Spenden zu Weihnachten

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Die Adventszeit hat nun offiziell begonnen und damit auch der Weihnachtsstress, die Vorbereitungen für’s Fest und natürlich die Besorgung von Geschenken. Dieses Jahr planen die Deutschen im Schnitt 281€ für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Immerhin ist Weihnachten das Fest des Schenkens. Und auch ich schenke gerne und mache meinen Liebsten eine Freude.

Allerdings dachte ich mir auch, wer fast 300€ für Geschenke ausgeben kann, der kann sein Geld vielleicht auch noch anders verteilen. Z. B. in Form von Spenden.

Deswegen werde ich euch ab heute jeden Adventssonntag eine Organisation, einen Verein oder ein Projekt vorstellen, die ich persönlich unterstützenswert finde. Es müssen ja nicht immer gleich 100€ sein. 5, 10 oder 20€ machen auch schon oft einen Unterschied.
Vielleicht fühlt sich ja der einen oder die andere von einem Spendenzweck angesprochen und möchte einen kleinen Betrag spenden. Die kommenden Beiträge sollen lediglich Anregungen sein. Ich habe auch versucht vor allem Organisationen zu wählen, die vielleicht nicht so bekannt sind. Den WWF oder Brot für die Welt, muss ich wohl kaum erwähnen.

Wenn euch noch andere Spendenmöglichkeiten einfallen, könnt und sollt ihr die natürlich auch gerne in die Kommentare schreiben.

Also fix weiter zum nächsten Beitrag, dort stelle ich euch die erste Organisation vor.

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Warum wir öfter unsere Filterblase verlassen sollten

Seifenblasen.

Eigentlich hatte ich für heute einen anderen Beitrag geplant. Allerdings hat mich ein Ereignis letzte Woche zum nachdenken gebracht und meine Gedanken zu dem Thema wollte ich gerne teilen. Vor allem aber interessieren mich auch andere Meinungen dazu sehr.

Worum geht es?

Vor ein paar Jahren, als die AfD gerade populär wurde, habe ich damit angefangen, konsequent alle Leute aus meinen Social Media-Kanälen zu verbannen, die deren populistische und fremdenfeindliche Parolen geteilt haben. Vor allem meine Freundesliste auf Facebook hat sich da ziemlich reduziert. Und ich weiß, dass das viele Leute genauso handhabe, ganz nach dem Motto: I don’t need that kind of negativity in my life. Und mit Menschen, die solche Meinungen vertreten, möchte ich nichts zu tun haben.

Dann gibt es da noch die Leute, die ab und zu irgendwelchen Blödsinn (in meinen Augen) teilen, der mich zwar aufregt, über den ich dann aber einfach hinweg scrollen kann. Um ganz genau zu sein, habe ich mir irgendwann angewöhnt, über Inhalte hinweg zu scrollen, die mich aufregen, eben weil es mich aufregt. Denn ich hatte keine Lust mehr, so viel Energie zu verschwenden, wenn die an den Betrefenden sowieso abprallt. Wer schon einmal versucht hat, in der Kommentarspalte von Facebook eine sachliche Diskussion zu führen, weiß denke ich, was ich meine.

Letterbox: Think outside the box

Letzte Woche erschien in meiner Timeline dann ein Post, indem es darum ging, dass es total blödsinnig sei, dass Deutschland etwas gegen den Klimawandel unternehmen wolle. Denn solange die Chinesen und Inder weiterhin so viele Treibhausgase ausstoßen würden und die Afrikaner sich weiter so schnell fortpflanzen würden, wären unsere Maßnahmen sowieso völlig wirkungslos. Und oh mein Gott, man will uns die SUVs wegnehmen! (Sinngemäßes Zitat.)

Da habe ich meine Regel gebrochen und auf Facebook eine Diskussion begonnen. Wobei eine richtige Diskussion war es nicht, auf meinen Kommentar bekam ich eine Antwort und als einen zweiten Kommentar hinterließ, gab es keine Reaktion mehr. Ich habe mit dieser „Diskussion“ nichts erreicht bei dem Menschen, der diesen Post weiterverbreitet hat.

Dennoch hat mich das zum nachdenken gebracht. Denn wie üblich habe ich mich den ganzen Tag über diese Äußerungen aufgeregt, was mir unglaublich viel Energie geraubt hat, die ich viel besser hätte nutzen können. Also habe ich mich gefragt: „Wieso hast du das nicht einfach, wie sonst auch immer, ignoriert?“

Und ich konnte mir selbst die Antwort geben: „Weil nur durch Diskussionen und Argumente Meinungen geändert werden können. Weil wir alle in unseren Filterblasen leben und durch das Abschotten voneinander werden die Differenzen doch nur umso größer.“

Di Filterblase …

” … entsteht, weil Webseiten versuchen, algorithmisch vorauszusagen, welche Informationen der Benutzer auffinden möchte – dies basierend auf den verfügbaren Informationen über den Benutzer … Daraus resultier[t] eine Isolation gegenüber Informationen, die nicht dem Standpunkt des Benutzers entsprechen.”

