Februar 2021 Rückblick

Der kalendarisch perfekteste Monat ist vorbei. Er hat mit einem Montag angefangen und mit einem Sonntag geendet und ihr wisst gar nicht, wie sehr das mein Planungsherz erfreut hat.

Inhaltlich war der Monat nicht ganz so perfekt. Er war oft schwierig, hielt einige Herausforderungen bereit für mich, nicht alle davon sind inzwischen bewältigt. Aber vieles im Februar war auch gut. Und auf diese guten Dinge möchte ich mich hier im Rückblick vor allem konzentrieren.

Wiederentdeckt: Kreatives Schreiben

Der Monat hat angefangen mit einem dreitätigen Workshop im Kreativem Schreiben. Wie alles im Moment hat der natürlich nur digital via Zoom stattgefunden und das ist meistens relativ anstrengend. Aber durch die viele Zeit, die wir hier selbstständig mit Schreiben verbringen konnten, war es diesmal sehr viel angenehmer.

Dieser Workshop hat mir in vielerlei Hinsicht geholfen. Erstens hat er mich daran erinnert, dass ich eigentlich schon immer gerne geschrieben habe und mir einen Schubs gegeben, das wieder mehr in meinen Alltag zu integrieren. Das meiste davon ist einfach nur für mich. Viel davon könnt ihr aber z. B. auch auf meinem neuen Instagram-Kanal lesen. Oder hier. Denn aus dem Bedürfnis, wieder mehr zu schreiben, kam schließlich auch die Lust zurück, den Blog wiederzubeleben.

Außerdem habe ich mich innerhalb dieses Workshops mal wieder aus meiner Komfortzone herausgetraut. Ich kannte die Teilnehmer:innen nicht, ebenso wenig wie die Leiterin. Es war keine Pflicht, das Geschriebene mit der Gruppe zu teilen und so hätte ich auch gut still bleiben können. Aber letztendlich dachte ich mir: Ich kann nur etwas lernen, indem ich Feedback bekomme. Und Feedback bekomme ich nur, indem ich vorlese, was ich geschrieben habe. Beim ersten Mal war das eine riesige Überwindung. Beim zweiten Mal wurde sie schon kleiner und zuletzt habe ich mich sogar getraut, einen meiner Texte bei der großen Abschlussrunde vorzustellen, wo noch mehr Zuhörer:innen dabei waren.

Und so habe ich gelernt: es passiert überhaupt nichts Schlimmes, wenn ich meine Komfortzone verlasse. Ich kann eigentlich nur gewinnen.

Doppeltes Blumenglück

Kurz darauf hatte ich trotzdem wieder einen eher bescheidenen Tag. Mehr oder weniger „einfach so“. Das passiert im Moment häufiger, ich bin dann antriebslos, unmotiviert und gleichgültig dem Tag gegenüber. Gleichzeitig bin ich aber total genervt von mir selbst. Wenn dann auch noch nur eine Sache blöd läuft, ist alles vorbei. Also rief ich M. an, damit er mich ein bisschen aufbauen könnte. Und was tat der? Am nächsten Tag stand der DHL-Mann vor der Tür mit einer Blumenlieferung.

Überraschungsblumenstrauß

Eine zweite Blumenlieferung hatte ich mir übrigens selbst gegönnt: ein wunderschöner Strauß Trockenblumen, der seitdem unser Wohnzimmer schmückt.

Strauß Trockenblumen in Gelb und Braun

Und so mit der Wohnung voller Blumen, frischen und getrockneten, geht die Arbeit schon viel leichter von der Hand. Das Gefühl, geliebt zu werden, gratis dazu.

Schnee, Schnee, Schnee …

Dann kam auf einmal ganz viel Schnee. Wie vermutlich bei den meisten. Eigentlich hatte ich wirklich schon mit dem Winter abgeschlossen. Aber als dann auch noch ganz viel Sonne kam, war das Winterglück dann doch noch einmal perfekt für mich. Ein Schneespaziergang bei Minusgraden und gleichzeitig strahlendem Sonnenschein war mit das Beste, was ich im letzten Monat für mein Gemüt tun konnte.

Schneelandschaft
Happy me, in dem Moment war einfach alles, alles gut.

Von Hand geschrieben

Die Post hat im Februar gleich mehrmals schöne Dinge gebracht. So hatte ich unter anderem auch einen handgeschriebenen Brief im Briefkasten. Aus Irland. Dort wohnt nämlich S. und mit S. habe ich eine Brieffreundschaft begonnen. Ehrlicherweise habe ich seit Dezember auf den ersten Brief gewartet und gedacht, sie hätte mich bereits vergessen. Doch dann kam er, aus privaten Gründen hatte sich das Schreiben verzögert, aber jetzt ist alles soweit geklärt und ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind. Bestes Gefühl:

den Briefkasten öffnen und es sind nicht nur Rechnungen drin.

