Pomodoro-Technik: Produktiver und konzentrierter arbeiten

Tomaten

Ich bin eine dieser Kandidatinnen, die sich von jeder Kleinigkeit ablenken lassen, wenn sie eine einzige Aufgabe erledigen sollen. Bis ich es mal geschafft habe, in einen guten Workflow zu kommen, ist meine Aufmerksamkeit vorher bereits immer wieder von 17.000 Dingen beschlagnahmt worden. Instagram, Facebook, Snacks holen, den Kühlschrank neu organisieren, den Schreibtisch aufräumen, dabei alte Fotos entdecken und durchschauen … Prokrastination kann ich. Und auch während des Arbeitens schweifen meine Gedanken einfach immer wieder ab.
Aber ich weiß jetzt, wie ich das in den Griff bekomme:

Nämlich mit der sogenannten Pomodoro-Technik.

Eigentlich ist das ein alter Hut und jeder, der sich schon mal mit solchen Produktivitäts-Strategien auseinander gesetzt hat, kennt diese Technik schon.

Aber, weil es für mich einfach so mindblowing war, als ich die Pomodoro-Technik zum ersten Mal angewandt habe, möchte ich diese Erfahrung gerne noch einmal hier mit euch teilen.

Pomodoro-Technik: Konzentration in Intervallen

Das Prinzip ist ganz einfach: Man überlegt sich eine einzige Aufgabe, die erledigt werden muss. Dann stellt man sich einen Timer von 25 Minuten, in dieser Zeit wird gearbeitet. Sind die 25 Minuten um, stehen 5 Minuten Pause an. Dann geht es weiter. Nach vier solcher Intervalle sind 2 Stunden um, dann gibt es eine längere Pause von 30 Minuten.

Als ich das erste Mal davon gelesen habe, war ich skeptisch:
Sind 25 Minuten nicht viel zu kurz? Wie soll ich da in einen Workflow kommen, wenn ich ständig aus meiner Arbeit rausgerissen werde? Und muss ich dann nicht immer wieder von vorne ansetzen und meine Gedanken sortieren?

Da ich aber trotzdem neugierig war, habe ich es ausprobiert. Und – es hat mein Leben verändert.

Mit der Pomodoro-Technik so konzentriert wie noch nie

In den 25 Minuten liegt mein Handy nicht in Reichweite und ist komplett stummgeschaltet, auf dem Laptop sind nur die Seiten geöffnet, die ich zur Erledigung der Aufgabe benötige. Der Timer beginnt mit 25 Minuten und ich arbeite tatsächlich 25 Minuten komplett konzentriert, ohne mich mit Kleinigkeiten abzulenken.

Der Grund, dass das für mich so gut funktioniert, liegt denke ich daran, dass ich weiß, dass ich nach 25 Minuten aufhöre. Die Arbeit hat eben kein unbestimmtes Ende irgendwann.

In der Pausenzeit stehe ich gerne mal auf, strecke mich ein bisschen, hole mir etwas neues zu trinken. Und dann geht’s weiter. Und auch wenn ich in den 5 Minuten dann doch durch Instagram scrolle – was, wie wir alle wissen, ein riesiger Zeitfresser sein kann –, dann lege ich das Handy zur Seite, sobald der Timer sich wieder meldet. Es funktioniert tatsächlich so, dass ich einfach “einen Schalter umlegen” kann.

Wofür nutze ich Pomodoro?

Für mich funktioniert die Technik vor allem für das Schreiben von langen Texten und für Recherchen. Dafür ist auch die Länge der Intervalle von 25 und 5 Minuten ideal.
Aber das Tolle ist ja, dass jeder die Intervalllänge für seine persönlichen Bedürfnisse anpassen kann. Länger oder kürzer, je nachdem, was für euch besser funktioniert.


Kennt ihr die Pomodoro-Technik? Wendet ihr sie bereits an? Oder habt ihr andere Techniken für euch entdeckt?

Weitere Tipps für mehr Produktivität, findet ihr übrigens im letzten Beitrag.

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6 Dinge, die an keinem Arbeitsplatz fehlen dürfen

Beitragsbild: 6 Dinge, die auf keinem Schreibtisch fehlen dürfen

Da zuletzt hauptsächlich Gedankenwirrwarr auf diesem Blog passiert ist, soll es heute mal wieder etwas Nützliches geben. Heute geht es wieder um Organisation – für Studenten, Schüler oder Blogger, eigentlich für jeden, der am Schreibtisch arbeitet und Texte schreibt.

Es geht um 6 Dinge, die sich an jedem Arbeitsplatz befinden sollten, damit die Arbeit produktiv läuft.

Einige dieser Dinge, kann man theoretisch auch gut über eine App auf dem Computer ersetzen. Für mich persönlich ist das aber zu chaotisch, weil man dann immer zig Fenster auf einmal geöffnet hat, die man immer hin und her schieben, öffnen und schließen muss. Ich finde es sehr viel übersichtlicher, neben meinem Laptop noch ein paar andere Dinge, um mich herum zu haben. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Aber nicht mehr lange drum rum geredet – los geht’s.

Stift und Papier

Neben meinem Laptop, auf dem ich alles schreibe, was ihr hier so zu lesen bekommt, liegt auf meinem Arbeitsplatz immer ein Notizbuch und ein Stift. Weil ich dazu tendiere, im Hinterkopf immer noch andere Ideen zu wälzen oder während des Schreibens triggert ein bestimmtes Wort irgendetwas in mir und ich habe eine zündende Idee. Damit ich dann nicht sofort die aktuelle Arbeit liegen lassen, um mich dem Neuen zu widmen, mache ich mir schnell eine Notiz. So kann ich ganz entspannt weiterarbeiten, ohne Angst haben zu müssen, die tolle Idee zu vergessen.

Notizbuch

Kalender/Planner/To Do-Liste

Neben diesem Notizbuch gibt es außerdem noch einen Kalender in Papierform auf meinem Schreibtisch. Ich plane alle meine Termine handschriftlich in meinem Filofax und das schon seit … eigentlich seit ich Termine habe, die ich planen müsste. Das ist natürlich Geschmackssache, manche bevorzugen ja einen digitalen Kalender. Hier finde ich allerdings auch meine To Do-Listen und wenn ich die neben mir liegen habe, reicht ein schneller Blick zur Seite, um zu wissen, wo ich gerade stehe und was ich noch so vor mir habe. Einfach als kleine Orientierung für meinen Tagesablauf und falls mir etwas wichtiges einfällt, was auf jeden Fall an diesem Tag noch erledigt werden muss, kommt das hier drauf.

