5 Gründe, warum ihr mehr Bücher lesen solltet

5 Gründe mehr Bücher zu lesen

Immer wieder treffe ich in meinem Alltag auf Menschen, die es nicht verstehen können, dass ich in meiner Freizeit – zu meinem Vergnügen! – Bücher lese. Andersrum kann ich allerdings auch die Leute überhaupt nicht verstehen, die keinen Gefallen daran finden, ihre Nase in ein Buch zu stecken und stundenlang in andere Welten einzutauchen.

Dabei ist Lesen eins der besten Hobbies! Seit ich lesen kann, lese ich so gut wie alles, was mir in die Hände fällt. Egal ob Fantasy, Historienroman, Thriller … Das Genre spielt für mich eher eine untergeordnete Rolle, solange die Geschichte packend ist. Seid ihr eher Büchermuffel? Dann lest diesen Beitrag bis zum Ende, denn ich gebe euch fünf gute Gründe, warum ihr mehr Bücher lesen solltet.

 

5 Gründe mehr Bücher zu lesen

1. Lesen bildet

Dabei ist es total egal, ob ihr Sachbücher, Ratgeber, Romane oder Kurzgeschichten lest. Manche Bücher haben natürlich an sich schon einen Mehrwert, wenn in ihnen Dinge erklärt werden. Aber auch durch das Lesen von Romanen bildet ihr euch weiter. Ihr erweitert euren Horizont, euren Wortschatz und verbessert ganz nebenbei eure Rechtschreibung. Menschen, die viel lesen, sind in der Regel auch bessere Texter.

2. Lesen schont die Augen

Früher hat man immer gesagt: „Lies nicht so viel bei schlechtem Licht, da machst du dir die Augen kaputt!“ So ganz stimmt das nicht und selbst wenn, wäre das bei unseren heutigen Sehgewohnheiten – fast nur vor Bildschirmen – das kleinere Übel. Gerade abends ist es so anstrengend für die Augen auch kleine (oder große) Bildschirme zu starren und das Einschlafen fällt danach auch meistens eher schwer. Deswegen habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, wenn ich mich von Netflix losreißen kann, noch eine halbe Stunde zu lesen, bevor ich schlafen gehe. Ich schlafe einfach viel besser und schneller ein. Probiert’s mal aus.

5 Gründe mehr Bücher zu lesen

3. Lesen regt die Fantasie an

Beim Lesen von Geschichten ist eure Vorstellungskraft gefragt. Lesen ist eigentlich wie einen Film anzuschauen, nur mit dem Unterschied, dass ihr der Regisseur seid und der Film einzig und allein in eurem Kopf läuft. Wenn jemand anderes das Buch liest, sieht er oder sie einen komplett anderen Film. Das ist auch der Grund, warum ich es vermeide, mir Romanverfilmungen anzuschauen, wenn ich den Roman noch nicht gelesen habe. Denn dann sehen die Figuren in meinem Kopf immer aus, wie die Schauspieler im Film – und das macht wirklich keinen Spaß.

Wie fast alles, kann man auch seine Kreativität trainieren und Bücher sind ein tolles Mittel dazu.

4. Bücher sind Türen zu neuen Welten

Mit jedem Buch, das ihr aufschlagt, betretet ihr eine neue Welt. Es gibt Welten, die sind wie unsere. Oder Welten, in denen leben alle möglichen Fabelwesen und fantastische Geschöpfe. Es gibt Welten, die beides verbinden und solche, die wiederum ganz anders und überhaupt nicht zu beschreiben sind. Bücher geben ihren Lesern die Möglichkeit, all diese Welten zu bereisen, fremde Länder zu entdecken und neue Kulturen zu erleben – und das zu einem sehr viel kleineren Preis, als tatsächlich in ein Flugzeug zu steigen.

5 Gründe mehr Bücher zu lesen

5. Lesen ist eine Zeitreise

Genauso, wie unterschiedliche Länder entdeckt werden können, bieten Bücher auch die Möglichkeit, euch in andere Jahrhunderte zu versetzen. Mittelalter, Aufklärung, Renaissance … oder die Zukunft. Auf der Zeitlinie zu reisen, ist manchmal noch viel spannender, als auf der Weltkarte.

 

Auch bei mir gibt es Phasen, in denen ich mehr oder weniger lese. Das hängt auch stark mit dem Studium zusammen. Wenn ich viel für die Uni lesen muss, fällt es mir oft schwer, mich auch noch in der Freizeit zu motivieren und ein Buch in die Hand zu nehmen. Aber wenn ich ein richtig gutes Buch in der Hand habe, das mich fesselt, dann lege ich es auch so schnell nicht mehr weg.

Wie sieht es bei euch aus? Leseratte oder eher nicht so?

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Notwendiges Übel? Schulklassen im Theater

Schule Theater

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht meinen Rant letzte Woche in den Stories mitbekommen. Dort habe ich mich aufgeregt über eine große Schülergruppe in einer Theatervorstellung, die einfach nicht leise sein konnte, wo ständig jemand sein Handy rausgeholt hat und von der auch immer wieder Leute aufgestanden und rausgegangen sind. Das alles hat – wie man sich vorstellen kann – extrem gestört und jedem anderen Zuschauer enorme Konzentration abverlangt, wenn er dem Geschehen auf der Bühne noch folgen wollte. Dazu kam, dass die Lehrer, die diese Schülergruppe begleitet haben, scheinbar komplett machtlos waren oder ihnen die Situation einfach egal war.