Wikipedia: Filterblase

Das ist ein riesen Problem unserer Gesellschaft. Und wenn ich jetzt zusätzlich alle Andersdenkenden aus meinen Freundeslisten verbanne und damit jede Diskussion von vornherein unterbinde, dann bin ich mit Teil des Problems. Dabei will ich doch eigentlich Teil der Lösung sein.
Aber dazu müsste ich ganz offensiv aus meiner eigenen Filterblase heraustreten, widersprechen, wenn ich auf Beiträge stoße, die mir nicht passen (oder die einfach faktisch falsch sind) und einfach Diskussionen mit Menschen führen, die andere Meinungen vertreten. Oder das zumindest versuchen.

If not now, when?

Aber das alles raubt Energie. Es ist frustrierend, enttäuschend und macht mich wütend. Wütend darüber, dass man logische Argumente nicht anerkennt, darüber, dass man anderen Menschen ihre Würde abspricht und auch (oder vor allem) wütend darüber, dass mir als junger Frau einfach nicht zugehört wird oder ich nicht ernst genommen werde.


Das ist das Dilemma: Austausch um jeden Preis auch wenn dabei mein Seelenfrieden auf dem Spiel steht?

Raus aus der Filterblase

Ich habe für mich in den letzten Tagen entschieden, dass ich häufiger widersprechen möchte, dass ich öfter meine Meinung kundtun werde und da, wo es geht, meine Argumente für eine andere Sichtweise darlegen will. Aber, dass ich auch nicht meine gesamte Energie dafür verschwenden will. Versuchen, die Diskussion im Netz zu lassen und mich nicht noch Stunden später damit zu beschäftigen. Letzteres ist die eigentliche Challenge für mich. Mal sehen, wie das klappt.


Und jetzt interessiert mich: Wie handhabt ihr das? Beginnt ihr Diskussionen z.B. auf Facebook oder Instagram? Löscht ihr Menschen, deren Inhalte ihr nicht sehen wollt? Oder haltet ihr euch aus politischen und gesellschaftlichen Themen komplett raus auf Social Media?

Ich bin wirklich gespannt auf eure Meinungen.

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Ein Brief an mein 15-jähriges Ich

Brief

Liebe Anika (vor 10 Jahren),

du bist gerade 15 Jahre alt und gerade zum ersten Mal am strugglen mit deinem Leben. Wer bist du eigentlich? Wo willst du hin? Was erwartest du von deinem Leben, von den Menschen, mit denen du es teilst? Es ist noch nicht so lange her, dass du lernen musstest, dass Freundschaften nicht für immer halten und dass du zum ersten Mal erlebt hast, wie sich Menschen ganz bewusst von dir abwenden. Das war scheiße, ja. Aber es gehört zum Leben und zum Erwachsenwerden dazu und heute verrate ich dir was: Bei manchen Freundschaften ist es gut, dass sie enden. Selbst wenn es in dem Moment schmerzt.

Du wärst gerne cooler, ich weiß. Du gehörst zwar nicht zur Unterschicht an der Schule, über die sich immer alle lustig machen, die sogar gemobbt wird. Aber zu den coolen Kids gehörst du eben auch nicht. Spoiler: Du wirst nie zu den coolen Kids gehören. Und das Gefühl, dass irgendwas mit dir nicht stimmt, wird dich auch noch ein paar Jahre begleiten. Aber irgendwann wirst du verstehen, dass es so viel Wichtigeres gibt, als „cool“ zu sein. Denn objektiv betrachtet, wie cool sind diese Typen denn wirklich? Jedes Wochenende auf einer Party zu sein, sich betrinken und montags damit prahlen, wie dicht man wieder war. In der Schule immer in der letzten Reihe sitzen und sich höchstens mal für blöde Kommentare zu Wort melden. Über andere, die nicht zu diesem ausgewählten Kreis zählen, lachen. Willst du das wirklich? Nein. Aber es ist ok, dass du das jetzt noch nicht verstanden hast.

Statt Oberflächlichkeiten sind dir tiefergehende Beziehungen zu anderen Menschen viel wichtiger. Deswegen ist dein Freundeskreis zwar sehr überschaubar, aber dafür fühlst du dich wohl damit. Selbst wenn – und das ist der Wehrmutstropfen – auch diese Freundschaften nicht über die Schulzeit hinaus überleben werden.

Jetzt eine schöne Nachricht: In ein paar Monaten wirst du deine erste große Liebe treffen. Und es wird nicht alles perfekt sein – mein Gott, das wird es nie. Aber du wirst in dieser Zeit sehr viel über dich selbst lernen, über die Ansprüche, die du an eine romantische Beziehung und an einen Partner stellst. Es wird nicht halten, weil ihr erwachsen werdet und einfach komplett unterschiedliche Vorstellungen vom Leben habt. So wie das eben meistens ist.
Und dann wirst du dich wieder verlieben. Du wirst verletzt werden und leider wirst du auch andere verletzen. Aber Entscheidungen müssen gefällt werden und dabei lernst du letztendlich, dass du dich für die Liebe nicht komplett aufopfern kannst. Dass du auch mal egoistisch sein darfst, ja sogar sein musst, wenn du glücklich werden willst.