Kalender, Notizbuch und PostIts

Timer/Uhr

Jeder, der sich schonmal mit Produktivitäts-Strategien auseinandergesetzt hat, hat mit Sicherheit auch schon von der Pomodoro-Technik gehört. Kurz zusammengefasst: Man arbeitet in Intervallen von 25 Minuten mit jeweils 5 Minuten Pause dazwischen. Wenn vier Intervalle vorbei sind, gibt es eine längere Pause von 30 Minuten. Man kann die Länge der Intervalle natürlich variieren, aber 25 Minuten ist die Empfehlung und die nutze ich auch. Ich hab es vorher selbst nicht geglaubt, aber mit dieser Technik, arbeite ich so viel konzentrierter und damit auch schneller. Gerade beim Schreiben von langen Texten und Recherchearbeiten wende ich sie deswegen seitdem immer an.

Long story short: Auf eurem Schreibtisch sollte sich eine Uhr, ein Timer oder etwas Ähnliches befinden, mit dem ihr die Zeit stoppen könnt. Auch hier gibt es im Übrigen kleine feine Apps, die das übernehmen.

App Flow
Ich habe auf meinem Laptop die App Flow runtergeladen. Erfüllt seinen Zweck einwandfrei.

Für Laptopnutzer: eine Maus

Ich weiß heute nicht mehr, wie ich das bewerkstelligt habe, aber die ersten drei Jahre meines Studiums hatte ich keine Maus für meinen Laptop. Ich habe ausschließlich das Trackpad benutzt und eigentlich war das ziemlich blöd.

Oft habe ich die Maus auch heute einfach aus Bequemlichkeit nicht in Benutzung, weil die Entfernung von der Tastatur zum Trackpad natürlich kürzer ist, als zur Maus. Bloß nicht zu viel bewegen. Aber je nachdem, woran man arbeitet, und oft sogar beim einfachen Schreiben von Texten, ist eine Maus so viel besser zu handhaben und erleichtert die Arbeit, wie ich finde, enorm.

Maus und externe Festplatte

Eine externe Festplatte

Stundenlang gearbeitet, geschrieben, Bilder bearbeitet, Videos geschnitten oder was auch immer – eine schusselige Bewegung und der Tee ist über der Tastatur verschüttet und euer Computer verabschiedet sich. (Man munkelt, dies sei eine wahre Geschichte.) Klar gibt es Experten, die Daten noch von der Festplatte retten können, aber es ist doch ein riskantes Spiel und kostet eine Menge Nerven, wenn man um seine ganze Arbeit bangen muss.
Deswegen: eine externe Festplatte kostet nicht viel Geld und regelmäßige Backups können wahre Lebensretter sein.

Wasser

Auch wenn ich schlechte Erfahrungen mit offenen Getränken am Arbeitsplatz gemacht habe – Fakt ist auch, dass ich, wenn ich stundenlang am Schreibtisch sitze, vergesse, genug zu trinken und am Abend gehörige Kopfschmerzen habe. Wenn ich mir jedoch eine große Flasche Wasser vor die Nase stelle, denke ich daran. Das ist nicht nur besser für die Gesundheit, sondern auch für die Konzentration. Wer besonders schusselig ist, sollte auf verschließbare Flaschen und Becher setzen. Und in Punkt 5 investieren.

Wasserflasche am Arbeitsplatz
Am liebsten habe ich meine Flasche von Soulbottles auf dem Schreibtisch stehen. Da passt viel rein und hübsch ist sie auch noch.

Diese sechs Dinge, befinden sich eigentlich immer an meinem Arbeitsplatz, selbst wenn ich z.B. im Zug sitze und schreibe, habe ich die meisten von Ihnen bei mir. Da nichts davon super viel Platz wegnimmt, kann man seinen Arbeitsplatz also auch sehr gut mobil halten.

Was darf denn auf eurem Schreibtisch nicht fehlen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

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5 ultimative Tipps für Hausarbeiten [Studententipps]

Du hast das perfekte Thema für deine Hausarbeit, eine sinnvolle Gliederung erstellt und weißt auch, was bei den einzelnen Teilen zu beachten ist. Bevor du mit dem Schreiben anfängst, gibt es jetzt noch 5 simple, aber geniale Tipps, wie deine Hausarbeit noch besser wird.

1. Weniger ist mehr.

Klar, einen gewissen Umfang muss deine Arbeit haben, damit sie den Richtlinien entspricht. Aber: besprich lieber einen Aspekt noch detaillierter, anstatt zig Unterthemen anzusprechen, jedoch keins davon richtig auszubauen. Beschränke dich auf die wichtigsten Punkte und bearbeite diese intensiv.

2. Formatvorlagen are the key.

Stundenlanges Formatieren ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch nervenaufreibend. Normalerweise gibt deine Uni vor, in welcher Schriftart und -größe eine Hausarbeit verfasst werden soll, wie groß der Seitenrand und der Zeilenabstand zu sein hat usw. Damit du das nicht alles bei jeder Arbeit aufs Neue nachlesen und anwenden musst, lege dir einfach eine Formatvorlage in deinem Schreibprogramm an. So kannst du einfach jedes Mal die Vorlage auswählen und dort deine Arbeit schreiben. Ganz unkompliziert.

3. Zitiersoftware – denn sonst wirst du wahnsinnig.

Bei kürzeren Seminararbeiten ist es oft noch kein so großes Problem, wenn es aber an Bachelor- oder Masterarbeiten geht, sammelt sich oft eine Menge an Literatur an. Und nichts ist schlimmer, als am Ende zu merken, dass man den Überblick verloren hat und nicht mehr weiß, wo man seine Zitate her hat. Um das zu vermeiden, lade dir am besten eine Zitiersoftware herunter. (Ich persönlich empfehle Citavi, da das aber leider nur für Windows-Rechner funktioniert, ist Mendeley eine gute Alternative.*) Hier kannst du alle deine Quellen inklusive aller relevanter Angaben einspeichern und kannst sie von dort ganz easy in dein Dokument einfügen. So ist alles übersichtlich und einheitlich.