Wiederentdeckt Pt. 2: Kindheitsessen

Ein weiteres Highlight in den letzten vier Wochen war ein kulinarisches. Dazu einige Infos vorab: Ich bin zu einem großen Teil mit saarländischer Küche aufgewachsen. Die beinhaltet viele Kartoffelgerichte und Teigwaren, aber vor allem auch Speck. Speck ist Bestandteil fast jeden Gerichts, das hat es für mich ziemlich schwierig gemacht, seit ich kein Fleisch mehr esse. Seit der Umstellung auf vegan, wurde es dann noch schwieriger, weil Milch und Eier natürlich auch oft eine Hauptrolle spielen.
Ein Essen, dass es bei uns Zuhause regelmäßig gab, waren „Knäppscha“. Zumindest hießen die bei uns so, ich weiß aber, dass sie in anderen Regionen auch bekannt sind als „Wasserspatzen“, „Mehlspatzen“, „Mehlknäpp“ oder welche Ausdrücke es da sonst noch geben mag. Im Grund genommen ist das bloß ein sehr zähflüssiger Teig aus Mehl, Wasser und einer Prise Salz, welcher dann mithilfe von zwei Esslöffeln in siedendes Wasser gegeben wird. So entstehen ziemlich unförmige Teigklumpen, die gegart werden. Hübsch anrichten kann man dieses Essen auf jeden Fall nicht. Der Clou ist allerdings die Soße: die besteht hauptsächlich aus ausgelassenem Speck (ggf. zusätzlichem Öl) und zum Verfeinern einem Schuss Kondensmilch.

saarländische Mehlspeise

Ich habe es nun also gewagt, dieses Gericht zu veganisieren – und Freunde, ich habe es geliebt. Sofortiger Flashback in die Kindheit. Es ist nicht gesund, nicht instagramable und absolust nicht hip. Aber ich sag euch, ich war im Himmel. Ab und an muss das sein und von jetzt an, werde ich wieder öfter Knäppscha kochen.

Valentinskitsch als Alltagsauszeit

Außerdem war im Februar, wie jedes Jahr: Valentinstag. Ich gebe zu, dass ich nicht immer ein Fan von diesem Tag war. Rückblickend betrachtet, lag das aber auch daran, dass meine jeweiligen Partner immer herzlich wenig dafür übrighatten. Wenn ich es also auch doof finde, sich am 14. Februar ein bisschen mehr Zeit füreinander zu nehmen und sich kleine Aufmerksamkeiten zu schenken, dann war ich nicht enttäuscht.

Nun, jetzt habe ich aber M. und M. ist der romantischste und kitschigste Mensch, den ich jemals treffen durfte. Das heißt, dass es ein gemütliches romantisches Dinner gab, Cocktails und lange Gespräche bei Kerzenschein. Gerade im Moment sind diese Tage so wichtig für mich. Denn für ein paar Stunden vergesse ich einfach mal, worüber ich mir sonst 24/7 den Kopf zerbreche und alles, was gerade nicht rund läuft. Das ist toll.

Candle Light Dinner
Pilzrisotto und Cocktails – für mich der perfekte Abend.

Hello again! Blog & Instagram

Und natürlich – wie oben schon einmal angedeutet – wurde dieser Blog im Februar wiederbelebt. In meinem ersten Blogpost nach acht Monaten habe ich erzählt, was im Moment so los ist, warum ich hier solange nichts geschrieben habe und wie es weitergehen soll. Wenn ihr das also noch nicht gelesen habt, dann holt das doch gerne mal nach. Da war einiges, was raus musste. Dinge, die ich lange für mich behalten habe, weil es irgendwie unangenehm war, darüber zu sprechen. Aber ehrlich: warum ist das unangenehm? Weil Arbeitslosigkeit eben genauso ein Tabuthema ist wie viele anderen. Und ich finde, das sollte es nicht sein.

Das war mein Setting, als ich mich wieder an den Blog gesetzt habe. Und why not?

Im selben Zug habe ich entschieden, dass ich einen neuen Instagram-Kanal möchte. Mit dem alten war ich irgendwie unglücklich und wenn ich neu starte, dann eben richtig. Wenn ihr den also auch noch nicht gesehen habt, schaut auch dort gerne vorbei und abonniert den Kanal.


Der Februar war insgesamt ein Monat, der viele Denkanstöße gebracht hat. Es gab noch einige Herausforderungen, die ich bisher nicht lösen konnte und deswegen vermutlich erst im März davon erzählen will, wenn ich das hinter mir habe. Insgesamt habe ich in den letzten vier Wochen viel gegrübelt, war oft verzweifelt, habe aber auch immer wieder neue Hoffnung gefunden, viele Dinge in einem anderen Licht betrachten können und so auch neue Erkenntnisse bekommen. Eine davon war z. B. die folgende:

Nichts ist in Stein gemeißelt, alles kann sich noch verändern. Das Einzige was zählt, ist mein Bauchgefühl.

Hello again – von Auszeiten und kleinen Glücksmomenten

Schneelandschaft

„Welche Eigenschaft ist dir heute besonders positiv an mir aufgefallen?“

Die Frage stammt aus einem Pärchen-Kartenspiel, dass ich M. letztes Jahr zu Ostern geschenkt habe. Es soll zu Gesprächen anregen und die Partner*innen sich so besser kennenlernen. Ostern … auch schon wieder fast ein Jahr her. Keine Ahnung, was mit der Zeit kaputt ist, seit diese Pandemie ausgebrochen ist. Nichts passiert, aber die Wochen und Monate rasen vorbei. Zumindest in meinem Universum.

Aber zurück zur Frage.