Und zum glücklich werden gehört auch dazu, dass du deinen Weg gehst. Dein Abi wird ganz ok, aber sind wir mal ehrlich, wenn du nicht so faul wärst, hätten wir da viel mehr reißen können. Kein Vorwurf. Aber mit dem älter werden kommt auch die Motivation wieder. Du fängst an zu studieren und beide deiner Abschluss-Arbeiten, Bachelor und Master, werden sehr gut ausfallen. Du würdest das später gerne deiner Lehrerin vom Deutsch-LK unter die Nase reiben, die dich immer nur mittelmäßig bewertet hat – und damit einiges zu deinem Abischnitt beigetragen hat. Aber die Gelegenheit ergibt sich nicht. Auch nicht schlimm, denn du weißt, was du kannst und sie hat dich bestimmt sowieso schon vergessen.

In zwei Tagen werden wir 25. Du weißt es noch nicht, aber in den nächsten 10 Jahren werden dir viele tolle Sachen passieren. Du wirst tolle Menschen treffen und du wirst so viel lernen. Du wirst dich selbst finden und endlich begreifen, was deine Werte und Vorstellungen vom Leben sind. Ich sage nicht, dass dieser Prozess irgendwann abgeschlossen ist, ganz bestimmt nicht. Aber du wirst nicht für immer in so vielen Unsicherheiten schwimmen wie jetzt gerade noch.

Alles wird gut.

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Bin ich zu sensibel weil ich weine?

Beitragsbild "Weinen", kleine Figur vor verregnetem Fenster

Weinen gehört eigentlich seit ich denken kann schon immer zu meinem Leben. Zu meinem Alltag. Vom Weinen aus Enttäuschung oder Trauer über wütende und Freudentränen bis hin zu mühsam zurückgehaltenen Tränen – alles kam und kommt immer wieder vor.

Von vielen Menschen in meinem Umfeld wird mir immer wieder vorgeworfen, ich sei viel zu rational und eher Kopf- als Gefühlsmensch. Das stimmt auch. Meistens. Ich wäge Entscheidungen endlos ab, prüfe immer die verschiedenen Optionen. Ich plane eher als einfach zu machen und ich kann auch emotionale Themen durchaus nüchtern und sachlich argumentieren.

Gleichzeitig werde ich manchmal sehr von meinen Gefühlen überrollt. So sehr, dass ich mich manchmal frage, ob ich nicht einfach viel zu sensibel für die Welt bin.

weinende Frau vor Fenster

Einmal im Monat weine ich wegen jeder Kleinigkeit, weil ich mich beim Frühstück auf die eine Marmelade gefreut habe und genau die dann Schimmel angesetzt hat. Oder weil es regnet, obwohl ich doch so gerne rausgehen wollte. Oder einfach so, weil … naja, keine Ahnung.

Ich weine, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, wenn ich wütend bin. Dann spüre ich wie die Tränen hochsteigen, der Kopf rot und die Ohren ganz heiß werden und dann kostet es mich alle Überwindung, nicht wahrhaftig loszuheulen. Denn mal ehrlich, nicht selten wird das falsch aufgenommen. „Das ist unfair, du darfst nicht weinen, dann fühle ich mich schlecht!” Als würde ich das aus Kalkül machen …

Ich weine aber auch vor Freude. Wenn etwas sehr Schönes passiert ist, bei Hochzeiten oder einfach, wenn gerade alles passt. Erst kürzlich war ich zum ersten Mal in einem Yogastudio und habe dort eine Stunde mitgemacht. Der Tag war nicht so toll und ich war innerlich unruhig und unentspannt, zu viele Gedanken, zu viele Sorgen. Auch deswegen hätte ich heulen können. In der Endentspannung, im Shawazana, ist mir dann auf einmal wie eine große Last von der Seele gefallen, ganz unwillkürlich habe ich angefangen zu grinsen und habe im gleichen Moment schon gemerkt wie die Tränen wiederkamen. (Was ich sonst noch so durch Yoga gelernt habe, erfahrt ihr hier.)

Bin ich jetzt ein Sensibelchen, weil ich ständig weinen muss? Habe ich mich und meine Gefühle einfach nicht unter Kontrolle? Das dachte ich lange. Denn irgendwie wird weinen und Gefühle zeigen ja oft immer noch mit Schwäche assoziiert.

Weinendes Auge

In den letzten Jahren habe ich, vor allem auf Instagram, viele Personen – hauptsächlich Frauen – gefunden, die dieses Vorurteil thematisieren. Die dazu stehen, z.B. hochsensibel zu sein oder mit verschiedenen Situationen nicht so gut umgehen zu können, wie andere das tun. Das macht diese Personen aber nicht weniger erfolgreich in dem, was sie tun. Ich glaube sogar, das Gegenteil ist der Fall.

