1000 Fragen an mich selbst #12 | Fragen 361-400

1000 Fragen an mich selbst
  1. Was war deine schlimmste Lüge?

Ich weiß nicht, ob das die schlimmste war, aber im Nachhinein ist es irgendwie eine lustige und süße Geschichte, deswegen erzähle ich sie hier jetzt: Im Kindergarten spielten wir mit solchen Plastiktennisschlägern. Also wir spielten kein Tennis damit, sondern die Schläger waren irgendwie Waffen oder sowas? Ich weiß echt nicht mehr, was das für ein Spiel war. Auf jeden Fall wurden wir irgendwann im Laufe des Spiels von einem Jungen verfolgt, wir liefen weg, er uns hinterher. Als ich bemerkte, dass meine Freundinnen ihre Tennisschläger hatten fallen lassen, um besser laufen zu können, ließ ich meinen auch fallen – nein, ich schmiss ihn mit voller Karacho hinter mich. Blöd nur, dass ich die langsamste von uns war und deswegen der Junge ziemlich nah hinter mir lief. Long story short: Ich hab ihm die Nase gebrochen.

Natürlich war das absolut keine Absicht, weil ich aber so sehr Angst vor Ärger hatte, habe ich bei der späteren Befragung durch die Kindergärtnerin steif und fest behauptet, den Schläger einfach nur fallen gelassen zu haben und nicht geworfen.

Also quasi nur eine Notlüge.

 

  1. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?

Das ist immer wieder eine Herausforderung und es erfordert eigentlich täglich viel Mut aus seiner Komfortzone herauszukommen. Ich challenge mich aber immer öfter, das zu tun. Denn was lernen wir denn, wenn wir immer nur in unserer Komfortzone und innerhalb unserer selbst gesteckten Grenzen bleiben?

 

  1. Kannst du gut Witze erzählen?

Das weiß ich ehrlich gesagt nicht, weil ich eigentlich nie Witze erzähle und auch nicht wirklich viele kenne.

 

  1. Welches Lied handelt von dir?

Auch das ist wieder eine schwierige Frage. Es gibt ein paar Lieder in denen ich mich wiedererkenne, aber ich würde nicht behaupten ein Lied „handelt“ von mir. Aktuelle feiere ich sehr ein Lied auf dem neuen Album von Alligatoah, „Meine Hoe“. Ganz entgegen dem Titel geht es hier um Gleichberechtigung und Emanzipation in einer Beziehung. Meine Lieblingstextstellen, mit denen ich mich sehr gut identifizieren kann, sind folgende:

 

Deine Hoe ist dünn wie ein Wendecover
Meine Hoe ist gesund, bäm, du Bastard
Meine Hoe reinigt die Wohnung mit Schwamm und Seife
Nicht weil sie eine Frau, sondern an der Reihe ist
Und sie brät uns die Fleischspieße an
Doch nicht weil sie es muss, sondern, weil sie es kann

 

Mal entspricht sie der Erscheinung eines Stripper-Mädchens
Mal eher der von einem Grizzly-Bären
Oder Grizzly-Bärin! Doch die Mischung zählt

 

Und weil sie Kunst besser findet ohne Sittengesetz
Und ein beschissner Text noch lang nicht ihr Gewissen ersetzt
Hört sie verdammt gerne sexistischen Rap, tja

 

  1. Welche kleinen Dinge kannst du genießen?

Da gibt es viel. Am Wochenende nach Hause kommen und mit meinen Eltern quatschen, wie unsere Woche war. Mit meinem Freund den ganzen Tag auf der Couch gammeln und einen Game of Thrones-Marathon machen. Bei stürmischem Herbstwetter (das ja bald wiederkommt) mit einem guten Buch eingekuschelt im Bett liegen. In einem hübschen Café sitzen, Kaffee trinken und die Leute beobachten …

 

  1. Wofür kann man dich nachts wecken?

Für einen Todesfall.

Nein ernsthaft, mein Schlaf ist mir heilig und sollte es kein dringender Notfall sein, gibt es keinen Grund, mich nachts deswegen zu wecken. Wer schon mal eine Übernachtungsparty mit mir erleben durfte, weiß wovon ich rede.

