1000 Fragen an mich selbst #9 | Fragen 281-300

1000 Fragen an mich selbst
  1. Malst du oft den Teufel an die Wand?

Eigentlich nicht. Im Grunde genommen bin ich ein sehr positiver Mensch, der immer davon ausgeht, das doch alles irgendwie gut laufen wird am Ende. Es sei denn, ich bin sowieso schon total genervt. Wenn ich so einen richtig blöden Tag habe, an dem nichts so funktioniert, wie es soll, dann bin ich durchaus auch negativ und gehe davon aus, dass es eh nur noch schlimmer wird.

 

  1. Was schiebst du zu häufig auf?

Tatsächlich schiebe ich inzwischen ziemlich wenig auf. Im Studium habe ich mir angewöhnt, Dinge immer sofort oder zumindest zeitnah zu erledigen und wenn man mal so eine Routine hat, überträgt sich das auch auf andere Lebensbereiche.

 

  1. Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen?

Puh … Grundsätzlich ist natürlich jedes Lebewesen erstmal gleich wichtig. Aber allein schon aufgrund der Tatsache, dass ich Fleisch esse, wäre es irgendwie scheinheilig hier mit ja zu antworten.

 

  1. Bist du dir deiner selbst bewusst?

Ja, auf jeden Fall.

 

  1. Was war ein unvergesslicher Tag für dich?

Da fällt mir gar kein spezieller Tag ein. Jeder Tag ist unvergesslich, an dem irgendetwas sehr schönes passiert ist.

 

  1. Was wagst du dir nicht einzugestehen?

Mh. Auch bei dieser Frage muss ich leider wieder passen … Ich reflektiere mich in letzter Zeit sehr viel selbst und dabei gestehe ich mir glaube ich schon so ziemlich alles ein.

 

  1. Bei welcher Filmszene musst du weinen?

Auch wenn ich sonst ein ziemlich emotionaler Mensch bin, bringen mich tatsächlich die wenigsten Filme zum Weinen. Wo ich regelmäßig weinen muss, sind die Staffelfinals der Serie Orange is the new black. Keine Ahnung, warum die die einzigen sind, die das schaffen.

 

  1. Welche gute Idee hattest du zuletzt?

Diesen Blog zu starten. Die Idee war ja schon länger in meinem Kopf, aber jetzt nach etwas mehr als vier Monaten bin ich immer noch überzeugt, dass es eine gute Idee war. Denn ich habe Spaß daran, lerne neue Dinge und vergrößere mein Netzwerk.

 

  1. Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen?

Also heute ist irgendwie der Wurm drin. Schon wieder eine Frage, auf die ich einfach keine Antwort weiß, egal, wie lange ich darüber nachdenke. Sollte mir hierzu irgendwann etwas einfallen, werde ich das sofort hier kundtun!

 

  1. Verzeihst du anderen Menschen leicht?

Das kommt ganz darauf an, wie sehr ich verletzte wurde, aus welchen Motiven diejenige Person das getan hat und auch wie nah sie mir steht. Da spielen einfach viele Faktoren zusammen. Grundsätzlich würde ich aber schon sagen, dass ich bereit bin jedem zu verzeihen, wenn er oder sie es aufrichtig meint.

 

  1. Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr?

Meine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt und mich selbst dabei ein bisschen aufgegeben.

 

  1. Was hoffst du, nie mehr zu erleben?

Wie ich schon in früheren Posts geschrieben habe, sind mir größere Verluste oder, ich nenn’s mal, „private Katastrophen“ bisher weitgehend erspart geblieben. Deswegen fällt mir hier (zum Glück) eigentlich nichts ein.

 

  1. Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“?

Nein.

 

  1. Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?

Ich frage bei den meisten Entscheidungen meinen Freund und meine Mama um Rat. Deren Meinung ist mir sehr wichtig und dementsprechend beziehe ich sie natürlich in meine Entscheidung mit ein. Letztendlich bin ich es aber, die mit diesen Entscheidungen leben muss und deswegen denke ich gerade bei großen Sachen immer gründlich darüber nach.

 

  1. Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?

Definitiv ein Zukunftsträumer.

 

  1. Nimmst du eine Konfrontation leicht an?

Unterschiedlich. Bei Menschen, mit denen ich vertraut bin, gehe ich gerne mal schnell auf Konfrontation. Bei mir eher fremden Menschen bin ich dann oft zurückhaltender und lasse meinen Ärger oft erst im Nachhinein und bei Anderen raus.

 

  1. In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter?

Desto älter ich werde, desto ähnlicher sind wir uns, wie ich finde … Von daher ist das wirklich schwer zu beantworten. Denn ich glaube so einen wirklich frappierenden Unterschied gibt es einfach nicht bei uns.

 

  1. Wo bist du am liebsten?

Das kann ich gar nicht beantworten. Ich wohne ständig woanders, bin immer wieder in anderen Städten, mal zu Hause mal in einer fremden Umgebung. All das hat Orte irgendwie unwichtig werden lassen. Zuhause und da, wo ich am liebsten bin, ist immer der Ort, wo ich mit Menschen umgeben bin, die mir wichtig sind. Wo das geographisch ist, ist dabei ziemlich unwichtig eigentlich.

 

  1. Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet?

Ich achte überhaupt nicht darauf. Oft weist mein Freund mich darauf hin, dass irgendein Kerl mir nachguckt und ich selbst habe das überhaupt nicht mitbekommen. Von daher, würde ich sagen, ja, für meine Bedürfnisse – und die sind da ziemlich gering – auf jeden Fall genug.

 

  1. Was ist dein Lieblingsdessert?

Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern. Wenn der im Restaurant auf der Karte steht, wird der bestellt, egal ob ich bereits platze oder nicht.


Hier kommt ihr zu den letzten Beiträgen:

#1 | Fragen 1-40: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-1-fragen-1-40/

#2 | Fragen 41-80: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-2-fragen-41-80/

#3 | Fragen 81-120: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-3-fragen-81-120/

#4 | Fragen 121-160: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-4-fragen-121-160/

#5 | Fragen 161-200: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-5-fragen-161-200/

#6 | Fragen 201-220: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-6-fragen-201-220/

#7 | Fragen 221-240: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-7-fragen-221-240/

#8 | Fragen 241-280: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-8-fragen-241-280/

 

 

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Warum ein Auslandssemester dein Studium bereichert

Warum ein Auslandssemester

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade auf dem Blog The Road Most Travelled von Michelle. Da ich sowieso geplant hatte, einen Beitrag über mein Auslandssemester zu schreiben, reihe ich mich hiermit einfach ein. Wer auch gerne mitmachen möchte, findet alles Infos auf Michelles Blog

Unzählige Studenten stehen ja immer wieder vor der Frage: Auslandssemester – ja oder nein? Und wenn ja wie? Es gibt heute zig Möglichkeiten seinen Aufenthalt im Ausland zu gestalten. Mir hat sich diese Frage nach dem Ob gar nicht erst gestellt, denn an meiner Uni war es verpflichtend, mindestens ein Semester im Ausland verbracht zu haben, um den Bachelor-Abschluss erhalten zu können. Die Frage nach dem Wie war auch ziemlich schnell geklärt. Wenn ich innerhalb der EU bleiben möchte, gibt es Abkommen zwischen den Unis über das Erasmus+-Programm, welches eben auch von der EU finanziell gefördert wird. Wer die EU oder sogar Europa ganz verlassen will, kann sich auf ein Global Exchange-Programm bewerben.

Wohin zum Auslandssemester?

Die Frage die dann eben unausweichlich blieb, war die nach dem Wo. Meine Uni hat sehr viele Abkommen mit anderen Universitäten in ganz Europa, also schaute ich mir zuerst mal diese Liste an. Für mich stand fest, dass ich die Landessprache dort beherrschen möchte, daher blieb eigentlich nur noch Frankreich, England oder ein deutschsprachiges Land. Da ich Germanistik studiert habe, fiel meine Wahl dann tatsächlich sehr schnell auf die österreichische Hauptstadt Wien.

Da ich bisher nur positives über die Stadt gehört hatte und sie auch gerne einmal sehen wollte, war diese Wahl perfekt. Dazu kommt, dass die Universität Wien das größte Gegenteil zu meiner Heimatuni Luxemburg ist, das es nur geben kann. Und damit kommen wir auch schon zu den Vorteilen, die dir ein Aufenthalt an einer ausländischen Uni bringen kann.

Warum ein Auslandssemester
Von der alten Architektur der Uni Wien war ich nachhaltig begeistert.