4. Papier statt Bildschirm.

Wenn es ans Korrekturlesen geht, ist eins besonders wichtig. Drucke deine Arbeit einmal aus und korrigiere sie handschriftlich. Beim Lesen auf Papier fallen Fehler viel schneller auf, als auf dem Bildschirm.

5. Vier Augen sehen mehr als zwei.

Außerdem: bitte jemanden, deine Arbeit zu lesen und auf Fehler zu überprüfen. Vor allem, was Rechtschreibung und Grammatik angeht, überliest man seine eigenen Fehler schnell, weil man sie schon 1000 Mal gelesen hat. Jemand anders hat einen frischen Blick auf die Arbeit und wird auch kleine Fehler eher entdecken. Wenn du jemanden findest, der auch noch vom Thema deiner Arbeit Ahnung hat – umso besser, dann kannst du auch noch inhaltliche Anmerkungen bekommen, die hilfreich sein können.


*Dies ist keine Werbung, ich erhalte kein Geld für die Erwähnung/Verlinkung. Es handelt sich lediglich um eine persönliche Empfehlung.

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Sehr gute Hausarbeiten schreiben: Einleitung & Schluss [Studententipps]

Nachdem jetzt geklärt ist, wie ihr euer Thema findet und wie ihr eine Gliederung für den Hauptteil eurer Arbeit erstellt, geht es heute um zwei nicht zu vernachlässigende Teile der Hausarbeit: Die Einleitung und den Schluss.

Obwohl die Einleitung am Anfang der Arbeit steht, macht es Sinn, sie am Ende erst zu schreiben. Warum ist das so? Weil ihr darin, bis auf ein paar Änderungen etwas Ähnliches schreibt, wie in eurem Schlussteil, also dem Fazit.

Schlussteil schreiben, Fazit ziehen

Das letzte Kapitel eurer Arbeit heißt im Normalfall einfach nur Fazit. Vielleicht fällt euch ja etwas Spannenderes ein, in der Regel reicht das aber aus, weil das ja der Inhalt des Schlussteils ist. Um dieses Fazit zu ziehen, solltet ihr aber kurz die vorangegangenen Kapitel zusammenfassen. Erläutert noch einmal, was ihr in welchem Kapitel untersucht und zu welchem Ergebnis ihr gekommen seid. Bei längeren Arbeiten hat das für den Leser den Vorteil, dass alle Argumente wieder präsenter sind und eure Schlussfolgerung dadurch nachvollziehbarer wird. Und auch für euch ist das eine Hilfe beim Schreiben, da ihr euch selbst nochmal bewusst macht, was ihr gezeigt habt im Laufe der Arbeit und daraus euer Fazit zusammenbasteln könnt.

Nach dieser Zusammenfassung beantwortet ihr abschließend eure Forschungsfrage, welche ihr in der Einleitung gestellt habt.

Die Einleitung – als allerletztes

Und damit kommen wir zu Einleitung. Eins der ersten Dinge, das ich im Seminar über wissenschaftliches Arbeiten gelernt habe, war, dass die Einleitung immer als allerletztes geschrieben wird. Auf das Warum gehe ich gleich noch näher ein. Aber was steht überhaupt in der Einleitung?

Am Anfang eurer Arbeit sollt ihr euer Thema vorstellen und eure Forschungsfrage stellen. Wie ihr in das Thema einleitet, ist ganz euch überlassen. Vielleicht gibt es eine aktuelle Debatte, auf die ihr euch beziehen könnt, oder ein berühmtes Zitat, das den Einstieg erleichtert. Ihr könnt aber auch einfach die bisherige Forschung zum Thema aufgreifen. Es gibt unzählige Möglichkeiten.

Wenn ihr dann ins Thema eingeführt und eure Leitfrage formuliert habt, erklärt ihr euer weiteres Vorgehen. Ihr zählt also auf, welche Schritte ihr in der Arbeit gehen werdet, um die gestellte Frage zu beantworten. Und das ist der Grund, weshalb die Einleitung erst am Ende geschrieben werden sollte. Klar, habt ihr vorher eure Gliederung erstellt und könntet anhand von ihr die Einleitung schreiben. Allerdings ist es meistens so, dass während des Schreibprozesses manchmal Dinge wichtiger werden, als zunächst gedacht. Oder das andere Dinge unwichtiger erscheinen und vielleicht ganz gestrichen werden. Unterkapitel werden eingefügt oder umgestellt – kurz: eure Gliederung wird sich während des Schreibens ändern. Wenn ihr dann eure Einleitung schon angefertigt habt, könnt ihr die jetzt auch wieder ändern. Doppelte Arbeit macht niemand gern, also spart euch das.


Ich hoffe, diese kleinen Tipps helfen euch dabei, eine bessere Hausarbeit zu schreiben. Wenn ihr noch mehr Tipps zum Thema Studium haben wollt, schaut einfach hier vorbei.

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Sehr gute Hausarbeiten schreiben: Die Gliederung [Studententipps]

Gliederung einer Hausarbeit erstellen

Schon wieder steht vielen Studenten die Prüfungszeit bevor und das heißt auch meistens: Hausarbeiten schreiben. In einem älteren Beitrag habe ich schon einmal die perfekte Herangehensweise zur Themenfindung aufgeschrieben. Heute soll es um den Aufbau eurer Arbeit gehen und wie ihr da am besten rangeht.

Hausarbeitsaufbau in drei Teilen

Im Grunde genommen besteht jede Hausarbeit aus drei Teilen: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Was im ersten und letzten Teil passiert ist ziemlich unspektakulär. In der Einleitung stellt ihr eure Forschungsfrage und erläutert euer Vorgehen, im Schlussteil zieht ihr ein Fazit, beantwortet also eure Fragestellung abschließend (sofern das möglich ist) und gebt eventuell einen Ausblick auf weiterführende Forschung, die nötig wäre. Das wirklich knifflige ist der Hauptteil, also eure eigentliche Arbeit. Denn einfach einen 15-seitigen Fließtext zu produzieren ist weder besonders leserfreundlich, noch besonders effektiv für euch selbst.

Der Aufbau des Aufbaus: Die Gliederung

Was also tun? Eine Gliederung muss her. Die Gliederung ist euer persönlicher Leitfaden für das Erstellen der Arbeit und erleichtert später dem Leser, sich darin zurechtzufinden.

Eine gute und sinnvolle Gliederung zu erstellen ist allerdings gerade am Anfang, wenn man noch nicht so viel Erfahrung mit wissenschaftlichen Arbeiten hat, gar nicht so einfach.

