Herbstblues ade: 4 Wege, wie ihr euch den Herbst angenehmer machen könnt

Herbstblues ade

Der Herbst ist da, inzwischen kann es keiner mehr leugnen. Für viele Sommerkinder stellt sich jetzt aber leider ein Herbstblues ein. Barbara von Barbaras Paradies hat aus diesem Grund zur Blogparade mit dem Titel Herbstblues ade aufgerufen. Damit niemand da draußen in ein jahreszeit- oder wetterbedingtes Stimmungstief fallen muss.

 

Mit Aktivität gegen den Herbstblues angehen

Ich muss gestehen, ich persönlich leide nicht unter so etwas wie einem Herbstblues. Ich liebe es, mich bei ungemütlichem Wetter drinnen zu verkriechen und es mir richtig gemütlich zu machen. Da es aber nicht jedem so geht, hier ein paar Tipps, was man mit all dieser Zeit in den eigenen vier Wänden anfangen kann.

Herbstblues ade
Wunderschöne Herbstfarben. Wenn die Sonne scheint, zeigt der Herbst so richtig, was die Natur kann.

Etwas Neues lernen

Der Herbst bietet sich prima an, um etwas Neues zu lernen. Ich z.B. habe mir für die nächsten paar Monate vorgenommen, mir das stricken anzueignen. Heute, wo es zu fast jedem Thema Tutorials auf YouTube gibt, überhaupt kein Problem.

 

Die Wohnung neu dekorieren

Eine herbstlich dekorierte Wohnung strahlt doch gleich eine ganz andere Gemütlichkeit aus. Und hiermit kann man sich die Natur gleich ins Haus holen. Deko aus Kürbissen und Kastanien, getrockneten Blättern und allem, was der Wald so hergibt, schaffen eine wundervolle Atmosphäre in einem Raum, wie ich finde. Und wer besonders viel Zeit und die nötige Fertigkeit hat, kann seine Deko selbst basteln. Ein tolles Beispiel gibt Katharina auf ihrem Blog.

Herbstblues ade
Soulfood macht jeden verregneten Tag sofort besser. Hier: Porrdige mit Zimt, Apfel, Cranberrys und Cashewkernen.

Kochen und Backen

Da der Herbst eben zum Drinnen bleiben und einkuscheln einlädt, probiere ich in dieser Jahreszeit auch total gerne neue Rezepte aus. Irgendwas muss zum Serienmarathon schließlich bereitstehen. Vor allem der Kürbis wird bei als Zutat regelrecht ausgeschlachtet. Aber auch andere tolle Herbstrezepte – egal ob süß oder salzig – finden immer wieder den Weg in meine Küche. So werde ich bestimmt auch dieses tolle Rezept von Silvia für Marshmellowkekse ausprobieren.

 

Und übrigens bieten sich all diese Aktivitäten prima an, um währenddessen Hörbücher oder Podcasts zu hören. Wem das alles allein also immer noch zu langweilig ist, kann es ja mal damit probieren.

 

Herbstblues ade

Gemütlichkeit gegen den Herbstblues

Vor allem die Wochenenden verbringen ich im Herbst aber am allerliebsten auf der Couch unter einer Decke mit einem guten Buch oder einer spannenden Serie. Dazu eine schöne Tasse Tee und etwas zum Knabbern. So lassen sich vor allem die richtig fiesen Herbststürme gut überstehen und so etwas wie ein Herbstblues entsteht gar nicht erst.

 

 

Leidet ihr unter dem Herbstblues? Wenn ja, was sind eure Tipps dagegen?

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Meine Lieblings-Podcasts

Podcasts

Mit diesem Beitrag möchte ich gerne eine neue Reihe starten mit dem Titel #meineliebsten. In dieser Reihe stelle ich euch meine Lieblingsdinge aus verschiedenen Kategorien vor. Den Anfang machen heute Podcasts.

 

Außerdem würde ich mich riesig darüber freuen, wenn andere Blogger sich an dieser Reihe beteiligen und sie mit #meineliebsten teilen und wir uns gegenseitig verlinken.

 


Disclaimer: Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung. Ich gebe hier ausschließlich meine eigene Meinung und Empfehlung wieder.


 

So wirklich für mich entdeckt habe ich Podcasts eigentlich erst vor etwa einem Jahr oder etwas länger. Seitdem bin ich aber infiziert. Ich höre sie beim Autofahren, beim Aufräumen, wenn ich mich morgens fertig mache, auf dem Weg zur Arbeit oder in die Uni. Sie sind Unterhaltung, Inspiration, manchmal auch nur Hintergrundgeräusch und ich liebe viele verschiedene Arten von Podcasts. Lustige, ernste, interessante, traurige …  Für jede Gefühlslage gibt es etwas. Also hier kommt meine Liste (nicht nach Präferenz geordnet):

 

 

A mindfull mess

Auf den Podcast von dariadaria wurde ich über ihren Instagram-Account aufmerksam. Hier spricht sie viele Themen an, die sie auch auf Instagram behandelt, also Dinge wie Nachhaltigkeit und Fair Fashion, aber nicht nur. Es gibt Interviews mit interessanten Persönlichkeiten, manchmal liest sie einfach nur aus einem Roman vor oder sie spricht über aktuelle Themen und Meinungen. Letztere Episoden sind oft sehr spontan aufgenommen und nicht geskriptet, was aber ihren Charme durchaus ausmacht.

