24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe

24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe#

Am Wochenende bin ich wieder ein Jahr älter geworden und zu diesem Anlass dachte ich mir, ich stelle mal zusammen, was ich in den letzten 24 Jahren so gelernt habe. Über die Welt und das Leben, aber auch über mich selbst. Vielleicht sind Dinge dabei, die ihr auch gelernt habt, vielleicht aber ja auch paar neue Erkenntnisse.

 

 

  1. Ich bin kein Dämchen.

Auch wenn ich in meiner Jugend irgendwie manchmal gerne eins gewesen wäre, so mit regelmäßig Pumps und Röcke tragen und immer top gestyled sein. Die Wahrheit ist, ich bin ein Sneaker-und-Messibun-Mädchen und liebe es.

 

  1. Man muss nicht immer allen gefallen.

Früher war es echt schrecklich für mich, dass ich nicht zu den Beliebtesten gehört habe. Weil ich einfach schon immer eine etwas andere Art hatte, als andere. Heute weiß ich, dass ich eben ich selbst bin und wer mich so nicht mag, der hat halt Pech gehabt. Man muss und kann es nicht jedem Recht machen und sich selbst treu zu bleiben, ist bei weitem wichtiger, als Beliebtheit.

 

  1. Ein Resting-Bitch-Face hat durchaus seine Vorteile.

Während ich Leute kenne, die sich regelmäßig darüber beschweren, ständig angesprochen und in Gespräche verwickelt zu werden, obwohl sie weder Zeit noch Lust dazu haben, passiert mir selbst das nie. Ein vermeintlich böser Blick und alle lassen mich in Ruhe.

 

  1. Die deutsche Sprache ist nicht immer einfach.

Bevor ich mein Germanistik-Studium angefangen habe, hatte ich durchaus ein paar Probleme mit unserer Sprache. Und auch jetzt sind sie bestimmt noch nicht komplett überwunden. So gehörten Ausdrücke wie „Saugstauber“ , „einmandfrei“ oder „Servierte“ relativ lange zu meinem Wortschatz.

 

  1. Aus der eigenen Komfortzone herauszukommen, ist so wichtig.

Das ist eine Sache, die ich erst in den letzten Jahren, so richtig sogar erst in den letzten paar Monaten gelernt habe. Wer immer nur das macht, was er gerne macht, wächst nie über sich hinaus. Manchmal ist das beängstigend, manchmal hat man schlichtweg keine Lust zu etwas. Meistens aber, ist die Erfahrung, die man daraus zieht, enorm positiv.

 

  1. Zuhause ist kein Ort, sondern Menschen.

In den letzten Jahren wohne ich irgendwie überall und nirgendwo so richtig. In meiner WG an der Uni, zu Hause bei meinen Eltern, bei meinem Freund. Ab und zu ganz woanders. Natürlich sehne ich mich danach, dass das irgendwann mal ein Ende hat und ich einen einzigen Wohnsitz mein Zuhause nennen darf. Aber ich habe gelernt, dass eben dieses Zuhause gar kein bestimmter Ort sein muss, sondern die Menschen an den verschiedenen Orten, die dafür sorgen, dass ich mich dort wohlfühle.

 

  1. Zeitmanagement ist alles.

Ich sehe immer wieder Leute um mich herum in Chaos und Stress versinken, weil sie ihre Aufgaben einfach nicht ordentlich strukturieren. So gibt es z.B. Kommilitonen, die drei Hausarbeiten bis kurz vor die Deadline aufschieben (denn „es ist ja noch Zeit“). Dass diese Deadlines aber alle in der gleichen Woche liegen, bringt sie dann aus dem Konzept und führt zu Nachtschichten ohne Ende. Bitte tut das nicht.

 

  1. Ich bin eine Spießerin.

Das fängt bei meinem Fimmel für Planung und Organisation an und hört noch lange nicht mit meiner Brotback-Liebe auf. Ich verbringe Freitagabende lieber zu Hause mit einer guten Serie oder einem Buch, statt auf Parties. Ich gehe gern auf Märkte und habe irgendwie eine merkwürdige Vorliebe für Lebensmittelgeschäfte. Immer wenn ich in irgendeinem Geschäft hübsches Geschirr sehe, muss ich mich zusammenreißen es nicht zu kaufen. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, habe ich jetzt auch noch mit dem Stricken angefangen.