Gliederung einer Hausarbeit erstellen

Grundlagen und Forschung

Zunächst solltet ihr euch erst einmal überlegen, welche Grundkenntnisse man eventuell benötigt, um eure Fragestellung beantworten zu können. Wenn ich mich z.B. mit den Verfremdungseffekten in Brechts Stück „Mutter Courage und ihre Kinder“ beschäftigen will, dann muss ich zunächst erläutern, was Verfremdungseffekte überhaupt sind und wie sie funktionieren. Wenn ich die mittelalterlichen Konzepte von Ritter und Held in der Literatur vergleichen will, muss ich zuerst erklären, was ein Ritter und was ein Held ist. Solche Grundlagenfragen sollten am Anfang eurer Arbeit stehen.

Wenn bereits Forschungsliteratur zu eurer Fragestellung existiert (und das ist wahrscheinlich), dann ist es oft auch interessant, diese in einem eigenen Kapitel zu resümieren und eventuell dazu Stellung zu beziehen.

Vom Großen ins Kleine

Wenn alle Grundlagen geklärt sind, könnt ihr euch eurer eigentlichen Fragestellung widmen. Hierbei gilt: vom Großen ins Kleine, vom Wichtigen zum Unwichtigen. Vielleicht kann man die Frage nochmal in mehrere Schritte runterbrechen und daraus Unterkapitel machen. Vielleicht reicht aber auch ein großes Kapitel, das kommt auf die Komplexität des Themas an. Bei mir selbst habe ich festgestellt: vom Anfang zum Ende des Studiums und vom Bachelor zum Master werden die Gliederungen länger und kleinteiliger, weil die Themen komplexer werden.

Gliederung einer Hausarbeit erstellen

Fahrplan und Struktur

Es ist sehr wichtig, dass ihr den ersten Gliederungsentwurf macht, bevor ihr mit dem Schreiben beginnt, denn so verheddert ihr euch nicht in eurer Argumentation. Es ist vollkommen normal, dass sich die Gliederung während des Schreibprozesses noch ändert, weil währenddessen vielleicht neue Fragen aufkommen oder sich Dinge als irrelevant herausstellen. Sie hilft euch dennoch den Überblick zu behalten und strukturiert schreiben zu können.

An sich ist das Erstellen einer ordentlichen und strukturierten Gliederung kein Hexenwerk. Doch es benötigt etwas an Übung. Wenn ich mir heute die Gliederungen meiner ersten Hausarbeiten ansehe, schüttle ich auch manchmal den Kopf, aber ich habe mit jeder Hausarbeit etwas dazugelernt und inzwischen fließt es ganz automatisch.


Hier kommt ihr nochmal zum Beitrag zur Themenfindung. Demnächst kommen werde ich noch Beiträge zum Abfassen einer Einleitung und eines Fazits schreiben, damit ihr dann am Ende perfekt gerüstet seid, für eure nächste Hausarbeit.

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Warum ich jeden Tag zur selben Zeit aufstehe – Tipp für mehr Produktivität

Studenten machen immer nur Party und stehen eigentlich nie vor 12 Uhr mittags auf. Das ist das Gerücht, das sich hartnäckig hält – für mich gilt das nicht. Und für die meisten meiner Mitbewohnerinnen eigentlich auch nicht.

Aber so ganz war das auch nicht immer so.

Durch die Schule war ich 12,5 quälende Jahre gezwungen gewesen, jeden Morgen um 6.30 Uhr mein gemütliches, warmes Bett zu verlassen und oft noch im Dunkeln aus dem Haus zu gehen. Als ich dann zu studieren anfing, dachte ich rebellisch und selbstbestimmt wie ich nun war „Wieso um Himmels Willen soll ich denn so früh aufstehen, wenn ich doch erst um 11, manchmal erst am Nachmittag in der Uni sein muss?“ Also war mein Tagesablauf und damit auch mein Schlafrhythmus fortan ziemlich unregelmäßig. Einen Tag stand ich um 9 Uhr auf, am nächsten um 11, an einem einzigen Tag in der Woche musste ich tatsächlich um 6 Uhr aufstehen, weil ich eine Pflichtveranstaltung um 8 hatte. (Das war die erste und letzte dieser Art in meiner Studentenlaufbahn.)

Gelernt, vor- und nachbereitet habe ich dann in der Regel am Abend. Und irgendwie hat das nicht immer so gut funktioniert, wie ich mir das gewünscht hätte. Warum bloß?

Es hat tatsächlich noch zwei Jahre gedauert, bis ich das herausgefunden habe – zum Glück aber rechtzeitig als dann die Bachelorarbeit anstand. Des Rätsels Lösung wird die meisten hier wahrscheinlich nicht überraschen, als mir das selbst aufgefallen ist, war es aber schon eine kleine Erleuchtung

Ich bin ein Morgenmensch!

Mein Biorhythmus ist einfach nicht dafür gemacht, abends, geschweige denn nachts, zu arbeiten. Am produktivsten bin ich so zwischen 8 und 12 Uhr am Vormittag.

In den Anfangszügen meiner Bachelorarbeit machte ich mir also Gedanken darüber, wie ich strukturierter arbeiten könnte. Eine regelmäßige Aufstehzeit zu haben, schien da irgendwie der erste logische Schritt. 8 Uhr morgens mag jetzt für manche nicht wirklich früh sein, zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings oft noch das Gefühl mitten in der Nacht aufzustehen.

Aber ich hab mich daran gewöhnt und siehe da: ich habe nach dem Frühstück und manchmal einer kurzen Runde Yoga etwa 3-4 Stunden konzentriert gearbeitet. Dann gab es Mittagessen und weil ich wusste, dass ich danach sowieso immer in ein Loch falle, habe ich mich nachmittags dann mit weniger anspruchsvollen Dingen beschäftigt.

Und was soll ich sagen? Über das Ergebnis meiner Bachelorarbeit kann ich mich absolut nicht beschweren. Im Gegenteil.

Zu Anfang des Masters hab ich die totale Regelmäßigkeit wieder etwas schleifen lassen. Allerdings war mein Körper schon so sehr daran gewöhnt, dass ich auch ohne Wecker selten länger als 7.30 Uhr oder 8 Uhr geschlafen habe.