Liebste Podcasts: A Mindfull Mess

Meme Girls

Dieser Podcast fällt definitiv in die Kategorie „Seichte Unterhaltung“ und das meine ich absolut nicht abwertend. Ich verfolge schon lange den Youtube-Kanal von Lenaturnsgreen, die hier Lifestyle-, Beauty- und Comedyvideos hochlädt. Ich mag ihre Art sehr und finde ihre Videos schon immer unglaublich lustig. Den Podcast nimmt sie zusammen mit ihrer langjährigen Freundin und Mitbewohnerin Lea auf und eigentlich gibt es kein Konzept, sondern die beiden Unterhalten sich einfach drauflos. Das ist ausnahmslos immer sehr amüsant und ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich mich in die Unterhaltung mit einschalte und auch meinen Senf dazugebe, bis mir auffällt, dass die beiden mich ja nicht hören können und dass dieses Gespräch auch schon vor mehreren Tagen aufgenommen wurde.

Liebste Podcasts: meme girls

Was jetzt von Zeit online

Montags bis freitags gibt es täglich morgens eine neue Folge dieses Podcasts, der in 10-15 Minuten die aktuellsten Nachrichten zusammenfasst. Auf zwei bis drei Themen gehen die Redakteure dabei etwas tiefer ein und führen auch immer kurze Interviews mit „Experten“ (meistens Ressortleiter oder Redakteure in diesem speziellen Feld bei der Zeit). Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht jeden Morgen die neueste Folge zu hören, während ich mich anziehe, schminke, die Haare mache. So habe ich einen Überblick über die wichtigstens Nachrichten und kann gut informiert in den Tag starten.

Liebste Podcasts: Was jetzt Zeit online

Zeit Verbrechen

Ein absolutes Muss für alle, die auf True Crime-Geschichten stehen. Die Chefredakteurin des neuen Magazins Zeit Verbrechen führt hier ein Gespräch mit dem Ressortleiter Wissen der Zeit über vergangene Kriminalfälle. Dabei haben sie meistens ein übergeordnetes Thema, wie etwa, warum Zeugen lügen und besprechen anhand dessen beispielhafte Fälle. Dabei werden immer wieder Abgründe der Menschlichkeit eröffnet, aber auch Fragen aufgeworfen, gegenüber dem Justizsystem, der Polizei oder auch an der Rechtsmedizin. Dieser Podcast ist wirklich unglaublich spannend und interessant und ich finde es immer traurig, dass es nur alle zwei Wochen eine neue Folge gibt.

Lieblings Podcasts: Zeit Verbrechen

unter eins – der FEMALE FUTURE FORCE Podcast

„unter eins“ ist ein Begriff aus dem Journalismus und er bezeichnet eine Interviewsituation. Wenn unter eins interviewt wird, dann wird das komplette Gespräch ohne Schnitte genauso wiedergegeben, wie es stattgefunden hat. Dementsprechend sind manche Folgen hier etwas länger als andere, aber das macht meiner Meinung nach überhaupt nichts, da ausschließlich enorm interessante Personen befragt werden. Redaktionsleiterin des Online-Magazins Edition F Silvia Follmann führt hier Gespräche mit den verschiedensten Persönlichkeiten. Dabei geht es hauptsächlich um deren Werdegang, wie sie wurden, wer sie heute sind und worin ihr Erfolg begründet liegt. Bisher sind erst vier Folgen online, aber jede einzelne fand ich ausgesprochen interessant und vor allem inspirierend.

Lieblings Podcasts: unter eins

 

So, das war’s auch schon mit meiner Liste. Ich hoffe, ihr konntet vielleicht ein paar neue Ideen finden oder überhaupt erstmal ein paar Podcasts kennen lernen, falls das Medium noch ganz neu für euch ist.

Was sind eure liebsten Podcasts? Lasst mir auch noch ein bisschen Inspiration da in den Kommentaren!

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Umweltbewusstsein und wie wir alle etwas nachhaltiger leben können

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit

Zwei Dinge haben mich diesen Sommer dazu angeregt, mich intensiver mit den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und mein eigenes Verhalten mehr zu beobachten und zu hinterfragen.

Zum einen las ich Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde. Der zweite Teil ihres Klima-Quartetts. Den ersten Teil Die Geschichte der Bienen, hatte ich bereits letztes Jahr gelesen und beide Bücher haben mich noch lange beschäftigt und nicht mehr richtig losgelassen. In beiden Büchern beschreibt Maja Lunde eine dystopische Zukunft, in der die Resourcen langsam zu Ende gehen und die Menschheit um ihr Überleben kämpfen muss.

Zum anderen habe ich mich im Sommer noch darüber gefreut, wie viele Insekten im Garten meiner Eltern rumfliegen und -schwirren und war ein bisschen ernüchtert, als die mir erklärten, dass in den vorigen Jahren noch viel mehr Insekten dort waren und es diesen Sommer eigentlich eher wenige waren.