Loslassen durch Weinen

Wahrscheinlich ist es immer noch keine gute Idee vor seinem Chef einen Heulkrampf zu bekommen, aber danach. Die aufgestaute Wut durch Weinen rauszulassen, ist der beste Stressrelief überhaupt. Denn anstatt alle Gefühle in sich hineinzufressen und dann dadurch vielleicht auch Tage später noch passiv aggressiv oder patzig gegenüber dem Anderen zu sein, ist definitiv keine Lösung. Mit den Tränen verlassen oft auch die negativen Gefühle den Körper. Zumindest ist das meine Erfahrung.

Und deswegen sehe ich es nicht mehr wirklich als Schwäche an, wenn ich in Situationen weinen muss, die andere nicht nachvollziehen können. Ich habe mir Techniken angeeignet, die Tränen zu unterdrücken, wenn es gerade wirklich nicht passt, aber ich lasse sie raus, wenn ich danach für mich bin. Ich bin nicht hochsensibel, aber eben sensibel und trotz allem Verstand und aller Rationalität, überkommen mich manchmal meine Gefühle.

Und das ist gut so.

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Bodylove – ist das die Lösung?

Bodylove und Spreckröllchen

Bodylove, Bodypositivity, Selbstliebe … alles Vokabeln, die in den sozialen Medien gerade in aller Munde zu sein scheinen. Zumindest in meiner Bubble ist das so, aber ich denke bei vielen von euch auch. Die Hauptbotschaft: Jede/r sollte seinen Körper so lieben wie er ist, egal ob dick oder dünn, muskulös oder schwammig, groß oder klein, mit oder ohne Pickel, mit krummer Nase, Dehnungsstreifen und Cellulite … Jeder Körper ist schön und liebenswert.

Und ich finde das toll. Die Mode- und Fitnessindustrie hat in den letzten Jahren ein Körperbild promoted, das einfach nicht der Norm entspricht und die Unsicherheiten von vielen Menschen in Bezug auf ihren Körper verstärkt.

Das ist ein Problem. Und das Konzept Bodylove bietet ein Gegenmodell.

Auch mir ging es lange so, dass ich mich darüber definieren wollte, wie mein Körper aussieht, wie viel Sport ich mache, was ich esse usw. Irgendwann im letzten halben Jahr aber, hat es klick gemacht und ich habe gemerkt, dass mich dieses ganze Streben nach dem „perfekten“ Körper nicht glücklich macht. Was ist denn überhaupt perfekt? Wer definiert das? Sondern im Gegenteil. Wenn du einen vollen Teller mit leckerem Essen vor dir hast und in Gedanken erstmal die einzelnen Bestandteile auf ihre Nährwerte überprüfst, geht dir ein Haufen Lebensqualität verloren.

Durch meine Insta-Bubble darauf aufmerksam geworden, habe ich also angefangen mich mit bodylove und dem dahinter stehenden Gedanken zu beschäftigen. Das Konzept klingt logisch:

Hasse deinen Körper nicht für das, was er nicht kann oder ist, sondern liebe ihn für das, was er kann und ist.

Ziemlich schnell kam mir dann aber die Frage: Muss ich mich und meinen Körper denn immer lieben? Kann ich nicht auch mal einen schlechten Tag haben? Kann ich mich nicht auch an einem Abend mit Spaghetti überfressen und mich am nächsten Morgen deswegen ganz furchtbar fühlen?

Ich finde schon.

Collage mit Essen
Liebe ich Essen? Und wie. Verbiete ich mir ungesunde Dinge? Nicht mehr.

Ich glaube inzwischen, was wichtiger ist als bedingungslose Liebe, ist vor allem Akzeptanz. Denn ich kann inzwischen akzeptieren, dass ich kurze Beine und kein Sixpack habe (und auch nie eins haben werde, weil mir dazu die Disziplin fehlt). Ich akzeptiere meine Bauchröllchen im Sitzen und meine Cellulite. Ich mache immer noch leidenschaftlich gerne Krafttraining, aber nicht, weil ich meinen Körper optimieren will, sondern weil ich weiß, dass es meinem Körper und vor allem meiner Psyche gut tut (und ich werde schrecklich unleidlich, wenn ich das nicht regelmäßig ausüben kann). Aber ich esse auch leidenschaftlich gerne und möchte mir diese Lebensqualität nicht nehmen lassen.

Und auch wenn ich inzwischen ein überwiegend positives – und ja, manchmal liebendes – Verhältnis zu meinem Körper gefunden habe, gibt es diese schlechten Tage und ich finde, die darf es auch geben.

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Lebensentscheidungen – oder die Quarter-Life-Crisis

Sessel und Parkverbotsschild am Straßenrand

Immer war alles geradlinig und irgendwie vorbestimmt. Abitur nach 13 Jahren Schule, nur durchschnittlich abgeschnitten, aber was soll’s, heute kräht kein Hahn mehr danach. Zwei Monate im Ausland gelebt und gearbeitet: check. Bachelorstudium in Regelstudienzeit – inklusive Auslandssemester: check. Masterstudium ebenfalls in Regelstudienzeit: check. In den Sommern dazwischen Praktika und Reisen.

