1000 Fragen an mich selbst #29

801. Was ist deine früheste Erinnerung?

Da bin ich mir gar nicht so sicher. Man vermengt ja oft das, was einem später erzählt wurde mit den eigenen Erinnerungen. Bei einer Erinnerung bin ich mir aber ziemlich sicher, dass es eine ist. Und zwar war ich etwa vier Jahre alt und bin abends (ich glaube es war Herbst oder Winter, auf jeden Fall war es schon dunkel) alleine von unserem Haus eine Straße weiter gelaufen, wo die Baustelle für unser neues Haus war, weil meine Mama dort war. Sie war nicht so glücklich mich da anzutreffen 😀

 

 

802. Bei welchen Gelegenheiten steht dir dein Ego im Weg?

Wenn ich um Hilfe bitten sollte.

 

 

803. Hast du eine gute Menschenkenntnis?

Ja, ich denke schon. In der Regel kann ich Menschen ziemlich gut aufgrund des ersten Eindrucks einschätzen.

 

 

804. Wie wird die Welt in 100 Jahren aussehen?

Schwierige Frage und ich finde sie aktuell unmöglich zu beantworten. Ich habe zwei Vorstellungen, eine sehr pessimistische und dystopische und eine, in der doch irgendwie alles noch gut wird.

 

 

805. In Welcher Beziehung sind Kinder angenehmer als Erwachsene?

Kinder sagen die Wahrheit. Das ist zwar manchmal hart, aber Erwachsene sagen so oft nicht die Wahrheit, weil man nett sein will/muss oder weil sich das nicht gehört. Das finde ich sehr anstrengend.

 

 

806. Würdest du an einem Talentwettbewerb teilnehmen?

Nein. Ich wüsste auch nicht womit.

 

 

807. Gibt es Tage, an denen du überhaupt nicht sprichst?

Es gibt Tage, an denen ich sehr wenig spreche, wenn ich das Haus den ganzen Tag nicht verlasse und alleine bin. Überhaupt nicht sprechen tue ich aber glaube ich nie, denn wenn ich alleine bin, führe ich hin und wieder Selbstgespräche.

 

 

808. Was sagen die Falten in deinem Gesicht?

Welche Falten?!

 

 

809. Was bedeutet Ausschlafen für dich?

Ich bin nicht unbedingt Langschläfer. Wenn ich „ausschlafe“, dann heißt das, keinen Wecker zu stellen und eben aufzustehen, wenn ich wach bin. In der Regel ist das nach etwa 8 Stunden Schlaf.

 

 

810. Wie hätte dein Liebesleben auch aussehen können?

Keine Ahnung. Wie sollte ich das auch wissen? Aber ich bin sehr glücklich, wie es gekommen ist.

 

 

811. Hast du mal eine Kerze für jemanden angezündet?

Ja.

 

 

812. Wie viel mal pro Woche isst du deinen Lieblingssnack?

Sieben Mal? Da ich eigentlich jeden Tag snacke, denke ich, dass das die richtige Antwort ist.

 

 

813. Freust du dich für andere immer aufrichtig?

Meistens schon.

 

 

814. Hat schon einmal jemand gesagt, dass du großartig bist?

Tatsächlich ja. Und das ist ein tolles Kompliment.

 

815. Wofür stehst du jeden Tag wieder auf?

Für mich. Für das Leben, das ich mir vorstelle.

 

 

816. Würdest du gern in einem anderen Land leben?

Manchmal schon. Aber auf der anderen Seite, hat man es hier schon sehr gut, finde ich. Es könnte also auf jeden Fall schlimmer sein. Wenn ich auswandern würde, dann aber nach Kanada oder Skandinavien.

 

 

817. Wie verhältst du dich, wenn du nervös bist?

Dann habe ich den Tick meine Ärmel immer wieder hochzuschieben und wieder runterzuziehen. Und ich kann den Leuten, mit denen ich mich unterhalte, nicht in die Augen schauen.

 

 

818. Weichst du auf deinem Arbeitsweg manchmal von der üblichen Route ab?

Nein, eigentlich nicht.