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit

Alles hängt irgendwie zusammen. Unser Konsumverhalten, dass wir immer mehr und immer das Neuste besitzen wollen und das möglichst billig. Unsere Bequemlichkeit, dass wir alles online bestellen können und es am nächsten Tag sofort an unsere Haustür geliefert wird oder dass wir inzwischen wirklich alles in Plastik abgepackt kaufen können. Genauso, der Fakt, dass wir jede Strecke mit dem Auto zurücklegen, ohne dass das wirklich notwendig wäre. Unsere Lebensmittelauswahl, dass wir zu viel und zu billiges Fleisch essen, Obst und Gemüse aus fernen Ländern importieren, statt regional und saisonal zu essen. Ich meine, hallo?! Tomaten das ganze Jahr über?

Ich nehme mich da selbst nicht von aus. Auch ich mache all diese Dinge. Aber ich denke der erste wichtige Schritt ist es schon, sich dessen bewusst zu werden und anzufangen, darüber zu reflektieren.

In kleinen Schritten nachhaltiger Leben

Was tue ich selbst, um bewusster und nachhaltiger zu leben?

Zunächst einmal: Das sind alles nur Mini-Schritte und ich bin sowas von weit weg davon, ein vorbildliches, nachhaltiges Leben zu führen. Aber ich bin auch der Meinung, dass es für kaum einen Menschen möglich ist, von einem auf den anderen Tag alles zu verändern und „richtig“ zu machen. Und was heißt in diesem Zusammenhang überhaupt „richtig“?

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit

Müllvermeidung:

  • Erst vor ein paar Tagen habe ich mir endlich einen Thermobecher gekauft, damit ich mit den vielen To-Go-Kaffees, die ich trinke, nicht jedes Mal einen Becher an Müll produziere. Inzwischen ist es ja zum Glück in fast jedem Kaffee oder bei fast jedem Bäcker möglich, seine eigenen Becher mitzubringen.
  • Ich kaufe ausschließlich loses Gemüse statt des abgepackten. Das hat zum einen den Vorteil, dass man Verpackungsmüll spart, zum anderen ist es meistens sogar billiger. Und ich persönlich habe noch den Vorteil, dass ich weniger wegschmeiße. Weil ich nämlich immer nur für mich alleine einkaufe, sind die abgepackten Portionen meistens viel zu groß für mich. So kaufe ich eben nur eine Paprika, zwei Zucchini und fünf Möhren. Leider gibt es in meiner Nähe keinen Unverpackt-Laden. Das Konzept finde ich nämlich total spannend und würde das gerne mal probieren.
  • Außerdem habe ich beim Einkaufen immer Taschen dabei, damit ich mir keine Plastiktüten kaufen muss. Viele Supermärkte bieten inzwischen ja auch Papiertüten an, aber sind wir mal ehrlich, wirklich stabil sind die auch nicht und dann landen auch die wieder im Müll.
  • Was noch nicht immer klappt, aber immer öfter, ist, dass ich mir verbiete solche ToGo-Salate oder ähnliches zu kaufen. Das ist ja mehr Verpackung als Salat! Meistens schaffe ich es, mir zu Hause etwas zu kochen und das in der Tupperdose mitzunehmen.
  • Und zu guter Letzt trenne ich natürlich meinen Müll. Meinen WG-Mitbewohnern ist das allerdings manchmal herzlich egal, was die Sache nicht einfacher macht …

Lebensmittel, Tierische Produkte:

  • Ich gebe zu, ich esse gerne Fleisch und möchte einfach nicht komplett darauf verzichten. Ich habe aber ein bisschen rumprobiert und esse inzwischen vegetarische Alternativen wie Tofu oder Sojaprodukte. Vor allem in asiatischen Gerichten mag ich es sogar sehr gerne.
  • Wenn ich Fleisch kaufe, versuche ich eigentlich immer auf Bio auszuweichen
  • Ein schwacher Punkt sind bei mir einfach Milchprodukte. Ich esse unglaublich viel Quark als Proteinquelle und ich liebe Käse. Käse macht leider einfach alles besser und vegane Alternativen können da einfach nicht wirklich mithalten (finde ich!). Aber auch hier gilt natürlich, wo immer es geht: Bio.

CO2-Emission:

  • Ich besitze ein Auto und ich fahre auch ganz gerne Auto. Zu Hause auf dem Land wäre ich ohne auch ziemlich aufgeschmissen. Wenn ich in der Stadt bin, gehe ich aber auch viel zu Fuß oder fahre wann immer möglich mit dem Bus. Als nächstes habe ich mir vorgenommen, mir endlich ein Fahrrad anzuschaffen, mit dem ich in der Stadt fahren kann. (Finde mein Mountainbike hier etwas überdimensioniert :D)
  • Dass wir mit einer 33-Jahre alten Diesel-Schleuder in Urlaub fahren, ist natürlich nicht unbedingt umweltfreundlich. Als Camper produzieren wir aber trotzdem viel weniger Emissionen als mit Flugreisen oder gar mit Kreuzfahrten.