Jetzt wo ich an der Masterarbeit schreibe klingelt mein Wecker jeden Morgen um 7 Uhr. Eine Stunde früher als noch vor zwei Jahren, weil ich inzwischen Fan einer gemütlichen Morgenroutine bin. Tee trinken und Podcasts hören, Yoga machen, gemütlich frühstücken … Alles Dinge, die mir dabei helfen, wach zu werden und gut in den Tag zu starten. Spätestens um 8.30 sitze ich dann aber immer am Schreibtisch (oder wahlweise in der Bibliothek) und arbeite durch bis zur Mittagspause.

Zu merken, dass ich ein Morgenmensch bin und mein Rhythmus einfach so funktioniert, hat mir so viel gebracht. Nicht nur für meine Produktivität, sondern auch für meine Ausgeglichenheit. So ein regelmäßiger Schlaf ist schon was Cooles. Euer Körper dankt es euch.

Finde deinen Rhythmus

Natürlich macht es nicht für jeden Sinn früh morgens aufzustehen. Manche sind eben wirklich abends oder nachts konzentrierter. Dann versucht, eure Arbeitszeiten – als Student/in ist das eben ziemlich gut möglich – so zu legen, dass sie in eure produktivsten Phasen fallen und arbeitet nicht gegen euren Biorhythmus. Auch wenn es vielleicht zunächst eine Umstellung ist, wenn ihr die richtigen Zeiträume gefunden habt, werdet ihr ziemlich schnell einen Unterschied feststellen.


Was ist mit euch? Morgenmensch oder Nachteule? Vielleicht sogar beides..?
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In 5 Schritten zum perfekten Thema für deine Hausarbeit [Studententipps]

Hausarbeit Thema

Ich weiß noch, dass ich bei meiner allerersten Hausarbeit, die ich im Studium schreiben musste, heillos überfordert war. Mir war einfach überhaupt nicht klar, was da von mir verlangt wird und wie ich am besten an die Sache rangehe. Der schwierigste Schritt ist dabei meist der allererste – nämlich die Themenfindung.

Im Gegensatz zur Schule, wo einem der Lehrer gesagt hat „Schreibe eine Erörterung darüber, ob Schuluniformen sinnvoll sind!“ (ein Dauerbrenner-Thema, obwohl es so viel interessantere Fragen gäbe), muss man sich an der Uni dann sein Thema auf einmal selbst wählen. Und das ist tatsächlich gar nicht so leicht, denn ob dein Thema gut gewählt ist, kann schon über den Erfolg deiner Arbeit entscheiden. Es sollte nicht schon tausend Mal durchgekaut worden sein, es darf nicht zu weit gefasst sein, sonst kratzt du nur an der Oberfläche, es darf nicht zu offensichtlich sein und, und, und …

Hausarbeit Thema

Ich habe mir mal überlegt, wie ich in der Regel an dieses Problem herangehe und habe daraus einen Fahrplan mit 5 Schritten erstellt, der euch sicher zu eurem Hausarbeitsthema bringt.

1. Seminarthemen sichten

In der Regel schreibt man Hausarbeiten innerhalb eines Seminars, daher sollten sie inhaltlich auch mit diesem übereinstimmen. Schaue dir also zunächst an, welche Themen der Seminarplan behandelt. Gibt es ein Thema, dass dich besonders anspricht? Hast du zu einem Thema vielleicht schon Vorkenntnisse, die du nutzen kannst? Nimm hier gerne auf deine persönlichen Vorlieben Rücksicht, denn du musst dich über einen längeren Zeitraum mit diesem Thema auseinandersetzen. Das fällt einem leichter, wenn man ein wenig Spaß an der Sache hat.

Gehe auch nochmal deine Mitschriften des Seminars durch, vielleicht gab es zu irgendeinem Thema ungeklärte Fragen oder Streitpunkte. Hier kannst du ansetzen.

Wenn dich so überhaupt nichts anspricht, überlege ruhig auch mal, ob du vielleicht ein eigenes Thema finden kannst, das natürlich immer noch ins Seminar passt. Wenn das Seminar zum Beispiel die Darstellung der Frau in der deutschen Literatur behandelt und auf der Lektüreliste steht unter anderem „Emilia Galotti“ von Lessing, dann frage bei deinem Dozenten nach, ob du zum Beispiel auch den Text „Miß Sara Sampson“ des gleichen Autors behandeln könntest.

2. Übergeordnetes Thema festlegen

Schritt 1 benötigt eventuell etwas Zeit, aber danach kannst du relativ leicht ein übergeordnetes Thema für deine Hausarbeit festlegen. Das muss im Folgenden nun noch konkretisiert werden.

Hausarbeit Thema

3. Thema eingrenzen

Aus persönlicher Erfahrung sagt der Dozent im Gespräch meistens, dass du dein Thema weiter eingrenzen musst. Oft wird ein Thema zu weit gewählt, was dazu führt, dass du bei der Bearbeitung nur an der Oberfläche kratzt. Auf normalerweise 15 Seiten kann man meistens doch gar nicht so viel sagen, wie man gern möchte. Außerdem reicht die Zeit dann auch überhaupt nicht, um das Thema so tiefgehend zu behandeln. Wie aber grenzt man das Thema am besten ein?

Spätestens jetzt musst du mit einer Recherche beginnen. Zunächst kannst du gerne einfach mal Google befragen, vielleicht gibt es aktuelle Trends oder Probleme, die für dein Thema interessant sein könnten. Aber auch eine wissenschaftliche Recherche in der Bibliothek bzw. über die entsprechende Datenbank ist Pflicht! Finde heraus, was bereits zu deinem Thema gesagt wurde. Gibt es verschiedene Forschungsrichtungen, verschiedene Meinungen, die Kontroversen austragen? Wenn du wissenschaftliche Aufsätze liest, achte vor allem auf das Resümee am Ende. Hier wird oft auf mögliche nachfolgende Forschung verwiesen, Fragen, die noch untersucht werden müssten.

Was mir in diesem Schritt immer sehr hilft, ist, eine Mindmap zu erstellen, in der ich alles festhalte, was mir gerade so einfällt. Alles was relevant sein könnte, kommt da drauf und wenn ich mir dieses Wirrwarr an Gedanken ein paar Tage später wieder anschaue, kommt nicht selten ein Geistesblitz daher.