 

 

819. Welche Garantien hast du in deinem Leben?

Gar keine. Es kann immer irgend etwas Unvorhergesehenes passieren und niemand gibt dir eine Garantie, dass das Leben genauso verläuft, wie man es sich vorstellt oder wünscht.

 

 

820. Wie gut gedeihen Pflanzen bei deiner Pflege?

Da habe ich noch kein empirisches Material, auf das ich mich stützen könnte.

 

 

821. Fühlst du dich auf einem Campingplatz wohl?

Ja, sehr. Ich liebe Camping.

 

 

822. Ist es wichtig für dich, was andere Leute von dir denken?

Nicht mehr so sehr. Bei Menschen die mir nahe stehen, ist es mir natürlich wichtig, aber bei den meisten anderen ist es mir inzwischen ziemlich gleichgültig.

 

 

823. Wie heißt dein Lieblingszitat?

Das eine Lieblingszitat habe ich, glaube ich, nicht. Ich sammle immer und überall Aussagen und Sprüche, die mir gut gefallen und an die ich mich erinnern möchten. Eins, was ich sehr mag ist aus Alice im Wunderland:

Alice: ‘Würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?’ – ‘Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin du möchtest’, sagte die Katze.
 
 
824. Gehst du gern auf Flohmärkte?

Sehr gerne. Leider nur viel zu selten.

 

 
825. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?

Nein. Niemals.

 

 
826. Welches Musical hast du zuletzt gesehen?

Ich glaube das war „The Producers“.

 

 
827. Wie viele Höhen und Tiefen gibt es in deinem bisherigen Leben?

Insgesamt mehr Höhen als Tiefen, würde ich so rückblickend mal behaupten. Und das weiß ich sehr zu schätzen.

 

 

828. Wann hast du zuletzt zusammen mit anderen gesungen?

Wahrscheinlich auf irgendeinem Konzert. Ansonsten wüsste ich nicht, wo.

 

829. Worüber machst du dir derzeit Sorgen?

Darüber den Übergang von Studium zu Job einigermaßen glatt hinzubekommen.

 

 

830. Was war das größte Wagnis, das du jemals eingegangen bist?

Vier Wochen alleine zu vereisen. Für manche mag das nichts sein, aber für mich war das ein riesen Ding.

 

 
831. Was ist die wichtigste Lektion, die du für dein Leben gelernt hast?

Sag, was du willst, und warte nicht, bis es irgendjemand errät.

 

 

832. Hast du einen Traum, der immer mal wiederkommt?

Ich hatte eine Zeit lang immer wieder Träume von Einbrüchen und Verfolgungen. Die kamen abgewandelt immer mal wieder. Aber jetzt schon seit einiger Zeit länger nicht mehr. Was sagen die Amateur-Freuds dazu?

 

 

833. Führst du manchmal verrückte Tänze auf, wenn dich niemand sieht?

Selten.

 

 

834. Bei welcher Hausarbeit bist du froh, dass ein Gerät dafür erfunden wurde?

Wäsche waschen. Ich würde nur noch in dreckigen Klamotten rumlaufen oder immer neue kaufen, wenn ich von Hand waschen müsste.

 

 
835. Wie heißt deine Lieblingsinsel?

Ich habe keine Lieblingsinsel.

 

 
836. Welches Gehirntraining machst du?

Ich lese sehr viel.

Und vor ein paar Tagen habe ich mir eine App aufs Handy geladen, wo man jeden Tag ein neues Training absolvieren kann. Das sind immer verschiedene Spiele, die Taktik, Sprachgefühl, Gedächtnis usw. trainieren. Die App heißt Peak (not sponsored), für die, die es interessiert.

 

 

837. Welches Thema würdest du wählen, wenn du eine Mottoparty feiern würdest?

20er Jahre. Ja, das ist nicht besonders originell, aber ich mag’s.

 

 

838. Welcher Traum ist unlängst geplatzt?

Träume platzen nicht, sie werden nur etwas verschoben.

