Lebensentscheidungen – oder die Quarter-Life-Crisis

Sessel und Parkverbotsschild am Straßenrand

Immer war alles geradlinig und irgendwie vorbestimmt. Abitur nach 13 Jahren Schule, nur durchschnittlich abgeschnitten, aber was soll’s, heute kräht kein Hahn mehr danach. Zwei Monate im Ausland gelebt und gearbeitet: check. Bachelorstudium in Regelstudienzeit – inklusive Auslandssemester: check. Masterstudium ebenfalls in Regelstudienzeit: check. In den Sommern dazwischen Praktika und Reisen.

Und jetzt? Ja, jetzt steht da ein großes Fragezeichen. Also in der Theorie ist alles klar: Job suchen, umziehen, im „echten“ Leben ankommen. Rechnungen bezahlen, einen Bausparvertrag abschließen und Steuererklärungen machen und eben all den Kram, den man dann so macht als sogenannter erwachsener Mensch.

Aber in der Praxis? In der Geisteswissenschaft im Allgemeinen und der Theaterwissenschaft im Speziellen ist es nicht ganz so einfach. Wenn man das Studium eben ohne einen – wie es sich schimpft – „berufsqualifizierenden“ Abschluss beendet, sondern fünf Jahre lang eigentlich nur Wissen angehäuft hat, dann gestaltet sich das mit der Jobsuche eher schwierig. Da darf man sich zunächst nicht festlegen und auch nicht besonders wählerisch sein. Die Bereitschaft irgendwo anders hinzuziehen, weit weg von der Heimat, wird ja sowieso vorausgesetzt.

Und obwohl du das alles weißt, stehst du jetzt da. Mit deinem geradlinigen Lebenslauf. Mit dieser Vergangenheit, in der immer alles auf Anhieb geklappt hat, wo es eigentlich nie wirklich große Hindernisse gab. Glückskind. Jetzt stehst du da, weil es eben auf einmal nicht mehr auf Anhieb klappt. Und da beginnst du dich zu fragen: Warst du die ganzen Jahre auf dem Holzweg? Wolltest du das eigentlich wirklich so oder war das irgendwie nur das, was erwartet wurde? Und was passiert jetzt? Wo willst du hin – sowohl ganz konkret, örtlich, als auch generell im Leben? Was erwartest du überhaupt vom Leben? Das solltest du dir echt mal überlegen, denn es liegt noch verdammt viel davon vor dir!

Und wenn das Gedankenkarussell anfängt, sich immer schneller und schneller zu drehen, dann kannst du dich mal ein paar Stunden oder auch mal einen Tag lang mitdrehen. Und vielleicht ein bisschen verzweifeln. Aber dann steigst du wieder aus.

Denn tief drinnen weißt du, dass früher oder später schon alles an seinen Platz fallen wird. Du weißt, dass dein Weg der richtige ist und dass es eigentlich gar kein konkretes Ziel gibt. Jetzt liegen da halt mal ein paar Steine. Dann dauert es eben ein bisschen länger, weil du darübersteigen musst. Aber du wirst nicht davor stehen bleiben. Denn du weißt außerdem, dass es genug Menschen gibt, die dir dabei helfen werden, die vom Rand aus zusehen und von denen dir niemand einen Vorwurf machen wird, wenn du vielleicht mal zwei oder drei Anläufe brauchst.

In the end, everything will work out.


Als ich das Julithema der Blogparade #bloggerkunterbunt von Barbara gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich mitmachen möchte. Lebensentscheidungen passt einfach gerade so perfekt und ich habe seit Monaten so viele Gedanken dazu, die ich irgendwie loswerden wollte. Da kam diese Blogparade wie gerufen.

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit der Welt!

Veränderungen – was passiert 2019?

2019 Veränderungen

Etwas später als die meisten anderen, aber wie man so schön sagt: besser spät als nie. Hier ist er, mein erster Beitrag im neuen Jahr.

Herzlich willkommen auf wanderingmind im Jahr 2019!

 

Was wird 2019 bringen?

Für mich in erster Linie Veränderungen.

Bis Mai werde ich voraussichtlich mit meiner Master-Arbeit beschäftigt sein. Das hat in den nächsten Monaten absolute Priorität und deswegen werden hier auf dem Blog wahrscheinlich nicht in der Regelmäßigkeit Beiträge erscheinen, wie das bisher der Fall war. Ich hoffe aber, dass ich zwischendurch trotzdem die Muße finde noch etwas Nicht-wissenschaftliches zu schreiben, was ich euch dann präsentieren kann.

2019 Veränderungen

Im Sommer muss ich dann wohl oder übel die Uni verlassen und die so genannte „echte Welt“ betreten. Das heißt im ersten Halbjahr 2019 ist außerdem Bewerbungen schreiben angesagt.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mich das jetzt schon ein wenig stresst, weil mit diesem Übergang vom Studium zum Arbeitsleben eben auch viel Unsicherheit verbunden ist. Vor allem wenn man wie ich in einem Feld arbeiten möchte, wo einem die Jobangebote nicht unbedingt um die Ohren geworfen werden.

Aber ich bleibe positiv! Das ist vermutlich das Einzige, was wirklich da durch hilft.

 

 

Blogzukunft

Wie gesagt, wird es in den nächsten Monaten vermutlich etwas ruhiger hier. Allerdings habe ich schon Ideen und Pläne, die ich umsetzen möchte – sobald die Zeit dann da ist. Es wird dann – das hoffe ich zumindest sehr – aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer ein Projekt geben, wozu ich die Idee letzten Monat hatte und das mir jetzt schon sehr am Herzen liegt. Das heißt, auch hier auf dieser Seite wird sich dann einiges ändern. Wie genau, das weiß ich jetzt noch nicht … Der Weg entsteht im Gehen.

2019 Veränderungen
Noch ist dieses Jahr viele weiße Blätter in meinem Kalender. Aber ich habe große Lust, das zu ändern.

 

… und dann?

Weiter als bis in den Sommer kann ich leider noch überhaupt nichts planen, geschweige denn voraussagen, da ich eben nicht weiß, wie meine berufliche und private Situation dann aussehen wird. Ich hoffe sehr, dass wir im Sommer einen Urlaub einschieben können, damit mein Fernweh auch befriedigt wird.

Ansonsten ist aber alles unsicher.

 

 

Wie gesagt, bleibe ich dabei aber positiv und optimistisch und freue mich auch darauf, dass dieses Jahr 2019 nach fünf Jahren, die mehr oder weniger alle gleich waren, jetzt endlich wieder etwas Neues und vor allem auch Aufregendes bringt.

Wie steht ihr zu Veränderungen? Yay oder nay?

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit der Welt!