Auf dem Weihnachtsmarkt [Adventskränzchen 2019]

gebrannte Mandeln, Glühweingewürz und Bruchschokolade

Weihnachtsmärkte spalten ja die Meinungen. Die einen lieben sie, weil man hier so toll die vorweihnachtliche Stimmung genießen kann, die anderen hassen sie, weil sie grundsätzlich überfüllt und überteuert sind. Ich kann mich da nicht so recht entscheiden. Ein Weihnachtsmarktbesuch gehört auf jeden Fall zur Adventszeit dazu, lieber sogar mehrere. Aber wirklich lange mag ich mich dort dann doch nicht aufhalten, weil es wirklich einfach immer viel zu voll ist. Nicht wirklich besinnlich.

Adventskränzchen 2019 Banner

Zum heutigen Thema des Adventskränzchens Auf dem Weihnachtsmarkt habe ich mir also überlegt, dass wir uns den Weihnachtsmarkt einfach nach Hause holen. Und zwar mit drei Rezepten – übrigens auch sehr gut zum Verschenken geeignet.

Bruchschokolade

Schokolade liebt jeder. Ich selbst bin großer Fan von Schokolade mit ganz viel Zeug drin, am liebsten Nüsse. Und wenn sie dann auch noch nach Weihnachten schmeckt – was will man da noch mehr?

Für die Bruchschokolade benötigt ihr

  • Schokolade eurer Wahl: ich habe Zartbitter genommen, Vollmilch oder weiß geht natürlich auch, man kann auch verschiedene Sorten mischen
  • Viel Fantasie: Mit was ihr eure Schokolade pimpt, ist komplett eurer Fantasie und euren Vorlieben überlassen. Ich habe mich für eine Nussmischung, Cranberrys und – für das gewisse Etwas – getrocknete Ingwerstückchen entschieden.
    Andere Möglichkeiten wären: jedes andere getrocknete Obst, Mini-Marshmellows, Geleebohnen, Kaffeebohnen, Kokosraspeln, …
zutaten für Bruchschokolade: Schokoladentafeln, Cranberrys, Nüsse, getrockneter Ingwer

Und das geht ruckzuck

Die Schokolade wird über einem Wasserbad geschmolzen und dann auf ein Backpapier gestrichen. Achtet darauf, sie nicht zu dünn aufzutragen, sonst halten die restlichen Zutaten nicht mehr darin.

Dann streut ihr eure Zutaten ganz nach Belieben auf die noch flüssige Schokolade und drückt sie evtl. ein wenig fest. Ich habe mich zum Schluss noch dazu entschieden, etwas Zimt und ein bisschen braunen Rohrzucker über alles zu streuen, weil ich das ganz hübsch fand. Und Zimt passt im Winter sowieso zu allem.

Geschmolzene Schokolade mit Nüssen und Obst

Das Ganze muss jetzt bloß noch abkühlen und wieder hart werden. Lasst das ruhig bei Zimmertemperatur geschehen, denn im Kühlschrank besteht die Gefahr, dass die Schokolade grau wird.

Feste Schokolade, auseinandergebrochen

Wenn alles fest ist, nehmt ihr die Schokolade vom Backpapier und brecht sie in unregelmäßige Stücke und esst sie entweder sofort auf, oder packt sie hübsch ein und verschenkt sie an eure Liebsten.

Bruchschokolade, arrangiert mit Weihnachtsdeko

Gebrannte Mandeln

Wenn ihr dachtet, die Schokolade sei schnell gemacht, dann kommt jetzt etwas noch Besseres. Gebrannte Mandeln sind quasi in 10 Minuten fertig.

Für 200g Mandeln benötigt ihr 100g Zucker. Wenn ihr mehr machen wollt muss das Verhältnis also immer 2:1 sein. Den Zucker erhitzt ihr in einer Pfanne zusammen mit einem Schluck Wasser (und optional etwas Zimt) bis er geschmolzen ist und zu blubbern beginnt. Das ist der Moment, in dem ihr die Mandeln dazu gebt und die Hitze runter dreht. Der Zucker wird relativ schnell wieder fest und kristallisiert auf den Mandeln.

Mandeln in flüssigem Zucker in der Pfanne

Am besten nehmt ihr die Mandeln aus der Pfanne wenn der Zucker noch etwas flüssig ist, sonst besteht die Gefahr, dass euch die Mandeln verbrennen. Das Ganze gebt ihr dann auf ein Backpapier und verteilt die Mandeln so, dass sie einzeln liegen, sonst habt ihr am Ende einen großen Klumpen.

gebrannte Mandeln auf Blech

Ein bisschen abkühlen lassen et voilà. Noch lauwarm schmecken die gebrannten Mandeln übrigens am besten.

gebrannte Mandeln, arrangiert mit Kerzen

Glühweingewürz

Was darf auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen? Richtig, Glühwein! Um euch euren Glühwein oder Punsch ganz einfach zu Hause selbst zuzubereiten, habe ich jetzt als letztes ein DIY Glühwein-Gewürz für euch. Das könnt ihr super in Gläser abfüllen und aufbewahren oder weiter verschenken.

Für Glühweingewürz benötigt ihr

  • Eine Orange
  • Zimtstangen
  • Nelken
  • Sternanis

Und so geht’s

Das Glühweingewürz benötigt von diesen drei Rezepten tatsächlich am meisten Zeit. Das liegt aber eigentlich nur am ersten Schritt: Ihr müsst nämlich die Orange bzw. ihre Schalen trocknen.

Ich habe die Hälfte der Orange in Scheiben geschnitten und von der anderen Hälfte nur die Schalen genommen. Ihr könnt aber auch die komplette Frucht in Scheiben schneiden oder nur die Schalen nehmen, ganz wie ihr mögt. Die Scheiben gebt ihr bei 100°C Umluft für etwa 60-90 Minuten, die Schalen für etwa 20-30 Minuten in den Backofen. Steckt am besten einen Holzlöffel in die Tür, so kann die Feuchtigkeit entweichen.