 

  1. Es ist nicht immer alles planbar.

So sehr mich selbst das schmerzt, aber manche Dinge kann man einfach nicht planen. Und manchmal sind Überraschungen ja auch was Feines.

 

  1. Wir lernen doch für die Schule.

Jeder erinnert sich doch sicherlich daran, dass die Lehrer zu Schulzeit immer mit erhobenem Zeigefinger gemahnt haben: „Ihr lernt nicht für mich oder für die Schule, ihr lernt für’s Leben!“ Und wie oft hat man sich gefragt, wozu man den ganzen Kram je wieder brauchen wird? Und wer hätte es gedacht? Einen Großteil der Dinge habe ich tatsächlich bisher nie wieder gebraucht. Aber wen überrascht das auch? Wenn ich Germanistik studiere ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass ich jemals wieder eine Kurvendiskussion machen muss. Umgekehrt ist es ja auch genauso, dass der Mathematiker sich nicht mehr mit Versmaßen herumschlagen braucht.

24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe
  1. Offline sein, ist gar nicht so schlecht.

Ich bin auch so ein Mensch, der sein Smartphone immer und überall dabeihat und ständig checken muss, ob es auf Instagram vielleicht etwas Neues gibt. Ab und an sollte man sich aber bewusst aus dieser ganzen Onlinewelt rausnehmen und das reale Leben mehr wahrnehmen.

 

  1. Sei selbstbewusst.

Gerade uns Frauen fällt es ja immer wieder schwer, Erfolge wirklich uns selbst zuzuschreiben statt irgendwelchen äußeren Umständen, wie „ich hatte halt Glück“. Auch ich musste und muss immer noch lernen, dass ich selbst verantwortlich bin und einfach zu wissen, was ich kann. Und wenn du weißt, was du kannst, dann solltest du das auch vor anderen genauso kommunizieren. Das ist super schwierig am Anfang und ich bin auch absolut kein Profi darin. Aber Selbstbewusstsein bringt einen einfach so viel weiter.

 

  1. Manchmal muss man Dinge, einfach machen.

Nicht immer grübeln und alles zerdenken (eine meiner Lieblingsbeschäftigungen). Wenn du etwas wirklich willst, dann mach es.

 

  1. Kochen und Backen haben manchmal eine meditative Wirkung auf mich.

Manchmal drücke ich mich damit nur vor anderen Aufgaben, das gebe ich zu. Aber manchmal hilft es auch enorm Stress abzubauen, wenn ich mich einfach in die Küche stelle und was backe.

 

  1. Yoga ist gar nicht so langweilig wie man denkt und sau anstrengend.

Ich dachte auch lange, dass Yoga hauptsächlich mit Meditation zu tun hat und atmen und alles ist total esoterisch. Falsch gedacht, klar gibt es das auch, aber manche Yoga-Klassen sind echt unglaublich anstrengend und man kommt richtig dabei ins Schwitzen. (Tina in the Middle hat davon ein paar zusammengeschrieben.)

 

  1. Ich bin tatsächlich sportlich. Ich musste nur erst herausfinden, was mir liegt.

Ich habe mich gefühlte Ewigkeiten dazu gezwungen, laufen zu gehen und wurde weder wirklich besser wirklich, noch hatte ich Spaß daran. Im Schulsport haben wir immer nur irgendwelche Ballspiele gemacht oder Leichtathletik und in beidem war ich eine Niete. Damit war für mich klar, dass ich ein absolut unsportlicher Mensch bin. Und heute? Gehe ich vier Mal die Woche ins Fitnessstudio, werde immer stärker und habe Spaß daran.

 

  1. Die beste Art, Geld auszugeben, ist, zu reisen.

Niemand gibt gerne Geld aus. Aber es ist wohl mit nichts besser angelegt, als mit einer Reise, um seinen Horizont zu erweitern, neue Länder, Kulturen und Menschen kennen zu lernen.