Klamottenkonsum:

  • Grundsätzlich versuche ich, weniger Klamotten zu kaufen, eher hochwertige Teile, die länger halten und nicht mehr so viel Billig-Ware. Zusätzlich schont das auch meinen Geldbeutel
  • Außerdem möchte ich gerne mal Secondhand-Shopping ausprobieren. Vielleicht ist dafür im nächsten Monat ein guter Zeitpunkt, wenn die Herbst-Garderobe wieder aufgefüllt werden muss. Und dann werde ich wahrscheinlich auch hier mal darüber berichten.

Wie gesagt: Das sind alles nur mini Babyschritte und ich weiß, dass da noch ein langer Weg vor mir liegt. Aber egal wie klein, ich glaube, jeder Schritt zählt.

Gerade auf Instagram finde ich immer viel Inspiration für dieses „Projekt“ und deswegen verlinke ich euch hier mal ein paar meiner liebsten Accounts, die das mit der Nachhaltigkeit wirklich schon mega gut drauf haben.

DariaDaria

mehralsgruenzeug

piakraftfutter

nachhaltigkeit.warum.nicht

louisadellert

Beschäftigt euch das Thema auch? Lebt ihr nachhaltig und umweltbewusst? Wenn ja, wie stellt ihr das an? Wenn nein, warum nicht? Lasst mich all das gerne gerne in den Kommentaren wissen! Ich bin sehr gespannt.


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Warum ein Auslandssemester dein Studium bereichert

Warum ein Auslandssemester

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade auf dem Blog The Road Most Travelled von Michelle. Da ich sowieso geplant hatte, einen Beitrag über mein Auslandssemester zu schreiben, reihe ich mich hiermit einfach ein. Wer auch gerne mitmachen möchte, findet alles Infos auf Michelles Blog

Unzählige Studenten stehen ja immer wieder vor der Frage: Auslandssemester – ja oder nein? Und wenn ja wie? Es gibt heute zig Möglichkeiten seinen Aufenthalt im Ausland zu gestalten. Mir hat sich diese Frage nach dem Ob gar nicht erst gestellt, denn an meiner Uni war es verpflichtend, mindestens ein Semester im Ausland verbracht zu haben, um den Bachelor-Abschluss erhalten zu können. Die Frage nach dem Wie war auch ziemlich schnell geklärt. Wenn ich innerhalb der EU bleiben möchte, gibt es Abkommen zwischen den Unis über das Erasmus+-Programm, welches eben auch von der EU finanziell gefördert wird. Wer die EU oder sogar Europa ganz verlassen will, kann sich auf ein Global Exchange-Programm bewerben.

Wohin zum Auslandssemester?

Die Frage die dann eben unausweichlich blieb, war die nach dem Wo. Meine Uni hat sehr viele Abkommen mit anderen Universitäten in ganz Europa, also schaute ich mir zuerst mal diese Liste an. Für mich stand fest, dass ich die Landessprache dort beherrschen möchte, daher blieb eigentlich nur noch Frankreich, England oder ein deutschsprachiges Land. Da ich Germanistik studiert habe, fiel meine Wahl dann tatsächlich sehr schnell auf die österreichische Hauptstadt Wien.

Da ich bisher nur positives über die Stadt gehört hatte und sie auch gerne einmal sehen wollte, war diese Wahl perfekt. Dazu kommt, dass die Universität Wien das größte Gegenteil zu meiner Heimatuni Luxemburg ist, das es nur geben kann. Und damit kommen wir auch schon zu den Vorteilen, die dir ein Aufenthalt an einer ausländischen Uni bringen kann.

Warum ein Auslandssemester
Von der alten Architektur der Uni Wien war ich nachhaltig begeistert.

Gründe für ein Auslandssemester

  • Den persönlichen Horizont erweitern. Ein neues Land, eine neue Stadt, eine neue Uni, natürlich auch viele neue Menschen, die du kennenlernst. Manchmal können all diese Eindrücke einen erschlagen, aber ich zumindest habe mich nach einer Eingewöhnungsphase sehr wohl gefühlt in der Stadt meiner Wahl. Wer in den Seminaren nicht schnell Anschluss findet, kann sich über Erasmus+-Netzwerke mit anderen Austauschstudierenden in Verbindung setzen, die auch gerade in der Stadt sind. So bleibt man eigentlich nur alleine, wenn man alleine sein möchte.
  • Neue Arten des Lehrens und Lernens entdecken. Für mich persönlich war die Uni Wien erstmal ein riesiger Kulturschock. Meine Heimatuni ist gerade mal 15 Jahre alt, hat derzeit etwas mehr als 6000 Studierende (in allen Bachelor-, Master- und PhD-Programmen zusammen) und rund 240 Dozenten und Dozentinnen. Damit ist ein Dozent im Schnitt für etwa 25 Studenten zuständig, was natürlich einen sehr persönlichen Austausch begünstigt. Alle meine Dozenten kannten meinen Namen und so war ich erstmal etwas überfordert als ich an die mehr als 650 Jahre alte Uni Wien kam. Hier werden rund 92.000 Menschen von etwa 1000 Lehrenden unterrichtet. Die schieren Menschenmassen haben mich zunächst etwas überfordert und auch der Umstand, dass ich jetzt einfach nur noch eine Nummer war, hat mich ein bisschen hilflos gemacht. Aber im Nachhinein war es sehr erfrischend, mal aus diesem Mikrokosmos, in dem ich vorher war, herauszukommen und etwas Neues zu sehen.