Gründe für ein Auslandssemester

  • Den persönlichen Horizont erweitern. Ein neues Land, eine neue Stadt, eine neue Uni, natürlich auch viele neue Menschen, die du kennenlernst. Manchmal können all diese Eindrücke einen erschlagen, aber ich zumindest habe mich nach einer Eingewöhnungsphase sehr wohl gefühlt in der Stadt meiner Wahl. Wer in den Seminaren nicht schnell Anschluss findet, kann sich über Erasmus+-Netzwerke mit anderen Austauschstudierenden in Verbindung setzen, die auch gerade in der Stadt sind. So bleibt man eigentlich nur alleine, wenn man alleine sein möchte.
  • Neue Arten des Lehrens und Lernens entdecken. Für mich persönlich war die Uni Wien erstmal ein riesiger Kulturschock. Meine Heimatuni ist gerade mal 15 Jahre alt, hat derzeit etwas mehr als 6000 Studierende (in allen Bachelor-, Master- und PhD-Programmen zusammen) und rund 240 Dozenten und Dozentinnen. Damit ist ein Dozent im Schnitt für etwa 25 Studenten zuständig, was natürlich einen sehr persönlichen Austausch begünstigt. Alle meine Dozenten kannten meinen Namen und so war ich erstmal etwas überfordert als ich an die mehr als 650 Jahre alte Uni Wien kam. Hier werden rund 92.000 Menschen von etwa 1000 Lehrenden unterrichtet. Die schieren Menschenmassen haben mich zunächst etwas überfordert und auch der Umstand, dass ich jetzt einfach nur noch eine Nummer war, hat mich ein bisschen hilflos gemacht. Aber im Nachhinein war es sehr erfrischend, mal aus diesem Mikrokosmos, in dem ich vorher war, herauszukommen und etwas Neues zu sehen.

    Warum ein Auslandssemester
    Wenn man hier entlanggeht, fühlt man sich schon gleich intelligenter.
  • Herausforderung an dich selbst. Du musst aus der eigenen Komfortzone herauskommen, wenn du ein erfolgreiches Semester im Ausland absolvieren willst. Aber im Grunde genommen, ist es ja nichts anderes, als auch schon im ersten Semester. Da kam man ja auch ganz neu an eine Uni, womöglich auch neu in die Stadt und musste ich erst zurechtfinden. Genau das passiert auch jetzt wieder, nur, dass du jetzt ja schon ungefähr weißt, wie es geht.
  • Eine neue Kultur kennenlernen. Natürlich spielt sich nicht das ganze Leben an der Uni ab und es gibt so viel zu entdecken, wenn man in ein anderes Land kommt. Ich war ja „nur“ in Österreich, aber auch hier war es schon beeindrucken, wie anders die Kultur dann doch im Vergleich zu Deutschland ist. Traut man sich noch weiter weg, ist dieser Unterschied natürlich noch größer.
  • Reisen mit finanzieller Unterstützung. Innerhalb der EU steht euch ein monatliches Stipendium von Erasmus+ zu, das je nach Stadt unterschiedlich hoch ausfällt. Es wird nicht reichen, um komplett davon leben zu können, aber es ist ein Anfang. Und wann wird man schonmal für’s Reisen bezahlt?

Wie gesagt, wurde mir die Entscheidung, ob ich überhaupt ein Auslandssemester machen will, abgenommen. Von allein hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut, aber im Nachhinein war es eine der besten Erfahrungen, die ich während meines Studiums gemacht habe und die ich nicht mehr missen möchte.

Deswegen appelliere ich an jeden, der die Möglichkeit hat, diese Erfahrung zu machen – macht sie!

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1000 Fragen an mich selbst #8 | Fragen 241-280

1000 Fragen an mich selbst

Wir haben schon fast die 200er geschafft. Wow! Und es macht immer noch sehr viel Spaß, die Fragen zu beantworten und immer öfter muss ich dazu über Dinge nachdenken, über die ich sonst nie nachdenken würde. Ich hoffe, ihr habt auch immer noch Spaß daran, meine Antworten zu lesen.


  1. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?

Nicht so richtig, nein. Ich bewundere Menschen total, die so ihre persönliche Berufung gefunden haben und dafür leben. Aber ich habe sowas glaube ich nicht. Zumindest noch nicht.

 

  1. Bist du nach etwas süchtig?

Da ich diese Woche mal wieder feststellen musste, wie knatschig ich werde, wenn mir etwas dazwischenkommt und ich nicht ins Training gehen kann – ja, ich bin ein bisschen Fitnessstudio-süchtig, das muss ich mir jetzt eingestehen.

Außerdem – und das ist weniger gut – bin ich süchtig nach meinem Handy. Ständig ertappe ich mich, wie ich das Ding wieder in der Hand habe, obwohl ich gar keinen Grund habe, außer vielleicht Langeweile. Deswegen habe ich mir auch vorgenommen, demnächst mal die App Moments auszuprobieren, mit der man seine Zeit am Handy tracken kann. Bin doch sehr gespannt was dabei herauskommt.

 

  1. Wessen Tod hat dich am meisten berührt?

In meinem persönlichen und familiären Umfeld hatte ich (zum Glück!) noch nicht viele Begegnungen mit dem Tod. Und die paar haben mich alle berührt, also kann ich diese Frage nicht beantworten.

 

  1. Wie würde der Titel deiner Autobiographie lauten?

Das organisierte Chaos.

 

  1. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?

Schon zu einem sehr hohen Maß. Ich habe schon einiges von dem erreicht, was ich erreichen wollte und deswegen bin ich auch bei zukünftigen Zielen sehr zuversichtlich. Ich denke, ich bin ein sehr umgänglicher Mensch, auch wenn ich gerne meine Meinung gerade heraus sage und damit manchmal Leute vor den Kopf stoße.

 

  1. Wann muss man eine Beziehung beenden?

Wenn der gegenseitige Respekt verloren gegangen ist.

 

  1. Wie wichtig ist dir deine Arbeit?

Da ich noch nicht arbeite, sondern mindestens noch ein weiteres Jahr in der Uni rumsitze, ist das jetzt schwierig, zu beantworten. Aber mir ist Arbeit schon sehr wichtig. Ich hoffe, dass ich einen Job finde, der mir Freude macht und wo ich gerne morgens hingehe. Und dann bin ich auch bereit, mehr zu leisten, als erwartet wird.

 

  1. Was würdest du gern gut beherrschen?

Mehrere Sprachen.

 

  1. Glaubst du, dass Geld glücklich macht?

Ich denke nicht, dass Geld alleine glücklich macht. Aber es kann auf jeden Fall dabei helfen, manche Ziele zu verfolgen.

 

  1. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?

Auf jeden Fall.

 

  1. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?

In der einzigen, die ich betreibe: Kraftsport. Im Tanzen war ich aber auch immer ganz gut, glaube ich.

 

  1. Heuchelst du häufig Interesse?

Nein. Kann ich auch gar nicht, das würde mein Gegenüber sofort merken.

 

  1. Kannst du gut Geschichten erzählen?

Nein, glaube nicht.

 

  1. Wem gönnst du nur das Allerbeste?

Na, allen meinen Lieben. Generell gönne ich niemandem was Schlechtes.

 

  1. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?

Da fällt mit jetzt ganz ehrlich nichts ein. Klar, es gab mal Veranstaltungen, wo ich mir am nächsten Tag gedacht habe: „Wärst du da nur hingegangen.“ Aber da ist jetzt tatsächlich nichts, was mich nachhaltig beschäftigt.

 

  1. Kannst du dich gut ablenken?

Ja. Manchmal sogar zu gut.

 

  1. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?

Ich habe das Gefühl, dass es die Frage schonmal gab … Aber nagut. In meiner Jugend fand ich es irgendwie immer toll, mich besonders damenhaft zu kleiden. So mit Blusen und hohen Schuhen und allem was dazu gehört. Ab und an mag ich das heute auch noch, aber im Alltag fühle ich mich am wohlsten mit T-Shirt, Jeans und Chucks.

 

  1. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?

Einen eigenen Blog haben.

 

  1. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?

Nein. Ich bin gerne eine Frau.

Jean-Paul Sartre

  1. Wer nervt dich gelegentlich?

Jeder Mensch nervt mich gelegentlich. Das ist nicht böse gemeint, aber das liegt einfach in meiner Natur als introvertierter Mensch.

 

  1. Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?

Über alles mögliche. Von Klatsch und Tratsch und Klamotten über Umweltschutz und Politik zu philosophischen Fragen, kann ich mich – mit dem richtigen Gesprächspartner – eigentlich über alles unterhalten.

 

  1. Kannst du leicht Fehler eingestehen?

Ich wollte spontan „Ja“ schreiben, aber desto länger ich darüber nachdenke, muss ich feststellen, dass das einfach nicht stimmt. Ich arbeite aber daran.

 

  1. Was möchtest du nie mehr tun?

Schlechtbezahlte, eintönige Ferienjobs.

 

  1. Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?

Ausgeglichen.

 

  1. Sagst du immer die Wahrheit?

Meistens schon.

 

  1. Was bedeutet Musik für dich?

Ich höre Musik als Hintergrundbeschallung. Beim Schreiben, um mich besser konzentrieren zu können, im Auto, um laut mitzugrölen. Ich habe keine „tiefsinnige“ Beziehung zu Musik. Ich höre, was mir gut gefällt und in erste Linie ist Musik für mich Unterhaltung.

 

  1. Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht?

Nein.

 

  1. Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?

