Weihnachtsmärkte spalten ja die Meinungen. Die einen lieben sie, weil man hier so toll die vorweihnachtliche Stimmung genießen kann, die anderen hassen sie, weil sie grundsätzlich überfüllt und überteuert sind. Ich kann mich da nicht so recht entscheiden. Ein Weihnachtsmarktbesuch gehört auf jeden Fall zur Adventszeit dazu, lieber sogar mehrere. Aber wirklich lange mag ich mich dort dann doch nicht aufhalten, weil es wirklich einfach immer viel zu voll ist. Nicht wirklich besinnlich.

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Zum heutigen Thema des Adventskränzchens Auf dem Weihnachtsmarkt habe ich mir also überlegt, dass wir uns den Weihnachtsmarkt einfach nach Hause holen. Und zwar mit drei Rezepten – übrigens auch sehr gut zum Verschenken geeignet.

Bruchschokolade

Schokolade liebt jeder. Ich selbst bin großer Fan von Schokolade mit ganz viel Zeug drin, am liebsten Nüsse. Und wenn sie dann auch noch nach Weihnachten schmeckt – was will man da noch mehr?

Für die Bruchschokolade benötigt ihr

  • Schokolade eurer Wahl: ich habe Zartbitter genommen, Vollmilch oder weiß geht natürlich auch, man kann auch verschiedene Sorten mischen
  • Viel Fantasie: Mit was ihr eure Schokolade pimpt, ist komplett eurer Fantasie und euren Vorlieben überlassen. Ich habe mich für eine Nussmischung, Cranberrys und – für das gewisse Etwas – getrocknete Ingwerstückchen entschieden.
    Andere Möglichkeiten wären: jedes andere getrocknete Obst, Mini-Marshmellows, Geleebohnen, Kaffeebohnen, Kokosraspeln, …
zutaten für Bruchschokolade: Schokoladentafeln, Cranberrys, Nüsse, getrockneter Ingwer

Und das geht ruckzuck

Die Schokolade wird über einem Wasserbad geschmolzen und dann auf ein Backpapier gestrichen. Achtet darauf, sie nicht zu dünn aufzutragen, sonst halten die restlichen Zutaten nicht mehr darin.

Dann streut ihr eure Zutaten ganz nach Belieben auf die noch flüssige Schokolade und drückt sie evtl. ein wenig fest. Ich habe mich zum Schluss noch dazu entschieden, etwas Zimt und ein bisschen braunen Rohrzucker über alles zu streuen, weil ich das ganz hübsch fand. Und Zimt passt im Winter sowieso zu allem.

Geschmolzene Schokolade mit Nüssen und Obst

Das Ganze muss jetzt bloß noch abkühlen und wieder hart werden. Lasst das ruhig bei Zimmertemperatur geschehen, denn im Kühlschrank besteht die Gefahr, dass die Schokolade grau wird.

Feste Schokolade, auseinandergebrochen

Wenn alles fest ist, nehmt ihr die Schokolade vom Backpapier und brecht sie in unregelmäßige Stücke und esst sie entweder sofort auf, oder packt sie hübsch ein und verschenkt sie an eure Liebsten.

Bruchschokolade, arrangiert mit Weihnachtsdeko

Gebrannte Mandeln

Wenn ihr dachtet, die Schokolade sei schnell gemacht, dann kommt jetzt etwas noch Besseres. Gebrannte Mandeln sind quasi in 10 Minuten fertig.

Für 200g Mandeln benötigt ihr 100g Zucker. Wenn ihr mehr machen wollt muss das Verhältnis also immer 2:1 sein. Den Zucker erhitzt ihr in einer Pfanne zusammen mit einem Schluck Wasser (und optional etwas Zimt) bis er geschmolzen ist und zu blubbern beginnt. Das ist der Moment, in dem ihr die Mandeln dazu gebt und die Hitze runter dreht. Der Zucker wird relativ schnell wieder fest und kristallisiert auf den Mandeln.

Mandeln in flüssigem Zucker in der Pfanne

Am besten nehmt ihr die Mandeln aus der Pfanne wenn der Zucker noch etwas flüssig ist, sonst besteht die Gefahr, dass euch die Mandeln verbrennen. Das Ganze gebt ihr dann auf ein Backpapier und verteilt die Mandeln so, dass sie einzeln liegen, sonst habt ihr am Ende einen großen Klumpen.

gebrannte Mandeln auf Blech

Ein bisschen abkühlen lassen et voilà. Noch lauwarm schmecken die gebrannten Mandeln übrigens am besten.

gebrannte Mandeln, arrangiert mit Kerzen

Glühweingewürz

Was darf auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen? Richtig, Glühwein! Um euch euren Glühwein oder Punsch ganz einfach zu Hause selbst zuzubereiten, habe ich jetzt als letztes ein DIY Glühwein-Gewürz für euch. Das könnt ihr super in Gläser abfüllen und aufbewahren oder weiter verschenken.

Für Glühweingewürz benötigt ihr

  • Eine Orange
  • Zimtstangen
  • Nelken
  • Sternanis

Und so geht’s

Das Glühweingewürz benötigt von diesen drei Rezepten tatsächlich am meisten Zeit. Das liegt aber eigentlich nur am ersten Schritt: Ihr müsst nämlich die Orange bzw. ihre Schalen trocknen.

Ich habe die Hälfte der Orange in Scheiben geschnitten und von der anderen Hälfte nur die Schalen genommen. Ihr könnt aber auch die komplette Frucht in Scheiben schneiden oder nur die Schalen nehmen, ganz wie ihr mögt. Die Scheiben gebt ihr bei 100°C Umluft für etwa 60-90 Minuten, die Schalen für etwa 20-30 Minuten in den Backofen. Steckt am besten einen Holzlöffel in die Tür, so kann die Feuchtigkeit entweichen.

Die restlichen Gewürze zerkleinert ihr entweder mit einem Mörser oder mit Hilfe eines Nudelholzes. Ebenso die Orangenstücke, sobald sie fertig getrocknet sind.

Alles mischen und abfüllen – fertig ist euer Glühweingewürz.

Glühweingewürz in Schüssel

Das waren meine drei Rezepte, um den Weihnachtsmarkt zu euch nach Hause zu holen. Schaut wie immer auch unbedingt bei den anderen Teilnehmern des Adventskränzchens vorbei:

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5 Kommentare

  1. Ich muss gestehen: ich gehöre zur Fraktion „Weihnachtsmarkt Gegner“. Bei uns ist die Stimmung einfach nicht mehr schön: alle Buden verkaufen nur noch Ramsch und je nach dem sind alle besoffen. Da steh ich dann echt nicht drauf – dann esse ich gebrannte Mandeln lieber zu Hause haha

  2. Das sind ja wirklich super coole Rezepte! Ich liebe weihnachtsmärkte ja total aber dieses jahr habe ich es leider einerseits zeitlich noch nicht geschafft, andererseits will ich mir auch irgendwie den stress nicht antun haha 😀

    Sandy GOLDEN SHIMMER

  3. Ich liebe die gebrannten Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt! Am liebsten, wenn sie noch schön warm sind 🙂 Uns zieht es nachher noch nach Potsdam zum Weihnachtsmarkt, einmal auf den althergebrachten Markt in der Innenstadt und danach noch zum Russischen Weihnachtsmarkt! Mal schauen, was es dort so zu entdecken gibt!

    Liebe Grüße
    Jana

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