    Warum ein Auslandssemester
    Wenn man hier entlanggeht, fühlt man sich schon gleich intelligenter.
  • Herausforderung an dich selbst. Du musst aus der eigenen Komfortzone herauskommen, wenn du ein erfolgreiches Semester im Ausland absolvieren willst. Aber im Grunde genommen, ist es ja nichts anderes, als auch schon im ersten Semester. Da kam man ja auch ganz neu an eine Uni, womöglich auch neu in die Stadt und musste ich erst zurechtfinden. Genau das passiert auch jetzt wieder, nur, dass du jetzt ja schon ungefähr weißt, wie es geht.
  • Eine neue Kultur kennenlernen. Natürlich spielt sich nicht das ganze Leben an der Uni ab und es gibt so viel zu entdecken, wenn man in ein anderes Land kommt. Ich war ja „nur“ in Österreich, aber auch hier war es schon beeindrucken, wie anders die Kultur dann doch im Vergleich zu Deutschland ist. Traut man sich noch weiter weg, ist dieser Unterschied natürlich noch größer.
  • Reisen mit finanzieller Unterstützung. Innerhalb der EU steht euch ein monatliches Stipendium von Erasmus+ zu, das je nach Stadt unterschiedlich hoch ausfällt. Es wird nicht reichen, um komplett davon leben zu können, aber es ist ein Anfang. Und wann wird man schonmal für’s Reisen bezahlt?

Wie gesagt, wurde mir die Entscheidung, ob ich überhaupt ein Auslandssemester machen will, abgenommen. Von allein hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut, aber im Nachhinein war es eine der besten Erfahrungen, die ich während meines Studiums gemacht habe und die ich nicht mehr missen möchte.

Deswegen appelliere ich an jeden, der die Möglichkeit hat, diese Erfahrung zu machen – macht sie!

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Mein Interrail-Abenteuer: Vier Wochen alleine mit dem Rucksack durch Europa

Interrail Ticket

Schon lange hatte mich die Idee fasziniert, dass man mit dem Interrail-Ticket die Möglichkeit hat, in einem bestimmten Zeitraum alle europäischen Länder mit dem Zug zu bereisen. Und so ist die Idee natürlich lange in meinem Kopf herumgegeistert.

Im Februar oder März 2017, ein paar Monate also bevor ich meine Bachelor-Arbeit abgeben musste und mein Erststudium beendet wäre, habe ich schließlich den Entschluss gefasst: Diesen Sommer ist der perfekte Zeitpunkt, um so ein Projekt anzugehen. Letztendlich habe ich das wirklich innerhalb von ein paar Tagen entschieden und ziemlich schnell mit der Planung begonnen.

 

Interrail-Vorbereitungen: Finanzen, Rucksack und Ticket

Zunächst galt es, für die erste Hälfte des Sommers einen Ferienjob zu finden, damit ich mir die vier Wochen Reisen dann auch finanzieren konnte. Meine typische Anlaufstelle hatte leider nichts frei und nach ewigem Suchen – ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben – ergab sich kurzfristig doch noch eine Möglichkeit. Fünf Wochen arbeitete ich als Aushilfe an einer Autobahnraststätte, verbrachte viele Tage bei 30 Grad neben einer dampfenden Industriespülmaschine und durfte die Essensreste asiatischer Reisebus-Gruppen einsammeln. Aber ich wusste wofür das alles und hielt mir immer vor Augen, dass meine Zeit dort begrenzt war.

 

An meinen freien Tagen beschäftigte ich mich dann mit den technischen Spitzfindigkeiten von Rucksäcken. Zunächst fiel ich erstmal aus alles Wolken, als mir klar wurde, wie viel so ein guter Rucksack eigentlich kostet. Wow! Natürlich gibt es da auch Unterschiede je nach Hersteller und Größe. Aber welche Größe brauchte ich denn überhaupt? Also verbrachte ich zusätzlich noch ziemlich viel Zeit damit, Erfahrungsberichte von Backpackern zu lesen, wie viel Kleidung man so braucht, was man generell alles dabei haben sollte und wie groß der Rucksack entsprechend sein sollte.

 

Ich entschied mich am Ende für dieses schöne Modell:

Quechua Forclaz
Der optimale Rucksack für vier Wochen im August.

 

Mädchen mit Rucksack
Auch das Verhältnis Körpergröße-Rucksack war in Ordnung.