Die restlichen Gewürze zerkleinert ihr entweder mit einem Mörser oder mit Hilfe eines Nudelholzes. Ebenso die Orangenstücke, sobald sie fertig getrocknet sind.

Alles mischen und abfüllen – fertig ist euer Glühweingewürz.

Glühweingewürz in Schüssel

Das waren meine drei Rezepte, um den Weihnachtsmarkt zu euch nach Hause zu holen. Schaut wie immer auch unbedingt bei den anderen Teilnehmern des Adventskränzchens vorbei:

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Duftkerzen DIY [Adventskränzchen 2019]

Beitragsbild Duftkerzen DIY

Wie letztes Jahr beteilige ich mich auch dieses Jahr wieder am Adventskränzchen von Marie-Theres Schindler. Die Idee ist wieder die selbe:

„Diese Aktion stellt sich bewusst gegen den weihnachtlichen Konsum-Wahn und all die Blogger-Adventskalender, bei denen Gewinnspiele mit täglich teureren Produkten und dem typischen Geschenke-Protzen Normalität sind.“

Adventskränzchen 2019

Das Thema heute ist So duftet Weihnachten und passend dazu habe ich eine DIY-Idee für euch, zum Verschenken oder zum selbst Behalten:

Duftkerzen

Gerade im Winter, wenn die Tage grau sind, liebe ich es Kerzen anzuzünden, weil sie einfach eine so wohlige und gemütliche Atmosphäre erzeugen. Und wenn sie dann zusätzlich auch noch einen weihnachtlichen Duft verbreiten, ist das Weihnachts-Winter-Feeling, doch perfekt.

Was ihr für weihnachtliche Duftkerzen benötigt

Leere Gläser, Bienenwachspastillen, Duftöle, Kerzendochte zur Herstellung von Duftkerzen

Gläser (mit oder ohne Deckel)

Wachs (ich habe Bienenwachs verwendet, Kerzenreste oder ähnliches tun es aber auch)

Kerzendocht (fertig kaufen, so wie ich, oder auch selbst herstellen)

Duftöle nach eurem Geschmack (ich habe Apfel-Zimt, Zimt-Orange, und Winterfrüchte verwendet)

Und so geht’s

Als erstes müsst ihr das Wachs in einem Wasserbad schmelzen. Wenn ihr wie ich Wachspastillen benutzt, benötigt ihr etwa die doppelte Menge Pastillen, die in ein Glas passen. Das Schmelzen dauert recht lang, ihr braucht also etwas Geduld, dreißig Minuten und länger ist ganz normal.

Wachs schmelzen, drei Stufen

Wenn euer Wachs schließlich flüssig ist, könnt ihr ein paar Tropfen von eurem Duftöl dazu geben. Wie viel ihr da nehmt, hängt zum einen von der Intensität eures Öl ab, zum anderen aber auch davon, wie intensiv ihr es am Ende haben wollt.

Jetzt geht’s ans Gießen. Am einfachsten ist es, wenn ihr den Docht um einen Schaschlik-Spieß oder etwas ähnliches wickelt, damit er mittig in der Kerze bleibt. Den Docht hängt ihr in das Glas und dann wird das Wachs hineingegossen.

Kerzendocht an Spieß fixiert im Glas
Mit einem Schaschlik-Spieß oder einem Zahnstocher lässt sich der Docht ganz einfach fixieren.
Flüssiges Wachs im Glas
Ihr solltet natürlich aufpassen, dass ihr nicht die Hälfte daneben schüttet, so wie ich hier.

Und jetzt müsst ihr nur noch warten, bis das ganze wieder hart geworden ist. Das dauert natürlich auch wieder einige Zeit.

Duftkerzen – mit wenig Aufwand selbst gemacht

fertige Duftkerzen mit Verzierung
Ein hübsches Band drum und vielleicht noch ein Ettiket drauf – schon sind eure Kerzen bereit, verschenkt zu werden.
fertige Duftkerzen mit Verzierung

Ihr seht also: Duftkerzen selbst machen ist an sich überhaupt kein Aufwand, man muss nur etwas Geduld mitbringen.

Wie findet ihr die Idee, Kerzen selbst herzustellen? Habt ihr das vielleicht schon einmal gemacht? Und am allerwichtigsten: Welchen Duft mögt ihr an Weihnachten am liebsten?


Heute haben außerdem beim Adventskränzchen mitgemacht:

  • Marie zeigt euch ihre liebsten Beauty-Produkte zur Winter- und Weihnachtszeit.
  • Jasmin backt leckeres Stollenkonfekt.
  • Svenja erzählt, welche Düfte für sie besonders weihnachtlich sind und wie deren chemische Zusammensetzung überhaupt aussieht.
  • Katrin beschreibt ihre liebsten Weihnachtsgerüche von Pflanzen, über Gewürze bis hin zu Früchten
  • Kathi erzählt in ihrem Beitrag, wie Lufterfrischer funktionieren.
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Meine liebsten Podcasts #2

Handy und Kopfhörer

Ich liebe Podcasts. Ich habe euch vor über einem Jahr bereits mal meine Lieblingspodcasts vorgestellt, aber seitdem sind wieder ein paar neue dazugekommen. Und deswegen dachte ich, es wäre eine gute Idee, einen zweiten Teil zu machen.

Also hier sind sie: Meine (neuen) liebsten Podcasts.


Disclaimer: Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung. Ich gebe hier ausschließlich meine eigene Meinung und Empfehlung wieder.


Sprachnachrichten von Jacko Wusch

Jacko Wusch habe ich durch Youtube kennen gelernt und ich habe auch in meinem Beitrag über meine liebsten YouTuber über sie geschrieben. Ihr Podcast ist – wie der Name schon vermuten lässt – meistens ziemlich ungeskriptet und sie redet über das, was sie gerade beschäftigt. Meistens sind das Themen aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Positivität, Spiritualität. Also vielleicht nicht unbedingt für jeden etwas, aber wen diese Themen interessieren, dem kann ich die Sprachnachrichten nur ans Herz legen.