Und jetzt? Ja, jetzt steht da ein großes Fragezeichen. Also in der Theorie ist alles klar: Job suchen, umziehen, im „echten“ Leben ankommen. Rechnungen bezahlen, einen Bausparvertrag abschließen und Steuererklärungen machen und eben all den Kram, den man dann so macht als sogenannter erwachsener Mensch.

Aber in der Praxis? In der Geisteswissenschaft im Allgemeinen und der Theaterwissenschaft im Speziellen ist es nicht ganz so einfach. Wenn man das Studium eben ohne einen – wie es sich schimpft – „berufsqualifizierenden“ Abschluss beendet, sondern fünf Jahre lang eigentlich nur Wissen angehäuft hat, dann gestaltet sich das mit der Jobsuche eher schwierig. Da darf man sich zunächst nicht festlegen und auch nicht besonders wählerisch sein. Die Bereitschaft irgendwo anders hinzuziehen, weit weg von der Heimat, wird ja sowieso vorausgesetzt.

Und obwohl du das alles weißt, stehst du jetzt da. Mit deinem geradlinigen Lebenslauf. Mit dieser Vergangenheit, in der immer alles auf Anhieb geklappt hat, wo es eigentlich nie wirklich große Hindernisse gab. Glückskind. Jetzt stehst du da, weil es eben auf einmal nicht mehr auf Anhieb klappt. Und da beginnst du dich zu fragen: Warst du die ganzen Jahre auf dem Holzweg? Wolltest du das eigentlich wirklich so oder war das irgendwie nur das, was erwartet wurde? Und was passiert jetzt? Wo willst du hin – sowohl ganz konkret, örtlich, als auch generell im Leben? Was erwartest du überhaupt vom Leben? Das solltest du dir echt mal überlegen, denn es liegt noch verdammt viel davon vor dir!

Und wenn das Gedankenkarussell anfängt, sich immer schneller und schneller zu drehen, dann kannst du dich mal ein paar Stunden oder auch mal einen Tag lang mitdrehen. Und vielleicht ein bisschen verzweifeln. Aber dann steigst du wieder aus.

Denn tief drinnen weißt du, dass früher oder später schon alles an seinen Platz fallen wird. Du weißt, dass dein Weg der richtige ist und dass es eigentlich gar kein konkretes Ziel gibt. Jetzt liegen da halt mal ein paar Steine. Dann dauert es eben ein bisschen länger, weil du darübersteigen musst. Aber du wirst nicht davor stehen bleiben. Denn du weißt außerdem, dass es genug Menschen gibt, die dir dabei helfen werden, die vom Rand aus zusehen und von denen dir niemand einen Vorwurf machen wird, wenn du vielleicht mal zwei oder drei Anläufe brauchst.

In the end, everything will work out.


Als ich das Julithema der Blogparade #bloggerkunterbunt von Barbara gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich mitmachen möchte. Lebensentscheidungen passt einfach gerade so perfekt und ich habe seit Monaten so viele Gedanken dazu, die ich irgendwie loswerden wollte. Da kam diese Blogparade wie gerufen.

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#meineliebsten… YouTube-Kanäle mit Frauenpower

Eins meiner liebsten Hobbies ist es, mir Videos auf YouTube anzuschauen. Dass ich allerdings süße Katzenvideos in Dauerschlafe anschaue, kommt zwar vor – ist aber tatsächlich eher die Ausnahme. Stattdessen ist YouTube für mich eine große Unterhaltungs- und vor allem Inspirationsquelle. Gerade Kanäle von Frauen finde ich immer wieder spannend, weil ich hier Vorbilder und „Freundinnen“ finde. Und nein, hier ist kein einziger Beauty- oder Modekanal dabei. (Auch wenn das natürlich auch manchmal Themen sind.) Meine liebsten YouTube-Kanäle von – wie ich finde – starken Frauen will ich euch heute deswegen hier vorstellen. Vielleicht ist für einige von euch ja eine unbekannte Empfehlung dabei.

Ella TheBee

Ellas Videos schaue ich inzwischen seit drei oder vier Jahren. Ihre Hauptthemen sind Planung und Organisation, aber immer wieder gibt es auch Lifestyle-Themen. Außerdem hat sie lange wöchentlich das Format Kaffeeklatsch hochgeladen, wo sie „Lebenstipps“ und Ratschläge zu einem bestimmten Thema gegeben hat. Nach längerer Pause ist der Kaffeeklatsch seit zwei Wochen endlich zurück und ich freu mich riesig – wie wahrscheinlich alle regelmäßigen Zuschauer. Denn mit Ella hat man immer das Gefühl, sich einfach mit einer Freundin zu unterhalten.

In Vlogs lässt sie ihre Community außerdem an ihrem Leben teilhaben: an der Hochzeit mit ihrem FreundFritz (dessen Gesicht die Kamera nie zu sehen bekommt), Wohnungssuche, Umzug und aktuell auch an ihrer Schwangerschaft.