4. Fragestellung erschließen

Du hast dein Thema eingegrenzt? Super. Wenn du jetzt allerdings sofort losschreiben willst, halte dich noch einmal zurück. Was viele Studenten gerade am Anfang ihrer Universitätskarriere falsch machen – und was viele Punkte in der Bewertung kostet – ist, dass sie keine wissenschaftliche Fragestellung haben. Ein Thema behandeln zu wollen, reicht nicht. Am Anfang deiner Hausarbeit muss eine Frage stehen, die du im besten Fall am Ende der Arbeit beantworten kannst. Also leite aus deinem Thema eine sinnvolle Fragestellung ab. Wenn du das Thema gut konkretisiert hast, sollte das eigentlich nicht so schwierig sein. Aber dein Dozent kann dir bei diesem Schritt auch sicherlich behilflich sein, wenn du schon ordentliche Vorarbeit geleistet hast.

5. Absprache mit dem Dozenten

Und damit sind wir auch schon beim letzten Schritt. Bevor du endlich mit dem Schreiben deiner Hausarbeit beginnen kannst, solltest du das Thema und die Fragestellung mit deinem Dozenten absprechen. Da gibt es eventuell noch Verbesserungsvorschläge oder Hinweise, die du bei der Bearbeitung beachten solltest. Wenn du dann das definitive Ok hast, kannst du dich in die Arbeit stürzen.


Das war mein 5-Schritte-Fahrplan zum perfekten Hausarbeitsthema. Fandet ihr ihn hilfreich? Oder habt ihr eine ganz andere Herangehensweise?

Wenn ihr noch mehr Studententipps sucht, dann schaut doch auch mal hier oder hier.

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Organisiert ins neue Semester starten [Studententipps]

Organisation im Studium

Das neue Semester hat begonnen und viele Studenten stehen jetzt wohl wieder vor einem Haufen Seminaren, die besucht, vor- und nachbearbeitet werden wollen. Vielen haben nebenbei noch einen Job, der nötig ist, um Geld zu verdienen und Freizeit will man ja auch noch irgendwann haben. Statt sich jetzt aber einfach Hals über Kopf ins Getümmel zu stürzen und das Beste, zu hoffen, muss eine gute Planung her. Organisation ist das A und O, wenn ihr im Studium nicht mangels Schlaf mit Daueraugenringen herumlaufen wollt.

Auf Wiebkes Blog bin ich auf eine Blogparade zu dem Thema gestoßen und schließe mich mit diesem Artikel ihrer wunderbaren Idee an. Immerhin kann ich nach jetzt vier Jahren an der Uni ein paar gute Tipps geben, wie ihr euch am besten organisiert und nicht ins Chaos verfallt.

 

Sinnvolle Organisation durch Prioritäten

 

So verlockend es auch sein kann, auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und möglichst viele Veranstaltungen auf einmal zu belegen. Das mag eine Zeitlang gut gehen, aber spätestens in der Prüfungsphase wird es sich rächen. Es sei denn natürlich ihr habt ein fotografisches Gedächtnis oder seit Superbrain, aber davon gehe ich hier jetzt einfach mal nicht aus.

Also verschafft euch zuerst einmal einen Überblick. Welche Kurse müsst ihr auf jeden Fall belegen, weil sie zum Beispiel in diesem Semester verpflichtend sind? Das ist Priorität Nummer eins. Priorität Nummer zwei wäre dann genügend Zeit zur Vor- und Nachbereitung der einzelnen Seminare und Vorlesungen einzuplanen. Erfahrungsgemäß ist der Workload nicht das gesamte Semester über gleichbleibend viel, aber im Schnitt würde ich für jede Veranstaltung mindestens jeweils eine Stunde zur Vor- und eine zur Nachbereitung einrechnen. Wer dann noch Zeit und Lust hat, kann natürlich noch mehr Kurse über das Soll hinaus belegen, aber das sollte meiner Meinung nach immer gut überlegt sein.

Für die Meisten ist die dritte Priorität vermutlich die Arbeit. Da viele abends oder am Wochenende jobben, solltet ihr in diesem Fall bei eurer Planung einfach immer daran denken, dass ihr das Wochenende nicht oder nur teilweise zum Lernen verwenden könnt. Solltet ihr einen Job haben, bei dem ihr euch eure Zeit frei einteilen könnt, umso besser!

Organisation im Studium

Organisierte Auszeit

 

Für mich kommt als vierte Priorität, die auch organisiert werden will, der Sport dazu. Ja, ich plane, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit ich ins Fitnessstudio gehe. Denn wir wissen es alle: Wenn es stressig wird, ist es meistens der Sport, der als erstes hintenüberfällt. Außerdem bieten diese zwei Stunden für mich eine Auszeit, wo ich nicht so viel mit dem Kopf arbeiten muss und danach kann ich wieder frisch an die Arbeit gehen.

Grundsätzlich sollte also für jeden eine Priorität sein, etwas zu tun, wobei er abschalten kann. Sei das nun Sport oder Stricken. Plant euch ganz bewusst Freiräume in der Woche, in denen ihr nicht an die Uni, nicht an die Arbeit denken müsst.

Organisation im Studium
Ein ordentlicher Arbeitsplatz, kann manchmal wunder wirken.

Wir organisiere ich meine Zeit?

 

Es gibt ja verschiedenste Möglichkeiten, diesen schönen Plan jetzt festzuhalten. Ich für meinen Teil bin ein total haptischer Typ und brauche meinen Filofax, in den ich alles von Hand eintrage. Andere planen lieber digital am Handy oder Tablet. Da habe ich auch schon ein paar Apps ausprobiert, aber bei den meisten sind die wirklich guten Funktionen immer kostenpflichtig, deswegen kann ich euch da keine App guten Gewissens empfehlen. Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch eine gute Empfehlung?

Letztendlich muss jeder für sich herausfinden, was am besten funktioniert. Aber egal in welcher Form, ob digital oder auf Papier, wenn ihr eure Prioritäten klar setzt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen und ihr seid gut gerüstet für ein erfolgreiches Semester.

 


Welche Tipps habt ihr sonst noch, um euch zu organisieren? Gibt es Dinge, die ich hier vergessen habe? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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Wie du als Student deine Finanzen aufbesserst [Studententipps]

Finanzen für Studenten

Gerade unter Studenten sind die Finanzen ja immer wieder ein leidiges Thema. Wie finanziere ich mein Studium? Wie bleibe ich flüssig und nage nicht jahrelang am Hungertuch?