Podcast: Sprachnachricht von Jacko Wusch

Die Schaulustigen (Zeit online und Zeit Magazin)

Ich bin ein großer Fan von Sophie Passmann und ich bin ein großer Fan von guten Serien. Dieser Podcast vereint beides und das macht mich sehr glücklich. Sophie Passmann (u.a. Kolumnistin beim Zeit Magazin) bespricht in diesem Podcast zusammen mit dem stellvertretenden Chefredakteur des Zeit Magazins Matthias Kalle Serien und Filme. Sowohl die Streaming-Dienste als auch das lineare Fernsehen werden dabei in den Blick genommen. Dabei gibt es super Kategorien wie z.B. „Passmann spoilert“ oder „Kalles Top 3“ immer in einer anderen Kategorie.

Die beiden Hosts harmonieren so gut miteinander, dass es einfach Spaß macht, ihnen zuzuhören, selbst wenn man überhaupt kein Interesse am Thema hat. Eine neue Folge erscheint jeden zweiten Freitag und dauert meistens eine gute Stunde.

Große Liebe – große Empfehlung.

Podcast: Die Schaulustigen

Verstehen, fühlen, glücklich sein

Dieser Podcast ist etwas für alle, die sich mit Achtsamkeits-Themen auseinandersetzen wollen. Allerdings nicht nur auf einer rein spirituellen Ebene. Sinja Schütte ist Chefredakteurin der Zeitschrift Flow und Boris Bornemann ist Meditationsforscher. Zusammen besprechen sie in kurzen Folgen von etwa einer halben Stunde Themen des Alltags aus der Perspektive der Achtsamkeit und – das finde ich besonders spannend – wissenschaftlich fundiert.

Jede Woche gibt es eine neue Folge.

Podcast: Verstehen, fühlen, glücklich sein.

Hotel Matze

Hotel Matze ist, glaube ich, unter Podcast-Liebhabern nicht wirklich ein Geheimtipp. Aber der Vollständigkeit halber soll er hier nicht fehlen.

Matze Hielscher, Mitgründer von Mit Vergnügen, führt in seinem Podcast sehr intensive und lange Interviews mit den verschiedensten Persönlichkeiten. Autoren wie Charlotte Roche oder Sybille Berg, Unternehmer wie Tarek Müller von About You, Künstler und Musiker wie Bosse, Henning May oder Hauschka – sie alle bekommt Matze vors Mikrofon und stellt ihn Fragen, die man sonst in Interviews vielleicht nicht hören würde.

Meiner Meinung nach nicht nur ein sehr interessanter und spannender, sondern auch inspirierender Podcast, in den ihr auf jeden Fall mal reinhören solltet.

Podcast: Hotel Matze

Na, war etwas Neues für euch dabei? Oder habt ihr noch weitere Empfehlungen? Dann lasst sie mir doch gerne in den Kommentaren da!

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Was mich am Bahnfahren nervt

Beitragsbild Bahnsteig aus dem Fenster, Spiegelung

Im Sommer habe ich einen Beitrag darüber verfasst, warum ich Bahnfahren so toll finde und warum das noch mehr Menschen machen sollten. Vielleicht war diese Darstellung ein bisschen einseitig und deswegen gibt es jetzt und hier vier Dinge, die ich am Bahnfahren richtig blöd finde.

** Achtung! Dieser Beitrag könnte Spuren von Ironie enthalten. **

Schaffner, die mir bei der Kontrolle das Handy aus der Hand nehmen

Wie die meisten Menschen im 21. Jahrhundert nutze ich die DB App und lade alle meine Tickets aufs Handy. Ich meine, wer braucht schon den Papierkram? Und es ist eben wirklich praktisch. Und normalerweise ist es auch überhaupt kein Problem, den QR-Code auf meinem Handybildschirm zu scannen. Trotzdem gibt es da immer wieder diese merkwürdigen SchaffnerInnen, die der Meinung wäre, es sei ok, auf meinem Smartphone rumzutatschen oder es mir sogar aus der Hand zu nehmen. Nein! Das Ding war teuer, lass es! Wenn der Bildschirm zu dunkel ist, sag es einfach. Wenn du die Bahncard sehen willst, sag es. Aber lass mein Handy in Ruhe.

Die Mitreisenden

Manchmal habe ich vielleicht ein paar misanthropische Züge an mir. Und dann ist Bahnfahren eine ziemlich schlechte Idee. Dann habe ich das Gefühl, dass sich alle Dummheit der Menschheit gerade an Bahnhöfen und in Zügen tummelt.
Leute, die auf überfüllten Bahnsteigen einfach mitten im Weg stehen bleiben, sodass man selbst eine Vollbremsung hinlegen muss oder in sie hineinrempelt. Leute, die der Meinung sind, es wäre ok, fettiges, stinkendes Fast Food in einem Zugabteil zu verspeisen. Leute, die scheinbar nicht wissen, wie die Technik des Telefonierens funktioniert und stattdessen versuchen, bis ans andere Ende der Republik zu schreien. Oder, besonders toll und vor allem besonders deutsch, Leute, die in einem fast leeren Zug auf ihre Sitzplatzreservierung bestehen.

Hier gibt es echt alles, you name it. Aber eine besondere Kategorie möchte ich extra hervorheben:

Menschen, die von irgendwas total genervt sind, aber sich nicht beschweren

Ich bin kein Fan von Leuten, die sich ständig über jeden Pups beschweren müssen. Aber noch schlimmer finde ich die, die ganz offensichtlich genervt sind und einfach nichts sagen. Z.B. dieser Typ den das Babyweinen im Waggon beim Schlafen gestört hat. Augen verdrehen, extra laut stöhnen und seufzen, wieder die Augen verdrehen, Kopfhörer auf, Kopfhörer genervt wieder runter, nochmal stöhnen und dabei den Kopf schütteln. Die perfekte Diva.
Erstens: Babys sind Babys und die schreien nunmal. Und da es in Zügen kein „Babyverbot“ gibt, muss man als Fahrgast bis zu einem gewissen Grad damit leben können. Zweitens: Den Eltern ist es bestimmt auch ohne dein Getue schon unangenehm genug, dass ihr Kind gerade den ganzen Waggon unterhält. Drittens: Wenn du dich so sehr gestört fühlst, dann geh halt hin und bitte die Eltern – höflich! –, ob sie mit dem Kind kurz raus gehen können.