 

  1. Was würdest du gern an deinem Äußeren ändern?

An manchen Tagen alles. An anderen gar nichts. Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit meinem Äußeren. Und weil ich generell daran arbeiten möchte, nicht immer so selbstkritisch zu sein und mich so zu akzeptieren wie ich bin, lautet die Antwort hier jetzt auch: nein, ich will nichts ändern.

 

  1. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?

Natürlich nur Positives …

 

  1. Lässt du dich leicht zum Narren halten?

Ich wüsste nicht, wann mich das letzte Mal jemand zum Narren gehalten hat. Und ich denke auch, dass ich eine relativ gute Menschenkenntnis habe, daher dass ich immer erst mal zuhöre und beobachte. Also würde ich sagen, nein, ich lasse mich nicht so leicht zum Narren halten.

 

  1. Was würdest du gern mal tun, vorausgesetzt, dass es keinesfalls schiefgehen könnte?

Mich selbstständig machen mit … ich weiß noch nicht … mit allem, was ich gerne mache.

 

  1. Muss man immer alles sagen dürfen?

Nein.

 

  1. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?

Ich denke, alle Personen, die Aufmerksamkeit von mir verdienen, erhalten genug davon. Beziehungsweise verstehen es, wenn ich mal nicht genug Zeit für Aufmerksamkeit habe.

 

  1. Kannst du gut loslassen?

Anfangs nicht. Aber nach einer gewissen Zeit dann schon.

 

  1. Wofür bist du dankbar?

Dafür, dass mein Leben bisher sehr erfolgreich und in meinem Sinne verlaufen ist, dass ich schon so viel erreicht habe. Dafür, dass ich eine tolle Beziehung habe. Dafür, dass ich und meine Liebsten gesund sind. Es gibt so viel, für das man dankbar sein sollte und man denkt eigentlich viel zu selten darüber nach.

 

  1. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht kennst, wichtig für dich?

Ich würde nicht sagen wichtig, aber doch auf jeden Fall schmeichelhaft und wer freut sich denn nicht über Komplimente?

 

  1. Vor welchem Tier hast du Angst?

Spinnen.

 

  1. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?

Also ich bin schon öfter mal verwirrt. Auch vollkommen. Aber mir fällt grade keine konkrete Situation ein, wann das das letzte Mal war.

 

  1. Was hast du immer im Kühlschrank?

Ich hab jetzt länger darüber nachgedacht, weil ich mir erst gar nicht sicher war. Aber es ist tatsächlich Magerquark. Egal, was passiert, Magerquark ist einfach immer in meinem Kühlschrank. Ich Fitness-Bunny 😀

 

  1. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?

Nein. Ich stehe zu allem, was ich schaue.

 

  1. Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?

Da kann ich mich jetzt gar nicht festlegen, denn eigentlich hatte jede Zeit in meinem Leben bisher wirklich tolle und weniger geile Seiten. Ich würde behaupten, die eine beste Zeit gibt es nicht. Oder gab es eben bei mir noch nicht und die kommt noch. Ich bin ja noch jung.

 

  1. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?

Meine Eltern als ich in der Pubertät war.

 

  1. Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?

Jap. Schuldig. Generell neige ich dazu, mir z.B. Redensarten von Leuten abzuschauen, mit denen ich viel Zeit verbringe.

 

  1. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?

Das kommt ganz darauf an. Beim Italiener bestelle ich logischerweise nicht das Gleiche wie beim Chinesen. Und auch wenn ich wiederholt im selben Restaurant bin, möchte ich gerne immer wieder etwas Neues probieren. Also wechsle ich da schon ab. Außer es war etwas exorbitant Leckeres dabei. Und bei Desserts setze ich eigentlich immer auf Schokolade.

 

  1. Gibt es etwas, das du insgeheim anstrebst?

Wenn ich das jetzt hier schreibe, ist es ja nicht mehr (ins)geheim. Aber eigentlich gibt es da auch nichts, alles, was ich anstrebe, habe ich tatsächlich auch schon einmal bei wenigstens einer Person fallen lassen. Was meine Ziele angeht, gibt es damit nichts, was niemand weiß.

 

  1. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürfest, was du willst?

Um die Welt reisen. Aber auch immer wieder nach Hause kommen.