Das ist der Quechua Forclaz Travel 500 mit 50 Litern. Und ich muss sagen: Im Preis-Leistungsverhältnis war der unschlagbar. Ein gutes Stück günstiger als ähnliche Modelle anderer Hersteller und qualitativ hatte ich nichts auszusetzen. Auch die 50 Liter waren die richtige Entscheidung. Zwar musste ich manchmal ein bisschen Tetris spielen, aber bei einem größeren Volumen hätte ich viel zu viel unnötiges Zeug mitgeschleppt. So habe ich mich wirklich auf das nötigste beschränkt. Allerdings war ich auch im August unterwegs und es war wirklich sehr heiß, d.h. der Bedarf an warmer, dicker Kleidung hielt sich in Grenzen.

 

Nächster Schritt war natürlich das Ticket: Interrail bietet da ganz verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Zeiträumen, Ein-Länder-Pässe, ganz Europa usw. Da kann wirklich jeder ganz individuell sein. Ich hatte mich schnell festgelegt auf einen Global Pass (also gültig für ganz Europa), der mir 15 Reisetage innerhalb von 30 Tagen ermöglichte. Da ich ja auch was von den Orten sehen wollte, bin ich davon ausgegangen höchsten jeden zweiten Tag weiterzufahren und von daher war das die beste Möglichkeit.

 

 

Routenplanung

Beim Lesen von Erfahrungsberichten hatte ich schnell rausgefunden, dass es zwei Arten von Menschen gibt. Erstens die, die alles bis aufs letzte Detail planen, wann sie wo sein werden, die Züge raussuchen und die Unterkünfte bereits für die ganze Reise gebucht haben. Zweitens die, die einfach losfahren und dann gucken was passiert.

Grundsätzlich gehöre ich eher zu der ersten Sorte Menschen, allerdings wollte ich mir ein bisschen Flexibilität erhalten. Also habe ich mir zu Hause bereits überlegt, welche Länder/Städte ich sehen will und so eine grobe Route festgelegt. Die ersten paar Tage habe ich dann von zu Hause aus noch organisiert und dann habe ich unterwegs sukzessive weitergeplant. So kam ich immer vorbereitet in einer Stadt an, wusste also schon, wo ich schlafen werde, was ich mir anschauen will etc.  und für mich persönlich war das die beste Lösung.

 

Und wie sah diese Route jetzt im Detail aus?

Über die Schweiz und dann durch Italien …

Von zu Hause ging es erstmal in die Schweiz nach St. Gallen, wo ich eine Freundin besucht habe. Von dort fuhr ich weiter über Mailand, wo ich nur eine Nacht verbracht habe, nach Rom. Das war mein erster längerer Aufenthalt und ich habe mich wirklich in diese Stadt verliebt und will auch gerne wieder hin. Von Rom ging es dann weiter nach Neapel. Hier habe ich hauptsächlich wegen eines Tagesausflugs nach Pompeji Halt gemacht, von der Stadt selbst habe ich nicht sooo viel gesehen.

… von Italien nach Griechenland …

Und das war’s dann auch schon mit Italien, denn von Neapel bin ich nach Bari gefahren, von wo ich mit der Fähre übergesetzt bin nach Patras in Griechenland. Das nächste Ziel von hier aus war – na, klar – Athen. Genauso wie Rom, fand ich diese Stadt unglaublich faszinierend und verbrachte hier deswegen mehrere Tage. Leider ist das Bahnnetz in Griechenland ganz schlecht ausgebaut, sodass es kaum möglich war noch mehr vom Land zu sehen.

… und dann durch Osteuropa wieder nach Hause.

Also ging es weiter auf eine Tour durch die osteuropäischen Hauptstädte. Den Anfang machte Sofia in Bulgarien, dann folgte Bukarest in Rumänien. Da meine Großmutter ihre Wurzeln in Siebenbürgen hat, war es für mich klar, dass ich auch hier einen Stopp einlegen musste, wenn ich schon mal in Rumänien war. Also verbrachte ich noch zwei Tage in Sibiu, bevor es weiterging nach Budapest, der Hauptstadt Ungarns. Generell war ich sehr positiv überrascht von Osteuropa. Ich war vorher noch nie wirklich dort gewesen und war total geplättet von der schönen Architektur der Städte, von dem vielen Grün, das es überall gibt, und vor allem von der unglaublichen Freundlichkeit der Menschen hier.

Den letzten Zug nahm ich dann nach München, wo mein Freund bereits auf mich wartete und wir verbrachten hier  noch zwei enspannte Tage.

Interrailkarte, Ziele, Routen
Auf der von Interrail mitgeschickten Karte, habe ich alle meine Ziele und Routen markiert.

Hotel, Hostel, Airbnb?

Als introvertierter Mensch konnte ich mir wenig Schlimmeres vorstellen, als mehrere Nächte in einem Zimmer mit 6 Personen zu verbringen. Dennoch habe ich es getan. Wenn ich länger als zwei Tage an einem Ort war, habe ich immer versucht etwas zu finden, wo ich wenigstens ein Zimmer für mich allein hatte. In Rom war das ein Bed & Breakfast, in Athen eine komplette Airbnb-Wohnung. Meistens bin ich dann aber – einfach aus finanziellen Gründen – in einem Hostel mit Mehrbettzimmer gelandet. Beim Buchen habe ich allerdings immer auf die Bewertungen geachtet und darauf, dass es kein Party-Hostel ist, in dem nie Ruhe einkehrt. Tatsächlich war es dann am Ende auch halb so wild. Ich bin morgens nach dem Frühstück sofort los, die Stadt erkunden, und erst abends irgendwann zurück gekommen. Meistens dann todmüde, sodass ich auch gut geschlafen habe.