Ich bin ein Einzelkämpfer. Ich mag es nicht, mich auf andere verlassen zu müssen bei meiner Arbeit und teile mir meine Aufgaben lieber selbst ein. Das hängt natürlich vor allem mit schlechten Erfahrungen mit Gruppenarbeit in der Schule und im Studium zusammen. Ich kann mir schon vorstellen, dass man in einer Gruppe neue Denkanstöße austauschen kann und das sehr bereichernd ist, wenn eben alle Gruppenmitglieder ein gleich großes Interesse an der Aufgabe haben und man sich auf alle verlassen kann. Leider habe ich diese Erfahrung erst sehr selten machen dürfen und von daher arbeite ich lieber allein.

 

  1. Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht?

Wofür ich mir heute immer noch in den Ar*** treten könnte, ist, dass ich in der Schule so verdammt faul war und mit ein bisschen mehr Arbeit ein viel besseres Abi hätte schreiben können. Auf der anderen Seite, interessiert das heute niemanden mehr, mein Studium habe ich auch so gut auf die Reihe bekommen und von daher, ist das nichts was ich mir nicht verzeihen könnte. Aber sonst fällt mir hier leider nichts ein.

 

  1. Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selbst nicht?

Keine.

 

  1. Denkst du intensiv genug über das Leben nach?

Was ist denn „intensiv genug“? Also für meine Begriffe denke ich schon viel über mein Leben im Speziellen nach. Über das Leben allgemein nicht so viel. Aber „genug“ bedeutet ja auch für jeden etwas anderes.

 

 

  1. Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher?

Manchmal.

 

  1. Bist du autoritätsgläubig?

Nicht so sehr. Natürlich gibt es Autoritäten, denen man sich fügen muss, wie z.B. der Polizei oder dem Gericht (zumindest, ist es glaube ich erstmal klüger, das zu tun). Aber generell erkenne ich eher Kompetenz an als Autorität. Im Idealfall liegt beides bei der gleichen Person, aber leider ist das nicht immer der Fall. Und einer inkompetenten Autoritätsperson fällt es mir schon schwer Respekt entgegenzubringen.

 

  1. Bist du gern allein?

Ja.

 

  1. Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?

Eigentlich so ziemlich alle bisher.

 

  1. Welchen guten Zweck förderst du?

Leider keinen.

 

  1. Wie sieht dein Traumhaus aus?

Ein hübsches Landhaus mit großem Garten und bunten Fensterläden.

 

  1. Machst du leicht Versprechungen?

Nein. Ich denke immer gründlich darüber nach, ob ich ein Versprechen halten kann.

 

  1. Wie weit gehst du für Geld?

Klar, jeder braucht Geld und ich habe auch schon ätzende Jobs gemacht, um in den Ferien ein bisschen was dazuzuverdienen. Aber wie weiter oben schon geschrieben, möchte ich das nicht mehr machen. Geld macht zwar auch vieles leichter, aber es ist nicht das Wichtigste für mich und von daher würde ich auch nicht sehr weit gehen dafür.

 

  1. Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?

Leider ja.


Hier kommt ihr zu den früheren Teilen:

#1 | Fragen 1-40: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-1-fragen-1-40/

#2 | Fragen 41-80: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-2-fragen-41-80/

#3 | Fragen 81-120: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-3-fragen-81-120/

#4 | Fragen 121-160: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-4-fragen-121-160/

#5 | Fragen 161-200: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-5-fragen-161-200/

#6 | Fragen 201-220: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-6-fragen-201-220/

#7 | Fragen 221-240: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-7-fragen-221-240/

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1000 Fragen an mich selbst #7 | Fragen 221-240

1000 Fragen an mich selbst
  1. Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?

Ist mir selbst noch nicht passiert. Aber ich glaube schon, dass es das gibt.

 

  1. Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?

In stressigen Zeiten muss ich mich schon dazu zwingen. Dafür gibt es dann aber auch wieder Phasen, wo ich mehr Zeit für mich habe. So eine Art „Routine“ habe ich da nicht. Dafür ist mein Leben aber auch zu sehr in „Phasen“ gesplittet im Moment.

 

  1. Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?

Naja, sich zu verlieben, plant man ja in der Regel sowieso nicht, oder? Also ja, klar.

 

  1. Steckst du Menschen in Schubladen?

Ich habe ja schon Mal meine Meinung zum Thema Schubladendenken kundgetan. Grundsätzlich finde ich es nicht gut, Menschen in Schubladen zu stecken, ich selbst möchte von anderen auch nicht in eine gesteckt werden. Dennoch passiert es auch mir natürlich manchmal, dass ich eine vorgefertigte Meinung über Leute habe nur wegen einer oder zwei Eigenschaften. Wenn mir das auffällt, versuche ich aber immer, das nochmal zu hinterfragen.

 

  1. Welches Geräusch magst du?

Meeresrauschen. Laub, das im Wind raschelt. Das Knistern von Papier beim Umblättern.

Dieses eine fiepsige Geräusch, das mein Freund macht, wenn er süß sein möchte.

Knarrzendes Holz.

Das Schließen einer Camper-Schiebetür.

Und das Krachen schwerer Hanteln, wenn man sie nach der Übung wieder einhängt.

 

  1. Wann warst du am glücklichsten?

Da gibt es nicht den einen Moment oder das eine Erlebnis. Ich hatte bisher viele glückliche Momente.

 

  1. Mit wem bist du gern zusammen?

Mit meiner Familie und mit meinem Freund.

 

  1. Willst du immer alles erklären?

Ja. Ich erkläre mich manchmal um Kopf und Kragen, wenn ich das Gefühl habe, nicht verstanden zu werden.

 

  1. Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?

Als ich im Legoland in eine Achterbahn gestiegen bin. Und es ist mir egal, dass da sonst fast nur kleine Kinder mitfahren, ich bin einfach ein Schisser.

 

  1. Was war deine größte Jugendsünde?

Trotz Hausarrest abends aus dem Fenster steigen und mich im Dorf rumtreiben.

 

  1. Was willst du einfach nicht einsehen?

So einiges. Ich kann manchmal ziemlich trotzig sein, sei es bestimmten Menschen oder der Welt im Allgemeinen gegenüber.

Ich will zum Beispiel nicht einsehen, dass viele Menschen gemein, egoistisch und raffgierig sind. Ich will nicht einsehen, dass ich an der Uni Kurse belegen muss, die mich überhaupt nicht interessieren. Ich will nicht einsehen, dass die AfD es ziemlich mühelos in den Bundestag geschafft hat und ich will nicht einsehen, dass weiße Weihnachten in unseren Breitengraden gar nicht so häufig vorkommen. Ich will nicht einsehen, dass meine Eltern „zu reich“ sind, damit ich BaföG erhalten kann und erst recht will ich nicht einsehen, dass George R. R. Martin Das Lied von Eis und Feuer vermutlich niemals beenden wird!

Und diese Liste, könnte ich noch beliebig lang fortsetzen.

 

  1. Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?

Da habe ich jetzt tagelang drüber nachgedacht und mir fällt beim besten Willen keine ein. Ist das jetzt gut oder schlecht?

 

  1. Welchen Tag in deinem Leben würdest du gerne noch einmal erleben?

Keinen bestimmten, ich hatte schon oft sehr gute Tage, die wiederholenswert wären. Aber alles in allem freue ich mich doch mehr auf die Tage, die hoffentlich noch kommen.

 

  1. Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld?

Das ist schwierig … Wenn ich mehr Zeit habe, aber nicht mehr Geld, kann ich die Zeit dann wirklich so nutzen, wie ich mir das vorstelle? Aber wenn ich mehr Geld habe, allerdings keine Zeit, was habe ich dann von dem Geld? Also am liebsten natürlich beides. Wenn ich mich entscheiden muss, dann aber doch wahrscheinlich mehr Zeit. Um sie mit wichtigen Menschen zu verbringen, das kostet nämlich nichts.

 

  1. Würdest du gern in die Zukunft schauen können?

Manchmal macht mir die Ungewissheit, was in einem oder zwei Jahren sein wird, schon ein bisschen Angst. Da wäre es durchaus hilfreich, mal einen kurzen Blick erhaschen zu können. Auf der anderen Seite, fände ich es aber auch irgendwie gruselig. Und die Spannung geht ja auch verloren, also wahrscheinlich doch lieber nicht.

 

  1. Kannst du gut deine Grenzen definieren?

Mal so, mal so. Ich bürde mir oft zu viel Arbeit auf, weil ich immer ‚ja‘ sage, wenn jemand was von mir will.

 

  1. Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?

Nicht wirklich, nein. Zumindest nicht so gefährlich, dass es mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben wäre.

 

  1. Hast du einen Tick?

Ich weiß nicht, ob man das als Tick bezeichnen kann, aber es triggered mich wahnsinnig, wenn meine Mitbewohner Pfannen auf Töpfe oder große auf kleine Töpfe stapeln. Genauso bringt es mich auf die Palme, wenn mein Freund beim Frühstück die Marmeladengläser aufgeschraubt stehen lässt. Da kommt der kleine Monk in mir zum Vorschein.

 

  1. Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?

Ich kann mich noch erinnern, dass wir am Gymnasium im Ethikunterricht mal über eine ähnliche Frage diskutiert haben. Keine Ahnung, warum mir das hängen geblieben ist, wahrscheinlich, weil das Ergebnis der Diskussion (war es überhaupt das Ergebnis oder bastle ich mir das gerade so zurecht?) heute noch meine Meinung dazu prägt.