 

 
839. Redest du unbefangen über Geld?

Nicht mit jedem. Aber mit mir nahestehenden Personen kann ich das. Ich bin auch der Meinung, dass wir nicht so verkrampft sein sollten, wenn es ums Thema Geld geht. Irgendwie ist das immer so mit Scham behaftet, darüber zu sprechen.

 

 

840. Bist du schon einmal nachts geschwommen?

Ja.

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Lebensentscheidungen – oder die Quarter-Life-Crisis

Sessel und Parkverbotsschild am Straßenrand

Immer war alles geradlinig und irgendwie vorbestimmt. Abitur nach 13 Jahren Schule, nur durchschnittlich abgeschnitten, aber was soll’s, heute kräht kein Hahn mehr danach. Zwei Monate im Ausland gelebt und gearbeitet: check. Bachelorstudium in Regelstudienzeit – inklusive Auslandssemester: check. Masterstudium ebenfalls in Regelstudienzeit: check. In den Sommern dazwischen Praktika und Reisen.

Und jetzt? Ja, jetzt steht da ein großes Fragezeichen. Also in der Theorie ist alles klar: Job suchen, umziehen, im „echten“ Leben ankommen. Rechnungen bezahlen, einen Bausparvertrag abschließen und Steuererklärungen machen und eben all den Kram, den man dann so macht als sogenannter erwachsener Mensch.

Aber in der Praxis? In der Geisteswissenschaft im Allgemeinen und der Theaterwissenschaft im Speziellen ist es nicht ganz so einfach. Wenn man das Studium eben ohne einen – wie es sich schimpft – „berufsqualifizierenden“ Abschluss beendet, sondern fünf Jahre lang eigentlich nur Wissen angehäuft hat, dann gestaltet sich das mit der Jobsuche eher schwierig. Da darf man sich zunächst nicht festlegen und auch nicht besonders wählerisch sein. Die Bereitschaft irgendwo anders hinzuziehen, weit weg von der Heimat, wird ja sowieso vorausgesetzt.

Und obwohl du das alles weißt, stehst du jetzt da. Mit deinem geradlinigen Lebenslauf. Mit dieser Vergangenheit, in der immer alles auf Anhieb geklappt hat, wo es eigentlich nie wirklich große Hindernisse gab. Glückskind. Jetzt stehst du da, weil es eben auf einmal nicht mehr auf Anhieb klappt. Und da beginnst du dich zu fragen: Warst du die ganzen Jahre auf dem Holzweg? Wolltest du das eigentlich wirklich so oder war das irgendwie nur das, was erwartet wurde? Und was passiert jetzt? Wo willst du hin – sowohl ganz konkret, örtlich, als auch generell im Leben? Was erwartest du überhaupt vom Leben? Das solltest du dir echt mal überlegen, denn es liegt noch verdammt viel davon vor dir!

Und wenn das Gedankenkarussell anfängt, sich immer schneller und schneller zu drehen, dann kannst du dich mal ein paar Stunden oder auch mal einen Tag lang mitdrehen. Und vielleicht ein bisschen verzweifeln. Aber dann steigst du wieder aus.

Denn tief drinnen weißt du, dass früher oder später schon alles an seinen Platz fallen wird. Du weißt, dass dein Weg der richtige ist und dass es eigentlich gar kein konkretes Ziel gibt. Jetzt liegen da halt mal ein paar Steine. Dann dauert es eben ein bisschen länger, weil du darübersteigen musst. Aber du wirst nicht davor stehen bleiben. Denn du weißt außerdem, dass es genug Menschen gibt, die dir dabei helfen werden, die vom Rand aus zusehen und von denen dir niemand einen Vorwurf machen wird, wenn du vielleicht mal zwei oder drei Anläufe brauchst.

In the end, everything will work out.


Als ich das Julithema der Blogparade #bloggerkunterbunt von Barbara gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich mitmachen möchte. Lebensentscheidungen passt einfach gerade so perfekt und ich habe seit Monaten so viele Gedanken dazu, die ich irgendwie loswerden wollte. Da kam diese Blogparade wie gerufen.