By the way war das Geschrei in diesem Fall nach 10 Minuten vorbei und sowohl das Baby als auch der sehr genervte Herr haben ihren verdienten Schlaf bekommen.

Laptop in der Bahn

Regionalbahnen

Die Regionalbahn ist so ungefähr der undankbarste Zug, den es geben kann. Ziemlich oft überfüllt, kaum bis kein vernünftiger Platz für Gepäck und die halten echt an jeder Milchkanne an. Also versteht mich nicht falsch, auch die Mini-Dörfer verdienen eine Bahnanbindung und das ist verdammt gut so! … Ich will halt nur nicht dadurch fahren.

Kein Handyempfang

Es ist kein Geheimnis, was den mobilen Netzausbau angeht ist Deutschland Entwicklungsland. Und das merkt man vor allem, wenn man das gelobte Land des heimischen WLANs verlässt. Und gerade in Zügen ist es einfach so nervig, weil die sich ja bewegen. Da! Jetzt ist genug Netz da, um eine Serie anzufangen. Fünf Minuten später friert das Bild ein. Für etwa eine halbe Stunde oder so. Man könnte jetzt sagen Serien streamen braucht ja auch sehr gutes Netz, weil da viele Daten runtergeladen werden – First World Problem. Stimmt schon. Aber wenn ich nicht einmal meine Emails abrufen kann, nein, falsch: wenn ich nicht einmal telefonieren kann (!), sollte das irgendwem mal zu denken geben.

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5 Dinge für gute Laune bei schlechtem Wetter

Wenn der Oktober, so wie bei uns in den letzten paar Tagen, sonnig und golden ist, lässt sich der Herbst leicht ertragen. Aber sie kommen sicher und schneller als es uns wahrscheinlich lieb ist: die dunklen verregneten Tage. Und damit kommt auch oft die schlechte Laune.
Obwohl ich ein Herbstkind bin, und zwar nicht nur an goldenen Oktobertagen, lasse auch mich manchmal von schlechtem Wetter runterziehen.

Heute gibt es hier deswegen 5 Tipps, die mir dabei helfen, dunkle Tage ein bisschen besser zu machen und die hoffentlich auch dem ein oder anderen von euch helfen werden.

1. Musik

Wenn man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt und dabei raus auf den Regen schaut, fehlt irgendwie die Motivation, produktiv zu arbeiten. Bei Motivationstiefs hilft definitiv immer: Musik. Spotify und Apple Music bieten tausende Playlists für die verschiedensten Stimmungen an und auch auf YouTube findet ihr tolle Zusammenstellungen. Ich persönlich höre am liebsten Musik mit einem antreibenden Beat, dann läuft die Arbeit quais wie von selbst.

2. Heißgetränke

Um die Schreibtischarbeit – aber eigentlich auch jede andere Aktivität – bei miesem Wetter angenehmer zu machen, empfehle ich leckere Heißgetränke. Je nachdem, was ihr am liebsten mögt: Tee, Kaffee oder eine heiße Schokolade? Vielleicht wollt ihr auch passend zur Jahreszeit einen Pumpkin Spiced Latte selbst zubereiten oder ihr pimpt eure Schokolade mit etwas Zimt. Alles, was den Wohlfühlfaktor hebt, ist erlaubt.

Kaffee trinken

3. Vorfreude

Ein langer Arbeitstag lässt sich leichter überstehen, wenn man sich auf etwas Besonderes am Abend freuen kann. Das können kleine Dinge sein, wie ein gemütlicher Fernsehabend mit der Lieblingsserie (wenn ihr noch Inspiration für Serien sucht, schaut mal hier vorbei). Wenn euch kochen oder backen entspannen, dann plant doch abends mal ein, ein tolles Herbstgericht zuzubereiten. Kürbisse machen den Herbst soooo viel besser.

Kürbisbrot
Ich backe gern, vor allem wenn es kalt ist. Hier gab es Kürbisbrot

4. Mal wieder etwas spielen

Zu zweit, zu dritt, zu viert … wie wär’s mal wieder mit einem gemütlichen Spielenachmittag am Wochenende? Oder die Zeit alleine mal wieder für ein großes Puzzle nutzen. Das entspannt und ist meditativ.

5. Raus gehen

Echt jetzt? Raus gehen in das kalte, nasse Schmuddelwetter? Klar, wieso nicht? Ihr müsst natürlich nicht ausgerechnet dann raus, wenn es gerade Fäden regnet, aber bei einem leichten Nieselschauer kann ein Spaziergang – natürlich dick eingepackt – auch super sein. Frische Luft tut eh immer gut und das Allerbeste ist dann das Wieder-nach-Hause-kommen: Erstmal ab in die Kuschelkleidung und dann auf die gemütliche Couch.


Gemütlichkeit im Herbst

Wenn euch diese Tipps nicht reiche, habe ich im letzten Jahr ebenfalls einen Beitrag mit vier Möglichkeiten geschrieben, den Herbstblues zu vertreiben.

Und hier findet ihr hier noch mehr Dinge, über die ich mich im Herbst freue.

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Lesejahr 2019 – Bücher im Juli, August, September

Bücherstapel

In den letzten drei Monaten war so ziemlich jedes Genre in meinen Büchern vertreten. Krimi, Fantasy, was zum Lachen, Sachbücher … Also hoffentlich auch für jeden von euch wenigstens eine Empfehlung.

Weil ich viel unterwegs war, habe ich außerdem mein tolino mal wieder rausgekramt. Wenn man Gepäck schleppen muss, müssen nicht noch schwere Bücher mit in den Koffer. Auch wenn ich für immer Verfechter von echtem Papier bleiben werde.