Ich habe die Karte inzwischen auf den Stapel mit den bereits gespielten Karten gelegt und schaue M. erwartungsvoll an. Der denkt kurz nach und sagt dann: „Dass du dich für kleine Dinge so sehr begeistern kannst. Als wir heute Mittag spazieren waren, hast du dich so über den Schnee gefreut und die Sonne. Das fand ich total schön.“

Ja, verrückt eigentlich. In den letzten Monaten ist es mir so schwergefallen, mich überhaupt an irgendwas zu erfreuen, aber wie letzte Woche die dicke Schneedecke im strahlenden Sonnenschein geglitzert hat, wie der Schnee unter unseren Schuhsohlen geknirscht hat und wie ich trotz Sonne in der kalten Luft meine Finger bald nicht mehr spüren konnte – das hat mich glücklich gemacht.
Genauso, wie die Trockenblumen, die ich mir vor ein paar Wochen selbst geschenkt habe und die jetzt das Wohnzimmer zieren: jedes Mal, wenn ich sie ansehe, macht das meinen Tag ein bisschen besser. Oder dass ich jetzt gerade hier sitze, mit einem Glas Weißwein, Tom Grennan höre und diesen Text schreibe – auch das macht mich glücklich.

Was ich verstanden habe in den letzten Wochen, Monaten, nein, was ich immer noch am verstehen bin, ist Folgendes: dass ich die kleinen Glücksmomente sammeln muss. Denn das schwarze Loch, kommt früh genug. Und es kommt ganz sicher.

Und damit sind wir bei dem Grund, warum hier so lange nichts passiert ist: weil ich nicht wusste, wie es weitergeht. Mit diesem Blog, aber vor allem ganz generell mit mir, mit meinem Leben. Wer will ich sein? Wo will ich das sein? Und mit wem? Was ist mir wirklich wichtig? Und wofür will ich keine Energie mehr aufwenden? To be honest: Ich weiß es immer noch nicht. Und deswegen werde ich an dieser Stelle auch nicht versprechen, dass hier jetzt wieder regelmäßig einmal pro Woche Beiträge online kommen werden. Gerade habe ich Lust, das hier einfach als Art Tagebuch zu nutzen. Zum einen, weil ich meinen Gedanken hin und wieder Luft machen muss. Zum anderen, weil ich mich im letzten Jahr oft sehr allein gefühlt habe. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die einzige Person bin, der es so geht, wie mir. Deswegen möchte ich darüber reden und vielleicht fühlt sich jemand angesprochen.

Aber wie geht es mir eigentlich? Und warum?
Well … die letzten anderthalb Jahren have been a ride. (Hatte ich schon erwähnt, dass dies kein Blog ist für Menschen, die Probleme mit Anglizismen haben?) Die Anfangsphase dieses Blogs zeugt noch von meinem Master-Studium. Theaterwissenschaft war’s und es hat so viel Spaß gemacht. Die Seminare haben Spaß gemacht, das ewige in der Bibliotheksitzen, die Praktika. Alles daran hat einfach Spaß gemacht und ich war gut darin. Und wie es danach weitergehen sollte, war für mich völlig klar. Deswegen hab ich auch bereits zu Beginn meines letzten Semesters hochmotiviert damit angefangen, Bewerbungen zu verschicken. Wurde sogar schnell zu verschiedenen Vorstellungsgesprächen eingeladen. Wow, das läuft echt wie geschmiert alles. Ich hab mir schon vorgestellt, wie ich ab September 2019 in einem Büro sitze und meinen Traumjob machen kann.

Und dann kamen die Absagen. Erst eine, dann die zweite, bald die dritte. Irgendwann waren es so viele, dass ich aufgehört habe, zu zählen. Als ich es im Dezember 2019 doch nochmal gemacht habe, kam ich auf über 100 Bewerbungen, die ich geschrieben hatte, bei einem Viertel davon hatte ich mich persönlich vorgestellt. Und keine einzige positive Antwort. Autsch. Ok, jetzt an alle, die mir Bewerbungstipps geben wollen: I don’t need them. Denn ich hatte sie schon alle. Ich weiß sehr gut, was gut läuft bei mir und was nicht. Was nicht gut läuft, sind z. B. persönliche Gespräche, weil ich nicht in der Lage bin, mich als Person und als Arbeitskraft zu verkaufen. Weil ich zu schüchtern, zu zurückhaltend und zu nervös bin. Und das war eins der ersten Dinge, an denen ich gearbeitet hab. Mit gestärktem Selbstbewusstsein und perfekt vorbereitet ging es also in die nächsten Gespräche. Immer noch nichts. Und dein Selbstbewusstsein kann das größte und beste der Welt sein – wenn du ausschließlich Absagen von potentiellen Arbeitgebern bekommst, dann wird auch dein Selbstbewusstsein irgendwann ganz unten am Boden rumkriechen. Und letztendlich ist das wiederum nicht hilfreich.

Zusammengefasst: ich war gefrustet, verzweifelt, komplett verunsichert, ob ich überhaupt wusste, wer ich bin und was ich gut kann – und letztendlich ein Jahr lang arbeitslos.

Parallel kam Corona nach Europa und nach Deutschland und was soll ich sagen … geholfen hat das definitiv nicht. Die einzige Zusage, die ich in den letzten 24 Monaten bekommen habe, seit ich Bewerbungen schreibe, war die für ein Freiwilliges Soziales Jahr. Das mache ich jetzt seit September. Ganz ehrlich? Dafür hab ich mich geschämt. Und tue es heute noch manchmal. Denn wer braucht denn bitte nach einem erfolgreichen Master-Studium noch ein FSJ?! Wer lässt sich denn mit so einem Bildungsabschluss dazu herab, für unter 400 Euro im Monat zu arbeiten? Ist das nicht peinlich? Aber es ist besser, als noch ein Jahr zu Hause rumzusitzen, ganz ohne Arbeit und vor allem: ohne das Gefühl, für irgendwas gut zu sein.