In diesem Beitrag stelle ich euch meine persönlichen Tipps vor, wie ihr eure Finanzen im Studium ein wenig aufbessern, ansparen und organisieren könnt.

 

Geld verdienen

Finanzielle Unterstützung vom Staat

Auch wenn es ein Haufen Arbeit und Bürokratie ist – aber wenn ihr Anspruch habt auf staatliche Unterstützung, dann nehmt sie. Ja, ich weiß, dass es unglaublich nervig ist, jedes Semester neue Anträge zu stellen, alle möglichen Formulare auszufüllen und Belege zu beschaffen. Und oft hat man das Gefühl, der Aufwand lohnt sich überhaupt nicht, weil das Geld, was dabei rumkommt, oft noch nichteinmal für die Miete reicht. Aber es ist ein Anfang und man sollte alles nehmen was man kriegen kann.

Nebenjobs

Vermutlich das bekannteste und auch geläufigste Mittel, um nebenbei seine Finanzen aufzubessern, sind Nebenjobs neben dem Studium. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ihr nutzen könnt: Am  verbreitetsten sind vermutlich Kellner- oder Putzjobs oder Regale in Supermärkten einräumen. Was außerdem gerade für Studenten sehr interessant ist, sind Tätgkeiten als Nachhilfelehrer oder Tutor. Ich persönlich bin ein riesen Fan von Jobs an der Uni selbst. Zum einen wegen der örtlichen Nähe zum Studium, zum anderen weil ihr möglicherweise auch direkt in eurem Studienfeld an Forschungen mitarbeiten könnt und hier zusätzlich Erfahrung sammelt.

Wobei ihr ebenfalls Erfahrung sammeln könnt – und das ist, zugegeben, ein riesen Glücksfall – sind bezahlte Praktika neben dem Studium. Allerdings sind die wirklich schwer zu bekommen und auch nicht in allen Branchen überhaupt möglich.

An Umfragen teilnehmen

Auf diesem Weg verdient man sicherlich kein Vermögen, aber eine kleinen Taschengeldaufbesserung ist allemal drin. So könnt ihr mit dem Erlös zum Beispiel sicher mal ein Mittagessen in der Mensa zahlen und das habt ihr dann anderswo gespart.

Ungenutzte Dinge verkaufen

Jeder von uns hat sicherlich zig Dinge zu Hause rumfliegen, die er oder sie schon seit Ewgikeiten nicht mehr benutzt hat. Geht regelmäßig eure Habseligkeiten durch und werdet Dinge, die ihr sowieso nie benötigt los. Auf Flohmärkten oder online, bekommt ihr für manche Dinge ordentliche Summen.

 

Finanzen für Studenten
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Geld sparen

Lebensmitteleinkauf

Es sollte klar sein, aber ich sage es hier dennoch noch einmal: Macht eure großen Einkäufe im Discounter und nicht in Supermärkten. Die Preisunterschiede sind hier teilweise wirklich enorm.

Und auch innerhalb des Geschäfts solltet ihr immer die Preise vergleichen. Viele Hersteller haben neben ihrer “Hauptmarke” noch eine günstigere Alternative im Angebot, dich sich lediglich in Verpackung und Preis, qualitativ aber kaum unterscheidet. Außerdem stehen die teuren Produkte immer auf Augenhöhe im Regal. Wer sparen will, sollte sich also immer mal wieder bücken und die Produkte aus den unteren Regalen nehmen.

Kleidung, Elektronik und sonstiges gebraucht kaufen

Wenn ihr euch sowieso schon auf dem Flohmarkt oder Ebay-Kleinanzeigen rumtreibt, um eure unnützen Dinge zu verkaufen, könnt ihr euch gleich von dem verdienten Geld neue Dinge zulegen. Aber nicht sofort wieder Ramsch kaufen, der eh nur rumliegt, sondern nur Sachen, die ihr auch wirklich braucht! Secondhand kann man viele Schnäppchen machen und oft findet man auch Teile, die noch wie neu oder sogar originalverpackt sind, nur eben viel günstiger.

Wohnen

Alleine zu wohnen, ist in der Regel teurer, als gemeinsam. Also sucht euch eine WG, in der ihr Miete und Nebekosten teilen könnt. Noch billiger sind in der Regel die Wohnheime der Universitäten. Da muss sich aber jeder selbst überlegen, ob man das möchte. Die Qualität des Wohnen variiert hier nämlich stark von Uni zu Uni und von Stadt zu Stadt.

Nicht Ausgegebenes sparen

Alles, was am Ende des Monats übrigbleibt, wird auf ein seperates Konto überwiesen und gespart. Und wenn es nur fünf Euro sind. Wenn ihr jeden Monat fünf Euro spart, sind es am Ende des Jahres schon 60. So habt ihr einen kleinen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben oder ihr könnt auch auf etwas Besonderes sparen, das ihr euch schon länger wünscht.

 

Finanzen organisieren

Am besten ist es, sich jeden Monat eine Finanzaufstellung anzulegen. Dafür braucht ihr keinen fancy Planer, sondern es reicht ein ganz simples Notizbuch oder eine Excel-Tabelle.

Am Anfang jedes Monats schreibt ihr zunächst auf, welche Einnahmen ihr aus verschiedenen Quellen habt. Im nächsten Schritt überlegt ihr, was eure Fixkosten sind. Also Kosten für Dinge wie Miete, Nebenkosten, Handyrechnung, Mitgliedschaften etc., eben alles, was jeden Monat gleichbleibend bezahlt werden muss. Nach Abzug der Fixkosten, seht ihr, was euch noch übrig bleibt und womit ihr einen Monat lang wirtschaften müsst, um Lebensmittel, Kleidung und alles, was eben sonst noch nötig ist, zu bezahlen.

Ich lege mir jetzt immer einzelne Kategorien an: 1) Lebensmittel, 2) Freizeit/Ausgehen, 3) Anschaffungen fürs Studium … da müsst ihr selbst entscheiden, welche  für euch Sinn machen. Und dann lege ich für diese Kategorien Limits fest, bei manchen funktioniert das natürlich besser als bei anderen, aber so habe ich eben einen ungefähren Rahmen vorgegeben, was ich ausgeben kann.

