Dänemark mit dem Camper: Das ging schief

Fehler beim Camping in Dänemark

Um diese Dänemark-Reihe nun abzuschließen, gibt es heute einen letzten Beitrag über all das, was schief ging auf unserer Reise.

Es geht hier allerdings nicht um „Fehler, die ihr vermeiden solltet“. Jeder, der ein bisschen nachdenkt, wird sie eh nicht machen. Die meisten dieser Pannen waren auf unsere eigene Schusseligkeit zurückzuführen. Von daher hoffe ich, dass ihr ein bisschen Spaß habt mit diesem Beitrag.

Was so alles schief gehen kann beim Campen in Dänemark
Aber niemals das Lachen vergessen 🙂

 

1. Die falsche Kleidung

Das betraf vor allem mich. Mich an meine Norwegen-Erfahrung erinnernd – wo ich viel gefroren habe – packte ich Pullis, Westen, lange Hosen und Socken en masse ein. Das ich überhaupt einen Bikini eingepackt habe, war schon ein Wunder. Ganze zwei kurze Hosen haben es in mein Gepäck geschafft und kein einziges Tanktop. Während Deutschland bei über 30 Grad schwitzte, war es in Dänemark zwar noch kühler und die Küste versorgte uns mit angenehmem Wind, zu warm war es dennoch. Vor allem zu warm für meine Garderobe.

 

 

2. Die Lebensmittelversorgung

Dies war unser erster längerer Trip mit Olaf und natürlich mussten wir uns erst mit manchen Eigenheiten besser vertraut machen. So zum Beispiel mit dem Kühlschrank. Jedes Mal wenn wir einkaufen waren schätzten wir sein Fassungsvermögen zu klein ein. Daraus resultierte zum einen, dass der Kühlschrank oft halb leer blieb, zum anderen, dass wir jeden zweiten oder dritten Tag einkaufen mussten, weil unsere Vorräte zur Neige gingen. Wir lernten aber auch irgendwie nicht daraus und kauften beim nächsten Mal erneut zu wenig ein.

Lebensmittel Camping in Dänemark Kochen beim Camping in Dänemark

 

 

 

 

 

 

3. Die Matratzensituation

Für das Folgende muss ich ein bisschen ausholen. Olaf bietet zwei Schlafmöglichkeiten: eine unten, indem man die Rückbank umklappt und eine oben, wenn man das Dach aufstellt und auch hier ein Brett nach vorne umklappt. Auf ebenjenes Brett kann man dann zwei Matratzen hintereinander legen, auf denen man bequem schlafen kann. Wenn während der Fahrt, dass Aufstelldach zugeklappt ist, müssen wir eine dieser Matratzen hinten verstauen, wo wir auch unsere Stühle, den Tisch und Sonstiges unterwegs aufbewahren.

Jetzt zur Problematik: Da diese Matratze hinten liegt, muss sie jedes Mal wenn wir unten schlafen möchten, nach oben oder in den Fahrerraum verfrachtet werden. Jetzt ist es ja nicht so, dass wir nicht schon bei vorherigen Ausflügen festgestellt hätten, dass wir viel lieber unten schlafen, weil wir es hier bequemer haben. Nein, nein, wir lassen uns alle Möglichkeiten offen, könnte ja sein, dass wir einmal nach oben wollen.

Das Ende vom Lied? Wir haben jeden Abend eine Matratze durch den Bus bugsiert, die wir überhaupt nicht gebraucht hätten, weil wir ausschließlich das Bett unten genutzt haben.

 

 

4. Die Gasflasche

Für den eingebauten Herd und den Kühlschrank ist in einem Schrank eine 5-Kg-Gasflasche verstaut. Den Herd haben wir selten benutzt, weil wir meistens auf Gaskochern mit kleinen Kartuschen draußen gekocht haben. Den Kühlschrank dagegen haben wir öfter mit Gas betrieben, da die Batterie – vor allem bei den hohen Außentemperaturen – es einfach nicht geschafft hat, den Kühlschrank kalt genug zu machen. Blöd nur, dass wir mit einer fast leeren Gasflasche los sind und so nach ein paar Tagen bereits ohne Gas für den Innenraum dastanden.

Da standen wir also, in Dänemark, und benötigten eine neue Gasflasche. Wieder einmal verfluchte ich die Tatsache, dass die EU ungefähr alle regulieren und normieren muss, aber so etwas wie Gasflaschenventile ist in jedem Land anders. Eine Google-Suche verriet uns, dass es auf jedem größeren Campingplatz aber sicherlich Flaschen mit deutschem Anschluss gäbe. Also begann ich rumzutelefonieren. Bei sechs oder sieben Campingplätzen in der Umgebung rief ich an, keiner hatte etwas für uns. Einmal wollte ich schon jubeln, dann stellte sich heraus, dass er zwar graue, allerdings nur 11-Kilo-Flaschen hatte.

Zu guter Letzt kamen wir auf den Parkplatz eines Campingplatzes bei Arhus. Hier brachen wir schon wieder in Jubel aus, denn wir sahen vor dem Shop genau eine einzige graue 5-Kilo-Gasflasche. Als ich danach fragte, erklärte mir der Campingplatzbetreiber allerdings, diese Flasche sei reserviert. Also verbrachten wir die Nacht hier, damit wir unseren Kühlschrank mit Strom betreiben konnten. Am nächsten Tag aber war uns das Glück hold: Die Flasche war noch da. Diejenigen, für die sie reserviert war, sind nicht erschienen und damit gehörte sie uns. Natürlich hat uns der ganze Spaß erheblich mehr gekostet, als ein Wechsel in Deutschland gekostet hätte, aber wir waren nur froh, wieder autark zu sein und hätten vermutlich jeden Preis bezahlt.

Die Moral von der Geschichte? Kontrolliert immer eure Gasflaschen, bevor ihr losfahrt!

 

 

 

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5 Kommentare zu „Dänemark mit dem Camper: Das ging schief“

  1. Liebe Anika,

    aus den Fehlern werdet Ihr für den nächsten Trip lernen. Und sie sind doch auch dazu da 😉 Die nächsten Urlaube mir Olaf werden besser! Auf jeden Fall, was die Planung angeht 😉

    Viele liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

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