Umweltbewusstsein und wie wir alle etwas nachhaltiger leben können

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit

Zwei Dinge haben mich diesen Sommer dazu angeregt, mich intensiver mit den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und mein eigenes Verhalten mehr zu beobachten und zu hinterfragen.

Zum einen las ich Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde. Der zweite Teil ihres Klima-Quartetts. Den ersten Teil Die Geschichte der Bienen, hatte ich bereits letztes Jahr gelesen und beide Bücher haben mich noch lange beschäftigt und nicht mehr richtig losgelassen. In beiden Büchern beschreibt Maja Lunde eine dystopische Zukunft, in der die Resourcen langsam zu Ende gehen und die Menschheit um ihr Überleben kämpfen muss.

Zum anderen habe ich mich im Sommer noch darüber gefreut, wie viele Insekten im Garten meiner Eltern rumfliegen und -schwirren und war ein bisschen ernüchtert, als die mir erklärten, dass in den vorigen Jahren noch viel mehr Insekten dort waren und es diesen Sommer eigentlich eher wenige waren.

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit

Alles hängt irgendwie zusammen. Unser Konsumverhalten, dass wir immer mehr und immer das Neuste besitzen wollen und das möglichst billig. Unsere Bequemlichkeit, dass wir alles online bestellen können und es am nächsten Tag sofort an unsere Haustür geliefert wird oder dass wir inzwischen wirklich alles in Plastik abgepackt kaufen können. Genauso, der Fakt, dass wir jede Strecke mit dem Auto zurücklegen, ohne dass das wirklich notwendig wäre. Unsere Lebensmittelauswahl, dass wir zu viel und zu billiges Fleisch essen, Obst und Gemüse aus fernen Ländern importieren, statt regional und saisonal zu essen. Ich meine, hallo?! Tomaten das ganze Jahr über?

Ich nehme mich da selbst nicht von aus. Auch ich mache all diese Dinge. Aber ich denke der erste wichtige Schritt ist es schon, sich dessen bewusst zu werden und anzufangen, darüber zu reflektieren.

 

In kleinen Schritten nachhaltiger Leben

Was tue ich selbst, um bewusster und nachhaltiger zu leben?

Zunächst einmal: Das sind alles nur Mini-Schritte und ich bin sowas von weit weg davon, ein vorbildliches, nachhaltiges Leben zu führen. Aber ich bin auch der Meinung, dass es für kaum einen Menschen möglich ist, von einem auf den anderen Tag alles zu verändern und „richtig“ zu machen. Und was heißt in diesem Zusammenhang überhaupt „richtig“?

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit

Müllvermeidung:

  • Erst vor ein paar Tagen habe ich mir endlich einen Thermobecher gekauft, damit ich mit den vielen To-Go-Kaffees, die ich trinke, nicht jedes Mal einen Becher an Müll produziere. Inzwischen ist es ja zum Glück in fast jedem Kaffee oder bei fast jedem Bäcker möglich, seine eigenen Becher mitzubringen.
  • Ich kaufe ausschließlich loses Gemüse statt des abgepackten. Das hat zum einen den Vorteil, dass man Verpackungsmüll spart, zum anderen ist es meistens sogar billiger. Und ich persönlich habe noch den Vorteil, dass ich weniger wegschmeiße. Weil ich nämlich immer nur für mich alleine einkaufe, sind die abgepackten Portionen meistens viel zu groß für mich. So kaufe ich eben nur eine Paprika, zwei Zucchini und fünf Möhren. Leider gibt es in meiner Nähe keinen Unverpackt-Laden. Das Konzept finde ich nämlich total spannend und würde das gerne mal probieren.
  • Außerdem habe ich beim Einkaufen immer Taschen dabei, damit ich mir keine Plastiktüten kaufen muss. Viele Supermärkte bieten inzwischen ja auch Papiertüten an, aber sind wir mal ehrlich, wirklich stabil sind die auch nicht und dann landen auch die wieder im Müll.
  • Was noch nicht immer klappt, aber immer öfter, ist, dass ich mir verbiete solche ToGo-Salate oder ähnliches zu kaufen. Das ist ja mehr Verpackung als Salat! Meistens schaffe ich es, mir zu Hause etwas zu kochen und das in der Tupperdose mitzunehmen.
  • Und zu guter Letzt trenne ich natürlich meinen Müll. Meinen WG-Mitbewohnern ist das allerdings manchmal herzlich egal, was die Sache nicht einfacher macht …

 

Lebensmittel, Tierische Produkte:

  • Ich gebe zu, ich esse gerne Fleisch und möchte einfach nicht komplett darauf verzichten. Ich habe aber ein bisschen rumprobiert und esse inzwischen ziemlich gerne auch vegetarische Alternativen wie Tofu oder Sojaprodukte. Vor allem in asiatischen Gerichten passt das irgendwie auch super gut.
  • Wenn ich Fleisch kaufe, versuche ich eigentlich immer auf Bio auszuweichen.
  • Ein schwacher Punkt sind bei mir einfach Milchprodukte. Ich esse unglaublich viel Quark als Proteinquelle und ich liebe Käse. Käse macht leider eben alles besser und vegane Alternativen können da einfach nicht wirklich mithalten (finde ich!). Aber auch hier gilt, wo immer es geht: Bio.