Ich denke nämlich, Glück ist eher eine Momentaufnahme. Ich glaube nicht, dass man in seinem Leben irgendwann das Glück erreichen kann. Eher eine grundsätzliche Zufriedenheit. Glücklich sind einzelne Momente dabei, die natürlich zu dieser Zufriedenheit beitragen, aber Glück als Ziel ist meiner Meinung nach unrealistisch.

 

  1. Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?

Mit den Menschen, die mir am wichtigsten sind.

 


Hier kommt ihr zu den vorherigen Teilen:

#1 | Fragen 1-40: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-1-fragen-1-40/

#2 | Fragen 41-80: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-2-fragen-41-80/

#3 | Fragen 81-120: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-3-fragen-81-120/

#4 | Fragen 121-160: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-4-fragen-121-160/

#5 | Fragen 161-200: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-5-fragen-161-200/

#6 | Fragen 201-220: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-6-fragen-201-220/

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1000 Fragen an mich selbst #6 | Fragen 201-220

1000 Fragen

Heute gibt es nur 20 Fragen, weil einige eine ausführlichere Antwort benötigt haben, als es bisher der Fall war. Ich wünsche euch viel Spaß damit!


  1. Wie gut kennst du deine Nachbarn?

Nicht besonders gut.

 

  1. Hast du oft Glück?

Tatsächlich ja.

 

  1. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?

Die Frage impliziert, dass ich mehr als eine Freundin habe. Da ich mit der Bezeichnung „FreundIn“ aber sehr vorsichtig bin, ist das nicht der Fall.

 

  1. Was machst du anders als deine Eltern?

Ich glaube, das ist eine Frage, die sich besser beantworten lässt, wenn man selbst Kinder hat. So fällt mir da nicht wirklich was Spezifisches ein.

 

  1. Was gibt dir neue Energie?

Qualitytime zu zweit oder alleine.

 

  1. Warst du in der Pubertät glücklich?

Nicht so wirklich. Ich wusste nicht richtig wo ich hin wollte und hab mich leicht von anderen beeinflussen lassen. Meine Pubertät war zwar zum Glück relativ kurz, aber dafür auch ganz schön anstrengend. (Für meine Eltern wahrscheinlich noch mehr als für mich.)

 

  1. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?

Was am nächsten an so etwas wie Durchmachen rankommt, war wohl unsere Fahrt nach Dänemark. Da haben wir zwei Stunden geschlafen/gedöst und sind sonst die Nacht durchgefahren. Wirklich eine komplette Nacht durchgemacht, habe ich glaube ich in der 12. Klasse, als wir gefeiert haben, dass die Abiturienten weg sind und wir jetzt offiziell die ältesten an der Schule sind.

Was soll ich sagen? Ich mag meinen Schlaf eben … 😀

 

  1. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?

Mit der Zukunft und Dingen, die wahrscheinlich nie passieren werden.

 

  1. Blickst du dich oft um?

Buchstäblich oder metaphorisch? Buchstäblich – ich leide nicht unter Verfolgungswahn, also nein. Metaphorisch – naja da ist jetzt ja auch wieder die Frage: nach links und recht umblicken oder zurückschauen? Nach links und rechts in mein Umfeld werfe ich schon immer wieder mal einen Blick, auch gerne über den Tellerrand hinaus. Zurück schaue ich eigentlich eher selten.

 

  1. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?

Wär blöd, dass jetzt ins Internet zu schreiben, oder?

 

  1. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?

Wirklich streiten tun wir eigentlich sehr selten. Wir haben immer mal wieder Meinungsverschiedenheiten, die auch regelmäßig aufkommen. Zum Beispiel darüber ob man aufstehen und etwas tun oder bis mittags im Bett liegen bleiben sollte.

 

  1. Worauf freust du dich jeden Tag?

Irgendwie gibt es da nicht die eine Sache. Ich freue mich auf unterschiedliche Dinge. An manchen Tagen freue ich mich auch auf gar nichts, außer, wieder ins Bett zu gehen abends, weil sie einfach doof sind.

 

  1. Welche Freundschaft von früher fehlt dir?

Die, in der wir gelacht, gelästert und dummes Zeug geredet haben. Die, in der alle Männer Ärsche waren und niemals eine von uns die Schuld daran getragen hätte. Die, in der wir eigentlich immer gute Laune hatten. Bis es irgendwann nicht mehr so war.

Aber das ist ok. Denn diese Freundschaft(en) hatte(n) ihre Zeit und die war leider irgendwann vorbei. Aber die Erinnerungen bleiben und bringen mich auch jetzt gerade wieder zum lächeln.

 

  1. Wie gehst du mit Stress um?

Ich erzähle jedem, wie viel Stress ich gerade habe und stresse mich selbst noch mehr, indem ich mir immer wieder vorhalte, wie stressig es gerade ist.

 

  1. Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?

Wer tut das nicht? Wenn ich in ein Vorstellungsgespräch gehe, will ich mich von meiner besten Seite zeigen, da erzähle ich nicht, dass ich letztens den ganzen Tag im Bett gelegen und Netflix geschaut habe. Wir alle spielen unterschiedliche Rollen in unterschiedlichen Kontexten. Und ich denke, ein Stück weit ist das gut so, sonst würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.

 

  1. In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?

Wir haben die gleichen Augen.

Außerdem beschweren sich andere immer wieder, dass wir nie wirklich Begeisterung zeigen können, wenn wir beschenkt werden. Zehnmal zu wiederholen “Ich freu mich, ich schwör’s!” macht die Sache irgendwie meistens nicht besser.

 

  1. Kann man Glück erzwingen?

Nein.

 

  1. Welcher Streittyp bist du?

Klischee-Frau. Leider. Auf die Frage „Was ist los?“ antworte ich fünf Mal mit „Nix“, nur um danach irgendeinen passiv-aggressiv Kommentar loszuwerden. Wenn der Streit dann ausgebrochen ist, kann ich durchaus auch laut werden und das Schlimmste ist eigentlich, dass ich fast immer anfangen muss zu weinen, wenn ich wütend bin. Das heißt, ich heule und schreie, obwohl ich eigentlich nur schreien möchte und das ist ganz furchtbar.

 

  1. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?

Ja. Ich bin definitiv ein Morgenmensch.

 

  1. Wie klingt dein Lachen?

Ich habe mein eigenes Lachen irgendwie gar nicht im Ohr. Da müsste ich jemanden fragen …


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#4 | Fragen 121-160: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-4-fragen-121-160/

#5 | Fragen 161-200: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-5-fragen-161-200/

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1000 Fragen an mich selbst #5 | Fragen 161-200

1000 Fragen
  1. Bist du eher ein Hundetyp oder ein Katzentyp?

Beides. Katzen sind zwar mein Soul-Animal, aber Hunde sind halt auch schon ziemlich süß.

 

  1. Wie zeigst du, dass du jemanden nett findest?

Indem ich gemein bin. Ich habe manchmal eine komische Art, meine Zuneigung zu zeigen und tendiere eh bei Menschen, die ich noch nicht so gut kenne, dazu, ein bisschen socially akward zu sein …

 

  1. Isst du eher, weil du Hunger hast oder Appetit?

Beides. Ich warte schon meistens bis ich Hunger habe, aber wenn ich z.B. weiß, im Kühlschrank steht noch ein leckerer Kuchen und da habe ich dann total Appetit drauf … dann esse ich auch ohne Hunger ein Stück.

 

  1. Tanzt du manchmal vor dem Spiegel?

Selten.

 

  1. In welcher Hinsicht bist du anders als andere Menschen?

In vielerlei Hinsicht. Irgendwie habe ich ziemlich oft eine andere Meinung als die breite Masse. Ich bin quasi Ms unpopular opinion.

 

  1. Welchen Jugendfilm würdest du Kindern empfehlen?

Was denn jetzt? Jugend- oder Kinderfilm? Das sind meiner Meinung nach zwei verschiedene Dinge. Für Kinder ganz klar die alten (und auch manche der neuen) Disneyfilme. Bei Jugendfilm tu ich mich irgendwie schwer …

 

  1. Bleibst du auf Partys bis zum Schluss?

Nein. Meistens komme ich pünktlich, bin dann also die erste, kann dann aber auch früh wieder abhauen.

 

  1. Welchen Song hast du in letzter Zeit am liebsten gehört?

Puh. Keinen bestimmten ehrlich gesagt. Ich habe aber auch allgemein wenig Musik gehört in letzter Zeit.

 

  1. Bereitest du dich auf bestimmte Telefongespräche vor?

Ja, wenn es z.B. um ein Vorstellungsgespräch oder ähnliches geht. Ich telefoniere ja auch grundsätzlich nicht gerne mit Fremden, lieber schreibe ich 10 Emails hin und her. (Und ja, ich sehe ein, dass das ziemlich unökonomisch ist.)

 

  1. Wann hast du zuletzt vor jemand anderem geweint?

Erst vor ein paar Wochen.

 

  1. Mit wem verbringst du am liebsten einen freien Tag?

Mit Menschen, die mir wichtig sind.