24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe
24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe
  1. Man kann nie genug Bücher gelesen haben.

Bücher sind für mich eine Art, zu reisen, wenn mein Budget oder meine Zeit für eine reale Reise nicht ausreichen. Sie erweitern den Wortschatz und den Horizont und die Reiseziele sind noch vielfältiger als mit dem Flugzeug.

  1. Ich bin ein schrecklich ungeduldiger Mensch.

Ich hasse es einfach zu warten. Ich habe dabei das Gefühl, dass ich Lebenszeit verschwende, die ich sonst sinnvoll nutzen könnte.

 

  1. Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit.

Ein Absoluter Pro-Tipp, den ich bei meinen ersten mündlichen Prüfungen im Studium gelernt habe, der aber im ganzen Leben Gold wert ist. Man muss nicht immer im Detail über alles Bescheid wissen und sich absolut sicher sein. Wichtig ist, dass man sicher auftritt.

24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe
… eine von vielen Taktiken, die mich durch mein Studium gebracht haben.
  1. Die Anderen sind auch nur Menschen.

Und in genau solchen Situationen, in denen man 20. anwendet, sollte man sich auch das immer klar machen. Jeder ist ein Mensch, jeder macht Fehler, niemand ist allwissend. Das nimmt eine Menge Druck raus.

 

  1. Team Carbs!

Ich liebe Kohlehydrate. Kartoffeln, Brot, Nudeln … ? Ich bin dabei. Ich hab’s versucht und dabei gelernt: Auf Kohlehydrate zu verzichten macht weder glücklich, noch führt es zwangsläufig dazu, dass man schlank wird.

 

  1. Nein sagen, tut niemandem weh.

Ich bin auch so ein Mensch, der bei neuen Aufgaben, reflexartig Ja sagt. Und dann merke ich erst im Nachhinein, wie viel Arbeit das ist und, dass ich eigentlich nicht genug Zeit habe, um dem in meinem Perfektionismus gerecht zu werden. Öfter mal Nein sagen, ist daher überhaupt nicht schlimm und auch ich muss das noch öfter tun.

 

  1. Mach das, was dir Freude macht.

Das habe ich von meinen Eltern so mitgegeben bekommen und da bin ich unglaublich dankbar für. Wähle nicht irgendein Studium oder eine Ausbildung, weil du weißt, dass du damit später genug Geld verdienst und einen sicheren Job hast. Natürlich brauchen wir alle Geld zum Leben, aber was bringt dir noch so viel Geld, wenn du dich jeden Tag zur Arbeit quälen musst, weil dir dein Job keine Freude bereitet?

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4 Kommentare zu „24 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe“

  1. Ich finde deine Studienrichtung toll! Ich hab damals im Deutschunterricht auch nicht gedacht, dass ich einmal mit der deutschen Sprache meine Brötchen verdienen würde, aber es macht mir Spaß und ist genau mein Ding! Lesen tue ich leider viel zu wenig, da muss ich dringend mal wieder mehr Zet für finden! Aber ansonsten halte ich es mit dem Zitat „Ohne Bücher kann ich nicht leben“ 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

  2. Das sind wirklich wichtige Dinge! Und man lernt so gut wie täglich so viel dazu!
    Ich bin auch ein absoluter Pasta-Fan, auf Absatzschuhen kann ich nicht laufen und ich bevorzuge Kapuzenpullis. Man lebt sein Leben für sich und nicht für andere, deshalb sollte man das tun, was einen glücklich macht! 🙂

    Herzliche Grüße!
    Michelle

  3. Alles Liebe Nachträglich für dich.

    Ich glaube da kommt noch eine Menge dazu. Mit 32 habe ich auch schon so viel lernen müssen. Vor allem was vertrauen angeht. Da bin ich sehr gebrannt markt.
    Aber die Idee 24 Dinge zusammen zu fassen die man in 24 Jahren gelernt hat, ist toll.
    Man lernt dich etwas kennen.

    xoxo dein Lipstickbunny Vanessa

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