Letztendlich beweist mir das, was ich jetzt mache, einfach nur erneut, dass ich durchaus auf dem richtigen Weg bin. Denn ich bin gut in dem, was ich mache, und ich mache es gerne. Was mir fehlt, ist jemand, der der das sieht und mir eine Chance gibt.
Also fuhr ich ins Büro. Etwa zwei Monate lang hatte ich einen geregelten Tagesablauf, bin jeden Morgen aufgestandenhabe gearbeitet und bin abends wieder nach Hause. Hatte das Gefühl, etwas Nützliches zu tun, eine Aufgabe zu haben. In dieser Phase hat M. einmal zu mir gesagt: „Du lachst wieder viel mehr, das hab ich vermisst.“ Dann kam die zweite Welle und alles wurde ins Homeoffice verlegt. Und meine Stimmung machte eine rasante Talfahrt. Am Esstisch funktioniert das mit der Motivation irgendwie nicht so gut. Und dann fehlt auch einfach irgendwann der reale menschliche Kontakt.

Naja, wenigstens hab ich einen „Job“ – in Anführungszeichen, weil ich mich bei dem Gehalt trotz allem oft weigere, das, was ich tue, wirklich so zu nennen. Alles ist temporär und irgendwann wird es besser. Das sagen sie gerade alle so. Aber was mir eben wirklich Angst macht, ist das, was kommt, wenn diese 12 Monate abgelaufen sind. Noch ist nichts in Aussicht. Im Gegenteil, die ersten Absagen sind schon wieder eingetrudelt und so langsam frag ich mich echt, was denn eigentlich erwartet wird, mit Mitte 20 schon 30 Jahre Berufserfahrung oder so.

Aktuell versuche ich einfach, mich nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Jede schlechte Nachricht gibt einen Stich, tief drinnen. Je nach Tagesform kann ich ihn abschütteln oder versinke in einem Strudel aus negativen Emotionen. Aber eben, weil ich nicht weiß, wann der nächste Strudel kommt, konzentriere ich mich auf die kleinen Dinge. Wie den Schnee, der in der Sonne glitzert.

Und in dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, singt Caspar: „Keine Angst, denn das was du hier fühlst, ist morgen vielleicht schon egal.“

Corona, Weltschmerz und wie ich damit umgehe

Es muss Ende Februar gewesen sein, als ich zum ersten Mal von diesem ominösen Virus hörte. Aber das war in China, so weit weg von meiner eigenen Realität, dass ich dem keine große Bedeutung beigemessen habe. Schon komisch, dass wir in einer so vernetzten Welt Leben – im Zeitalter der Globalisierung –, aber es uns trotzdem so wenig kümmern kann, was an ihrem anderen Ende passiert.

Bald sah ich im Supermarkt die ersten Menschen mit Masken einkaufen und dachte mir so: Naja, man kann es auch übertreiben. Alles Hypochonder, ist doch nicht schlimmer als eine Grippe. Und ich weiß, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine war. Und dann kamen die Nachrichten aus Italien.

Und kurze Zeit später schnellten auch hier die Fallzahlen in die Höhe, was mir dann doch ein mulmiges Gefühl machte. Anfang März bin ich noch unbeschwert in den Zug gestiegen und 400km durch Deutschland gefahren, um meine Familie zu besuchen. Drei Tage später auf dem Rückweg war ich schon nicht mehr so unbeschwert. Denn obwohl ich beim Abschied noch sagte: Dann bis Ostern!, war mir irgendwie klar, dass es sehr viel länger dauern würde, bis wir uns wieder sehen.

Auf einmal ging alles so schnell. Veranstaltungen wurden abgesagt, erst ab 1000, dann ab 100 Personen und schließlich einfach komplett. Schulen geschlossen, Restaurants und Bars geschlossen, Geschäfte geschlossen. Das soziale Leben gefühlt von einem auf den anderen Tag lahmgelegt.

Ich war und bin in der privilegierten Situation, dass sich mein persönlicher und mein Arbeitsalltag kaum verändert hat durch all das. Dennoch waren die letzten Wochen oft anstrengend. Anfangs war da dieser Drang mehrmals täglich die Nachrichten zu checken, die neuesten Zahlen und Entwicklungen zu kennen. Welche neuen Einschränkungen gibt es? Haben wir schon neue Erkenntnisse, wie man das Virus bekämpfen kann?
Aber schon nach kurzer Zeit war mir klar, das funktioniert nicht. Jedes Mal, wenn ich mein Handy wieder zur Seite legte, war meine Laune schlechter. Und das Gefühl des Weltschmerzes, das für mich absolut nichts Neues ist, war erdrückender denn je. Ich machte mir Sorgen um meine Liebsten, aber auch um die Menschheit an sich. Wieso gibt es immer noch Menschen, die so ignorant und egoistisch sind und sich nicht an die Maßnahmen halten? Wieso vergessen wir bei dieser Krise wieder so viele? Kleine Unternehmen, Selbstständige, Künstler, Familien? (Wie gesagt, ich bin in einer absolut privilegierten Situation und ich habe nichts als Respekt für Eltern, die gerade Home Office, Kinderbetreuung und Unterricht irgendwie unter einen Hut kriegen müssen, ohne wahnsinnig zu werden.)
Und außerdem: Europas Außengrenzen. Ja, die meisten haben schon lange vorher die Augen verschlossen, vor dem, was da passiert, aber jetzt verschließen wir nicht einmal mehr die Augen, sondern wir drehen uns halt weg: Ist nicht mein Problem, ich hab gerade wichtigere Sorgen.