 

  1. Was war der beste Rat, den du jemals bekommen hast?

Manchmal passieren Dinge eben. Lass es geschehen und hör auf dich reinzusteigern wenn du sowieso nichts ändern kannst. Nimm es hin.

 

  1. Was fällt dir ein, wenn du an den Sommer denkst?

Camping, Eis und Wassermelonen

 

  1. Wie duftet dein Lieblingsparfüm?

Ich habe kein Lieblingsparfüm.

 

  1. Welche Kritik hat dich am stärksten getroffen?

Die von Freunden, welche eigentlich keine Freunde waren.

 

  1. Wie findest du dein Aussehen?

Ich mag mich schon ganz gerne an den meisten Tagen.

 

  1. Gehst du mit dir selbst freundlich um?

Nicht immer. Aber ich versuche gerade, mein Gehirn umzuerziehen und die negativen durch positive Gedanken zu ersetzen, wenn ich mir dessen bewusst werde.

 

  1. Würdest du dich einer Schönheitsoperation unterziehen?

Aktuell nicht, weil ich nichts so sehr auszusetzen habe, dass ich eine solche Maßnahme nötig finden würde. Grundsätzlich kann ich aber verstehen, warum manche das möchten und will es auch für mich in der Zukunft nicht völlig ausschließen.

 

  1. Welchen Film hast du mindestens fünf Mal gesehen?

König der Löwen

 

1000 Fragen

  1. Füllst du gerne Tests aus?

Hallo? 😀

 

  1. Würdest du gerne in eine frühere Zeit versetzt werden?

Nein. Jede Generation sagt zwar, dass früher alles besser war. Aber ich glaube wir haben es heute schon ziemlich gut. Zum Jammern findet man doch immer was.

 

  1. Wie egozentrisch bist du?

Vielleicht auch mehr, als ich vor mir selbst zugeben möchte.

 

  1. Wie entspannst du dich am liebsten?

Mit einem guten Buch oder einer spannenden Serie. Im Winter ein Heißgetränk dazu und im Sommer ein Eis oder Obst.

 

  1. Fühlst du dich manchmal ausgeschlossen?

Ja.

 

  1. Worüber grübelst du häufig?

Über alles. Kein Witz. Ich grüble jedes Thema einfach tot in meinem Kopf. Bei der lieben Kay von twistheadcats habe ich dazu letztens endlich das passende Wort gelernt: Brainfuck. Das tue ich. Die ganze Zeit.

 

  1. Wie siehst du die Zukunft?

Ein bisschen ungewiss, weil ich absolut keine Ahnung habe, was nächstes Jahr um die Zeit in meinem Leben los sein wird. Aber dennoch auf jeden Fall optimistisch.

 

  1. Wo bist du deinem Partner zuerst aufgefallen?

Ich glaube auf dem Stadtfest in dem Sommer als wir dann ein paar Monate später auch zusammenkamen.

 

  1. Welchem Familienmitglied ähnelst du am meisten?

Ich hab von jedem irgendwie ein bisschen was. Aber ich kriege immer wieder zu hören, dass ich genauso aussehe wie meine Oma, als sie so alt war wie ich jetzt.

 

  1. Wie verbringst du am liebsten deine Abende?

Im Bett oder auf der Couch mit einer Serie.

 

  1. Wie unabhängig bist du in deinem Leben?

Ziemlich unabhängig.

 

  1. Ergreifst du häufig die Initiative?

Kommt darauf an, worum es geht. Mal ja, mal nein.

 

  1. An welches Haustier hast du gute Erinnerungen?

Ich hatte nur ein Haustier bisher, also eigentlich zwei, aber das waren zwei Zwergkaninchen-Geschwister, also zähle ich die mal als eins.

 

  1. Hast du genug finanzielle Rücklagen?

Ich komme gut zurecht.

 

  1. Wirst du für immer dort wohnen bleiben, wo du jetzt wohnst?

Auf keinen Fall.

 

  1. Reagierst du empfindlich auf Kritik?

Kommt darauf an von wem sie kommt und wie sie formuliert ist. Mit konstruktiver Kritik kann ich durchaus gut umgehen.

 

  1. Hast du Angst vor jemandem, den du kennst?

Nein.

 

  1. Nimmst du dir oft Zeit für dich selbst?

Wenn ich merke, dass ich sehr erschöpft bin, weil ich viel Stress hatte und auch viel unter Leuten war, dann nehme ich mich manchmal bewusst raus für ein paar Stunden und mache einfach gar nichts. Ich sollte mir diese Auszeiten allerdings bewusst regelmäßiger nehmen, dann werden einzelne Phasen auch nicht so anstrengend.

 

  1. Worüber hast du dich zuletzt kaputt gelacht?

Über einen guten Kumpel, der extrem witzig und verpeilt ist, wenn er getrunken hat. Nicht falsch verstehen, ich lache keine Leute aus, weil sie betrunken sind. Wir haben alle miteinander gelacht.

 

  1. Glaubst du alles, was du denkst?

Ähm … ja? Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage verstehe.

 

  1. Welches legendäre Fest wird dir in Erinnerung bleiben?

Eine Party, über die wir heute immer noch in regelmäßigen Abständen reden, war die zum 19. Geburtstag meines Freundes, der aber damals noch nicht mein Freund war. Das war wirklich legendär.


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Germanistik studieren – was ihr wissen solltet

Über mein aktuelles Masterstudium habe ich ja vor einiger Zeit schon einmal geschrieben. Da dachte ich, es wäre doch sicher interessant, auch etwas über mein Bachelorstudium zu erfahren. Das habe ich in Germanistik abgeschlossen und weil das ja doch ein Fach ist, mit dem mehr Leute etwas anfangen können und mit dem vielleicht auch einige Abiturienten liebäugeln, erzähle ich heute mal ein bisschen darüber.

 

Welche Berufsmöglichkeiten habe ich mit einem Studium in Germanistik?

Wenn ich gesagt habe „Ich studiere Germanistik“ kam in 80% der Fälle zur Antwort: „Ach, du wirst Lehrerin!“ Nein. Nein, nein und nochmal nein. Es gibt kaum was, was ich weniger werden möchte. Außerdem hätte ich dann Lehramt studiert und mindestens noch ein anderes Fach und nicht einfach NUR Germanistik. Aber was kann man mit so einem Abschluss dann anfangen?

Naja, wie bei allen Geisteswissenschaften ist man nicht sofort auf einen bestimmten Beruf oder eine bestimmte Berufsgruppe festgelegt. Stattdessen benötigt man manchmal ein bisschen Fantasie und Kreativität, um einen Job zu finden. Da das Bachelorstudium sehr breit aufgestellt ist und viele Teilaspekte anspricht, ist eben auch die Berufsauswahl später sehr weit gefächert. Zu den genauen Inhalten komme ich aber später noch.

Grundsätzlich könnt ihr überall Arbeit finden, wo ihr mit dem geschriebenen Wort zu tun habt. In Redaktionen und Verlagen, in der Werbung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, in Medienunternehmen oder im Bibliothekswesen. Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen, aber ich denke es wird schon deutlich, wie flexibel man mit diesem Studium ist.

Ich z.B. wusste nach dem Abi noch nicht genau wo ich hin will. Verlagswesen und Theater standen zur Debatte und mit der Wahl eines Germanistikstudiums hatte ich später die Chance auf beides und konnte mich in den drei Jahren in eine Richtung festlegen. Es ist Theater geworden, weil mir das Verlagswesen dann doch zu wirtschaftlich war.

Reclamhefte für Germanistik
Es werden sich einige Reclamhefte bei euch ansammeln. Das hier ist nur eine Auswahl!

Welche Voraussetzungen benötigt man, um Germanistik zu studieren?

Mit Voraussetzungen meine ich jetzt nicht die Erfüllung eines NC oder ähnlichem. Die sind sowieso an jeder Uni unterschiedlich, da muss sich jeder selbst erkundigen, was seine Wunsch-Uni verlangt.

Ich möchte hier eher über Fähigkeiten und Vorlieben sprechen, die man haben sollte, wenn man sich für ein Germanistikstudium entscheidet.

Unabdingbar ist es z.B., gerne zu lesen. Wer sich damit quält, viel und lange Texte zu lesen, ist hier falsch, denn damit verbringt man einfach die meiste Zeit. Seien es literarische Texte – was ja meistens doch noch Spaß macht – oder Fachartikel – die sind oft ziemlich hart – ohne Lesen, kommt man in diesem Fach absolut nicht weit.

Eine andere Fähigkeit, die extrem wichtig ist, ist abstraktes Denken. Im Gegensatz zu Naturwissenschaften gibt es bei Geisteswissenschaften keine eindeutigen Antworten und kein klares Ja oder Nein. Stattdessen müssen Bezüge und Assoziationen hergestellt werden, man sollte immer mal wieder ein bisschen um die Ecke denken. Im Übrigen hat das literarische Arbeiten so überhaupt nichts damit zu tun, was man in der Schule im Deutschunterricht macht. Wer denkt, er kann einfach drauflos interpretieren, wie man das in der Schule so schön gelernt hat, liegt leider falsch. Schöne Grüße an dieser Stelle an meine Lehrerin im Deutsch LK, die mir immer schlechte Noten gegeben hat, meine Profs heute sehen das anders.