Aber, fangen wir einfach an. Hier sind die Bücher, die ich im Juli, August und September gelesen habe:

Roxane Gay: Bad Feminist

Bad Feminist auf dem E-Reader

Roxane Gay ist eine amerikanische Autorin, Englischprofessorin und Herausgeberin. Sie bezeichnet sich zwar selbst als Feministin, sieht aber selbst die Punkte, wo sie immer wieder scheitert. Z.B., dass sie gerne Rap-Musik hört und dort frauenverachtende Texte mitrappt, ganz unbewusst. In ihrer Unperfektheit habe ich mich oft selbst wiedergefunden.

In diesem Buch geht es aber nicht nur um Feminismus, sondern auch um Rassismus, da Gay selbst afroamerikanische Wurzeln hat. Diese abstrakten Themen erläutert sie an konkreten Beispielen aus ihrem Leben oder an popkulturellen Ereignissen. So nimmt sie unter anderem auch erfolgreiche Hollywood-Filme auseinander und legt hier Rassismen und Sexismen offen, die von den meisten von uns verinnerlicht wurden.

Bad Feminist ist zwar nicht direkt Unterhaltungsliteratur, aber es ist auch kein reines Sachbuch. Gays Schreibstil ist mitreißend, immer wieder auch zum schmunzeln und dennoch faktenbasiert. Ich für meinen Teil habe mich nie gelangweilt beim Lesen und dennoch einiges dazugelernt.

Andreas Winkelmann: Die Lieferung

Die Lieferung auf dem e-Reader

Das nächste Buch war ein Krimi, der mir von verschiedenen Bestsellerlisten empfohlen wurde. Da ich schon länger keinen Krimi mehr gelesen hatte – warum nicht? Und darum geht’s:

Viola hat schon seit längerer Zeit, das Gefühl verfolgt zu werden, doch sie hat keine Beweise. Die einzige, die ihr glaubt, ist ihre beste Freundin, doch von einem auf den anderen Tag meldet die sich nicht mehr. Gleichzeitig wird in den Harburger Bergen eine blasse, unterernährte und sichtlich verwirrte Frau aufgegriffen. Polizeikommissar Jens Kerner weiß sich lange nicht zu helfen, bis seine Mitarbeiterin einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen entdecken kann …

Ein solider Krimi, packend und die Wendung ist nicht wirklich vorhersehbar. Zumindest war sie das für mich nicht. Wer auf Krimis steht, dem kann ich Die Lieferung nur empfehlen.

Angela Bajorek: Wer fast nichts braucht, hat alles. Janosch, die Biographie

Buch "Wer fast nichts braucht, hat alles" Die Janosch-Biographie

Janosch, der Erfinder von Tiger und Bär, von Günter Kastenfrosch und der Tigerente, hat sich lange dagegen gewehrt mit Journalisten zu sprechen, weil sie seiner Meinung nach die Fakten immer nur verdrehen würden, um gute Schlagzeilen zu erzielen. Angela Bajorek hat es schließlich doch geschafft mit dem Zeichner und Autor zu sprechen und ihr hat er seine Lebensgeschichte erzählt. Geboren und aufgewachsen in Schlesien unter ärmlichsten Verhältnissen, war er immer etwas anders als seine Altersgenossen. Seine ersten Schreibversuche blieben ohne großen Erfolg bis er schließlich mit Tiger und Bär den Durchbruch schaffte. Heute gibt es die Tigerente in allen möglichen Formen für Groß und Klein zu kaufen. Janosch selbst wurde aber von seinen Verlagen und der Janosch AG ziemlich über’s Ohr gehauen. Viel von den ganzen Einnahmen sieht er nicht.

Wer Janosch und seine Geschichten mag, wird auch diese Biographie mögen. Denn sie ist nicht nur spannend und voller Fakten über sein Leben, sondern auch sehr liebevoll geschrieben und ich wollte auf fast jeder zweiten Seite ein Zitat anstreichen, dass ich mir merken möchte.

Marc-Uwe Kling: Die Känguru- Apokryphen

Buch die Känguru-Apokryphen

Und danach was zum Lachen: Wer Marc- Uwe Kling kennt, kennt auch seine Känguru-Reihe. Die Apokryphen sind das neueste daraus und hier vereint er – wie der Titel schon sagt – bisher unveröffentlichte Geschichten, die es in keins der vorherigen Bücher geschafft haben. Ein super Buch um zwischendurch mal etwas abzuschalten, einfach nicht ganz so viel nachzudenken und ordentlich zu lachen.

Sybille Berg: GRM. Brainfuck

Buch GRM

Sibylle Berg erzählt in GRM die Geschichte von vier Kindern in England irgendwann zwischen 2020 und 2030. Der Neoliberalismus hat inzwischen ganze Arbeit geleistet. Sozialleistungen gibt es nicht mehr. Wer nicht aus eigener Kraft überleben kann, wird immer weiter in die städtischen Außenbezirke abgeschoben. Die vier Kinder Hannah, Don, Peter und Karen sind von ihren Eltern vergessen oder verlassen worden, eventuell sind sie auch tot. Zusammen rebellieren sie gegen das kaputte System und versuchen dem perfektionierten Überwachungsstaat aus dem Weg zu gehen.

Auf dem Klappentext steht: “Das ist keine Dystopie. Es ist die Welt, in der wir leben. Heute. Und vielleicht morgen.” Und genau deswegen ist es stellenweise so hart und beängstigend, dieses Buch zu lesen. Weil es so realistisch ist. Trotzdem empfehle ich es jedem, weil Sibylle Berg es einfach versteht, gute Geschichten zu erzählen und weil es trotz allem Spaß macht, zu lesen.

Sarah Kuttner: Kurt (Hörbuch)

Hörbuch "Kurt"

Lena, der große Kurt und der kleine Kurt – von ihnen handelt diese Geschichte. Lena hat sich gerade zusammen mit dem großen Kurt ein Haus draußen in Brandenburg gekauft, damit dieser mehr Gelegenheit hat, seinen Sohn, den kleinen Kurt, für den er sich das Sorgerecht mit seiner Ex-Frau teilst, zu sehen. Alles läuft bestens, die kleine Patchworkfamilie ist glücklich. Doch dann bricht ein Unglück über sie herein und das Leben ist nicht mehr wie es vorher war.