 

Alleine reisen

Ich selbst habe mir vorher überhaupt nicht so viele Gedanken darum gemacht, dass ich ja eine Frau bin und ganz alleine unterwegs bin und was da nicht alles passieren könnte. Aus meinem Umfeld habe ich aber schon ein paar Sorgen gehört. Letztendlich habe ich festgestellt: die große Mehrheit der Menschen, ist nett und will dir nichts Böses. Ich hatte wirklich ein paar schöne Begegnungen und viele Leute sind total hilfsbereit, wenn sie merken, dass man allein unterwegs ist.

 

Generell haben diese vier Wochen alleine einiges für mein Selbstbewusstsein getan. Ich habe mir in dieser Zeit bewiesen, dass ich das kann: auf mich selbst gestellt in einer fremden Umgebung zurechtkommen. ABER: ein zweites Mal würde ich nicht alleine verreisen. Zu oft habe ich einen wirklich schönen Moment gehabt, den ich natürlich auch alleine total genossen hab, dann aber eben doch mit jemandem teilen wollte.

Fazit also: Als Selbstfindungsreise eine tolle Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte, in Zukunft will ich aber doch lieber meine Reiseerlebnisse teilen.

 


Zum Schluss gibt’s natürlich noch ein paar Bilder von meiner Reise:

(Die Bilder anklicken, um sie größer zu sehen.)

 


Was sind eure Interrail-Erfahrungen, falls ihr schon welche gemacht habt? Und wenn nicht, würde es euch reizen mal so zu reisen?

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Sieben Gründe, warum Campingurlaub der beste Urlaub ist

Wer die zehn Fakten über mich gelesen hat, weiß, dass ich schon seit Jahren hauptsächlich Campingurlaub mache und es liebe. Nachdem es mir mit meinen Eltern als Kind schon so viel Spaß gemacht hat, habe ich seit fast vier Jahren das Glück einen tollen Freund zu haben, der Camping genauso liebt wie ich. Viele können nicht nachvollziehen, was daran so toll sein soll und deswegen kommen hier jetzt sieben gute Gründe, warum Campingurlaub der beste Urlaub ist:

 

  1. Money, Money, Money

Campen ist um einiges billiger als ein Hotelurlaub. Erst dieses Jahr an Ostern wollten wir uns mal was „gönnen“ und waren für fünf Tage in einer Hotelanlage auf Gran Canaria. All-Inclusive. Verhältnismäßig kamen wir zwar dank sehr früher Buchung ziemlich günstig weg bei der Sache, während wir dann aber so von sonnenverbrannten Engländern umgeben am Pool lagen, wurde uns auf einmal klar, dass wir für das gleiche Geld fast sechs Mal so lange mit dem Zelt auf einem hübschen Campingplatz hätten stehen können. Klar, im Prinzip wussten wir das vorher schon. Da uns in dem Moment aber auch nochmal schmerzlich bewusst wurde, dass wir einfach nicht für AI-Reisen gemacht sind, hat es sich schon ein bisschen wie „zum Fenster rausgeworfen“ angefühlt.

Campen ist definitiv etwas für den kleinen Geldbeutel. Als Student kann ich das nur immer wieder begrüßen, aber auch wenn ich einmal arbeite und Geld verdiene, will ich ja nicht alles, was über’s Jahr so übrig bleibt dann für einen Urlaub ausgeben.

 

  1. Selbstversorger

 

Fakt ist, dass in Großküchen – seien es Restaurants oder Hotels – der Geschmack des Essens wichtiger ist als seine Nährwerte. Das bedeutet, dass ich mich ziemlich im Kalorienüberschuss ernähren kann, sogar wenn ich am Buffet nur auf Gemüse und Fleisch zurückgreife. Einfach, weil alles viel fettiger ist, als wir es zu Hause machen würden. Ich bin beim besten Willen niemand, der sich nur „clean“ ernährt. Ich liebe Schokolade, Burger und Pasta. Und gerade im Urlaub sollte man da auch nicht so streng sein. Aber grundsätzlich versuche ich, mich ausgewogen zu ernähren und wenn ich mehrere Tage am Stück nur Mist esse, fühle ich mich irgendwann auch wie Mist. Abgesehen davon, dass zwei oder vielleicht sogar drei Wochen Hotelessen irgendwann auf die Hüften gehen. Und da geht es bei mir wortwörtlich als erstes hin. Nicht nur, weil das Angebot ungesünder ist, sondern auch weil es so groß ist. Wer hat denn bitte die Selbstdisziplin, sich am Buffet nur einmal nachzunehmen? Also ich nicht.