Ein gewisses Grundinteresse an der deutschen Geschichte sollte auch vorhanden sein. Das ist zwar nicht zwingend notwendig, aber um literaturhistorische Zusammenhänge zu lernen und zu verstehen, macht es schon einiges leichter. Ansonsten kann das teilweise ziemlich zäh werden.

Wörterbuch
Das Wörterbuch wird irgendwann euer bester Freund

Welche Inhalte hat das Germanistikstudium?

Wie oben bereits erwähnt deckt das Fach ein relativ breites Spektrum an Teilgebieten ab.

Sprachwissenschaft ist z.B. ein sehr theoretischer Aspekt und ich glaube auch der einzige, in dem man tatsächlich eindeutige Aussagen treffen kann.

Dann wird Literaturgeschichte behandelt. Die wird unterteilt in Mediävistik, also die Literatur des Mittelalters, und neuere deutsche Literatur. In der Mediävistik geht es außerdem noch etwas genauer um die Epoche selbst und nicht nur hauptsächlich um die Literatur. Zum Beispiel wird hier auch das Mittelhochdeutsche quasi als Fremdsprache gelehrt, denn das ist schon was ganz anderes als das Deutsch, dass wir heute sprechen.

Der dritte große Bestandteil ist die Literaturwissenschaft, wo es wirklich um Texte und Autoren geht. Diesen Teil fand ich immer am spannendsten.

Zusätzlich gibt es dann eigentlich immer noch Wahlmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen wie Medienwissenschaften, Genderlinguistik, Kulturwissenschaft, Theaterwissenschaft etc. …

 

Aufgrund dieses breiten Angebots, halte ich persönlich es eigentlich auch fast für notwendig, nach dem Bachelor noch ein Masterstudium dran zu hängen. Ich sage immer: „Nach dem Bachelor in Germanistik kann man halt alles so ein bisschen, aber nichts richtig.“ Weil eben überall eigentlich nur an der Oberfläche gekratzt wird und eine Spezialisierung in eine Richtung sich dann doch lohnt.

Bachelorarbeit Germanistik
Das war meine Abschlussarbeit. Hier sieht man schon schön, in welche Richtung ich nach dem Bachelor gehen wollte.
Bachelor Germanistik
Für diesen Moment haben sich die drei Jahre auf jeden Fall gelohnt.

 

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1000 Fragen an mich selbst #4 | Fragen 121-160

1000 Fragen

Es geht weiter. Es macht bisher wirklich viel Spaß die Fragen zu beantworten und ich freue mich regelmäßig auf den nächsten Teil. Der heutige Teil 4 der 1000 Fragen-Reihe beschäftigt sich ziemlich viel mit Gefühlen. Aber ihr werdet auch erfahren, mit wem oder was ich mich mehr unterhalte: mit mir selbst oder mit Gegenständen? Los geht’s!


  1. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?

Ich gebe mein Bestes beides unter einen Hut zu bekommen.

 

  1. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?

Dafür, dass sie mich immer in meinen Lebensentscheidungen unterstützen und mir immer ermöglich haben, das zu tun, was ich tun möchte.

 

  1. Sagst du immer, was du denkst?

Nein. Auch wenn das früher anders war, da war ich manchmal ziemlich ungefiltert. Allerdings habe ich inzwischen gelernt, dass nicht immer alles gesagt werden muss.

 

  1. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?

Nein, nie.

 

  1. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?

Zum Glück, keinen.

 

  1. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro?

Vermutlich was zu essen.

 

  1. Verliebst du dich schnell?

Ja. Aber das Verliebtsein geht meistens schnell wieder vorbei. Entweder es entwickelt sich Liebe draus (was selten passiert ist) oder die Sacher hat sich erledigt.

 

  1. Woran denkst du bevor du einschläfst?

Meine To Dos für den nächsten Tag.

 

  1. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?

Der Sonntag.

 

  1. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?

Mein Erststudium in Regelstudienzeit abgeschlossen zu haben. Und das auch noch nicht mal schlecht.

 

  1. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?

Emma Watson. Ich kann mir nicht helfen, aber sie ist einfach unglaublich inspirierend und einfach eine tolle Frau.

 

  1. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?

Nein.

 

  1. Was ist dein Traumberuf?

Mein aktuelles Praktikum in der Schauspieldramaturgie kommt da tatsächlich schon sehr nah dran. Vielleicht erzähle ich da mal genaueres zu in einem separaten Blogpost.

 

  1. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?

Eher nicht. Ich will meistens alles selbst hinbekommen.

 

  1. Was kannst du nicht wegwerfen?

Einiges. Ich hebe viele Dinge auf, nur um sie dann halt zwei Jahre später in den Müll zu werfen. Was ich allerdings für immer sammeln und niemals wegwerfen werde, sind die ganzen Eintrittskarten zu Konzerten, Musicals, Theateraufführungen und und und … die bleiben für immer als physische Erinnerungen an meistens unvergessliche Abende.

 

  1. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?

Facebook, Instagram, Youtube.

 

  1. Sind die besten Dinge im Leben gratis?

Aus einem Impuls wollte ich sofort „Ja“ schreiben. Bei längerem Nachdenken bin ich mir da allerdings nicht mehr so sicher. Klar, Emotionen und Menschen sind gratis, Erlebnisse aber schon nicht mehr grundsätzlich. Also: Teilweise.

 

  1. Hast du schon einmal etwas gestohlen?

Nein. Auf jeden Fall könnte ich mich nicht daran erinnern.

 

  1. Was kochst du, wenn du Gäste hast?

Ich frage meistens vorher, worauf die Leute Lust haben.

 

  1. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen?

Bei meiner Entscheidungsfreudigkeit, bekomme ich in nur einer Minute nicht viel.

 

1000 Fragen

 

  1. In welche Länder möchtest du noch reisen?

Ich habe mal eine Bucketliste hochgeladen, da könnt ihr das nachlesen.

 

  1. Welche übernatürliche Kraft hättest du gerne?

Fliegen stelle ich mir toll vor. Noch besser wäre natürlich die Fähigkeit, zu Apparieren (Harry Potter Fans, wissen was ich meine)

 

  1. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?

Solche Situationen gab es bestimmt, aber ich glaube, die hab ich verdrängt. Mit fällt nämlich beim besten Willen nichts ein. Das glaub ich ja selbst kaum!

 

  1. Welches Lied macht dir immer gute Laune?

Da gibt es ein paar. Also den einen „Gute-Laune-Hit“ hab ich nicht.

 

  1. Wie flexibel bist du?

Unflexibler, als ich zugeben möchte. Ich mag es nicht, wenn Pläne sich ändern oder ich „mal spontan sein“ soll. Aber ich versuche, mich da immer mehr drauf einzulassen. Beim Reisen funktioniert das allerdings schon erstaunlich gut.

 

  1. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du magst?

Nein, nicht wirklich.

 

  1. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?

Auf mein Handy schauen.

 

  1. Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?

Im Spiegel. Immer dieser Moment, wenn ich vor dem Spiegel stehe und denke: „Heute siehst du gut aus, Zeit für Fotos.“ Und die Kamera  dann so: „Nö.“

 

  1. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport?

Prinzipiell eher mehr Sport, weil ich Essen liebe. Man sollte sich aber nicht selbst geißeln, weil man mal mehr gegessen hat, als vielleicht gut war. Also bei mir gibt es durchaus auch Tage an denen es eben “mehr Kalorien UND weniger Sport” ist. Genießt das Leben!

 

  1. Führst du oft Selbstgespräche?

Ständig.

 

  1. Wofür wärst du gern berühmt?

Ich möchte eigentlich nicht berühmt sein. Aber wenn doch, dann gerne im akademischen Kontext für meine Doktorarbeit oder so.

 

  1. Wie fühlt es sich an abgewiesen zu werden?

Furchtbar.

 

  1. Wen würdest du gern besser kennenlernen?

Da fällt mir ehrlich gesagt niemand ein …

 

  1. Duftest du immer gut?

Ich glaube kaum.

 

  1. Wie viele Bücher liest du pro Jahr?

Ich habe nicht gezählt, aber ich schätze so privat im Schnitt ein Buch pro Monat, mal mehr, mal weniger. Also etwa 12 im Jahr. Und dann kommen da noch die Bücher für die Uni dazu, aber das sind immer unterschiedlich viele.

 

  1. Googlest du dich selbst?

Habe ich vor Jahren mal gemacht und festgestellt, dass es eine Schwimmerin mit meinem Namen gibt. Seitdem habe ich’s dann nicht mehr gemacht, weil das nicht wirklich ergiebig war 😀

 

  1. Welches historische Ereignis hättest du gerne mit eigenen Augen gesehen?

Den Mauerfall. Ich stelle mir vor (und weiß aus Erzählungen), dass das ein extrem emotionaler Moment war und das hätte ich wirklich wirklich gerne miterlebt.