Ich finde es jedes Mal total motivierend, wenn ich ein neues Video von ihr gesehen habe, weil sie so viel Energie und Lebensfreude ausstrahlt und jeden damit ansteckt. Und die passenden Tipps, wie man diese Energie in Produktivität umwandeln kann, seine Gedanken strukturiert und organisiert arbeitet, ohne das alles im Chaos endet, gibt sie gleich mit dazu.

mirellativegal

Die Videos von Mirella sehe ich mir, glaube ich, jetzt seit fünf Jahren an. Angefangen hat sie – wie viele Mädels auf Youtube – mit Beauty-Videos. So richtig auf sie aufmerksam geworden, bin ich allerding erst, als sie eine mehrmonatige Reise durch Südamerika geplant und schließlich auch durchgezogen hat. Das fand ich zu dem Zeitpunkt unglaublich mutig und inspirierend. Heute hat sie die Themen auf ihrem Kanal geändert, von Beauty zu Nachhaltigkeit, Veganismus, Feminismus etc. Dabei gibt sie einem aber nie das Gefühl des erhobenen Zeigefingers, sondern ist immer sehr sachlich und authentisch. Und vor allem total lustig. Eigentlich gibt es kein Video von ihr, das mich nicht zum Lachen bringt. Und das ist meiner Meinung nach die beste Kombi: Inspiration, Motivation und Komik.

Jacko Wusch

Jacko folge ich noch gar nicht so lange. Tatsächlich habe ich zuerst ihren Podcast gehört und mir dann erst ihren YouTube-Kanal angeschaut. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit ähnlichen Themen wie Mirella, es geht auch viel um Nachhaltigkeit und Veganismus. Außerdem gibt es einige Videos über Beziehungen, oft auch mit ihrem langjährigen Freund zusammen. Und auch über „Tabuthemen“ spricht sie ganz offen, so hat sie erst vor kurzem ein Video zum Thema Scheidenpilz veröffentlicht.

Jacko wirkt in ihren Videos immer wie ein unglaublich herzlicher Mensch, der sehr viel über das Leben nachdenkt und andere gerne an diesen Gedanken teilhaben lässt. Auch sie ist einfach authentisch bei dem was sie tut und es macht Spaß ihr zuzusehen und zuzuhören.

Mady Morrison

Vor etwa zwei Jahren habe ich angefangen, regelmäßig Yoga zu machen. Wie die meisten, die mal ein bisschen reinschnuppern wollen, mit Hilfe von YouTube-Videos. Dabei bin ich sehr schnell auf den Kanal von Mady gestoßen und bin bis heute begeistert. Ihre Yoga-Flows gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, für die absoluten Anfänger ist genauso etwas dabei wie für die Profis. Es gibt Flows, die nur fünf Minuten dauern und welche, die ein ganze Stunde dauern. Regelmäßig legt sie auch neue Challenge-Playlists an, bei denen die einzelnen Videos genau aufeinander abgestimmt werden. Man merkt sofort, dass sie sich sehr viel Mühe mit ihrem Kanal und ihren Videos gibt und deswegen macht es auch so Spaß, mitzumachen. Außerdem finde ich, hat Mady eine total angenehme Stimme, der man beim Yoga machen sehr gut folgen kann.

Große Empfehlung für alle, die sich auch mal an Yoga probieren wollen oder neue Inspiration suchen.

YouTube Kanäle Frauen

Ich habe noch viel mehr Kanäle auf YouTube abonniert, natürlich auch von Männern oder solche, die sich nicht nur mit Nachhaltigkeit und Spiritualität beschäftigen. Ich schaue auch regelmäßig Videos, die einfach nur lustig sein wollen und der Unterhaltung dienen.

Diese vier aber sind meine absoluten Favoriten, bei denen ich mich immer freue, wenn ich ein neues Video in meiner Abobox sehe und die ich deswegen mit euch teilen wollte.

Kanntet ihr diese Kanäle schon? Welche YouTuber/innen verfolgt ihr am liebsten?

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5 Gründe, warum ihr mehr Bücher lesen solltet

5 Gründe mehr Bücher zu lesen

Immer wieder treffe ich in meinem Alltag auf Menschen, die es nicht verstehen können, dass ich in meiner Freizeit – zu meinem Vergnügen! – Bücher lese. Andersrum kann ich allerdings auch die Leute überhaupt nicht verstehen, die keinen Gefallen daran finden, ihre Nase in ein Buch zu stecken und stundenlang in andere Welten einzutauchen.

Dabei ist Lesen eins der besten Hobbies! Seit ich lesen kann, lese ich so gut wie alles, was mir in die Hände fällt. Egal ob Fantasy, Historienroman, Thriller … Das Genre spielt für mich eher eine untergeordnete Rolle, solange die Geschichte packend ist. Seid ihr eher Büchermuffel? Dann lest diesen Beitrag bis zum Ende, denn ich gebe euch fünf gute Gründe, warum ihr mehr Bücher lesen solltet.