Als Camper versorgst du dich selbst, kaufst ein und kochst, auf was du Lust hast und weißt am Ende des Tages auch genau, was du gegessen hast. Mir persönlich hilft das sehr, einen Urlaub besser genießen zu können, weil ich zum einen grundsätzlich weniger esse und zum anderen eher Dinge, von denen ich weiß, dass ich mich danach gut fühle und nicht elend und überfressen.

 

  1. Frühstück im Schlafanzug

Was mich mit Abstand am meisten an Hotels nervt ist, dass ich mich bereits vor dem Frühstück anziehen und mir die Haare kämmen muss. Kein Problem beim Camping: Dein Stellplatz ist dein Wohnzimmer und da kannst du rumlaufen, wie du willst. Was gibt es schöneres als aufzustehen, sich an die frische Luft zu setzen und ganz gemütlich ein frisches Croissant zu verspeisen. Da kann ich mir tatsächlich wenig vorstellen.

 

  1. In der Natur

Und da schließt auch gleich der nächste Punkt an. Als Camper bist du fast immer direkt mitten in der Natur. Viele Campingplätze liegen direkt am Wasser mit einem eigenen Strand oder in hübschen Waldstücken. Je nachdem in welchem Land man unterwegs ist, kann man auch einfach mitten im Nirgendwo wildcampen (meistens ist das allerdings nur mit dem Zelt erlaubt und nicht mit dem Wohnmobil). Mit Vogelgezwitscher und den ersten Sonnenstrahlen aufwachen, vor dem Schlafengehen unter‘m Sternenhimmel sitzen und kleine oder größere Tiere beobachten können. Naturliebhabern bleibt eigentlich kaum eine andere Möglichkeit, als zu campen.

 

  1. Vielseitig

Ich selbst habe schon verschiedene Arten von Camping gemacht. Mit meinen Eltern war ich im Wohnwagen unterwegs und ich weiß noch, wie fasziniert ich als Kind davon war, dass wir mit unserem Auto einfach eine Wohnung hinter uns herziehen konnten. Mit meinem Freund habe ich dann den ersten Zelt-Urlaub am Gardasee in Italien verbracht und zwei Mal waren wir jetzt mit einem Hymer-Reisemobil unterwegs (quasi ein kleines Wohnmobil, das man aber mit dem normalen Pkw-Führerschein fahren darf. Große Wohnmobile erfordern meistens einen anderen Führerschein.) Jede Art zu Campen hat ihre Vorzüge, wie ich finde. Und es ist auch für jeden etwas dabei: Vom Zwei-Personen-Zelt und kleinem Gaskocher bis zum luxuriösen Wohnmobil mit Nasszelle. Wer das entsprechende Kleingeld besitzt muss auch hier auf nichts verzichten. Zelt, Wohnwagen, Reisemobil? Campingküche, Grill, Gaskocher? Liegestühle, große Sitzgarnitur, Klappstühle? Die Varianten sind grenzenlos und so kann hier jeder glücklich werden.

 

  1. Flexibilität

Hat man erst einmal eine Reise gebucht, ist es oft schwer, diese wieder zu stornieren, wenn kein ernsthafter Grund vorliegt. Und selbst wenn es gelingt, ist man das Meiste seines Geldes dennoch los. Die Freiheit, die wir beim Camping haben, besteht darin, dass wir uns eine grobe Richtung überlegen und einfach losfahren. Wo es uns gefällt, bleiben wir stehen. Ist es sehr schön, bleiben wir länger, haben wir irgendwann alles gesehen und Lust auf etwas Neues oder wenn das Wetter nicht mehr mitspielt, fahren wir weiter. Natürlich muss man auch hier ein paar Dinge beachten. In der Hochsaison in Touristengebieten sind auch die meisten Campingplätze ausgebucht. In der Regel sind das aber große Plätze mit Animation für Kinder usw. Wenn möglich sollte man sowieso immer die Hochsaison vermeiden. Wenn es aber nicht anders geht – wie bei uns die letzten Jahre leider auch der Fall – dann kann man abseits der Touristengebiete kleine, abgelegene Plätzen finden. An Campingplätzen kann man manchmal wirklich wahre Schätze entdecken, wenn man einfach noch ein paar Kilometer weiterfährt. Und grundsätzlich ist ja sowieso der Weg das Ziel.

 

  1. Kontaktfreudige Gemeinschaft

Unter Campern kommt man immer schnell ins Gespräch. Da wird gefachsimpelt, beratschlagt und heftig diskutiert. Denn Campen heißt natürlich auch oft: Selbermachen. Und so bespricht man die neuesten Trends und Techniken, vom Gasgrill bis zur Toilettenchemie. Vor allem bei einzelnen Gruppen ist man oft schneller mitten drin als man gucken kann, z.B. bei Besitzern von Eriba-Wohnwagen oder VW-Bussen. Das ist fast wie mit Motorradgangs: auf der Straße grüßt man sich im Vorbeifahren.

Aber auch mögliche Reiseziele werden ausgetauscht, Routen besprochen oder Geheimtipps gegeben. Man hilft sich gegenseitig aus, wenn der Nachbar in seinem kleinen Zelt beim Unwetter unter Wasser steht, man hilft bei Auf- und Abbau, man leiht sich Kaffee aus.

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