 

  1. Könntest du mit deinen Freundinnen zusammen wohnen?

Ich wohne zwar aktuell in einer WG, allerdings mit Leuten, die ich vorher nicht kannte und die ich mir auch nicht selbst aussuchen durfte. Das klappt zwar gut, aber bei wirklichen Freunden, die man schon lange kennt, ist das glaube ich nochmal was anderes. Nein, das möchte ich nicht.

 

  1. Sprichst du mit Gegenständen?

Wenn, dann mit technischen Gegenständen, wie meinem Laptop oder meinem Handy. So nach dem Motto: „Tu doch einfach, was ich möchte.“

 

  1. Was ist dein größtes Defizit?

Wahrscheinlich, dass ich nie still sitzen kann. Mein Freund dagegen hat das Nichtstun sozusagen perfektioniert und leidet regelmäßig darunter, dass ich ständig irgendwas machen will. (Sorry an der Stelle.)

 


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#3 | Fragen 81-120: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-3-fragen-81-120/

#5 | Fragen 161-200: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-5-fragen-161-200/

#6 | Fragen 201-220: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-6-fragen-201-220/

#7 | Fragen 221-240: http://wanderingmind.de/1000-fragen-an-mich-selbst-7-fragen-221-240/

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1000 Fragen an mich selbst #3 | Fragen 81-120

1000 Fragen

Weiter geht’s in die nächste Runde der 1000 Fragen. Wir legen direkt los, ohne viel Vorgeplänkel.


  1. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?

Wahrscheinlich sehr viel lesen. Und Sport machen.

 

  1. Was hat dich früher froh gemacht?

Eigentlich die gleichen Dinge wie heute auch, würde ich sagen.

 

  1. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Das kann ich gar nicht so festlegen, weil das sehr stimmungsabhängig ist bei mir. Manchmal ist mir nach Kleid und High Heels und an anderen Tagen fühle ich mich am wohlsten in Jeans und Kuschelpulli. Und worin ich mich wohlfühle, damit gefalle ich mir auch am besten.

 

  1. Was liegt auf deinem Nachttisch?

Mein aktuelles Buch.

 

  1. Wie geduldig bist du?

Überhaupt nicht.

 

  1. Wer ist dein gefallener Held?

Über diese Frage habe ich jetzt lange nachgedacht, aber mir ist niemand eingefallen.

 

  1. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?

Nein. Es gibt zwar Fotos, bei denen ich mich nicht freuen würde, wenn sie jeder sieht. Aber erpressbar wäre ich durch keins von denen.

 

  1. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?

Mit meinen Freunden aus der Schulzeit hat sich der Kontakt leider meistens verlaufen oder ich zähle sie heute nur noch zu „Bekanntschaften“. Dementsprechend sind alle anderen Freundschaften noch sehr jung. Zumal es auch mindestens ein Jahr oder länger dauert, bis ich jemanden nicht mehr als Bekanntschaft, sondern als Freund betrachte.

 

  1. Meditierst du gerne?

Ich kann’s einfach nicht und deswegen kann ich auch nicht behaupten, es gerne zu machen. Ich hab’s wirklich versucht, mehrmals. Aber irgendwie ist das nichts für mich.

 

  1. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?

Unterschiedlich. Wenn ich Aggressionen abbauen muss, geh ich zum Sport. Das hilft immer sehr.

Wenn ich einfach traurig und mies drauf bin darf es aber auch gerne ein Becher Ben & Jerry’s auf der Couch sein. Spazierengehen hilft mir auch oft dabei, den Kopf frei zu bekommen. Und am besten hilft mir meistens von meinem Schatz in den Arm genommen zu werden.

 

  1. Wie heißt dein Lieblingsbuch?

Da kann ich mich nicht festlegen. Ich hab schon so viele so gute Bücher gelesen, manche besser, manche schlechter. Aber mich da auf ein einzelnes zu beschränken, wäre nicht fair.

 

  1. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über What’s App?

Mit meinem Freund.

 

  1. Was sagst du häufiger: Ja oder nein?

Gute Frage … Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich oft ja sage und mich hinterher darüber ärgere, weil ich dies oder jenes doch gar nicht wollte. Auf der anderen Seite kann ich auch oft ganz schön ablehnend sein und einfach rund heraus nein sagen. Aber ich glaube, das kommt auf die Person an, mit der ich rede.

 

  1. Gibt es ein Gerücht über dich?

Nicht, dass ich wüsste.

 

  1. Was würdest du tun, wenn du nicht arbeiten müsstest?

Reisen, reisen, reisen.

 

  1. Kannst du gut Auto fahren?

Auch wenn ich weiß, dass mein Freund jetzt den Kopf schüttelt, aber ich finde schon.

 

  1. Ist es dir wichtig, dass andere dich nett finden?

Nein. Wenn sie mich nett finden, so wie ich bin, ist das gut und ich freue mich darüber. Wenn nicht, ist das zwar schade, aber auch nicht zu ändern.

 

  1. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht?

So manches.

 

  1. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?

Essen gehen oder gemütlich ein, zwei Gläser trinken mit lieben Menschen.

1000 Fragen
Ödön von Hórvath
  1. Hast du jemals gegen ein Gesetzt verstoßen?

Wenn ja, dann nicht bewusst. Also mir fällt nichts ein.

 

  1. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?

Teilweise schon. Allerdings habe ich grade ein bisschen gegooglet und auf den meisten Seiten stehen so viele Attribute, dass jeder irgendwas finden wird, was da zu ihm passt 😀 Dennoch musste ich immer wieder feststellen, dass ich tatsächlich viele Charaktereigenschaften mit anderen Leuten teile, die das gleiche Sternzeichen haben.

 

  1. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?

Schwarz, blau, grau, weiß … ich versuche immer wieder mehr Farbe reinzubringen, aber das gestaltet sich irgendwie unglaublich schwer.

 

  1. Holst du alles aus einem Tag heraus?

Ich gebe jeden Tag erneut mein Bestes.

 

  1. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?

Ich schaue immer nur eine, maximal zwei Serien parallel. Das ist bei mir genauso wie mit Büchern. Wenn ich eine Serie von vorne bis hinten durch habe (oder sie abgesetzt wurde oder die neueste Staffel noch nicht auf Netflix verfügbar ist), dann fange ich eine neue an.

 

  1. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben?

Ich möchte mich immer wieder für die kleinen Dinge im Leben begeistern können.

 

  1. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?

Ich glaube nicht. Wäre mal einen Selbstversuch wert, allerdings stelle ich es mir extrem schwierig vor.

 

  1. Wer kennt dich am besten?

Meine Mama.

 

  1. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten?

Bügeln. Deswegen mache ich das auch nie.

 

  1. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?

Natürlich, wer ist das nicht mal?

 

  1. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?

Ohne Wecker aufstehen, am besten vom Sonnenschein geweckt, dann ein leckeres, ausgiebiges Frühstück. Und dann einfach die Dinge tun, auf die ich Lust habe: ein gutes Buch lesen, Podcasts hören (die habe ich neu für mich entdeckt) und einfach nichts tun. Nachmittags vielleicht ein Spaziergang und dann ein Eis oder ein Stück Kuchen mit meinem Schatz. Den Abend lassen wir ausklingen bei einem guten Essen (Lieferdienst oder ausgehen) am liebsten auf der Terrasse. Und es gibt einen schönen Sonnenuntergang.

 

  1. Bist du stolz auf dich?

Ja, auf jeden Fall.

 

  1. Welches nutzlose Talent besitzt du?

Ich kann kleinere Gegenstände mit meinen Zehen greifen. Obwohl … so nutzlos ist das gar nicht, oder?!

 

  1. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?

Verschiedene Freundschaften, die ohne klärendes Gespräch zu Ende gegangen sind.

 

  1. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol?

Ich trinke ziemlich wenig Alkohol. Und wenn, dann weil ich gerade Lust darauf habe.

 

  1. Welche Sachen machen dich froh?

Der Geruch von einem neuen Buch, Bibliotheken, vergünstigte Mängelexemplare.

Sommergewitter, der Geruch von Regen und frisch gemähtem Gras.

Dinge, die mit Käse überbacken sind. Dinge, die Schokolade und/oder Erdnussbutter enthalten.

Kalender, Checkliste, Pläne und alles, was mit Organisation zu tun hat.

Ach, da sind so einige Dinge, die mich froh machen

 

  1. Hast du heute schonmal nach den Wolken im Himmel geschaut?

Ja, allerdings nur weil es nach Gewitter aussieht und ich eigentlich noch nach draußen wollte.

 

  1. Welches Wort sagst du zu häufig?

Ich neige manchmal zu Superlativen. Wenn ich so drüber nachdenke nutze ich deswegen ziemlich häufig die Worte „mega“ und „ultra“, sowohl im Positiven als auch im Negativen, wenn ich Dinge oder Ereignisse beschreibe.

 

  1. Stehst du gern im Mittelpunkt?

Nein, ist mir meistens sehr unangenehm.

 

  1. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?

Zum Nichtstun.

 

  1. Sind Menschen von Natur aus gut?

Ja.