Weltschmerz ist ein „Gefühl der Trauer und schmerzhaft empfundener Melancholie, das jemand über seine eigene Unzulänglichkeit empfindet, die er zugleich als Teil der Unzulänglichkeit der Welt, der bestehenden Verhältnisse betrachtet.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltschmerz

Und genau dieses Gefühl überrollte mich jedes Mal, wenn ich mein Handy in die Hand nahm, um die Nachrichten zu checken. Und dazu kam die fehlende Möglichkeit der Ablenkung. Einfach irgendwo hingehen und abschalten war und ist nicht drin. Mich zu Hause mit irgendwas zu beschäftigen, lesen, malen, Serien schauen, klappte nur so mittelmäßig.
Ich habe die Maßnahmen immer befürwortet. Aber das Gefühl des Eingesperrt-Seins stellte sich trotzdem unweigerlich ein.

Gleichzeitig hatte ich aber immer das Gefühl, nicht in der Position zu sein, jammern zu dürfen. Es gibt so viele, die es viel, viel härter getroffen hat. Wie oben schon gesagt, bin ich in einer privilegierten Situation – wer bin ich, dass ich mich beklagen darf?

Aber objektiv betrachtet: Nur weil, es anderen auch schlecht geht oder sogar schlechter, heißt das ja nicht, dass es mir automatisch besser geht. Also habe ich begonnen, meine Gefühle zu akzeptieren – und gezielt Bewältigungsmechanismen zu finden.

Sport und Bewegung an der frischen Luft

Regelmäßige Bewegung und vor allem wenigstens einmal am Tag das Haus verlassen, um ein bisschen frische Luft zu tanken, hebt meine Laune enorm. Es ist schon was dran, dass Sport Endorphine ausschüttet. Ich habe vor ein paar Wochen sogar wieder angefangen, zu joggen – und wer mich kennt, weiß, dass ich das eigentlich immer gehasst habe. Aber gerade tut es mir sehr gut. Genauso wie Homeworkouts und ausgiebige Yoga-Sessions.

Kochen und Backen

Kuchen oder Brot backen, ein neues Rezept ausprobieren oder das Lieblingsrezept mal wieder kochen – in der Küche habe ich das Gefühl, die Dinge unter Kontrolle zu haben und beeinflussen zu können.

Weinen

Wenn die Gefühle zu viel werden – und das passiert immer noch sehr häufig –, dann lasse ich sie zu. Mich einmal ordentlich auszuweinen und alles rauszulassen, hilft total. Danach geht es mir meistens (wenigstens ein bisschen) besser.

Schreiben

Ganz oft habe ich das Gefühl, dass die Gedanken in meinen Kopf keine Ruhe geben können und dass ein und der selbe Gedanke immer und immer wieder seine Runden dreht. Dann schreibe ich diesen Gedanken auf. Und damit ist er aus meinem Kopf raus. Also wer auch dieses Problem hat, vielleicht probiert ihr das auch mal aus.


Es ist noch nicht vorbei

Auch wenn wir gerade wieder alle versuchen in das normale Leben zurückzukehren – es ist noch nicht vorbei, da bin ich mir ziemlich sicher. Erstens finde ich nicht, dass wir überhaupt wieder zu dem “normal” zurückkehren sollten, das wir vorher hatten. Denn unser Verhalten und unser Umgang mit unserer (Um)Welt hat uns überhaupt erst in diese Situation gebracht. Ich hoffe inständig, dass wir etwas aus dieser Erfahrung lernen werden.
Zweitens betrachte ich die Lockerungen mit Sorgen. Ja, auch ich werde demnächst mal wieder ein Restaurant besuchen. Denn das kann ich gerade tun, um andere zu unterstützen. Und uns gegenseitig zu unterstützen, ist wohl das Wichtigste im Moment. Aber ich habe Bedenken, dass wir zu früh wieder zu leichtsinnig werden, sodass in ein paar Wochen wieder alles von vorne los geht – und das will niemand von uns.

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Gendern – ja, nein, vielleicht?

Vor einigen Monaten stieß ich in einer Bloggergruppe auf Facebook auf eine Diskussion. Jemand hatte die Frage gestellt, wie andere das Thema „Gendern in Blogbeiträgen“ handhaben würden. Die Reaktion: Fast alle antworteten, dass sie in ihren Beiträgen nie gendern würden, da es ja klar sei, dass mit der männlichen Form immer alle mitgemeint sind und überhaupt, wäre das viel zu viel Aufwand und auch ziemlich nervig beim Lesen.

Ich muss es sagen, wie es ist: Ich war sehr entsetzt. Vor allem, weil die Diskussion fast ausschließlich von Bloggerinnen geführt wurde.

Ich kann die Gründe zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Es ist immer noch in vielen Bereich ungewohnt, Texte zu lesen, in denen ständig mit Sternchen oder Binnen-I gearbeitet wird. Und ja, das kann anfangs störend wirken. Aber desto mehr, diese Praxis umgesetzt wird, desto mehr gewöhnen sich Leserinnen und Leser daran.
Und ist es für mich persönlich jetzt aufwendiger in meinen Texten zu gendern? Eigentlich nicht wirklich. Sorry, aber das ist eine faule Ausrede. Und zwar faul im wahrsten Sinne des Wortes.

Gendern? Ja, bitte!

Dass so viele Frauen – die ja bekanntlich das Gros der Bloggerszene ausmachen – ihr eigenes Geschlecht in ihren Beiträgen nicht sichtbar machen wollen, das erschreckt mich ehrlich gesagt sehr.