Sarah Kuttner erzählt in Kurt die Geschichte von Trauer und ihrer Bewältigung. Davon, wie Menschen unterschiedlich mit Verlusten umgehen und welchen Belastungen Beziehungen ausgesetzt sind, wenn eine unvorhergesehene Katastrophe über sie hereinbricht.

Dieses Buch hat mich tieftraurig gemacht. An seinem Ende aber auch wieder glücklich. Obwohl Kuttner sehr unaufgeregt und nüchtern schreibt (und auch liest, denn sie liest das Hörbuch selbst), ist das Thema nichts für schwache Nerven. Ich habe es aber sehr geliebt und würde es jedem weiterempfehlen.

Cornelia Funke & Guillermo del Torro: Das Labyrinth des Faun (Hörbuch)

Hörbuch "Das Labyrinth des Faun"

Cornelia Funke war in meiner Jugend meine Lieblingsautorin. Von den Wilden Hühnern, über Drachenreiter bis hin zur Tintentrilogie – ich habe alles gelesen. Die Tintentrilogie ist bis heute eine meiner liebsten Buchreihen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich ihr neuestes Buch entdeckt habe. Als Hörbuch (gelesen von der Autorin selbst) hat es mich durch meine Weisheitszahn-OP und deren Nachwehen begleitet. Dafür kann ich es nur empfehlen.

Die Handlung spielt im Jahr 1944 in Spanien. Ofelia zieht mit ihrer schwangeren Mutter in die Berge, da dort ihr neuer Stiefvater, ein Soldat des Franco-Regimes, stationiert ist. Die Wälder, die das Gut umgeben, werden zu Ofelias Zuflucht vor dem Stiefvater, der sie am liebsten loswerden würde. Ein Faun erscheint dem Mädchen und stellt ihr drei Aufgaben. Kann sie diese erfüllen, ist sie die lange verschollene Prinzessin des Reichs.

Michael Ende: Momo

Hörbuch "Momo"

Ich denke auf den Inhalt dieser herzerwärmenden Geschichte von Michael Ende muss ich nicht groß eingehen. Jeder hat irgendwann schonmal von Momo und den grauen Männern, die die Zeit stehlen gehört.

Obwohl ich natürlich auch die Geschichte kannte, muss ich gestehen, dass ich sie jetzt zum ersten Mal gelesen, bzw. natürlich gehört, habe. Gert Heidenreich liest das Hörbuch und es ist ein wahrer Genuss, ihm zuzuhören. Also auch für die, die das Buch selbst gelesen habe: hört ich unbedingt auch das Hörbuch an. Ich kann es nur empfehlen.


Welche Bücher habt ihr so in den letzten Monaten gelesen? Und welcher der vorgestellten Bücher kanntet ihr vielleicht schon?


Was ich sonst noch so gelesen habe dieses Jahr? Hier kommt ihr zu den Quartalen eins und zwei.

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3 Dinge, die ich durch Yoga für’s Leben gelernt habe

Seit etwa zwei Jahren praktiziere ich mal mehr, mal weniger regelmäßig Yoga. Ich bin noch total weit weg davon, in irgendeiner Weise Profi zu sein, vor allem weil ich bisher nur zu Hause mit YouTube trainiere. Mady Morrison und Fightmaster Yoga sind dabei meine liebsten Yogis.

Neben der physischen Praxis – dass ich gelernt habe, zu welchen merkwürdigen Verrunken mein Körper doch in der Lage ist –, habe ich durch Yoga auch ein paar mentale Dinge gelernt, die sich auf das ganze Leben anwenden lassen. Welche das sind, erfahrt ihr hier:

Atmen

Hört sich erstmal doof an, atmen kann man doch einfach so. Oder? Ja, dachte ich auch …
In der Yogapraxis ist es so, dass man meistens jeden Atemzug mit einer Bewegung verbindet. Dadurch konzentriert man sich natürlich sowieso mehr auf die Atmung. Gleichzeitig wird man aber auch beim längeren Halten von Positionen, die zum Teil auch echt anstrengend sind, daran erinnert, zu atmen. Und erst dann fällt einem immer auf, dass man die ganze Zeit die Luft angehalten hat. Wenn es anstrengend wird und ich mich konzentrieren muss, dann höre ich auf zu atmen. Ziemlich blöd, aber achtet mal drauf.
Und das gilt bei mir noch nicht einmal nur für körperliche Aktivitäten. Auch wenn ich mich beim Arbeiten mal sehr konzentrieren muss, merke ich, dass meine Atmung zumindest flacher wird, wenn nicht sogar komplett aufhört.

Durch Yoga erinnere ich mich öfter daran, richtig durchzuatmen. Gerade in Stress-Situationen ist das so viel hilfreicher, als man vielleicht vermuten würde. Probiert es mal aus.

Frau, die Yoga macht

Nicht alles, was leicht aussieht, ist auch leicht

Ich glaube jeder, der noch nie Yoga gemacht hat, denkt sich so: ach die paar Positionen da halten und ein bisschen Atmen, das ist doch nicht anstrengend. Ich war auch so. Und ich lag so falsch. Die Schwierigkeiten fangen teilweise ja schon dabei an, überhaupt in diese Position reinzukommen. Sie dann zu halten, ist nochmal eine ganz andere Geschichte.

Und ich finde, das ist eine schöne Metapher für’s Leben: Nur weil es bei manchen Leuten so aussieht, als hätten sie alles perfekt im Griff und ihr Leben sei total easy, muss das nicht so sein. Wahrscheinlich strengt diese Person sich sehr an, um alles im Griff zu haben – nur das sieht man nach außen nicht.

Frau, die Yoga macht

Loslassen

Dieser Punkt ist ähnlich wie das Atmen. Bei Entspannungshaltungen, meistens am Ende der Praxis, heißt es oft: Lass alles los. Und wenn ich dann so meinen Körper scanne, merke ich immer, wie angespannt ich bin, dass ich Muskeln kontrahiere, die ich überhaupt nicht brauche im Moment. Oder ganz klassisch: die Gesichtsmuskulatur. Achtet mal bewusst darauf, was ihr den ganzen Tag für angespannte Grimassen macht, das ist echt krass.