 

CO2-Emission:

  • Ich besitze ein Auto und ich fahre auch ganz gerne Auto. Zu Hause auf dem Land wäre ich ohne auch ziemlich aufgeschmissen. Wenn ich in der Stadt bin, gehe ich aber auch viel zu Fuß oder fahre wann immer möglich mit dem Bus. Als nächstes habe ich mir vorgenommen, mir endlich ein Fahrrad anzuschaffen, mit dem ich in der Stadt fahren kann. (Finde mein Mountainbike hier etwas überdimensioniert :D)
  • Dass wir mit einer 33-Jahre alten Diesel-Schleuder in Urlaub fahren, ist natürlich nicht unbedingt umweltfreundlich. Als Camper produzieren wir aber trotzdem viel weniger Emissionen als mit Flugreisen oder gar mit Kreuzfahrten.

 

Klamottenkonsum:

  • Grundsätzlich versuche ich, weniger Klamotten zu kaufen, eher hochwertige Teile, die länger halten und nicht mehr so viel Billig-Ware. Zusätzlich schont das auch meinen Geldbeutel
  • Außerdem möchte ich gerne mal Secondhand-Shopping ausprobieren. Vielleicht ist dafür im nächsten Monat ein guter Zeitpunkt, wenn die Herbst-Garderobe wieder aufgefüllt werden muss. Und dann werde ich wahrscheinlich auch hier mal darüber berichten.

 

Wie gesagt: Das sind alles nur mini Babyschritte und ich weiß, dass da noch ein langer Weg vor mir liegt. Aber egal wie klein, ich glaube, jeder Schritt zählt.

 

Gerade auf Instagram finde ich immer viel Inspiration für dieses „Projekt“ und deswegen verlinke ich euch hier mal ein paar meiner liebsten Accounts, die das mit der Nachhaltigkeit wirklich schon mega gut drauf haben.

DariaDaria

mehralsgruenzeug

piakraftfutter

nachhaltigkeit.warum.nicht

louisadellert

 

Beschäftigt euch das Thema auch? Lebt ihr nachhaltig und umweltbewusst? Wenn ja, wie stellt ihr das an? Wenn nein, warum nicht? Lasst mich all das gerne gerne in den Kommentaren wissen! Ich bin sehr gespannt.


 

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19 Kommentare zu „Umweltbewusstsein und wie wir alle etwas nachhaltiger leben können“

  1. Na das sind doch schonmal tolle Zukunftsaussichten. Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Meine Freundin hat mir auch ein bisschen mehr die Augen dafür geöffnet, erst durch Sie denke ich viel mehr darüber nach. Ich kann dir ihre Seite emfehlen: http://www.minimal-vegan.com Da findest du bestimmt noch ein paar Tipps für dich. Jeder muss selbstständig für sein Handeln verantwortlich sein. Ich wünsch dir viel Erfolg!

  2. Ich finde es ist wichtig selbst zu kochen und auch beim Einkauf auf so wenig Plastikmüll wie möglich zu achten. Gerade bei Obst und Gemüse ist Plastik überhaupt nicht nötig. Wenn man saisonal, regional und bewusst einkauft kann man dahingehend viel tun. Wir haben unser aktuelles Buch (erschienen vor ein paar Tagen) diesem Thema gewidmet: https://www.cookingcatrin.at/kochbuch-kochgenuss/

    Lasse dir liebe Grüße da,
    Catrin von https://www.cookingcatrin.at/

  3. Jeder wie er kann & will. Ich mache es alles schon ziemlich genauso wie Du. Dennoch kann man darüber gar nicht genug sprechen um das Bewusstsein mehr & mehr zu öffnen!
    Danke für den Blogpost!

    Sonnige Grüße, Nina

  4. Super Beitrag. Ich habe gerade neulich selbst einen ähnlichen Beitrag verfasst, bei dem ich mich auch mit dem Thema „Umweltschutz“ beschäftige (https://www.rassambla.de/2018/08/20/warum-ich-mich-nur-noch-mit-seife-wasche/). Ich finde auch, dass es wichtig ist, dass man einfach ein Bewusstsein dafür entwickelt. Klar kann man nicht alles von heute auf morgen ändern, aber Schritt für Schritt hilft das der Umwelt auch schon und wenn immer mehr Leute da mitmachen, hat das auch einen großen Einfluss. Du machst das schon super. Sehr schöner Beitrag!!

  5. Sehr schönes Plädoyer für mehr Umsicht im Alltag, was unsere Umwelt betrifft. Ein paar deiner Tipps habe ich schon umgesetzt: Eigene Einkaufstüten mitbringen, keine Plastikverpackung beim Obst- und Gemüsekauf, gebrauchte Kleidung kaufen….Ha, das mit dem Käse kenne ich – ich liiiiebe ihn auch und finde viele vegetarische oder vegane Gerichte ohne ihn einfach bäh. Aber in Maßen ist das ja okay 😉
    Das Problem bei Bio-Produkte ist: nicht jeder kann sie sich leisten. Da müsste die Politik mal ran!

    1. Ja da hast du leider recht. Da muss dann leider auch jeder für sich entscheiden, wie er seine Prioritäten setzt und ob man vielleicht an anderen Ecken sparen kann/will.

  6. Viele kleine Schritte können auch Großes bewegen. Wir bauen sehr viele Punkte in deinem Beitrag in unserem Leben ein.
    Wir haben zwar 2 Autos (berufsbedingt), lassen die aber so viel wie möglich stehen und laufen. Wir laufen zur Bank, Post, zum Einkaufen… so viel es geht.
    Ich versuche, bei Lebensmitteln auf Bio-Qualität zu achten, wenn es preislich in einem ausgewogenen Verhältnis zu unserem Budget liegt. Wir achten auf saisonale und wenn möglich, regionale Lebensmittel. Erdbeeren kaufe ich beispielsweise nicht, wenn sie aus Marokko kommen.

    Gruss
    Natascha

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