Sprache erzeugt Wirklichkeit

Unsere Sprache ist nicht einfach nur eine Abbildung unserer Welt. Und Sprache ist auch nicht einfach nur das, was wir denken. Vielmehr ist es umgekehrt: Unser Denken wird durch die Sprache beeinflusst. Sprache bringt Wirklichkeit hervor.

Wie wir Dinge benennen, steuert die Art und Weise, wie wir darüber denken. Und deswegen ist es absolut nicht egal, dass die männliche Form in der deutschen Grammatik – das sogenannte „generische Maskulinum“ – sowohl für Männer als auch für Frauen stellvertretend steht. Denn damit wird ein Denken befördert, in dem der Mann auch in anderen Bereichen stellvertretend für die Frau eintritt, bzw. in dem Frauen einfach nicht vorkommen. Die Frau wird – wie man so schön sagt – “mitgedacht”. Wow, danke! Ich möchte aber nicht MITgedacht werden, sondern als Individuum GEDACHT. Wie wollen wir Frauen gesellschaftlich sichtbarer machen, wenn wir nicht einmal Willens sind, sie in unserer Sprache sichtbar zu machen?

(Aus ähnlichen Gründen ist es im Übrigen auch nicht egal, ob wir die Süßigkeit „Mohrenkopf“ oder „Schokokuss“ nennen. Obwohl ich eigentlich hoffe, dass das im Jahr 2020 jedem klar ist.)

Mehr Sprachsensibilität bei BloggerInnen

Ich wünsche mir, dass gerade in einer Szene, die zum Einen so sehr von Frauen dominiert ist und zum Anderen auf auch Texten basiert, mehr Sensibilität für unsere Sprache und ihren Einfluss Einzug hält. In derselben Diskussion, die ich zu Anfang erwähnt habe, kam auch das Argument, dass es doch wohl größere Probleme gäbe und wenn jemand wirklich der Meinung ist, wir seien noch nicht vollständig gleichberechtigt, dann sind andere Stellschrauben doch viel wichtiger, als die Sprache.

Falsch! Natürlich ist es wichtig, dass Frauen und Männer endlich überall und ohne Ausnahmen das gleiche Gehalt für die gleiche Arbeit bekommen. Natürlich ist es wichtig, dass Frauen bei Einstellungsverfahren nicht wegen ihrer Gebärfähigkeit diskriminiert werden. Aber das alles muss im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert werden. Und das schaffen wir nur durch eine gleichberechtige Wahrnehmung – die vor allem durch Sprache gesteuert wird.

Leserfreundlich gendern

Und damit vielleicht mehr BloggerInnen, sich trauen ihre Beiträge zu gendern, ohne Angst, LeserInnen zu vergraulen – kommen hier jetzt ein paar Tipps, wie ihr das geschickt umsetzen könnt.

(Kleiner Disclaimer am Rande: Wenn jemand meinen Blog nicht mehr lesen möchte, weil ich eine geschlechtergerechte Sprache benutze, dann kann ich auf ihn oder sie auch gut verzichten. Diese Einstellung würde ich mir auch häufiger wünschen.)

Ausschreiben

Am unkompliziertesten ist es natürlich, immer alle Formen auszuschreiben. Da müsst ihr nämlich nicht besonders viel drüber nachdenken, wie das jetzt richtig ist. Also einfach: „Leser und Leserinnen“. Je nachdem wie oft ihr das in eurem Text machen müsst, erhöht das natürlich die Länge um einiges.

Partizipialform

An vielen Stellen ist es eine gute Lösung die Partizipialform zu verwenden. Aus Studenten und Studentinnen werden dann „Studierende“. Aus Leserinnen und Lesern werden „Lesende“. Zugegeben, diese Form hört sich nicht für alle Gruppen gleich gut. So sind „Studierende“ inzwischen sehr häufig in Ansprachen und offiziellen Texten anzutreffen, „Lesende“ ist dagegen nicht unbedingt elegant als Ansprache.

Binnen-I

Wie man vielleicht beim Lesen gemerkt hat, ist das Binnen-I meine liebste Form des Genders. An die männliche Form wird einfach ohne Leerzeichen oder sonstige Satzzeichen die weibliche Form mit großem I angehängt: „LeserInnen“. Meiner Meinung nach stört das den Lesefluss überhaupt nicht und geht auch beim Schreiben leicht von der Hand.

Sternchen, Schrägstriche und andere Sonderzeichen

Diese Formen gefallen mir persönlich nicht so gut, weil die zusätzlichen Zeichen tatsächlich ziemlich stören können im Textfluss. Deswegen würde ich bei Pluralformen immer zu einer der drei vorigen Formen greifen. Bei Singular-Formen kommt man aber manchmal nicht drum herum. Wenn ich von einer einzelnen Person stellvertretend für eine ganze Gruppe spreche, z.B.: „der/die Leser/in“, „der*die Leser*in“; manchmal werden auch Unterstriche oder sonstige Sonderzeichen genutzt. Im Prinzip sind der Fantasie hier gar keine Grenzen gesetzt.
Man kann diese Form natürlich z.B. mit dem Binnen-I verbinden: „der/die LeserIn“, was ich immer noch eleganter finde als einen Wust an Schrägstrichen. Wie gesagt, großer Binnen-I-Fan.

Schild: I just had Sexism

Für welche Form ihr euch auch immer entscheidet – Hauptsache ist, ihr fangt an, euch Gedanken darüber zu machen, welche Macht unsere Sprache in Bezug auf unser Denken hat und das heißt: ihr fangt an, eure Blogbeiträge zu gendern. Bitte.