Das passiert mir auch meistens, wenn ich konzentriert bin. Dann gehen die Augenbrauen zusammen und der Kiefer verkrampft – so wie gerade jetzt, wo ich das hier schreibe.
Also: Öfter mal alles loslassen, das entspannt.


Macht ihr Yoga? Wenn ja, konntet ihr diese Dinge auch beobachten?

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(Neue) Serien für den Herbst

Netflix am Fernseher

Ich mag Herbstspaziergänge. Wenn einem die kalte Luft um die Nase weht und die Blätter an den Bäumen in ihren bunten Farben leuchten. Aber was ich vor allem daran mag, ist das nach Hause kommen. Wenn man dann so richtig durchgepustet und ein bisschen verfroren ist, direkt etwas kuscheliges anzieht und sich mit einem heißen Getränk auf der Couch verkriecht. Dazu dann eine gute Serie.

Ich als wahrer Serienjunkie kann diese Kuschel-Nachmittage kaum erwarten.

Auf welche Fortsetzungen ich mich im Herbst besonders freue und welche Serien man meiner Meinung nach einfach immer wieder anschauen kann, das erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Disclaimer: Die Plattform meiner Wahl ist Netflix, deswegen findet ihr fast alle der hier genannten Serien dort.

Neue Serien

Élite Staffel 2 (seit 06.09.)

Plakat der Serie Elite

Hier werden sich wahrscheinlich die Geister scheiden. Ich stehe total auf Teenie-Serien à la Gossip Girl. Auch in Élite geht es um reiche, verwöhnte High School Kids, allerdings mit einem Thriller-Akzent. In der ersten Staffel ist nämlich ein Mord an der Schule geschehen und in Retrospektiven wurde aufgearbeitet, wie es dazu kommen konnte.

Realistisch ist anders und die Handlung ist meistens total überzogen, aber wer auf dieses Genre steht, wird trotzdem seinen Spaß haben.

Disenchantment Staffel 2 (seit 20.09.)

Plakat der Serie Disenchantment

Die Serie aus der Feder von Simpsons-Vater Matt Groening ist mir bisher die liebste von dem Zeichner. Die Simpsons waren zwar immer lustig, aber irgendwann auch ausgelutscht und auch mit Futurama konnte ich irgendwie nie so richtig was anfangen. Disenchantment gefällt mir aber super – wahrscheinlich wegen der weiblichen Hauptrolle, die sich weigert irgendwelchen Genderstereotypen gerecht zu werden.

How to get away with Murder Staffel 4 (ab 26.09.)

Plakat der Serie How to get away with Murder

Für alle die auf Spannung stehen ist How to get away with Murder ein absolutes Muss. Ich bin sowieso riesen Fan jeglicher Art von Anwalts-Serien und hier stimmt einfach alles. Annalise Keating ist Anwältin und Dozentin. Einige besonders gute und fleißige Studenten dürfen bei ihr in der Kanzlei arbeiten. Und dort müssen sie ihr juristisches Wissen und auch andere (schmutzige) Tricks bald anwenden, um sich selbst zu retten.

Ich warte gefühl seit 5 Jahren auf die neue Staffel und bin so gespannt, wie es jetzt weitergeht.

Riverdale Staffel 4 (ab 10.10.)

Riverdale fällt glaube ich auch unter “Teen-Serien, an denen sich die Geister scheiden”. In den Staffeln 1 und 2 ging es noch einfach um eine Clique von High-School-Kids in dem fiktiven Ort Riverdale, die für 16-jährige viel zu erwachsen sind und zwar ein ziemlich unrealistisches Leben führen, aber grundsätzlich ganz “normale” Probleme haben. Die erste Liebe, das erste Mal, streitende Eltern, Schule … In Staffel 2 wurde es aber auch schon ein bisschen mystischer und ab der dritten Staffel war es dann total abgedreht. Monster, die im Wald umherlaufen und Menschen mit Gift töten, eine Sekte, die alle in ihren Bann zieht, weil sie scheinbar die Toten auferwecken kann und natürlich der Mafia-Boss der Stadt, der es – warum auch immer – auf einen 17-Jährigen abgesehen hat. Klingt verrück? Ist es auch, aber ich werde mir die vierte Staffel trotzdem anschauen, weil mir die Charaktere ans Herz gewachsen sind. Und weil die dritte Staffel natürlich mit einem Cliffhanger geendet hat und ich wissen will, wie es weitergeht.

The Crown Staffel 3 (ab 7.11.)

Plakat der Seire The Crown

Die Serie The Crown hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben der Queen nachzuerzählen. Die ersten beiden Staffeln behandelten also die ersten Jahre ihre Regentschaft, ihre Heirat mit Prinz Philip und die Geburt der Kinder. Ab der dritten Staffel werden die Hauptdarsteller ausgetauscht, weil es einen Zeitsprung gibt.

Ich bin eigentlich nicht besonders an Königshäusern und Adelsfamilien interessiert, aber diese Serie schafft es, mitzureißen und gleichzeitig nah an den Fakten zu bleiben. Als ich mit den ersten beiden Staffeln durch war, habe ich mir gleich die Doku über die Windsors angeschaut, weil ich angefixt war. Deswegen: große Vorfreude auf die dritte Staffel The Crown.

Film El Camino – a Breakin Bad Movie (ab 11.10.)

Filmplakat El Camino

Keine Serie, aber trotzdem interessant für Serienfans: Im Oktober startet der Sequel-Film zur Serie Breaking Bad. Er soll erzählen, was mit Jesse Pinkman nach seiner Flucht – und damit nach Ende der Serie – passiert ist.

Breaking Bad ist auch eine meiner All-time-Favoriten, deswegen werde ich mir den Film auf jeden Fall anschauen.

All-Time-Favoriten

Friends

Friends

Ein Klassiker, den wahrscheinlich schon jeder gesehen hat. Aber warum nicht nochmal von vorne anfangen? Und für alle, die die Serie noch nicht angeschaut haben – dann habt ihr was vor diesen Herbst und Winter.