 

5 Gründe mehr Bücher zu lesen

1. Lesen bildet

Dabei ist es total egal, ob ihr Sachbücher, Ratgeber, Romane oder Kurzgeschichten lest. Manche Bücher haben natürlich an sich schon einen Mehrwert, wenn in ihnen Dinge erklärt werden. Aber auch durch das Lesen von Romanen bildet ihr euch weiter. Ihr erweitert euren Horizont, euren Wortschatz und verbessert ganz nebenbei eure Rechtschreibung. Menschen, die viel lesen, sind in der Regel auch bessere Texter.

2. Lesen schont die Augen

Früher hat man immer gesagt: „Lies nicht so viel bei schlechtem Licht, da machst du dir die Augen kaputt!“ So ganz stimmt das nicht und selbst wenn, wäre das bei unseren heutigen Sehgewohnheiten – fast nur vor Bildschirmen – das kleinere Übel. Gerade abends ist es so anstrengend für die Augen auch kleine (oder große) Bildschirme zu starren und das Einschlafen fällt danach auch meistens eher schwer. Deswegen habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, wenn ich mich von Netflix losreißen kann, noch eine halbe Stunde zu lesen, bevor ich schlafen gehe. Ich schlafe einfach viel besser und schneller ein. Probiert’s mal aus.

5 Gründe mehr Bücher zu lesen

3. Lesen regt die Fantasie an

Beim Lesen von Geschichten ist eure Vorstellungskraft gefragt. Lesen ist eigentlich wie einen Film anzuschauen, nur mit dem Unterschied, dass ihr der Regisseur seid und der Film einzig und allein in eurem Kopf läuft. Wenn jemand anderes das Buch liest, sieht er oder sie einen komplett anderen Film. Das ist auch der Grund, warum ich es vermeide, mir Romanverfilmungen anzuschauen, wenn ich den Roman noch nicht gelesen habe. Denn dann sehen die Figuren in meinem Kopf immer aus, wie die Schauspieler im Film – und das macht wirklich keinen Spaß.

Wie fast alles, kann man auch seine Kreativität trainieren und Bücher sind ein tolles Mittel dazu.

4. Bücher sind Türen zu neuen Welten

Mit jedem Buch, das ihr aufschlagt, betretet ihr eine neue Welt. Es gibt Welten, die sind wie unsere. Oder Welten, in denen leben alle möglichen Fabelwesen und fantastische Geschöpfe. Es gibt Welten, die beides verbinden und solche, die wiederum ganz anders und überhaupt nicht zu beschreiben sind. Bücher geben ihren Lesern die Möglichkeit, all diese Welten zu bereisen, fremde Länder zu entdecken und neue Kulturen zu erleben – und das zu einem sehr viel kleineren Preis, als tatsächlich in ein Flugzeug zu steigen.

5 Gründe mehr Bücher zu lesen

5. Lesen ist eine Zeitreise

Genauso, wie unterschiedliche Länder entdeckt werden können, bieten Bücher auch die Möglichkeit, euch in andere Jahrhunderte zu versetzen. Mittelalter, Aufklärung, Renaissance … oder die Zukunft. Auf der Zeitlinie zu reisen, ist manchmal noch viel spannender, als auf der Weltkarte.

 

Auch bei mir gibt es Phasen, in denen ich mehr oder weniger lese. Das hängt auch stark mit dem Studium zusammen. Wenn ich viel für die Uni lesen muss, fällt es mir oft schwer, mich auch noch in der Freizeit zu motivieren und ein Buch in die Hand zu nehmen. Aber wenn ich ein richtig gutes Buch in der Hand habe, das mich fesselt, dann lege ich es auch so schnell nicht mehr weg.

Wie sieht es bei euch aus? Leseratte oder eher nicht so?

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Veränderungen – was passiert 2019?

2019 Veränderungen

Etwas später als die meisten anderen, aber wie man so schön sagt: besser spät als nie. Hier ist er, mein erster Beitrag im neuen Jahr.

Herzlich willkommen auf wanderingmind im Jahr 2019!

 

Was wird 2019 bringen?

Für mich in erster Linie Veränderungen.

Bis Mai werde ich voraussichtlich mit meiner Master-Arbeit beschäftigt sein. Das hat in den nächsten Monaten absolute Priorität und deswegen werden hier auf dem Blog wahrscheinlich nicht in der Regelmäßigkeit Beiträge erscheinen, wie das bisher der Fall war. Ich hoffe aber, dass ich zwischendurch trotzdem die Muße finde noch etwas Nicht-wissenschaftliches zu schreiben, was ich euch dann präsentieren kann.

2019 Veränderungen

Im Sommer muss ich dann wohl oder übel die Uni verlassen und die so genannte „echte Welt“ betreten. Das heißt im ersten Halbjahr 2019 ist außerdem Bewerbungen schreiben angesagt.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mich das jetzt schon ein wenig stresst, weil mit diesem Übergang vom Studium zum Arbeitsleben eben auch viel Unsicherheit verbunden ist. Vor allem wenn man wie ich in einem Feld arbeiten möchte, wo einem die Jobangebote nicht unbedingt um die Ohren geworfen werden.

Aber ich bleibe positiv! Das ist vermutlich das Einzige, was wirklich da durch hilft.