 


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Rituale und Aberglaube am Theater

Theaterhäuser sind wunderbare Orte mit jahrhundertelanger Tradition. Das Schauspiel ist eine der ältesten Tätigkeiten der Welt. Kein Wunder also, dass sich hier in all der Zeit allerlei Rituale etabliert haben, die auch heute nicht mehr wegzudenken sind. Und obwohl Theaterleute gemeinhin doch als sehr weltoffen gelten und mancher es ihnen nicht zutrauen würde, spielt vor allem Aberglaube an den meisten Häusern eine große Rolle. Ob wirklich alle Menschen, die im Theater arbeiten, abergläubisch sind, wage ich allerdings stark zu bezweifeln. Die meisten dieser Regeln sind einfach über die Jahrhunderte so fest verankert, dass man sie auch heute nicht bricht. Sie gehören, wie gesagt, zu dieser Tradition der darstellenden Künste einfach dazu. Und hinter manchen stecken so tolle Geschichte, die es einfach lohnt, zu erzählen.

Ein paar der schönsten, merkwürdigsten und lustigsten habe ich euch hier zusammengeschrieben. Damit euch bloß kein Missgeschick passiert, solltet ihr mal hinter den Kulissen arbeiten.

Bühne Volkstheater
Das große Haus des Wiener Volkstheaters

Verbote

  1. Laufe niemals fröhlich ein Liedchen pfeifend über die Bühne!

Es gibt zwei Erklärungen, wo dieses Verbot herkommt. Die erste (und wahrscheinlichere) ist die, dass die Theater früher noch mit Gaslampen beleuchtet wurden. Hörte man irgendwo ein Pfeifen, hieß das, eine Gasleitung leckte und das hieß wiederum: größte Gefahr!

Die zweite Erklärung (und wie ich finde, viel witzigere) ist die, dass früher vor allem Seeleute und Hafenarbeiter im Schnürboden gearbeitet haben, da die schwindelfrei waren. Anstatt sich Befehle zuzurufen, haben sie sich aber durch Pfeifen verständigt. Lief jetzt jemand pfeifend über die Bühne unter ihnen, störte er damit die Kommunikation und alles endete im Chaos.

 

  1. Trage auf der Bühne niemals deinen eigenen Mantel, Hut oder Schmuck!

  2. Iss niemals auf der Bühne, es sei denn es gehört zur Szene.

Beide Verbote bestehen aus Respekt vor der „heiligen“ Bühne.

 

  1. Nenne niemals in Bühnennähe den Namen „Macbeth“!

Ehrerbietig wird immer nur von „Diesem schottischen Stück“ gesprochen und der namensgebende Protagonist ist „der schottische König“. Wer den Namen laut ausspricht, läuft Gefahr die Geister der drei Hexen aus ebenjenem Stück zu beschwören. Noch gefährlicher ist es allerdings, direkt aus der Hexenszene zu zitieren. Dann ist die Aufführung sowieso zum Scheitern verurteilt.

Woher aber kommt diese Panik? Nun ja, die Aufführungsgeschichte Shakespeare’s Stück sprich Bände:

„Während der Uraufführung starb der Knabe, der Lady Macbeth spielte, hinter der Bühne und Shakespeare musste die Rolle selbst übernehmen. In Amsterdam wurde der Requisitendolch mit einem echten verwechselt und bescherte dem Publikum eine schockierend realistische Sterbeszene. Diana Wynyard schlafwandelte als Lady Macbeth über die Bühnenkante und 4,5m in die Tiefe. In New York löste das Stück Krawalle aus, die als Astor Place Riot in die Geschichte eingingen. Grund waren zwei konkurrierende Schauspieler, die zeitgleich in der Titelrolle an unterschiedlichen Theatern zu sehen waren. Ein aufgebrachter Mob protestierte gegen den britischen Kollegen vor dem Astor Place Opera House und demolierte solange das Theater, bis die Nationalgarde einschritt, fast 30 Menschen starben. Am Old Vic wurde Macbeth-Darsteller Laurence Olivier beinahe von einem herabfallenden Gewicht erschlagen und die Theaterleiterin Lilian Baylis verschied einen Tag vor der Premiere. Noch schlimmer erging es der Inszenierung von John Gielgud, bei der drei Schauspieler ums Leben kamen und der Kostümbildner nach der Premiere Selbstmord beging (über die Gründe kann nur spekuliert werden). Nur wenig später erlitt Schauspieler Harold Norman in Manchester eine tödliche Stichwunde auf der Bühne, laut Eigenaussage gab er nichts auf den Aberglauben. Glimpflicher kam Regisseur und Zweifler Peter Hall davon, er bekam lediglich eine Gürtelrose und musste die Premiere verschieben.“
(Aus dem Theater Magazin 02/2018)

 

Theaterhaus Kaiserslautern
Das Pfalztheater Kaiserslautern

Vorsichtsmaßnahmen bei den Requisiten

  1. Keine echten Spiegel auf der Bühne

Auch hier gibt es wieder zwei Erklärungen: eine praktische und eine mystische. Die praktische Erklärung ist ganz naheliegend, Reflexionen von Scheinwerfern, Publikum und dem nicht sichtbaren Bühnenbereich sollen einfach vermieden werden. Die mystische Erklärung lautet folgendermaßen: Sieht man in den Spiegel hinein und es steht noch eine Person dazwischen, der man über die Schulter und den Spiegel in die Augen sehen kann, ist diese Person vom Unglück betroffen. Logisch.

 

  1. Keine Stricknadeln auf der Bühne

Zum einen auch hier wieder eine ganz praktische Erklärung: Auf herumliegenden Stricknadeln kann man ausrutschen und sich den Hals brechen, außerdem können sie sich in Kostümen verheddern. Zum anderen gibt es aber auch die – meiner Meinung nach viel schönere – Variante, dass die Schicksalsgöttinnen mit den Nadeln ein Netz produzieren könnten, in dem sich die ganze Produktion verfangen kann.

 

  1. Kommen Baby-Puppen zum Einsatz sollten diese immer mit dem Gesicht nach unten auf dem Requisitentisch gelagert werden.

In ihnen können nämlich poltergeistähnliche Kreaturen leben und durch die Augen der Puppen könnten sie entschlüpfen und so Unheil im Theater anrichten.

Wiener Burg
Das Burgtheater in Wien

Glückwünsche

  1. Man wünscht sich vor einer Aufführung niemals „Viel Glück“.

Stattdessen sagt man am Theater „Toi, toi, toi“, was eine Verballhornung des „Teufel, Teufel, Teufel“ ist. Die richtige Erwiderung darauf ist natürlich niemals „Danke“. Gar nichts zu sagen, ist allerdings auch falsch, angemessene Antworten sind „Hals- und Beinbruch“ oder „Wird schon schief gehen“.

 

  1. Über die Schulter spucken

Zum “Toi Toi Toi” spuckt man sich dreimal über die linke Schulter. Allerdings erst in vollständigem Kostüm und Maske. Alles andere bringt wieder Unglück.

 

Die Generalprobe

 

  1. Allgemein bekannt ist, dass eine schlechte Generalprobe Glück für die Premiere verheißt.

 

  1. Nach der Generalprobe wird niemals geklatscht. Denn das bringt Unglück.

 

  1. Der letzte Satz des Stücks sollte erst zur Premiere ausgesprochen werden. Das Stück bereits vorher zu vollenden, wäre ein Frevel.

(In der Praxis habe ich das allerdings auch schon anders erlebt.)

 

 

Ja, ich weiß, das sind eine Menge Regeln und Verbote. Und es ist nur eine Auswahl! Aber was tun, wenn man eine Regel gebrochen hat? Gibt es eine Möglichkeit das Unglück noch einmal abzuwenden? Ja, die gibt es:

 

Sollte dir aus Versehen der Name „Macbeth“ herausrutschen, solltest du schnellstmöglich das Theater verlassen, drei Mal um das Gebäude herumlaufen und dann wieder höflichst bei den Theatergeistern um Einlass bitten. Wenn es nicht möglich ist, um das Gebäude herumzulaufen, tut es auch eine dreimalige Drehung um die eigene Achse. Ach ja und drei Mal auf Holz klopfen kann auch nicht schaden.

Solltest du jemandem Glück gewünscht oder dich für ein „Toi Toi Toi“ bedankt haben, kannst du ebenfalls auf die oben beschriebenen Mittel zurückgreifen. ODER – und das ist mein Favorit – du rezitierst Pucks Schlussmonolog aus Shakespeares Sommernachtstraum. Damit versöhnst du die Geister wieder. Also hier, für alle Fälle:

 

Wenn wir Schatten euch beleidigt,
denkt nur dies – und wohl verteidigt
sind wir dann. Ihr alle schier
habet nur geschlummert hier
und geschaut in Nachtgesichten
eures eignes Hirnes Dichten.
Wollt ihr diesen Kindertand,
der wie leere Träume schwand,
werte Herrn, nicht gar verschmähen,
sollt ihr bald was Bessres sehn.
Da ich Puck und ehrlich bin,
nehmen wir euren Dank jetzt hin,
wenn wir bösen Schlangenzischen
damit glücklich könn’ entwischen.
Sonst will Puck ein Lügner sein!
Nun gut Nacht! – Doch haltet ein:
Klatscht erst Beifall unserm Stück!
Dann bringt Puck euch nichts als Glück.

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