat man erst einmal eine Reise gebucht, ist es oft schwer, diese wieder zu stornieren, wenn kein ernsthafter Grund vorliegt. Und selbst wenn es gelingt, ist man das Meiste seines Geldes dennoch los. Die Freiheit, die wir beim Camping haben, besteht darin, dass wir uns eine grobe Richtung überlegen und einfach losfahren. Wo es uns gefällt, bleiben wir stehen. Ist es sehr schön, bleiben wir länger, haben wir irgendwann alles gesehen und Lust auf etwas Neues oder wenn das Wetter nicht mehr mitspielt, fahren wir weiter. Natürlich muss man auch hier ein paar Dinge beachten. In der Hochsaison in Touristengebieten sind auch die meisten Campingplätze ausgebucht. In der Regel sind das aber große Plätze mit Animation für Kinder usw. Wenn möglich sollte man sowieso immer die Hochsaison vermeiden. Wenn es aber nicht anders geht – wie bei uns die letzten Jahre leider auch der Fall – dann kann man abseits der Touristengebiete kleine, abgelegene Plätzen finden. An Campingplätzen kann man manchmal wirklich wahre Schätze entdecken, wenn man einfach noch ein paar Kilometer weiterfährt. Und grundsätzlich ist ja sowieso der Weg das Ziel.

 

  1. Kontaktfreudige Gemeinschaft

Unter Campern kommt man immer schnell ins Gespräch. Da wird gefachsimpelt, beratschlagt und heftig diskutiert. Denn Campen heißt natürlich auch oft: Selbermachen. Und so bespricht man die neuesten Trends und Techniken, vom Gasgrill bis zur Toilettenchemie. Vor allem bei einzelnen Gruppen ist man oft schneller mitten drin als man gucken kann, z.B. bei Besitzern von Eriba-Wohnwagen oder VW-Bussen. Das ist fast wie mit Motorradgangs: auf der Straße grüßt man sich im Vorbeifahren.

Aber auch mögliche Reiseziele werden ausgetauscht, Routen besprochen oder Geheimtipps gegeben. Man hilft sich gegenseitig aus, wenn der Nachbar in seinem kleinen Zelt beim Unwetter unter Wasser steht, man hilft bei Auf- und Abbau, man leiht sich Kaffee aus.

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