 

Nach diesem Vorfall habe ich mich noch mit anderen Leuten darüber unterhalten, weil es für mich einfach komplett unverständlich war, wie man sich so verhalten kann. Sowohl als Schüler als auch als Lehrer in dieser Situation. Außerdem habe ich mich danach immer wieder gefragt, was ich selbst hätte tun können. Hätte ich mich beschweren sollen, in der Hoffnung, dass man auf eine Fremde eher hört als auf sein/e Lehrer/in? Hätte ich dem Schließpersonal einen Hinweis geben sollen, damit die die Störenfriede rausschicken? Oder war es ganz richtig von mir, einfach die Klappe zu halten und mein Schicksal zu erdulden?

 

Theater Schule

Ich gehe oft ins Theater, weil es mir Spaß macht und weil es einfach ein Teil meines Studiums ist. Und immer wieder ertappe ich mich dabei, innerlich laut zu stöhnen, wenn ich beim Einlass schon sehe, dass eine Schulklasse da ist. Dabei entspricht das gar nicht meinen eigenen Forderungen.

Ich bin vehement dafür, dass Lehrer mit ihren Klassen ins Theater gehen und über Stücke sprechen. Gleichzeitig will ich aber keine Klassen in den Vorstellungen sehen, die ich besuche.

Dieser Zwiespalt ist tatsächlich etwas, das mich jetzt seit letzter Woche sehr beschäftigt und worüber ich mir immer wieder Gedanken gemacht habe.

 

Ich bleibe bei dem Standpunkt, dass Theater wichtig ist und ein Teil der Schulbildung sein sollte. Ich ärgere mich heute noch über meine eigenen Deutschlehrer, die es gerade ein einziges Mal geschafft haben, einen Theaterbesuch zu organisieren und der hat dann auch noch bloß auf freiwilliger Basis stattgefunden. Und da stellt sich doch schon die Frage: Wieso wollen Lehrer nicht mit ihren Schülern ins Theater gehen? Weil es zu viel Aufwand ist? Weil sie dann abends „arbeiten“ müssten? Oder, weil sie Angst haben vor genau solchen Situationen, wie ich sie erlebt habe letzte Woche? Oder, weil sie selbst schon gar kein Interesse am Theater haben?

 

Ganz egal, woran es liegt, das ist etwas, das geändert werden sollte. Und deswegen bin ich auch dankbar für jeden einzelnen Lehrer, der seine Schüler dann doch ins Theater schleppt.

Aber dann bedarf es eben auch Vorbereitungen. Allen voran, die Schüler dafür zu sensibilisieren, wie man sich in einer Vorstellung verhält. Ich sehe ein, dass das nicht alleine Aufgabe der Lehrer sein kann. Wer von seinen Eltern schon nicht beigebracht bekommen hat, dass man in solchen Veranstaltungen ruhig zu sein hat oder, dass man andere respektiert und nicht stört, der lernt es – leider – wahrscheinlich auch in der Schule nicht.

Dann sollten die Lehrer aber auch hart durchgreifen und Störenfriede einfach vor die Tür setzen. Genauso, wie sie es im Klassenzimmer ja auch machen. Zu meiner Schulzeit hat man das zumindest noch so gemacht. Einfach alles durchgehen zu lassen, (und damit den Zorn des restlichen Publikums auf sich zu ziehen) kann ja wohl nicht der Weg sein.

 

Nicht unwichtig ist natürlich auch die Auswahl des Stücks. Die Inszenierung, die ich jetzt gesehen habe, behandelte verschiedene Erzählungen Kafkas, seine Briefe und noch sonstige andere Texte. Wer schon mal auch nur einen Kafka-Text gelesen hat, weiß, dass das alles andere als klar verständlich ist. Man stelle sich also eine Textmontage vor, ohne klare Handlung und ohne eindeutige Figuren. Dass 16-/17-jährige Schüler damit komplett überfordert sind, wundert mich ehrlich gesagt nicht.

 

Drama Schule Theater

Ich bin zwar keine Pädagogin, aber allen Lehrern möchte ich dennoch gern Folgendes ans Herz legen:

Geht mit euren Schülern ins Theater. So oft, wie es nur möglich ist.

Achtet auf die Auswahl der Stücke.

Es gibt genug Dramen, die auf dem Lehrplan als Pflichtlektüre stehen – wenn sich die Chance ergibt, dass eins davon in der Nähe inszeniert wird, nutzt sie. Denn nichts macht eine öde Lektüre spannender, als sie zum Leben erweckt auf einer Bühne zu sehen. Ich spreche wirklich aus Erfahrung: die langweiligsten Texte sind in einer guten Inszenierung mit guten Schauspielern nicht wieder zu erkennen. Und wenn die Schüler den Text vorher gelesen haben, können sie die Handlung auch leichter mitverfolgen und schweifen nicht so schnell ab.

Macht ihnen klar, dass sie nicht allein in diesem Theater sind und sich dementsprechend zu verhalten haben.

Weist diejenigen zurecht, die sich nicht so verhalten und wenn es nichts mehr hilft, schmeißt sie raus. Der Rest des Publikums wird euch sicherlich dankbar sein.

 


Kennt ihr solche Erfahrungen? Und wie geht ihr damit um?

Sind vielleicht (angehende) Pädagogen unter den Lesern? Wie steht ihr zu dem Thema? Das fände ich sehr interessant, zu erfahren!

 

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