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Spenden zu Weihnachten: Robin Wood

Spenden zu Weihnachten - Robin Wood

Vor zwei Wochen habe ich die Tierschutzorganisation Animal Equality vorgestellt und euch erzählt, dass ich hauptsächlich aus Umweltschutzgründen Vegetarierin geworden bin. Deswegen darf eine Spendenmöglichkeit für das Klima und die Umwelt natürlich nicht fehlen.

Aktionsgemeinschaft Robin Wood

Robin Wood ist eine gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt. Ihre Ziele sind unter anderem sowohl ökologische als auch soziale Klimagerechtigkeit, eine ökologische Verkehrswende, eine ökologische, soziale und demokratische Energiewende und der Stopp des unendlichen wirtschaftlichen Wachstums.

Logo Robin Wood

Erreichen wollen die Aktivisten dies vor allem durch Demonstrationen und Proteste. Das wichtigste Attribut, das sich dabei auch immer wieder auf ihrer Internetseite findet, ist „gewaltfrei“. Für mich eine unverzichtbare Eigenschaft, wenn ich eine Organisation unterstützen möchte.

Wie kann ich helfen?

Spenden könnt ihr auch hier wieder monatlich oder einmalig einen individuellen Betrag. Die Spenden werden für die verschiedenen Aktionen genutzt, ihr könnt leider nicht definieren, ob eure Spende für einen bestimmten Zweck verwendet werden soll.

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All I want for Christmas … [Adventskränzchen 2019]

Wunschliste zu Weihnachten schreiben

Wunschlisten sind ja in der Regel materiell. Ich wünsch mir dieses Buch und jenen neuen Pullover. Außerdem diese Kette und die passenden Ohrringe. Ich persönlich bin ja inzwischen ein viel größerer Fan von nicht-materiellen Geschenken in Form von gemeinsamer Zeit und Erlebnissen.

Und dann hat aber vermutlich jeder von uns noch ein paar Wünsche, die nicht so leicht zu erfüllen sind. Hier sind meine:

Ich wünsche mir …

… dass endlich mal was passiert in Sachen Klimaschutz und -gerechtigkeit.

… sachliche Diskussionen auf Facebook führen zu können.

… nie wieder einen Satz hören zu müssen, der behauptet „Frauen tun dies und jenes“ und „Männer sind im Gegensatz so und so“.

… einen intelligenten Satz aus dem Mund des Mannes im Weißen Haus zu hören.

… dass ebenjener Mann mal zugebe würde, wenn er im Unrecht war. Gleiches gilt für seine blauen Kollegen im deutschen Bundestag.

… nach der E-Mail mit dem Inhalt „Wir melden uns zeitnah wieder bei Ihnen.“ tatsächlich zeitnah wieder etwas zu hören.

… störungsfreies Mobilfunknetz in der Bahn.

… einen Algorithmus, der das Posten von dummen Inhalten verhindert.

… dass in den Städten nicht mehr überall diese bescheuerten E-Scooter rumstehen und -liegen.

… bezahlbare Mieten.

… dass nicht mehr wirtschaftliche Interessen die Grundlagen politischer Entscheidungen sind, sondern soziale und ökologische.

… dass wir einander mehr zu hören, statt nur zu reden.


Welche Wünsche habt ihr dieses Jahr, die wahrscheinlich nicht so leicht erfüllbar sind? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Adventskränzchen

Dieser Beitrag war der letzte dieses Jahr, der Teil des Adventskränzchens ist. Weitere Teilnehmer heute waren:

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Spenden zu Weihnachten: Engelbaum

Die Spendenmöglichkeiten, die ich bisher vorgestellt habe, waren alle eher allgemein und können so auch das ganze Jahr unterstützt werden. Heute möchte ich auf eine besondere Aktion zu Weihnachten aufmerksam machen, die ich einfach sehr toll finde.

Engelbaum

Engelbaum ist ein Weihnachtsprojekt für notleidende Kinder in Deutschland. Von einem Ehepaar gegründet, hilft das Projekt heute bereits fast 3000 Kindern. Das Schöne: hier könnt ihr nicht einfach nur Geld spenden, sondern ein echtes Weihnachtsgeschenk.

Engelbaum Logo

Und so geht’s: Engelbaum stellt einen Shop zur Verfügung, in dem die Eltern der Kinder ein Geschenk aussuchen dürfen. Der Warenwert beträgt immer 30€. Wenn ihr in den Shop geht, sehr ihr den Namen des Kindes und was es sich wünscht. Die Auflistung ist außerdem so geordnet, dass das Kind, was bereits am längsten auf der Liste steht, ganz oben steht.

Durch eine Prüfung soll außerdem garantiert werden, dass wirklich nur bedürftige Familien das Angebot wahrnehmen.

Für Unternehmen gibt es darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten, Engelbaum zu unterstützen, finanziell oder durch Werbemaßnahmen.

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Spenden zu Weihnachten: Animal Equality Germany

Beitragsbild: Spenden zu Weihnachten - Animal Equality

Letzte Woche habe ich euch die Kampagne für Saubere Kleidung vorgestellt, heute soll es um Tierrechte gehen.


Die Entscheidung, mich vegetarisch zu ernähren, habe ich eigentlich vor allem aus Gründen des Klimaschutzes und der CO2-Emission durch die Fleischindustrie getroffen. Seitdem ich mich aber intensiver damit auseinandersetze, spielen ethische Aspekte, wie Tierschutz und -rechte auch eine immer größere Rolle für mich.