 

  1. Was begeistert dich immer wieder?

Jetzt gerade fällt mir auf, dass ich vermutlich sehr richtig lag mit der Wahl meiner Profession: Eins der Dinge, die mich nämlich immer wieder begeistern, ist die Tatsache, dass Worte gesprochen etwas ganz anderes aussagen können oder zu viel mehr Anteilnahme und Begeisterung führen können, als geschrieben Worte. Konkret meine ich damit das, was mir gerade während meinem Praktikums immer wieder auffällt: Beim Lesen sind die meisten Theaterstücke einfach nur langweilig. Sobald ein Schauspieler oder eine Schauspielerin sie auf einer Bühne spricht, steckt auf einmal so viel mehr dahinter, so viel Kraft und Ausdruck und je nachdem, was er oder sie dazu spielt, können die Worte etwas komplett anderes bedeuten, als der Leser vielleicht verstanden hat.

Das fasziniert mich und begeistert mich immer wieder.

 

Natürlich gibt es da auch noch andere Sachen, die vielleicht ein bisschen … „weltlicher“ und nachvollziehbarer sind. Aber die Tatsache, dass mich das oben Beschriebene begeistert, fasziniert mich grade selbst ein bisschen.

 

  1. Welche Sachen kannst du genießen?

Gab es die Frage nicht weiter oben schon so ähnlich? Gut, da ging es um kleine Dinge. Naja, das jetzt aufzuzählen, ist glaube ich müßig. Ich genieße alles, was mir Spaß macht. So einfach ist das.

 

  1. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?

Weder grundsätzlich ja, noch grundsätzlich nein. Neue Dinge sind immer aufregend und spannend. Manchmal auch angsteinflößend. Ob es schön ist, stellt sich ja meistens erst währenddessen heraus und kommt ganz darauf an, worum es sich handelt.

 

  1. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?

Wenn ich gefragt werde, erzähle ich schon gerne. Aber selten erzähle ich von mir aus. Ich erfahre auch total gern Dinge über andere Menschen, daher sollte man jetzt meinen, dass ich viele Fragen stelle. Ist aber irgendwie nicht so, außer ich kenne die Leute, mit denen ich mich unterhalte wirklich gut. Aber ich arbeite daran, damit Menschen mich nicht immer für einen desinteressierten Stoffel halten.

 

  1. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?

Die Idee, die neue Reihe #meineliebsten auf dem Blog zu starten.

 

  1. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?

Bei allem, was mitsingbar ist.

 

  1. Wann hast du zuletzt enorm viel Spaß gehabt?

Ich denke, das war auf Rock am Ring 2018.

 

  1. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?

Ja. Voll und ganz.

 

  1. Welchen Akzent findest du charmant?

Also Akzent einer Fremdsprache im Deutschen? Da hab ich jetzt ein bisschen drüber nachgedacht und festgestellt, dass ich italienisch oder französisch – also diese ganzen romanischen Sprachen – mir in der Beziehung nicht so zusagen, so schön ich diese Sprachen in ihrer „Reinform“ auch finde. Charmant finde ich dagegen tatsächlich einen norwegischen oder schwedischen Akzent.

 

  1. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?

Wenn man Spaß hat.

 

  1. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?

Vor vier Jahren, als ich meine Haare braun getönt habe. Als das raus war bin ich ziemlich schnell wieder zu blond und seitdem sind sie so, wie sie sind und mag es so.

1000 Fragen an mich selbst
Ich hab tatsächlich viele Komplimente dafür bekommen, aber nach einem Dreiviertel Jahr habe ich mir dann selbst eingsestanden: Ich bin und bleibe ein Blondhaar-Mädchen.
  1. Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?

Manchmal ja, manchmal nein. Oft hilft Abstand, um Dinge zu vergessen oder zu verarbeiten. Ich würde aber nicht behaupten, dass das immer der Fall ist.

 

  1. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?

Einfach hinsetzen, Handy weg, ein Buch nehmen oder auch einfach nur in die Luft gucken. Auch wenn es nur zehn Minuten sind, einfach mal für einen Moment hinsetzen und durchatmen, kann manchmal wunder bewirken.

 

  1. Machst du jeden Tag etwas Neues?

Nein, davon bin ich wirklich weit entfernt.

 

  1. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?

Bei Besserwissern, die mir irgendwie vermitteln wollen, dass meine Berufs-/Studienwahl ja kein Geld einbringt und sowieso der Meinung sind, dass Berufe in der Kultur ja eh nur ein nettes Hobby sind.


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