 

 

Blogzukunft

Wie gesagt, wird es in den nächsten Monaten vermutlich etwas ruhiger hier. Allerdings habe ich schon Ideen und Pläne, die ich umsetzen möchte – sobald die Zeit dann da ist. Es wird dann – das hoffe ich zumindest sehr – aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer ein Projekt geben, wozu ich die Idee letzten Monat hatte und das mir jetzt schon sehr am Herzen liegt. Das heißt, auch hier auf dieser Seite wird sich dann einiges ändern. Wie genau, das weiß ich jetzt noch nicht … Der Weg entsteht im Gehen.

2019 Veränderungen
Noch ist dieses Jahr viele weiße Blätter in meinem Kalender. Aber ich habe große Lust, das zu ändern.

 

… und dann?

Weiter als bis in den Sommer kann ich leider noch überhaupt nichts planen, geschweige denn voraussagen, da ich eben nicht weiß, wie meine berufliche und private Situation dann aussehen wird. Ich hoffe sehr, dass wir im Sommer einen Urlaub einschieben können, damit mein Fernweh auch befriedigt wird.

Ansonsten ist aber alles unsicher.

 

 

Wie gesagt, bleibe ich dabei aber positiv und optimistisch und freue mich auch darauf, dass dieses Jahr 2019 nach fünf Jahren, die mehr oder weniger alle gleich waren, jetzt endlich wieder etwas Neues und vor allem auch Aufregendes bringt.

Wie steht ihr zu Veränderungen? Yay oder nay?

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Weihnachtliche Lieblingstradition

Weihnachtstraditionen

Zu Weihnachten gibt es immer allerhand Traditionen. Das gemeinsame Baumschmücken, das immer gleiche Abendessen, der gemeinsame Gang in die Kirche … Jede Familie hat da ihre eigenen.

Bei uns gibt es eigentlich nicht so viele Traditionen, die jedes Jahr wiederkehren. Zwei Dinge sind aber immer gleich: Der Besuch der Christmette und das Weihnachtslieder Singen vor der Bescherung.

Das sind zwei Dinge, die sich für Außenstehende wahrscheinlich total dämlich anhören, aber für mich gehören sie einfach zu jedem Weihnachten dazu.

Weihnachtstraditionen

Die erste Tradition, der gemeinsame Besuch einer Christmette,

ist glaube ich für viele unverständlich. Zumindest in meinem Alter kenne ich nicht viele, die das – wenn überhaupt – gerne machen. Ich gebe zu: Ich bin überhaupt kein Kirchgänger. Weihnachten ist wirklich das eine Mal im Jahr, an dem ich überhaupt dorthin gehe. Ich würde nicht sagen, dass ich religiös bin, zumindest nicht im katholischen Sinne. Ich glaube schon daran, dass es irgendeine höhere Macht geben muss – ob die jetzt Gott oder Allah oder Cthulhu heißt, spielt dabei aber eigentlich keine Rolle. You name it.

Der Grund warum, ich an Weihnachten gerne in die Kirche gehe, ist, dass ich die Atmosphäre liebe. Als Theaterfan muss ich der katholischen Kirche einfach zugestehen, dass sie eins wirklich gut können: Und das ist eine Show bieten. Das hört sich jetzt für den ein oder anderen wahrscheinlich ketzerisch an, aber für mich ist es genau der Grund, warum ich Christmetten so mag. Sie stimmen mich ein auf den Abend mit der Familie und die nächsten Tage. Wenn die Zeit kurz vor Weihnachten super stressig war – was sie eigentlich immer ist, wir alle wissen das –, ist jetzt der Zeitpunkt runter zu kommen und sich mal in die Weihnachtsstimmung fallen zu lassen.

Weihnachtstraditionen

Weihnachtlieder singen

Die zweite Tradition entlockt vielen wahrscheinlich auch nur ein müdes Lächeln. Aber bei uns ist es Tradition, dass der Baum angesungen wird, bevor wir die Geschenke verteilen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woher das kommt und ob es einen tieferen Sinn hat, aber ich finde es einfach schön. Es lässt einen auch nochmal innehalten und man stürzt sich nicht ohne Rücksicht auf Verluste auf die Geschenke.

Als ich noch Klavierunterricht hatte, habe ich in den Adventswochen immer ganz verrückt Weihnachtlieder geprobt, um meine Familie begleiten zu können. Heute mache ich das nicht mehr, weil ich absolut aus der Übung bin, seit ich nicht mehr zu Hause wohne. Gesungen wird aber immer noch.

Meine Lieblingslieder? Stern über Bethlehem und Gloria.

 

 

Welche Traditionen gibt es bei euch an Weihnachten? Lasst uns in den Kommentaren darüber austauschen!

 


Dies ist der letzte Beitrag, der zum Adventskränzchen von Marie erscheint. Es hat wirklich Spaß gemacht, hier mitzumachen und hier verlinke ich euch zum letzten Mal alle, die heute auch noch einen Beitrag gepostet haben.

 

AltmühltaltippsSegeln mit YemanjaFlummis Diary

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