Hier trage ich dann auch jede Ausgabe, die ich im Laufe des Monats mache, ein und kann am Ende des Monats nochmal nachrechnen, ob ich meine Limits eingehalten habe. Im Idealfall bleibt noch etwas übrig und das kann ich dann zur Seite legen und ansparen.

 


Das waren meine Tipps, wie ich als Studentin meine Finanzen im Überblick behalte und ein wenig aufbessere. Welche Tricks habt ihr? Wenn ihr noch Strategien anwendet, die ich hier nicht aufgezählt habe, schreibt sie doch gerne in die Kommentare, damit wir ein bisschen sammeln können.

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Warum ein Auslandssemester dein Studium bereichert

Warum ein Auslandssemester

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade auf dem Blog The Road Most Travelled von Michelle. Da ich sowieso geplant hatte, einen Beitrag über mein Auslandssemester zu schreiben, reihe ich mich hiermit einfach ein. Wer auch gerne mitmachen möchte, findet alles Infos auf Michelles Blog

Unzählige Studenten stehen ja immer wieder vor der Frage: Auslandssemester – ja oder nein? Und wenn ja wie? Es gibt heute zig Möglichkeiten seinen Aufenthalt im Ausland zu gestalten. Mir hat sich diese Frage nach dem Ob gar nicht erst gestellt, denn an meiner Uni war es verpflichtend, mindestens ein Semester im Ausland verbracht zu haben, um den Bachelor-Abschluss erhalten zu können. Die Frage nach dem Wie war auch ziemlich schnell geklärt. Wenn ich innerhalb der EU bleiben möchte, gibt es Abkommen zwischen den Unis über das Erasmus+-Programm, welches eben auch von der EU finanziell gefördert wird. Wer die EU oder sogar Europa ganz verlassen will, kann sich auf ein Global Exchange-Programm bewerben.

Wohin zum Auslandssemester?

Die Frage die dann eben unausweichlich blieb, war die nach dem Wo. Meine Uni hat sehr viele Abkommen mit anderen Universitäten in ganz Europa, also schaute ich mir zuerst mal diese Liste an. Für mich stand fest, dass ich die Landessprache dort beherrschen möchte, daher blieb eigentlich nur noch Frankreich, England oder ein deutschsprachiges Land. Da ich Germanistik studiert habe, fiel meine Wahl dann tatsächlich sehr schnell auf die österreichische Hauptstadt Wien.

Da ich bisher nur positives über die Stadt gehört hatte und sie auch gerne einmal sehen wollte, war diese Wahl perfekt. Dazu kommt, dass die Universität Wien das größte Gegenteil zu meiner Heimatuni Luxemburg ist, das es nur geben kann. Und damit kommen wir auch schon zu den Vorteilen, die dir ein Aufenthalt an einer ausländischen Uni bringen kann.

Warum ein Auslandssemester
Von der alten Architektur der Uni Wien war ich nachhaltig begeistert.

Gründe für ein Auslandssemester

  • Den persönlichen Horizont erweitern. Ein neues Land, eine neue Stadt, eine neue Uni, natürlich auch viele neue Menschen, die du kennenlernst. Manchmal können all diese Eindrücke einen erschlagen, aber ich zumindest habe mich nach einer Eingewöhnungsphase sehr wohl gefühlt in der Stadt meiner Wahl. Wer in den Seminaren nicht schnell Anschluss findet, kann sich über Erasmus+-Netzwerke mit anderen Austauschstudierenden in Verbindung setzen, die auch gerade in der Stadt sind. So bleibt man eigentlich nur alleine, wenn man alleine sein möchte.
  • Neue Arten des Lehrens und Lernens entdecken. Für mich persönlich war die Uni Wien erstmal ein riesiger Kulturschock. Meine Heimatuni ist gerade mal 15 Jahre alt, hat derzeit etwas mehr als 6000 Studierende (in allen Bachelor-, Master- und PhD-Programmen zusammen) und rund 240 Dozenten und Dozentinnen. Damit ist ein Dozent im Schnitt für etwa 25 Studenten zuständig, was natürlich einen sehr persönlichen Austausch begünstigt. Alle meine Dozenten kannten meinen Namen und so war ich erstmal etwas überfordert als ich an die mehr als 650 Jahre alte Uni Wien kam. Hier werden rund 92.000 Menschen von etwa 1000 Lehrenden unterrichtet. Die schieren Menschenmassen haben mich zunächst etwas überfordert und auch der Umstand, dass ich jetzt einfach nur noch eine Nummer war, hat mich ein bisschen hilflos gemacht. Aber im Nachhinein war es sehr erfrischend, mal aus diesem Mikrokosmos, in dem ich vorher war, herauszukommen und etwas Neues zu sehen.

    Warum ein Auslandssemester
    Wenn man hier entlanggeht, fühlt man sich schon gleich intelligenter.
  • Herausforderung an dich selbst. Du musst aus der eigenen Komfortzone herauskommen, wenn du ein erfolgreiches Semester im Ausland absolvieren willst. Aber im Grunde genommen, ist es ja nichts anderes, als auch schon im ersten Semester. Da kam man ja auch ganz neu an eine Uni, womöglich auch neu in die Stadt und musste ich erst zurechtfinden. Genau das passiert auch jetzt wieder, nur, dass du jetzt ja schon ungefähr weißt, wie es geht.
  • Eine neue Kultur kennenlernen. Natürlich spielt sich nicht das ganze Leben an der Uni ab und es gibt so viel zu entdecken, wenn man in ein anderes Land kommt. Ich war ja „nur“ in Österreich, aber auch hier war es schon beeindrucken, wie anders die Kultur dann doch im Vergleich zu Deutschland ist. Traut man sich noch weiter weg, ist dieser Unterschied natürlich noch größer.
  • Reisen mit finanzieller Unterstützung. Innerhalb der EU steht euch ein monatliches Stipendium von Erasmus+ zu, das je nach Stadt unterschiedlich hoch ausfällt. Es wird nicht reichen, um komplett davon leben zu können, aber es ist ein Anfang. Und wann wird man schonmal für’s Reisen bezahlt?

Wie gesagt, wurde mir die Entscheidung, ob ich überhaupt ein Auslandssemester machen will, abgenommen. Von allein hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut, aber im Nachhinein war es eine der besten Erfahrungen, die ich während meines Studiums gemacht habe und die ich nicht mehr missen möchte.

Deswegen appelliere ich an jeden, der die Möglichkeit hat, diese Erfahrung zu machen – macht sie!

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