Grey’s Anatomy

Grey's Anatomy

Herzerwärmend, spannend, romantisch. Grey’s Anatomy verbindet für mich alles, was eine gute Serie haben sollte. Leider nicht auf Netflix verfügbar, sondern nur auf Amazon Prime. Und hier auch nur bis Staffel 14, Staffel 15 muss zusätzlich gekauft oder geliehen werden.

Gilmore Girls

Gilmore Girls

Ähnlich wie Friends, einfach leichte Unterhaltung für gemütliche Nachmittage auf der Couch mit dem gewissen Wohlfühlfaktor. Absolut zu empfehlen ist auch die Fortsetzung, die seit einem Jahr auf Netflix zu sehen ist, die zu unser aller Leidwesen aber nur vier Folgen hat …


Auf welche Fortsetzungen freut ihr euch besonders im Herbst? Oder schaut ihr auch immer wieder das Gleiche an, weil es so toll ist? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Vorschlägen.

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Gründe, warum ich mich auf den Herbst freue

Bunte Blätter an einer Leine

Es ist September und der Spätsommer bäumt sich bei uns gerade noch ein letztes Mal auf. Aber es lässt sich nicht länger abstreiten. Er kommt – der Herbst. Endlich! Während andere wehmütig dem heißen Sommer, den Freibädern und den kurzen Nächten hinterhertrauern, kann ich es kaum erwarten, dass es endlich so richtig Herbst wird.

nebliger Waldweg im Herbst

Für alle, die das vielleicht nicht so wirklich nachvollziehen können, hier eine Liste mit Dingen, auf die ich mich ganz besonders im Herbst freue:

Kürbisse

Die bunten Farben

Spaziergänge an der frischen Luft

Herbststürme

Kürbisse

Eingemummelt auf der Couch sitzen und Tee trinken

Regen, der ans Fenster prasselt

Kuschelsocken

Weihnachtsvorfreude

fliegendes Herbstlaub

Maroni

Mein Geburtstag

Morgennebel

Kuschlige Schals

Kastanien

Strickpullis

Ohne schlechtes Gewissen drinnen bleiben

Kerzen und ganz viel Hygge


Das war meine Herbst-Vorfreude-Liste. Worauf freut ihr euch am meisten im Herbst? Oder trauert ihr eher dem Sommer hinterher?

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Serienempfehlung: “Workin’ Moms”

Workin' Moms Titel

Mein Netflix-Algorithmus hat mir eine neue Serie vorgeschlagen: Workin’ Moms, eine Serie über berufstätige Mütter. Das trifft schon mal den Puls der Zeit, dachte ich und verbannte den Vorschlag auf meine Watchlist, wo er erstmal ein paar Wochen verbrachte.

Im Normalfall schaue ich eine „anspruchsvollere“ Serie, bei der man schon ein bisschen nachdenken muss, um den Faden nicht zu verlieren, und eine eher seichte Sitcom oder ähnliches zeitgleich. Um Abwechslung zu haben, ihr versteht.

Als ich am Wochenende auf der Suche nach einer neuen Serie für die zweite Kategorie war, bin ich wieder auf den gespeicherten Vorschlag gestoßen. Der Trailer war ziemlich lustig, also wieso nicht?

Was soll ich sagen? Drei Staffeln existieren aktuell, die ersten beiden habe ich innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Ich war total begeistert.

Nochmal kurz zur Handlung:

Die Protagonistinnen sind vier Mütter von Kleinkindern, die Handlung beginnt mit dem Ende ihrer Elternzeit, da alle vier wieder arbeiten gehen möchten. Wie sie den Alltag zwischen Büro, Kind und Ehe bewältigen, das zeigt die erste Staffel. Später werden die Themen dann doch etwas breiter und umfänglicher.

Da ist Kate Foster, die in einer großen PR-Firma arbeitet und trotz Babypause die Möglichkeit bekommt, einen riesen Karrieresprung zu machen. Doch ihr Mann steht nicht so hundertprozentig hinter ihr, wie sie es gehofft hatte.

Ihre beste Freundin ist Anne Carlson, sie hat gerade ihr zweites Kind zur Welt gebracht und arbeitet nur noch Teilzeit als Psychotherapeutin. Ungeplant wird sie ein drittes Mal schwanger, was sie und ihren Mann vor eine große Herausforderung stellt.

Die Protagonistinnen von Workin' Moms

Außerdem ist da Frankie Coyne. Die Immobilienmaklerin will wieder loslegen, doch ihre Wochenbettdepression macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Gleichzeitig werden die Probleme zwischen ihr und ihrer Frau Giselle immer größer.

Und zu guter Letzt ist da Jenny Matthews, die erst nur widerwillig wieder arbeiten geht, während ihr Mann Ian als Hausmann zu Hause bleibt. Sie kann sich nicht wirklich in ihre Mutterrolle hineinfinden, was die Ehe der beiden auf eine harte Probe stellt.

Alle Charaktere sind, meiner Meinung nach, auf ihre Art total liebenswert und als Zuschauer fiebert man mit jeder der Familien mit und will unbedingt erfahren, ob und wie sie ihre Probleme lösen werden.

Workin’ Moms – mehr als nur Comedy

Ich bin vor allem so begeistert von dieser Serie, weil es nicht einfach nur eine lustige Sitcom ist, sondern weil sie auch unangenehme Themen der Mutterschaft anspricht, die öfter mal ausgeblendet werden: Wochenbettdepression, Schuldgefühle, Vorwürfe und Kritik zwischen Müttern über die richtige Erziehung. Aber natürlich auch: Vorurteile über Mütter im Job, Bevormundung durch Chef und Kollegen, fehlende Unterstützung durch die Familie.

Ich kann diese Serie einfach nur jedem/r empfehlen, der/die gerne lacht, aber auch keine Angst hat, dabei ernstere Themen verhandelt zu sehen.

Ich bin Fan von Workin‘ Moms und ich freue mich, mir die dritte Staffel auch noch zu Gemüte zu führen.


Kanntet ihr Workin‘ Moms schon? Wenn ja, wie fandet ihr die Serie? Und was sind eure aktuellen Lieblingsserien?

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