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1000 Fragen an mich selbst #23

Welches Musikstück soll auf deiner Beerdigung gespielt werden?

Keine Ahnung. Es gibt für mich aber auch einfach nicht das EINE Lied, das ich über alles liebe oder das ich mit einer bestimmten Situation verbinde. Vielleicht finde ich das noch, aber hoffentlich habe ich dafür ja auch noch etwas Zeit.

Was war deine letzte gute Tat?

Wahrscheinlich die halbjährliche Spende an Amnesty International.

Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?

Teilweise.

Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?

Endlich ehrlich zu mir selbst zu sein.

Was war das beste Konzert, das du jemals besucht hast?

Ich bin nicht so der Konzertgänger, deswegen hält sich die Zahl der Konzerte, die ich besucht habe in Grenzen. Ich glaube aber, dass die meisten Konzerte von Rock am Ring letztes Jahr in diese Kategorie fallen.

Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?

Mit Netflix und gutem Essen.

Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht?

Wir alle tun irgendwann jemand anderem weh, ob wir das wollen oder nicht. Also ja. Leider.

Zählt für dich Qualität oder Quantität?

Qualität. Weniger ist sowieso meistens mehr.

Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?

Für mich: zwei Tage in Selbstmitleid versinken, Eis essen und Serien schauen, einfach alles raus lassen. Aber nicht länger, danach muss ich raus, Dinge tun, was mit Freunden unternehmen und ablenken.

Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?

Baguette (wahlweise auch anderes Brot), ganz viel Obst, Cracker, wahrscheinlich Käse und Wein, im Sommer bevorzug weißen.

Hast du viel Selbstvertrauen?

Ich habe es gelernt, würde ich sagen. Ich zweifle zwar immer noch hin und wieder an mir und dem, was ich tue. Allerdings habe ich inzwischen ein grundsätzliches Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten aufgebaut und weiß ziemlich genau, was ich kann. Dadurch traue ich mich auch öfter in Situationen außerhalb meiner Komfortzone, weil ich einschätzen kann, ob ich sie schaffe.

Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?

Zugegeben, frage ich ziemlich selten überhaupt jemandem um Rat, schlechte Angewohnheit, ich weiß. Aber ich versuche meistens, selbst Lösungen zu finden. Außerdem hört sich “weiser” Rat schon sehr groß an. Da habe ich hohe Erwartungen an den- oder diejenige, das will ich eigentlich auch keinem zumuten.

Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?

Das eigene Bett.

In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?

Ich war eigentlich in keinem Fach der totale Überflieger. Deutsch hat mir ziemlich gelegen und Geschichte, aber notentechnisch war ich auch da nur Durchschnitt.

Wann hast du zuletzt ein Baby in den Armen gehalten?

Ich musste grade kurz nachdenken – und bin zu dem Schluss gekommen: noch nie. Aus dem Grund, dass ich es irgendwie immer nervig finde, wenn sich z.B. auf Familienfeiern alle auf den jüngsten Nachwuchs stürzen, der ja ach so süß und putzig ist. Ich mag Kinder und ich möchte auch gerne selbst später welche haben. Aber mit den Kindern anderer Leute kann ich ehrlich gesagt nicht besonders viel anfangen.

Würdest du jemanden wie dich gern zur Freundin haben?

Ja, ich glaube schon.

Kannst du gut warten?

Überhaupt nicht. Ich bin einfach total ungeduldig.

Welches Problem würde dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen?

Jedes, das ich nicht mehr alleine oder durch gutes Zureden von Freunden/Familie in den Griff kriege.

Was möchtest du irgendwann noch lernen?

Da gibt es so viel. Vor allem würde ich gerne noch mindestens eine weitere Sprache lernen.

Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?

Mein Handy.

Wie oft beginnst du einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du …“?

Gar nicht oft. Eigentlich mache ich das höchstens aus Spaß bei Leuten die grade mal so ein Jahr oder zwei jünger sind als ich. Allerdings bin ich aktuell in meinem Freundeskreis so unter den jüngsten, von daher ergibt sich die Situation nicht mehr.

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