Animal Equality Germany

Hier bin ich auf die Tierschutzorganisation Animal Equality aufmerksam geworden. 2018 wurde sie als Top Charity ausgezeichnet und hat inzwischen Büros in acht Ländern, auf vier Kontinenten. Diese arbeiten zusammen mit Unternehmen, mit der Politik und der Gesellschaft.

Logo von Animal Equality

Das Ziel:

Tierleid verhindern.
Dies geschieht vor allem durch die Aufdeckung grausamer Praktiken in der Tierindustrie, aber auch durch Projekte und Kampagnen. Bei ihrer Arbeit baut die Organisation auf vier strategische Säulen: Recherchen, Bildungskampagnen, Unternehmenskampagnen, Tierschutzrecht.

Die Erfolge zeigen sich unter anderem darin, dass z.B. nach der Veröffentlichung von Recherchen in Mastbetrieben immer wieder Verurteilungen wegen Tierquälerei stattfinden.

Wie kann ich helfen?

Wenn ihr spenden wollt, habt ihr die Möglichkeit einer einmaligen oder einer monatlichen Spende. Bei beidem könnt ihr einen individuellen Betrag festlegen. Auf der Internetseite wird auch aufgeschlüsselt, wo die Spenden hingehen: 5% fließen in Kampagnen an Politik und Unternehmen, 19% in Straßen- und Bildungskampagnen, 30% in Veröffentlichungen und Bildungskampagnen und 46% in Online-Bildungskampagnen.

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Spenden zu Weihnachten: Kampagne für Saubere Kleidung

Beitragsbild: Spenden zu Weihnachten - Kampagne für Saubere Kleidung

Zu Weihnachten mal spenden, statt sein Geld nur für Konsum ausgeben. Das ist der Gedanke hinter dieser Reihe an Beiträgen, die euch an jedem Adventssonntag erwarten.
Den Anfang macht:

Kampagne für Saubere Kleidung

Ein Thema, in dem ich noch relativ neu bin, ist die Modeindustrie. Eigentlich habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, woher die Klamotten, die ich regelmäßig kaufe, kommen. Dadurch, dass ich mich aber immer mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt habe, bin ich auch irgendwann auf Fair Fashion aufmerksam geworden. Und in diesem Zuge eben auch darauf, wie die ArbeiterInnen (v.a. Frauen) der Textilindustrie ausgebeutet werden.

Eine Organisation, die sich nicht nur für eine Änderung dieser Praktiken einsetzt, sondern auch für Aufklärung in der Gesellschaft ist die Kampagne für Saubere Kleidung.

Logo der Kampagne für Saubere Kleidung

Bei der Kampagne für Saubere Kleidung handelt es sich um einen Zusammenschluss von über 200 Menschen- und Frauenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, NGOs und VerbraucherInnenverbänden. Die Kamapgne selbst ist Teil der internationalen Clean Clothes Campaign (CCC), welche in den 80ern in den Niederlanden gegründet wurde.

Die Ziele

Ihre Zielsetzung ist die Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten der Textil-, Sport-, Schuh- und Lederindustrie weltweit. Durch verschiedene Projekte wollen sie auf die Schattenseiten der Modeindustrie aufmerksam machen und die Unternehmen dazu bringen, ihre Standards zu verbessern.
Konkret heißt das: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Vereinigungsfreiheit, Recht auf kollektive Verhandlungen, Mindestalter, existenzsichernder Lohn, Sicherheit am Arbeitsplatz, Arbeitszeitregelungen usw.

Die Forderung an die Unternehmen lautet: Verpflichtung, diese Standards einzuhalten und Kontrolle durch eine unabhängige Instanz

Was kann ich tun?

Spenden unterstützen die Kampagnen, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie Eilaktionen. Ihr könnt leider nicht für einen bestimmten Zweck spenden, meiner Meinung nach ist das bei dieser Organisation aber auch nicht nötig.

Wer nicht unbedingt spenden will, kann sich aber dennoch auf der Internetseite umschauen. Denn hier gibt es massenhaft Informationen über die Wertschöpfungskette in der Modeindustrie und einiges zu lernen.

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Spenden zu Weihnachten

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Die Adventszeit hat nun offiziell begonnen und damit auch der Weihnachtsstress, die Vorbereitungen für’s Fest und natürlich die Besorgung von Geschenken. Dieses Jahr planen die Deutschen im Schnitt 281€ für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Immerhin ist Weihnachten das Fest des Schenkens. Und auch ich schenke gerne und mache meinen Liebsten eine Freude.

Allerdings dachte ich mir auch, wer fast 300€ für Geschenke ausgeben kann, der kann sein Geld vielleicht auch noch anders verteilen. Z. B. in Form von Spenden.

Deswegen werde ich euch ab heute jeden Adventssonntag eine Organisation, einen Verein oder ein Projekt vorstellen, die ich persönlich unterstützenswert finde. Es müssen ja nicht immer gleich 100€ sein. 5, 10 oder 20€ machen auch schon oft einen Unterschied.
Vielleicht fühlt sich ja der einen oder die andere von einem Spendenzweck angesprochen und möchte einen kleinen Betrag spenden. Die kommenden Beiträge sollen lediglich Anregungen sein. Ich habe auch versucht vor allem Organisationen zu wählen, die vielleicht nicht so bekannt sind. Den WWF oder Brot für die Welt, muss ich wohl kaum erwähnen.

Wenn euch noch andere Spendenmöglichkeiten einfallen, könnt und sollt ihr die natürlich auch gerne in die Kommentare schreiben.

Also fix weiter zum nächsten Beitrag, dort stelle ich euch die erste Organisation vor.

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